poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

ELN und kolumbianische Regierung in Havanna

Kuba scheint der ideale Ort zu sein, um den seit 2017 staffindenden Dialog zwischen der Rebellenarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional) und der kolumbianischen Regierung wieder aufzunehmen. Nachdem Ecuador sich als neutraler Ort für die Friedensgespräche zurückgezogen hatte, entschieden sich beide Parteien für Havanna, um in die fünfte Gesprächsrunde zu gehen. […]

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Alarmstufe Rot auf dem mexikanischen Land

Das mexikanische Land ist kein beschaulicher Ort mehr, um in Kontakt mit der Natur zu treten. Oder die Lebensform verschiedener Gesellschaften kennenzulernen, die von dem abhängen, was die Erde ihnen gibt. Es ist zu einem gefährlichen Ort geworden, begehrt von verschiedenen Interessen, die sich in die Quere kommen: Energie- und Rohstoffförderunternehmen, „Narcos“ [Mitglieder der Drogenkartelle], Agroindustrie, Grundstücksgesellschaften und Bauherren von Megaprojekten. Diese bedienen sich der Gewalt, um die Landbewohner*innen zu vertreiben und sie ihrer Territorien und Naturgüter zu berauben. Die Gewalt wird benutzt, um die Bevölkerung gefügig zu machen und ihr Projekte aufzuzwingen, die von ihr abgelehnt werden. Um Widerstände zu brechen, Führungspersönlichkeiten und Widersacher*innen verschwinden zu lassen und umzubringen. Die verbrecherischen Aktionen bereiten dem kleinbäuerlichen Leben ein Ende. Der Staat ist durch Handeln und Unterlassung verantwortlich für die Begründung und Ausweitung dieser Gewalt. […]

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Porto Alegre: Radikale Christen versus Goethe-Institut

Religiöser Groll macht dem Goethe-Institut im südbrasilianischen Porto Alegre zu schaffen. Statt Kulturschaffenden seien dort „Satanisten“ am Werk, sie sollten ihre „Ideologie der Hölle“ weit weg aber nicht in Brasilien verbreiten, ist im Netz zu lesen. Jede Menge Hasstiraden per Facebook und die Warnung, dass gute Christ*innen beim Goethe-Institut nicht mehr deutsch lernen wollen. Der sichtbare Stein des Anstoßes wurde Anfang Mai unkenntlich gemacht: Ein Graffito auf der Außenmauer des deutschen Kulturinstituts wurde übertüncht, samt dem Hinweis „Er ist auferstanden“. […]

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Feminizid in Ciudad Juárez: Mutter lehnt „gütliche Einigung“ ab

Die Menschenrechtlerin Norma Esther Andrade hat die von der mexikanischen Regierung vorgeschlagene „gütliche Einigung“ im Prozess um die Ermordung ihrer Tochter zurückgewiesen. Lilia Alejandra García Andrade wurde im Februar 2001 in Ciudad Juárez, im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua, ermordet. Der Fall wurde der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) vorgelegt. […]

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Ex-Präsident Álvaro Colom auf Kaution frei

Der erste Strafgerichtshof von Guatemala hat den ehemaligen Staatschef Guatemalas, Álvaro Colom, auf Kaution freigelassen. Das Gericht legte am Mittwoch, 2. Mai 2018, eine Kaution von einer Million Quetzales (ca. 135.000 US-Dollar) fest, nach deren Bezahlung Colom – angeklagt wegen Korruption im öffentlichen Transportsektor des zentralamerikanischen Landes – das Gefängnis verlassen darf. […]

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