Aktuelle Audios

„Uns bringt das Erdöl gar nichts!“

Ölverschmutzung

Der Staat, private Unternehmen und internationale Konzerne – sie alle fördern seit Jahrzehnten Erdöl im peruanischen Amazonasgebiet. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Umweltverschmutzungen und zu Konflikten mit den dort lebenden Indigenen. Für viele der Ölaustritte ist eine Pipeline verantwortlich, die von den Ölfeldern im Amazonasgebiet bis zu den Häfen an der Küste führt. Die Pipeline „Oleoducto Norperuano“ gehört der staatlichen Erdölgesellschaft Petroperú. Die Pipeline wurde vor über 40 Jahren gebaut und ist inzwischen verrostet und marode. Immer wieder kommt es zu schweren Verschmutzungen in dem sensiblen Ökosystem. […]

Edit This

onda-info 427

onda logo

Pünktlich zum Weltradiotag 2018 beglücken wir Euch mit einem neuen onda-info! In der nächsten halben Stunde hört ihr eine Nachricht aus Costa Rica und Beiträge aus Brasilien und Peru: Bei den Präsidentschaftswahlen in Costa Rica hat es ein evangelikaler Prediger mit homophoben Parolen in die Stichwahl geschafft. (Poonal hat ausführlich berichtet) Nun wird am ersten April entschieden, wohin das angeblich so friedliche, liberale und umweltfreundliche Costa Rica in Zukunft steuern wird. Gibt es ein Grundrecht auf schnelles Internet? Wir haben uns mal umgehört, beim Netzausbau in Brasilien. Denn um auch das letzte Atoll oder den hintersten Winkel des Regenwaldes zu vernetzen, braucht es viele Tausend Kilometer Glasfaserkabel, unzählige Funk-Antennen – und das nötige Kleingeld. Seit Jahrzehnten wird in der peruanischen Amazonasregion Erdöl gefördert, seit Jahrzehnten kommt es dort zu Umweltkatastrophen. Menschen, Tiere und Natur werden vergiftet, doch Staat und Konzerne kümmern sich nur widerwillig. Indigene haben nun vor Gericht erste Erfolge erzielt. […]

Edit This

„Ich will ins Netz“: Schnelles Internet als Menschenrecht

Gibt es ein Grundrecht auf schnelles Internet? Diese Frage ist nicht neu. Während in Deutschland ein Rechtsanspruch auf schnelles Internet ab dem Jahr 2025 angestrebt wird, haben andere Länder längst Fakten geschaffen. Nicht nur digitale Streber wie Finnland und Estland, nein auch die Philippinen und Brasilien haben sich sich bereits vor Jahren per Gesetz zum Internet für alle verpflichtet. Zumindest auf dem Papier.  […]

Edit This


weitere Audios von onda…
weitere Audios von matraca…

 

Aktuelle Texte

Afro-Brasilianische Geschichten aus dem Amazonasgebiet

Joao Ataide

„Als Lehrer fiel es mir immer schwer, über die Geschichte der Schwarzen zu sprechen,“ sagt João Ataide leise. Auch heute merkt man ihm das an. Sein Blick ist nach unten, auf ein Grasbüschel gerichtet. Dahinter steht ein zweigeschossiger Betonbau mit Seminarräumen, ganz ähnlich der Schule im brasilianischen Macapá, einer 300.000 Einwohner-Stadt im nördlichen Amazonasgebiet Brasiliens, wo Ataide sonst unterrichtet. „Stell Dir vor, ein Klassenzimmer, 35 Schüler und ich als Schwarzer rede über Sklaverei. Es ist eine peinigende Geschichte und sie wird ohne Unterlass heruntergebetet, damit wir mental bloß nie vom Sklavenschiff herunterkommen.“ Um diesem Dilemma zu entkommen, entwickelte Ataide einen anderen Zugang zur brasilianischen Geschichte: er übersetzt historische Fakten in Rapmusik.  […]

Edit This

Verteidigungsminister Cienfuegos wird vorerst kein Ehrendoktor

Salvador Cienfuegos

Nach zahlreichen Protesten ist die Verleihung des Doktortitels honoris causa an den mexikanischen Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos Zepeda durch die Universität für Wissenschaft und Kunst von Chiapas (Unicach) vom Uni-Rektor suspendiert worden. Der Universitätsrat hatte die Vergabe des Ehrentitels in völliger Verkennung der Stimmungslage am 2. Februar mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen. Umgehend brach ein Sturm der Entrüstung los. Die Feministin und Akademikerin Mercedes Olivera verzichtete bereits einen Tag später auf die ihr von der Unicach 2012 verliehene Ehrendoktorwürde. Sie nahm kein Blatt vor den Mund. Der General habe „nichts mit Wissenschaft oder Akademie zu tun, sondern mit der Unsicherheit, den Fällen des Verschwindenlassens, den Todesfällen, den Feminiziden im Land“. […]

Edit This

„Uns bringt das Erdöl gar nichts!“

Ölverseuchungen

Der Staat, private Unternehmen und internationale Konzerne – sie alle fördern seit Jahrzehnten Erdöl im peruanischen Amazonasgebiet. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Umweltverschmutzungen und zu Konflikten mit den dort lebenden Indigenen. Für viele der Ölaustritte ist eine Pipeline verantwortlich, die von den Ölfeldern im Amazonasgebiet bis zu den Häfen an der Küste führt. Die Pipeline „Oleoducto Norperuano“ gehört der staatlichen Erdölgesellschaft Petroperú. Sie wurde vor über 40 Jahren gebaut und ist inzwischen verrostet und marode. Immer wieder kommt es zu schweren Verschmutzungen in dem sensiblen Ökosystem. Ende Juni 2014 wurde der Fluss Cuninico in der Amazonasprovinz Loreto großflächig verseucht. Der Cuninico fließt in den Marañón, einen wichtigen Quellfluss des Amazonas. Aus dem Leck in der Pipeline sind mindestens zehntausende Liter Erdöl ausgelaufen. Die in der Gemeinde Cuninico lebenden indigenen Kukama waren die ersten, die die Ölverschmutzung bemerkten und die Konzernleitung informierten. […]

Edit This


weitere Texte von poonal…