Indigene


Kolumbien

Das Wort dekolonisieren – eine politische Strategie indigener Medien

Mit unerschöpflicher Widerstandskraft, einer Zukunftsvision, die auf einem reichen kulturellen Erbe und einer nicht weniger als 65 Sprachen umfassenden Vielsprachigkeit basiert, haben die überlebenden 102 indigenen Völker Kolumbiens im Jahr 2003 mit der gigantischen Aufgabe begonnen, ihre eigene Kommunikationspolitik zu begründen. Mittlerweise haben sie ihre Hausaufgaben gemacht: In Kolumbien existiert bereits ein konkretes kommunikationspolitisches Konzept von und für Indígenas. Das letzte Wort hat nun die Regierungspolitik. […]


unkontaktierter Indigener
Peru

Grünes Licht für „Todesstraßen“ im Amazonasgebiet

In Peru wurde ein Gesetz verabschiedet, das mehrere im Amazonasgebiet isoliert lebende indigene Stämme zugrunde richten könnte. Das Gesetz erklärt den Straßenbau in der abgelegenen Region Ucayali zum Gegenstand nationalen Interesses. Ucayali befindet sich im amazonischen Grenzgebiet zwischen Peru und Brasilien, in dem sich die weltweit meisten indigenen Völker ohne Kontakt zur Außenwelt befinden. Sowohl die eigene peruanische wie die internationale Gesetzgebung erkennt ihr Recht auf ihr Land an. […]


Lucia Rangel
Brasilien

Interview: überdurchschnittlich hohe Suizidrate brasilianischer Indigener

Die Anthropologin Lucia Helena Rangel, die auch als Beraterin des Indigenenmissionsrates CIMI (Conselho Indigenista Missionário) tätig ist, spricht in einem Interview über die weit überdurchschnittliche Selbsttötungsrate brasilianischer Indigener. In den vergangenen 16 Jahren wurden in den indigenen Gemeinden Brasiliens 782 Suizide verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte höher sein. […]


Vertriebene Chiapas
Mexiko

Vertriebene in Chiapas kehren in die Ungewissheit zurück

Etwa 4.000 aus der Gemeinde Chalchihuitán im südmexikanischen Chiapas vertriebene Indigene sind am 2. Januar in ihre Häuser zurück gekehrt, obwohl dort weiterhin bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Indigenen machen daher die Regierung Bundesstaates Chiapas und die mexikanische Bundesregierung verantwortlich, sollte es zu einem Angriff auf die Familien kommen. Wie die Gemeindepfarrer Marcelo Pérez Pérez, aus Simojovel und Sebastián López López aus Chalchihuitán erklärten, erfolge die Rückkehr nicht, weil die Sicherheit wieder hergestellt worden sei. Vielmehr seien die Vertriebenen nicht mehr in der Lage, unter prekären Bedingungen und weit entfernt von ihren Feldern zu leben. […]


onda logo

onda-info 422

Los geht’s mit einem Hinhörer.  Diesmal: „Erinnerung und Gerechtigkeit“. Weiter geht’s nach Honduras. Besorgt verfolgen wir die Nachrichten a nach den Präsidentschaftswahlen, bei denen der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández zum Sieger erklärt wurde. Anschließend berichten wir aus dem Süden Argentiniens. Dort kämpfen die indigenen Mapuche seit vielen Jahren um ihr Land. Zum Schluss der Sendung: ein Gespräch mit einem indigenen Gemeindevertreter aus Kolumbien. […]


blockierte Straße
Kolumbien

Kolumbiens Indigene kritisieren Polizeigewalt

Die kolumbianischen indigenen Dachverbände, die seit Ende Oktober an einer landesweiten Streikaktion teilnehmen, haben beklagt, dass die Polizei während der Proteste exzessiv Tränengas eingesetzt habe. Das teilten der Indigene Kolumbianische Dachverband ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia) und der Regionalverband aus Valle del Cauca Orivac (Organización Regional Indígena del Valle del Cauca) am 7. November in einer Presseerklärung mit. […]


onda logo
Brasilien Lateinamerika Mexiko Peru Uruguay

onda-info 420

Schön öfter haben wir vom onda-info den Uruguayischen Sänger und Cantautor Daniel Viglietti vorgestellt. Nun ist er tot. Deswegen werden wir noch einmal an ihn erinnern. Nach einer Nota aus Mexiko dreht sich dann alles um das Amazonasgebiet: Die großen Städte des brasilianischen Amazonasgebiets sind stolz auf ihr multikulturelles Erbe. Doch bis heute ist kaum erforscht, dass es bereits seit dem 17. Jahrhundert im brasilianischen Regenwald viele schwarze Communities gab. Und im peruanischen Amazonasgebiet, genauer gesagt in Nauta, muss es nicht immer Englisch sein.  […]