Indigene


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onda-info 438

Wie klingen freie Radios in Lateinamerika? Diesmal kommt Jorge Collet vom Radio Sayaten aus dem Norden Argentiniens zu Wort. In Kolumbien wird es zwar nie richtig Winter, trotzdem hat es Straßenkünstler*innen aus Bogota in den deutschen Sommer gezogen. Sie nahmen am Farbflut-Festival in Lemwerder bei Bremen teil. Tobias Mönch sprach mit zwei von ihnen über Street-Art in Bogota.  […]


Woodroffe Arevalo
Peru

Fall Olivia Arévalo schlägt weiter Wellen

Der Kanadier Sebastian Woodroffe hat die indigene Schamanin Olivia Arévalo ermordet. Das bestätigte Ricardo Jiménez, Vorsitzender der Obersten Staatsanwaltschaft der peruanischen Provinz Uyacali, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die 89-jährige Weise der indigenen Shipibo Konibo (nach anderen Medienberichten war sie 81 Jahre alt) wurde am 19. April in der interkulturellen Gemeinde Victoria Gracia in der Amazonasprovinz Uyacali erschossen. […]


Mexiko

Wixárika in Jalisco kämpfen für ihre Ländereien

Seit Ende April blockieren die Wixárika, Indigene aus dem Bundesstaat Jalisco im Norden Mexikos, mit vier Kontrollposten die Zufahrtsstraßen zu den Gemeinden San Sebastián Teponahuaxtlán und Tuxpan de Bolaños. Mit dieser Aktion wollen sie die Durchführung von Bundes- und Regionalwahlen so lange auf ihrem Gebiet verhindern, bis die mexikanische Regierung ihr Versprechen erfüllt und ihnen 10.000 Hektar Land zurück gibt, das momentan von Viehzüchtern aus Huajimic im angrenzenden Bundesstaat Nayarit besetzt wird. […]


Peru

89-jährige indigene Heilerin und Aktivistin ermordet

Die 89-jährige Olivia Arévalo Lomas, Führungspersönlichkeit der indigenen Shipibo Konibo im peruanischen Amazonasgebiet, ist am 19. April ermordet worden. Zeug*innen zufolge hat sich ein Mann ihrem Haus genähert und ihr mehrfach in die Brust geschossen. Anschließend flüchtete er auf einem Motorrad. Der Mord geschah in der Gemeinde Victoria Gracia nahe der Stadt Yarinacocha, in der ostperuanischen Region Ucayali. […]


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Brasilien Costa Rica Peru

onda-info 427

Pünktlich zum Weltradiotag 2018 beglücken wir Euch mit einem neuen onda-info! In der nächsten halben Stunde hört ihr eine Nachricht aus Costa Rica und Beiträge aus Brasilien und Peru: Bei den Präsidentschaftswahlen in Costa Rica hat es ein evangelikaler Prediger mit homophoben Parolen in die Stichwahl geschafft. (Poonal hat ausführlich berichtet) Nun wird am ersten April entschieden, wohin das angeblich so friedliche, liberale und umweltfreundliche Costa Rica in Zukunft steuern wird. Gibt es ein Grundrecht auf schnelles Internet? Wir haben uns mal umgehört, beim Netzausbau in Brasilien. Denn um auch das letzte Atoll oder den hintersten Winkel des Regenwaldes zu vernetzen, braucht es viele Tausend Kilometer Glasfaserkabel, unzählige Funk-Antennen – und das nötige Kleingeld. Seit Jahrzehnten wird in der peruanischen Amazonasregion Erdöl gefördert, seit Jahrzehnten kommt es dort zu Umweltkatastrophen. Menschen, Tiere und Natur werden vergiftet, doch Staat und Konzerne kümmern sich nur widerwillig. Indigene haben nun vor Gericht erste Erfolge erzielt. […]


unkontaktierter Indigener
Peru

Grünes Licht für „Todesstraßen“ im Amazonasgebiet

In Peru wurde ein Gesetz verabschiedet, das mehrere im Amazonasgebiet isoliert lebende indigene Stämme zugrunde richten könnte. Das Gesetz erklärt den Straßenbau in der abgelegenen Region Ucayali zum Gegenstand nationalen Interesses. Ucayali befindet sich im amazonischen Grenzgebiet zwischen Peru und Brasilien, in dem sich die weltweit meisten indigenen Völker ohne Kontakt zur Außenwelt befinden. Sowohl die eigene peruanische wie die internationale Gesetzgebung erkennt ihr Recht auf ihr Land an. […]


Lucia Rangel
Brasilien

Interview: überdurchschnittlich hohe Suizidrate brasilianischer Indigener

Die Anthropologin Lucia Helena Rangel, die auch als Beraterin des Indigenenmissionsrates CIMI (Conselho Indigenista Missionário) tätig ist, spricht in einem Interview über die weit überdurchschnittliche Selbsttötungsrate brasilianischer Indigener. In den vergangenen 16 Jahren wurden in den indigenen Gemeinden Brasiliens 782 Suizide verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte höher sein. […]


Vertriebene Chiapas
Mexiko

Vertriebene in Chiapas kehren in die Ungewissheit zurück

Etwa 4.000 aus der Gemeinde Chalchihuitán im südmexikanischen Chiapas vertriebene Indigene sind am 2. Januar in ihre Häuser zurück gekehrt, obwohl dort weiterhin bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Indigenen machen daher die Regierung Bundesstaates Chiapas und die mexikanische Bundesregierung verantwortlich, sollte es zu einem Angriff auf die Familien kommen. Wie die Gemeindepfarrer Marcelo Pérez Pérez, aus Simojovel und Sebastián López López aus Chalchihuitán erklärten, erfolge die Rückkehr nicht, weil die Sicherheit wieder hergestellt worden sei. Vielmehr seien die Vertriebenen nicht mehr in der Lage, unter prekären Bedingungen und weit entfernt von ihren Feldern zu leben. […]


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onda-info 422

Los geht’s mit einem Hinhörer.  Diesmal: „Erinnerung und Gerechtigkeit“. Weiter geht’s nach Honduras. Besorgt verfolgen wir die Nachrichten a nach den Präsidentschaftswahlen, bei denen der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández zum Sieger erklärt wurde. Anschließend berichten wir aus dem Süden Argentiniens. Dort kämpfen die indigenen Mapuche seit vielen Jahren um ihr Land. Zum Schluss der Sendung: ein Gespräch mit einem indigenen Gemeindevertreter aus Kolumbien. […]