Land: Ecuador


Jorge Glas
Ecuador

Fall Odebrecht: Untersuchungshaft für Vizepräsident Glas

„Ich füge mich unter Protest diesem abscheulichen Übergriff auf meine Person. Dennoch glaube ich daran, dass die Justiz Recht sprechen wird. Vor ihr werde ich meine Unschuld beweisen.“ Das schrieb der Vizepräsident Ecuadors, Jorge Glas, auf seinem Twitter-Account und antwortete damit auf die Entscheidung Miguel Jurados, Richter am Obersten Gerichtshof, Untersuchungshaft gegen ihn zu erlassen wegen der vermeintlichen Beteiligung im Falle Odebrecht. Der Baukonzern soll auch in Ecuador Bestechungsgelder gezahlt haben. […]


Von Präsident Lenín Moreno momentan aller Funktionen enthoben: Vizepräsident Jorge Glas / Foto: ANDES, CC BY-SA 2.0
Ecuador

Präsident von Ecuador entzieht seinem Vize Jorge Glas alle Funktionen

Von Kerstin Sack. (06. August 2017, amerika21).- Der Präsident von Ecuador, Lenín Moreno, hat den Vizepräsidenten Jorge Glas aller Funktionen enthoben. Zwar bleibt Glas offiziell im Amt, verfügt aber über keine Zuständigkeiten und keine Ressourcen mehr. So darf er nicht mehr die Flugdienste nutzen, Mitarbeitern wurde der Zutritt zu Regierungsgebäuden entzogen, einer wurde entlassen. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen innerhalb der regierenden Alianza País (AP) und dem Präsidenten.  […]


Firmenschild von Odebrecht
Brasilien Ecuador
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Ecuador: Weitere Verhaftungen und ein Prozess im Fall Odebrecht

(São Leopoldo, 03. Juli 2017, ihu).- Im Kontext der Ermittlungen wegen vermuteter Bestechungszahlungen von Seiten des brasilianischen Unternehmens Odebrecht wurden nach Angaben der ecuadorianischen Staatsanwaltschaft in Ecuador am vergangenen 30. Juni zwei Funktionäre eines staatlichen Erdölunternehmens verhaftet. Bereits zuvor hatte die ecuadorianische Polizei fünf weitere Personen im Rahmen des Odebrecht-Schmiergeldskandals verhaftet. […]


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Costa Rica Ecuador Kolumbien Lateinamerika Mittelamerika Peru

onda-info 409

Hallo und willkommen zum onda-info 409! Wir haben gleich drei schicke Beiträge für euch! Kolumbien: Über 300 Seiten ist er dick, der Friedensvertrag, den die kolumbianische Regierung und FARC-Guerilla ausgehandelt haben. Doch der Weg zu einem wirklichem Frieden ist weit. Helfen sollen dabei  Community Radios. Wie das geht? Wir haben uns bei Radiomachenden vor Ort umgehört. Costa Rica: Das kleine Land lebt von seinem  […]


Demonstration Conaie
Ecuador

Indigene fordern Amnestie als Vorbedingung für Dialog

Die Vereinigung der indigenen Nationalitäten Ecuadors Conaie (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador) hat am 30. Mai der Nationalversammlung in Ecuadors Hauptstadt Quito einen Besuch abgestattet und von der neuen Regierung eine Amnestie und Begnadigung für insgesamt 197 Menschen gefordert. Der indigene Dachverband ersuchte die Regierung, 177 Menschen eine Amnestie zu gewähren, gegen die zur Zeit ermittelt wird; zudem soll der neue Präsident Lenín Moreno weitere 20 Menschen begnadigen, die sich in Haft befinden. Die betroffenen Personen waren während der Vorgängerregierung unter Rafael Correa angeklagt und zum Teil verurteilt worden, zumeist aufgrund von Protesten im Amazonasgebiet. Die Conaie begründet eine Amnestie damit, dass die Beschuldigten „die Menschenrechte und die Natur verteidigt“ hätten. […]


Eduardo Gudynas
Bolivien Ecuador Südamerika

„Die progressiven Regierungen haben sich von linken Ideen entfernt“

Der Umwelt- und Entwicklungs-Experte Eduardo Gudynas ist Direktor des Lateinamerikanischen Zentrums für Soziale Ökologie CLAES (Centro Latino Americano de Ecología Social) in Montevideo, Uruguay. In dem folgenden Interview analysiert er die Krise der progressiven Regierungen in Südamerika, insbesondere die Wahl in Ecuador. Seiner Meinung nach sind die progressiven Regierungen in eine Falle geraten, weil sie zu sehr auf Entwicklung um jeden Preis setzen, was die Natur zu stark ausbeutet. […]


Chile Ecuador
Fokus: Menschenrechte 2016

Die Natur ist nicht stumm

Von Nils Brock. (Santiago de Chile, 25. Dezember 2016, npl).- „5. Juni. Die Natur ist nicht stumm. Die Wirklichkeit malt naturalezas muertas, Stillleben. Katastrophen werden Naturkatastrophen genannt, ganz so als ob die Natur der Henker und nicht das Opfer wäre.“ So beginnt eine Kalendergeschichte, die der uruguayische Autor Eduardo Galeano dem Weltumwelttag widmete. Dieser sei zugleich „ein guter Tag, die neue Verfassung eines Landes namens Ecuador zu feiern, das im Jahr 2008 zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Natur als Quell und Träger besonderer Rechte anerkannte.“ […]