Indigene


Indigener mit Protestplakat
Mexiko

Indigene in Oaxaca lehnen Megaprojekte ab

An der Küste Oaxacas, im Südwesten Mexikos, leben verschiedene indigene Gemeinden wie Mixtek*innen, Chatinos und auch Afro-Mexikaner*innen. Sie lehnen Projekte ab, die auf ihrem Land umgesetzt werden sollen und „Tod und Landraub mit sich bringen“ und sehen sich verpflichtet, ihr Land zu verteidigen. Das erklärte der Rat der Vereinten Gemeinden zur Verteidigung des Flusses Río Verde Copudever (Consejo de Pueblos Unidos en la Defensa del Río Verde). […]


Aktivist
Honduras

Erneut indigener Aktivist ermordet

José de los Santos Sevilla, Angehöriger und Anführer der Tolupán, wurde in der Nacht des 17. Februar in Orica, 120 Kilometer nordwestlich der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa umgebracht. Die Täter*innen sind nicht bekannt. Wie der Bürgermeister der Gemeinde, Alexander Rodríguez, bestätigte, drangen fünf schwer Bewaffnete in Sevillas Haus im Viertel La Ceiba ein und töteten ihn mit mehreren Schüssen. Rodríguez bat den honduranischen Präsidenten Juan Hernández um Unterstützung, damit die entsprechenden Ermittlungen durchgeführt würden, da das Tatmotiv unbekannt sei.  […]


drei indigene Frauen
Mexiko

Generalstaatsanwaltschaft entschuldigt sich bei indigenen Frauen

Späte Wiedergutmachung wurde drei indigenen Frauen für ein ihnen durch den mexikanischen Staat zugefügte Unrecht zuteil. Ende Februar entschuldigte sich die Generalstaatsanwaltschaft öffentlich dafür, sie aufgrund falscher Anschuldigungen angeklagt zu haben. Jacinta Francisco, Alberta Alcántara und Teresa González wurden im März 2006 für ein nie begangenes Verbrechen angeklagt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die drei Frauen verbrachten mehr als drei Jahre im Gefängnis, bevor der Generalstaatsanwalt die Vorwürfe gegen sie im September 2009 endgültig fallen ließ. […]


Indigene Frau protestiert
Peru

„Erdöl ist nicht gleichbedeutend mit Entwicklung“

2016 ist für die peruanische Umweltgeschichte aufgrund des Erdölvorkommens in den Amazonasgebieten ein einschneidendes Jahr gewesen. Die Flussgebiete der Flüsse Marañón (Amazonasregion) und Morona (Region Loreto) mitsamt den von ihrem Wasser abhängigen indigenen Gemeinden wurden einer unmittelbar bevorstehenden Ölverschmutzungsgefahr ausgesetzt. […]


Juan Ontiveros
Mexiko

Weiterer Aktivist der Rarámuri ermordet

Nur zwei Wochen nach der Ermordung des bekannten indigenen Umweltschützers Isidro Baldenegro López im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua wurde mit Juan Ontiveros Ramos ein weiterer Verteidiger der Rechte der Rarámuri ermordet. Der 32-jährige Ontiveros, in seiner Gemeinde Choreachi Polizeibeauftragter, war mit seinem Bruder am 31. Januar im Landkreis Guadalupe y Calvo in einem Auto unterwegs, als er von einer Gruppe schwerbewaffneter Männer gestoppt wurde. Während der Bruder offenbar geschlagen und dann freigelassen wurde, nahmen die Männer Juan Ontiveros mit. Einen Tag später wurde seine Leiche gefunden.  […]


Peru

Klares Urteil zur vorherigen Konsultation indigener Gemeinden

Die Zivilkammer des Obersten Gerichtes der Provinz Puno hat eine Vergabe von Bergbau-Konzessionen für verfassungswidrig erklärt, wenn vorher die betroffenen ländlichen Gemeinden weder informiert noch angehört wurden. Das Urteil ist bei Vertreter*innen der peruanischen Zivilgesellschaft auf einhellige Zustimmung gestoßen. So unterstrich die Nationale Koordinationsstelle für Menschenrechte CNDDHH (Coordinadora Nacional de Derechos Humanos), dass das Urteil einen wichtigen Präzedenzfall darstelle, um die kollektiven Rechte der indigenen Völker Perus zu garantieren. […]


onda logo
Guatemala

onda-info 398

Hallo und herzlich willkommen zum onda-info 398! Das Thema unserer ersten Sendung in diesem Jahr: Guatemala. Am 29. Dezember 1996 endete mit der Unterzeichnung der Friedensabkommen ein über drei Jahrzehnte lang dauernder blutiger Konflikt zwischen Militärdiktatur und Guerilla. Zwanzig Jahre ist das jetzt her. Doch „Frieden“ herrscht nicht in Guatemala. Das Land hat eine der höchsten Mordraten der Welt, der Rassismus gegen  […]


Mexiko

Die neuen Bildungszentren

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 22. November 2016, la jornada-poonal).- Unter dem Vorwand, die Bildung auf dem Land verbessern zu wollen, befindet sich eine Art neue „Indigenen-Verbringung“ auf dem Weg. Nebenbei soll eine der wichtigsten pädagogischen Erfahrungen in Mexiko beseitigt werden. Auf dem Gipfel für Soziale Mobilität verkündete Bildungsminister Aurelio Nuño den neuen Unsinn: Ein Programm, um 100.000 Schulen in Bildungszentren zusammenzufassen. Hunderttausende Schüler*innen aus Vor-, Grund- und Sekundarschulen sollen demnach aus ihren Gemeinden in Schulzentren mit Ganztagsschulen verfrachtet werden, um dort zu lernen. […]


Mexiko

Naturschutzmultis haben es auf die Wälder der Campesinos abgesehen

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 16. Oktober 2016, la jornada).- Die Initiative zur Verminderung von Emissionen durch Entwaldung und Schädigung von Wäldern REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ist eine internationale Strategie, ausgehend vom Waldschutz die Intensität des Klimawandels zu mindern. Viele Regierungen aus den Ländern des Südens sehen in der Existenz internationaler Fonds für die REDD+Strategie eine Gelegenheit, sich mit Geldmitteln zu versorgen. Manche indigenen und kleinbäuerlichen Organisationen und Bewegungen warnen, diese Strategie könne eine Bedrohung für die Bevölkerung der Wälder darstellen – vielfach handelt es sich um indigene Völker – die keine formalen Besitzrechte über ihre Territorien hat. […]


Kolumbien

Indigene Gemeinschaften demonstrieren für den Frieden

Im südkolumbianischen Bundesstaat Cauca fand am Mittwoch, 7. September, ein gemeinsames Treffen indigener Vertreter*innen mit Delegierten der Regierung und der FARC statt, die das indigene Reservat La María Piendamó besucht hatten. Zu dem Treffen hatten die indigenen Behörden ihre 123 Cabildos (indigene Gemeinschaften) und sozialen Organisationen aufgerufen. La María Piendamó ist der Ort, wo die indigenen Gemeinschaften bereits im Mai 2016 für den Agrarstreik mobilisierten. […]


Mexiko

18 Millionen Indígenas von Diskriminierung betroffen

Wie das Forschungszentrum für anthropologische Soziologie CIESAS-Occidente (Centro de Investigaciones y Estudios Superiores en Antropología Social) festgestellt hat, sind mindestens 18 Millionen Indígenas in Mexiko aufgrund ihres Aussehens, ihrer Kleidung, ihrer Sprache oder ihrer Gewohnheiten von Diskriminierung betroffen. Darüber hinaus leben 80 Prozent in Armut, davon 20 Prozent in extremer Armut. […]


Kolumbien

Agrarstreik geht trotz Repression weiter

(Caracas, 8. Juni 2016, telesur).- Die Serie von Streiks, Straßenblockaden und Protestaktionen in Kolumbien geht ungeachtet der verschärften Repression der Regierung weiter. Am 30. Mai hatte die Minga Agraria, ein breites Bündnis aus Bauernverbänden, Gewerkschaften, Indigenen und Afro-Kolumbianer*innen mit dem unbefristeten Streik begonnen. Seitdem hat das Vorgehen der Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei, ESMAD, drei tote Indigene, mindestens 149 Verletzte und viele Festnahmen gefordert. […]


Peru

„Selbstmorde indigener Frauen haben in den letzten Jahren zugenommen“

(Lima, 30. März 2016, servindi-poonal). – Neue Umstände, wie ein Einkommen aus illegaler Bewirtschaftung ihres Landbesitzes oder Bergbau ohne die entsprechende Überwachung von Umwelt- und sozialen Folgen, tragen zur Verschlechterung der Lebensbedingungen indigener Frauen bei. Das führt dazu, dass einige die Entscheidung treffen, sich das Leben zu nehmen. […]


Mexiko

Gensoja – Beobachtungsstelle eingerichtet

Von Redaktion Desinformemonos (Mexiko-Stadt, 14. April 2016, desinformemonos).- Auf schriftlichen Wunsch mehrerer indigener Gemeinden wurde die Beobachtungsstelle für die Konsultation der Mayas (Misión de Observación para la Consulta Indígena Maya) gegründet. Die Beobachtungsstelle soll den Prozess der Konsultation der Mayas über den Anbau von gentechnisch verändertem Soja in den Bundesstaaten Yucatán und Campeche im Südosten Mexikos begleiten  […]