Land: Peru


Woodroffe Arevalo
Peru

Fall Olivia Arévalo schlägt weiter Wellen

Der Kanadier Sebastian Woodroffe hat die indigene Schamanin Olivia Arévalo ermordet. Das bestätigte Ricardo Jiménez, Vorsitzender der Obersten Staatsanwaltschaft der peruanischen Provinz Uyacali, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die 89-jährige Weise der indigenen Shipibo Konibo (nach anderen Medienberichten war sie 81 Jahre alt) wurde am 19. April in der interkulturellen Gemeinde Victoria Gracia in der Amazonasprovinz Uyacali erschossen. […]


Peru

89-jährige indigene Heilerin und Aktivistin ermordet

Die 89-jährige Olivia Arévalo Lomas, Führungspersönlichkeit der indigenen Shipibo Konibo im peruanischen Amazonasgebiet, ist am 19. April ermordet worden. Zeug*innen zufolge hat sich ein Mann ihrem Haus genähert und ihr mehrfach in die Brust geschossen. Anschließend flüchtete er auf einem Motorrad. Der Mord geschah in der Gemeinde Victoria Gracia nahe der Stadt Yarinacocha, in der ostperuanischen Region Ucayali. […]


Peru

„Letona, Alcorta und Galarreta wurden von Odebrecht finanziert!“

In einem neuen, durch die Tageszeitung ‚Correo‘ verbreiteten Ausschnitt aus den sogenannten „Keikovideos“, beschuldigte der Kongressabgeordnete Kenji Fujimori den Präsidenten des Kongresses, Luis Galarreta und die Mitglieder des Kongresses, Úrsula Letona und Lourdes Alcorta, von dem Baukonzern Odebrecht finanziert worden zu sein.
„Letona, Alcorta und Galarreta wurden von Odebrecht finanziert. Sagen sie nicht, dass es Kongressabgeordnete gebe, die Geld von Odebrecht erhalten hätten?“, behauptet Kenji in dem Video, das von dem aus Puna stammenden Kongressmitglied Moisés Mamani aufgenommen worden ist.  […]


Peru

Der peruanische Präsident tritt zurück

Laut Angaben der Tageszeitung Gestión ist der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski am 21. März 2018 zurückgetreten. Auslöser war die Veröffentlichung der Kenji-Videos. Diese zeigen die Verwicklung von Mitgliedern der Regierungspartei und ihrer Verbündeten der Kenji Fujimori-Fraktion in einen vermutlichen Stimmenkauf.  […]


Wasserkraftwerk
Bolivien Brasilien Chile Ecuador Kolumbien Peru

Chile legt gegen den Trend Staudammprojekte zu den Akten

Dutzende von Staudämmen zerstückeln sechs der acht wichtigsten Flüsse im andin-amazonischen Raum. Einer Studie zufolge sind 142 Staudämme bereits in Betrieb oder in Bau. 160 weitere befinden sich im Planungsstadium. Gegen diesen Trend wurden in Chile in jüngster Zeit sieben Staudammprojekte zu den Akten gelegt, da sie sich – offiziell – nicht rechneten. […]


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Brasilien Costa Rica Peru

onda-info 427

Pünktlich zum Weltradiotag 2018 beglücken wir Euch mit einem neuen onda-info! In der nächsten halben Stunde hört ihr eine Nachricht aus Costa Rica und Beiträge aus Brasilien und Peru: Bei den Präsidentschaftswahlen in Costa Rica hat es ein evangelikaler Prediger mit homophoben Parolen in die Stichwahl geschafft. (Poonal hat ausführlich berichtet) Nun wird am ersten April entschieden, wohin das angeblich so friedliche, liberale und umweltfreundliche Costa Rica in Zukunft steuern wird. Gibt es ein Grundrecht auf schnelles Internet? Wir haben uns mal umgehört, beim Netzausbau in Brasilien. Denn um auch das letzte Atoll oder den hintersten Winkel des Regenwaldes zu vernetzen, braucht es viele Tausend Kilometer Glasfaserkabel, unzählige Funk-Antennen – und das nötige Kleingeld. Seit Jahrzehnten wird in der peruanischen Amazonasregion Erdöl gefördert, seit Jahrzehnten kommt es dort zu Umweltkatastrophen. Menschen, Tiere und Natur werden vergiftet, doch Staat und Konzerne kümmern sich nur widerwillig. Indigene haben nun vor Gericht erste Erfolge erzielt. […]


Peru

200.000 Fußballfelder Wald sind weg

Nach Schätzungen des Monitoring-Projekts für das andine Amazonasgebiet MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonía Andina) sind im Jahr 2017 143.425 Hektar Wald in Peru verschwunden, was in etwa der Größe von 200.000 Fußballfeldern entspricht. Trotz dieser Größenordnung ist die Abholzung im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gesunken. Die am stärksten betroffenen Regionen befinden sich im zentralen Amazonas (Ucayali/Huánuco) und im südlichen Amazonas (Madre de Dios). […]


unkontaktierter Indigener
Peru

Grünes Licht für „Todesstraßen“ im Amazonasgebiet

In Peru wurde ein Gesetz verabschiedet, das mehrere im Amazonasgebiet isoliert lebende indigene Stämme zugrunde richten könnte. Das Gesetz erklärt den Straßenbau in der abgelegenen Region Ucayali zum Gegenstand nationalen Interesses. Ucayali befindet sich im amazonischen Grenzgebiet zwischen Peru und Brasilien, in dem sich die weltweit meisten indigenen Völker ohne Kontakt zur Außenwelt befinden. Sowohl die eigene peruanische wie die internationale Gesetzgebung erkennt ihr Recht auf ihr Land an. […]


Familien der Opfer
Peru

Familien der Colina-Opfer protestieren gegen Begnadigung des Ex-Präsidenten Fujimori

Sie werden stigmatisiert von denen, die die Vergangenheit einfach vergessen wollen. Sie werden als Rachsüchtige bezeichnet, weil sie den Kampf für Gerechtigkeit in Peru nicht aufgeben. Die Rede ist von jenen Peruaner*innen, deren Leben sich zwischen 1991 und 1992 schlagartig verändert hat, als die Todesschwadron Grupo Colina 25 ihrer Familienmitglieder während der Massaker von Barrios Altos und La Cantuta tötete. Diese und weitere schwere Menschenrechtsverbrechen waren der Grund für die Verurteilung des Ex-Präsidenten Alberto Fujimori im Jahr 2007 zu einer 25-jährigen Haftstrafe. Nun hat Präsident Pedro Pablo Kuczynski am vergangenen 24. Dezember Fujimori aus „gesundheitlichen“ Gründen begnadigt. Es gibt Gerüchte, dass es eine Absprache gegeben haben könnte zwischen Kuczynski und den Fujimoris, die im Gegenzug durch eine Enthaltung von zehn Stimmen im Amtsenthebungsverfahren eine Absetzung Kuczynskis verhindert haben. […]


Kuczynski und Fujimori
Peru
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Die Begnadigung ist eine Schande

Am 24. Dezember 2017 hat der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski (PPK) öffentlich angekündigt, den inhaftierten Ex-Diktator Alberto Fujimori aus humanitären Gründen zu begnadigen. Fujimori hatte Peru von 1990 bis 2000 regiert. Aus Protest gegen diese Entscheidung sind tausende Menschen auf die Straße gegangen und wurden von der Polizei gewaltsam zurückgedrängt. Die Demonstrant*innen und Organisationen halten die Entscheidung des Präsidenten für absurd und für das Ergebnis eines geheimen politischen Pakts. […]


Grundsteinlegung für die Via-Interoceanica im August 2004 mit Alejandro Toledo (Mitte) und Luís Inácio Lula da Silva (2.v.r.) / Foto: Ricardo Stuckert, Agencia Brasil, CC BY 3.0 BR
Peru

Odebrecht-Skandal: Fünf Bauunternehmer in Präventivhaft

(Lima, 12. Dezember 2017, noticias aliadas-poonal).- Am 4. Dezember sind fünf Bauunternehmer in Peru wegen Korruptionsvorwürfen für 18 Monate in Präventivhaft genommen worden. Angeordnet hatte dies der für Korruptionsfälle zuständige Richter Richard Concepción. Grund sind Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der Überlandverbindung Via Interocéanica Sur (2005-2010), einer Fernverkehrsstraße, die die Südküste Perus mit der brasilianischen Grenze verbindet. […]


Honduras Peru

onda-info 423

In dieser vorweihnachtlicher Sendung, die ihr vielleicht auf dem mp3 Playern im Zug oder im Stau auf der Autobahn hört, erwarten euch spannende Beiträge. Martin Reischke hat sich für uns die ZEDE in Honduras angeschaut, jene Sonderwirtschaftszonen, in denen nicht der Staat, sondern allein die Investoren das Sagen haben. Eine Reportage im Rahmen der Reihe „Menschenrechte und Unternehmen“, einer Zusammenarbeit zwischen onda und dem[…]