Land: Kolumbien


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2017 bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen ermordet

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) meldet die Ermordung von bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen in Lateinamerika seit Beginn des Jahres 2017. Die Einrichtung formulierte ihre „tiefe Sorge“ um diese Zahl, die sie als sehr hoch einschätzt. […]


Jugendliche
Kolumbien

Regierung muss Opfer der „falsos positivos“ entschädigen

Am 14. Februar gab das kolumbianische Verfassungsgericht bekannt, dass die Regierung sich nicht ihrer Verantwortung gegenüber den außergerichtlichen Hinrichtungen, den sogenannten „falsos positivos“ entziehen kann. Das Gericht wies darauf hin, dass die „falsos positivos“ einen Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge darstellen. Die Regierung sei den Angehörigen der Opfer verpflichtet, einen wirksamen Rechtsbehelf zu garantieren, um die verursachten moralischen und materiellen Schäden wiedergutzumachen. […]


Mädchen verkauft Schmuck
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Kurznachrichten – Migrationsgesetz verschärft   vor kurzem aktualisiert!

Am 30. Januar hat der argentinische Präsident Mauricio Macri das Migrationsgesetz per Dringlichkeitsdekret verschärft (mit dem „decreto de necesidad y urgencia“ kann ein Gesetz ohne die Zustimmung des Kongresses verabschiedet werden, Anm. d. Ü.). Er setzte strengere Kontrollen durch, die die Einreise von vorbestraften Personen verhindern und die Abschiebung von Migrant*innen beschleunigen soll, die sich innerhalb des argentinischen Staatsgebiets strafbar gemacht haben. Diese Maßnahme wurde mit der Zunahme von Straftaten begründet, die angeblich von Ausländer*innen verübt würden. In dem Dekret wird angeführt, dass der Anteil an Migrant*innen in den letzten Jahren auf 21,3 Prozent aller Gefangenen gewachsen sei.  […]


menschen kerzen
Kolumbien

2016 wurden 117 Aktivist*innen ermordet

Alle drei Tage wurde in Kolumbien im Laufe des vergangenen Jahres ein sozialer Anführer oder Anführerin ermordet. Laut einem Bericht des Instituts für Entwicklungs- und Friedensforschung Indepaz (Instituto de Estudios para el Desarrollo y la Paz), wurden 2016 insgesamt 117 Aktivist*innen von sozialen Organisationen sowie Menschenrechtsverteidiger*innen getötet. Zusätzlich zu den 117 Morden wurden 350 Drohungen, 46 Attentate und fünf Fälle von erzwungenem Verschwindenlassen verzeichnet. Über die Hälfte der Fälle ereignete sich im Südwesten Kolumbiens, wo allein 57 soziale Aktivist*innen ermordet wurden: 43 im Cauca, neun in Nariño sowie fünf im Valle. […]


Mann im schmutzigen Wasser
Kolumbien

Umzingelt vom Hunger

„Heute habe ich kein bisschen Land mehr; nur noch die Erde unter den Fingernägeln wenn ich hinfalle und an den Füßen, wenn ich mir die Schuhe ausziehe“, sagt Fredy, Bewohner von La Pista. Der Ort befindet sich inmitten eines mehrere Kilometer weitreichenden Palmenwalds, an dessen Längsseite ein kleiner Kanal mit grünlichem Wasser fließt. Die Hitze in der Karibik ist stark. Es ist kurz nach Mittag und die Sonne begleitet eine Gruppe von Kindern mit brauner Haut und schwarzen Haaren, die sich dort baden. […]


Kolumbien

Worin bestehen die Änderungen im neuen Friedensvertrag von Kolumbien?   vor kurzem aktualisiert!

(Caracas/Bogotá, 14. November 2016, telesur-poonal).- Die Delegationen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Organisation FARC-EP (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterzeichneten einen neuen Friedensvertrag, nachdem die erste Fassung beim Plebiszit am 2. Oktober nicht angenommen worden war. Das neue Dokument wurde von beiden Seiten als „Vertrag der Hoffnung“ bezeichnet, da dieser nach den Widerständen gegen die erste Version nun Vorschläge von verschiedenen Sektoren des Landes enthält.  […]


Kolumbien

Kolumbianer*innen demonstrieren auf den Straßen ihren Wunsch nach Frieden

(Caracas, 13. Oktober 2016, telesur).- Die Straßen haben sich in einen Schauplatz für die Sehnsucht der Kolumbianer*innen nach Frieden verwandelt. Das zeigte sich in den Tagen nach dem Plebiszit, als Indigene, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, soziale Gruppen und Studierende auf die Straßen von Bogotá zogen. In der „Marcha de las Flores“ (Demonstrationszug der Blumen) forderten sie die Einsetzung des Friedensabkommens. […]


Kolumbien

Soziale Aktivist*innen werden wieder zum Schweigen gebracht   vor kurzem aktualisiert!

In den 18 Tagen nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellen der FARC-EP am 26. August sind in Kolumbien bereits 13 soziale Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet worden. Néstor Iván Martínez und Maria Fabiola Jiménez de Cifuentes sind die letzten beiden Ermordeten, die bis zum 13. September aufgelistet werden. […]


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Über Kolumbien war in den letzten Tagen viel in den Nachrichten. Der bisherige Friedensvertrag war schon ein wackeliges Konstrukt, jetzt wird alles noch unklarer. Wir haben einen Bericht für euch über die Bergbauregion Cesar. Zahlreiche Zeugenaussagen belegen, dass dort Paramilitärs ermordet und vertrieben haben – Im Auftrag der Bergbauunternehmen Drummond und Glencore. Doch die weisen jede Verantwortung von sich. Organisationen kämpfen auf beiden Seiten des […]


Kolumbien

„Wir wollen in Frieden leben“   vor kurzem aktualisiert!

Tausende junge Kolumbianer*innen haben am Mittwoch, 5. Oktober mit einem Schweigemarsch in Bogotá ihre Unterstützung für den Friedensprozess demonstriert. Sie betonten ihre Unterstützung zu dem in Havanna ausgehandelten Friedensvertrag zwischen der Regierung und der Rebellenarmee FARC-EP. An der Demonstration, die vom Planetarium bis zur zentralen Plaza de Bolívar zog, nahmen auch tausende Nicht-Student*innen mit Kerzen und geballten Fäusten teil.  […]


Kolumbien

Kolumbianischer Staat der Ermordung des Journalisten Garzón schuldig gesprochen   vor kurzem aktualisiert!

(Lima, 29. September 2016, noticias aliadas).- Der Staatsrat von Kolumbien – die höchste Gerichtsbarkeit in Kolumbien für Prozesse, in welche der Staat involviert ist – hat die besondere Verantwortung des Staates, in Form des Ministeriums für Verteidigung, Streitkräfte und Nationalpolizei, für den Mord am Journalisten Jaime Garzón am 13. August 1999 festgestellt. […]


Kolumbien

Generalstaatsanwalt tritt zurück

Der Chefankläger Kolumbiens, Alejandro Ordoñez, ist am 14. September von seinem Amt zurückgetreten, welches er fast acht Jahre lang ausgeübt hatte. Zuvor hatte der Staatsrat entschieden, seine Wiederwahl für eine zweite Amtszeit von 2013 bis 2016 zu annullieren. […]


Kolumbien

Indigene Gemeinschaften demonstrieren für den Frieden   vor kurzem aktualisiert!

Im südkolumbianischen Bundesstaat Cauca fand am Mittwoch, 7. September, ein gemeinsames Treffen indigener Vertreter*innen mit Delegierten der Regierung und der FARC statt, die das indigene Reservat La María Piendamó besucht hatten. Zu dem Treffen hatten die indigenen Behörden ihre 123 Cabildos (indigene Gemeinschaften) und sozialen Organisationen aufgerufen. La María Piendamó ist der Ort, wo die indigenen Gemeinschaften bereits im Mai 2016 für den Agrarstreik mobilisierten. […]


Kolumbien

ELN verhängt Ausgangssperre

Die zweitgrößte Rebellenarmee Kolumbiens ELN (Ejército de Liberación Nacional de Colombia) hat am Samstag, 10. September eine Ausgangssperre von 72 Stunden angekündigt. Der sogenannte „paro armado“ soll am 12. September in denjenigen östlichen Departments Kolumbiens stattfinden, in denen die ELN operiert. Die „Östliche Front“ der ELN teilte mit, die Ausgangssperre solle am 12. September um sechs Uhr morgens beginnen und am 15. September ebenfalls um sechs Uhr enden.  […]