Land: Argentinien


Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0
Argentinien

Nach Giftunfall: Umweltminister verfügt Betriebsstopp der Mine Veladero

(Lima, 01. Mai 2017, noticias aliadas).- Der argentinische Umweltminister Sergio Bergman hat am 19. April 2017 eine einstweilige Verfügung unterzeichnet, mit der die Aktivitäten der Bergbaumine Veladero in der nordwestargentinischen Provinz San Juan bis auf Weiteres gestoppt werden. Anlass für diesen Schritt ist der Austritt giftiger Flüssigkeiten am vergangenen 28. März. Man wolle „verhindern, dass als Folge dieses Lecks die Wasserreserven im Westen Argentiniens gefährdet werden“, so der Minister. […]


Die Großmütter der Plaza de Mayo suchen nach den Enkeln ihrer Verhaftet-Verschwundenen Kinder. Jetzt haben sie Enkel Nr. 122 gefunden
Argentinien

Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden

(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sich mit seiner neuen Identität auseinandersetzt. So schilderte in einer Pressekonferenz am 25. April die Vorsitzende der Gruppe Abuelas de Plaza de Mayo (Großmütter der Plaza de Mayo), Estela de Carlotto die Situation um den Sohn von Enrique Bustamante und Iris Nélida García Soler. Die beiden gehörten der Gruppe Montoneros an und gelten seit 1977 als Verschwundene. […]


Frauen demonstrieren
Argentinien

Der 8. März in Argentinien: Frauen im gemeinsamen Kampf gegen eine patriarchale Welt

Nach dem Internationalen Frauenstreik und der Massendemonstration zur Plaza de Mayo: ein Rückblick auf die eindrucksvollsten Momente des 8. März in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Es waren Tausende. Teils sah man sie vereinzelt, wie jene, die schon früh zur Plaza de Mayo kamen. Oder in großen Scharen, gereiht hinter den Transparenten von sozialen Organsationen, Bewegungen, politischen Parteien oder Kampagnen, sei es im Kampf gegen verschiedene Formen der Gewalt oder für die historische Forderung der Frauen für das Recht auf Abtreibung. Auch als Mitglieder von Gewerkschaften traten sie auf, wo sich die Frauen jeden Tag aufs Neue ihren Platz erobern.  […]


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Weltweiter Radio-Marathon zum Frauenkampftag

Am 8. März werden Feministische Radiomacherinnen u.a. aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Spanien, Schweiz, Kanada, Nicaragua, Mexiko und Uruguay im Rahmen des weltweiten Aktionstags von Frauen, Lesben und Trans*Personen am 8. März einen feministischen Radio-Marathon (#MaratonaRadialFeminista) veranstalten.  […]


Mädchen verkauft Schmuck
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Kurznachrichten – Migrationsgesetz verschärft

Am 30. Januar hat der argentinische Präsident Mauricio Macri das Migrationsgesetz per Dringlichkeitsdekret verschärft (mit dem „decreto de necesidad y urgencia“ kann ein Gesetz ohne die Zustimmung des Kongresses verabschiedet werden, Anm. d. Ü.). Er setzte strengere Kontrollen durch, die die Einreise von vorbestraften Personen verhindern und die Abschiebung von Migrant*innen beschleunigen soll, die sich innerhalb des argentinischen Staatsgebiets strafbar gemacht haben. Diese Maßnahme wurde mit der Zunahme von Straftaten begründet, die angeblich von Ausländer*innen verübt würden. In dem Dekret wird angeführt, dass der Anteil an Migrant*innen in den letzten Jahren auf 21,3 Prozent aller Gefangenen gewachsen sei.  […]


Frau protestiert mit Schild
Argentinien

Polizei geht gegen Straßenhändler*innen vor

Am 10. Januar kam es im Stadtteil Once in Buenos Aires zu heftigen Zusammenstößen zwischen Straßenhändler*innen und Sicherheitskräften, bei denen zwei Personen verhaftet und drei verletzt wurden. Verletzt wurden zwei Polizisten und ein Fotograf der Tageszeitung Crónica, der von einem großen Knallkörper getroffen wurde, während er von der Demonstration berichtete. Die Straßenhändler*innen protestierten gegen die Räumung ihrer Verkaufsstände auf der Straße, die in den frühen Morgenstunden mit einem Polizeieinsatz begonnen hatte, bei dem auch Schlagstöcke eingesetzt wurden und der von verschiedenen argentinischen Medien, wie der Nachrichtenagentur Télam, als “hart” bezeichnet wurde. […]


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onda-info 400!

Ihr hört die 400. Ausgabe des onda-infos! Trotz des Jubiläums läuft bei uns alles nach Plan. Los gehts mit zwei kleinen Nachrichten aus Mexiko und einer zur Colonia Dignidad; außerdem haben wir einen Werbeclip in eigener Sache – wir haben nämlich ein längeres Feature zu Frauenmorden für Euch auf unserer Webseite! Weiter geht’s in die USA. Für Menschen ohne  […]


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Femizide in Lateinamerika – Ni una menos! vivas las queremos! 1

Von Nina Aretz. (Berlin, 11. Dezember 2016, npl).- In Lateinamerika werden täglich mehr als 17 Frauen getötet, weil sie Frauen sind. Meistens durch ihre Partner oder Ex-Partner. Seit 2004 hat sich – zunächst in Mexiko – der Begriff feminicidos verbreitet, um die Problematik dieser geschlechtsspezifischen Morde benennen zu können. Die Einführung des Begriffs hat in vielen lateinamerikanischen Ländern auch dazu geführt, ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und den Protest auf die Straße zu tragen. […]


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Argentinische Wissenschaftler*innen berichten zu Gesundheits- und Umweltfolgen von Gensoja

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 21. November 2016, poonal).- Die argentinische Wissenschaftlerin Alicia Massarini von der Universität von Buenos Aires zeichnete in Mexiko ein verheerendes Bild von 20 Jahren Gensoja in ihrem Land. Auf dem Forum „Wissenschaft, Technologie und Macht“, veranstaltet von der Organisation ETC und der Vereinigung Gesellschaftlich Engagierter Wissenschaftler*innen UCCS (Unión de Científicos Comprometidos con la Sociedad), beschrieb sie die Folgen für Umwelt, Ernährungsproduktion und Beschäftigung. Der Anbau von Gensoja, der auf einer Fläche von 1 Million Hektar begann, beanspruche inzwischen 22 Millionen Hektar. […]


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Mercosur: Venezuela soll nicht Präsidentschaft übernehmen

Uruguay hat die turnusmäßige Präsidentschaft des Mercosur am 29. Juli 2016 beendet. Venezuela wäre entsprechend den Nachfolgeregeln an der Reihe gewesen, diese zu übernehmen, und erklärte am darauffolgenden Tag, den Vorsitz aufgenommen zu haben. Die andere Mitgliedsländer des Mercosur erkannten die Übernahme jedoch nicht an. Diese unübliche Situation macht die Sackgasse innerhalb des Bündnisses deutlich. […]