poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

Kein Ende des Konflikts: Nasa-Indigene wehren sich gegen erneute Angriffe

Gerson Acosta

Am 19. April ist der indigene Gemeindeführer Gerson Acosta nach einer Versammlung in seiner Gemeinde Kite Kiwe auf offener Straße erschossen worden. Kite Kiwe liegt nahe Popayán im Department Cauca im Südwesten Kolumbiens. Der 35-jährige Acosta war bekannt als Menschenrechtsverteidiger; zudem war er Repräsentant der Opfer aus der Gemeinde Naya, die 2001 nach einem Massaker durch Paramilitärs vertrieben worden waren. Acosta hatte immer wieder Ermittlungen über die Hintermänner des Massakers gefordert. Bereits am 23. März war ein weiteres Gemeindemitglied, Javier Oteca, ermordet worden. Die kolumbianische Ombudsstelle für Menschenrechte hat seit dem 1. Januar 2017 bereits 25 ermordete Führungspersönlichkeiten gezählt.  […]

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Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden

Die Großmütter der Plaza de Mayo suchen nach den Enkeln ihrer Verhaftet-Verschwundenen Kinder. Jetzt haben sie Enkel Nr. 122 gefunden

(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sich mit seiner neuen Identität auseinandersetzt. So schilderte in einer Pressekonferenz am 25. April die Vorsitzende der Gruppe Abuelas de Plaza de Mayo (Großmütter der Plaza de Mayo), Estela de Carlotto die Situation um den Sohn von Enrique Bustamante und Iris Nélida García Soler. Die beiden gehörten der Gruppe Montoneros an und gelten seit 1977 als Verschwundene. […]

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Nordamerikanische Filmemacher aus Peru ausgewiesen

Von Serena Pongratz. (27. April 2017, amerika21).- Vergangenen Freitag sind nach der öffentlichen Vorführung einer Dokumentation zu Minenaktivitäten des kanadischen Unternehmens Hudbay der US-amerikanische Journalist John Dougherty und die kanadische Lateinamerika-Koordinatorin der Nichtregierungsorganisation (NGO) Mining Watch Canada festgenommen worden. Wenige Stunden später waren sie wieder frei. Das Innenministerium gab nun bekannt, dass beide wegen Störung der öffentlichen Ordnung des Landes verwiesen werden. […]

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Anlässlich der Verhaftung von Jennifer Moore und John Dougherty in Cusco

Verhaftung von Moore und Dougherty / Foto: Cooperacción

Von José De Echave C., cooperacción. (Lima, 24. April 2017, servindi).- Nach und nach verbreitet sich die Nachricht rund um den Globus: Jennifer Moore, Vertreterin von Mining Watch Canada und John Dougherty, Journalist und Dokumentarfilmer aus den USA, wurden am vergangenen Freitag, 22. April, in der Stadt Cusco verhaftet. Es gibt viele ungeklärte Fragen zu beantworten, sowohl auf rechtlichem Gebiet als auch hinsichtlich der Aspekte Sicherheit und freie Ausübung der Meinungsfreiheit.  […]

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Generalstaatsanwaltschaft: Bisher 26 Tote bei Protestwelle in Venezuela

Schwierige Zeiten für Nicolás Maduro / Foto: Senado Federal, cc-by-2.0, (Archiv)

(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Seit Beginn der Protestwelle gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro Ende März dieses Jahres sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen 26 Personen ums Leben gekommen. Dies bestätigte die Generalstaatsanwältin Venezuelas, Luisa Ortega, am gestrigen 25. April. Demnach sind 15 Tote bei Protesten der Opposition ums Leben gekommen, mehrheitlich durch Schüsse der Sicherheitskräfte. Elf Menschen seien bei Akten von Vandalismus oder Einzelvorfällen gestorben. Weiterhin wurden 437 Personen verletzt.  […]

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