Autor*in: Eva Völpel


hartmut-hopp.Foto: amerika21/interpol
Deutschland

„Dutzende Diktaturgegner*innen verschwanden“

von Eva Völpel (Berlin, 24. März 2013, taz).- Petra Schlagenhauf vertritt die Opfer der chilenischen Colonia Dignidad in Deutschland. Die 57-jährige Anwältin arbeitet mit der Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights zusammen. Sie fährt regelmäßig nach Chile. Das erste Mal reiste sie 1972 in das Land, kurz vor dem Militärputsch von Augusto Pinochet. […]


Die chilenische Atacama-Wüste / Miradas.com.br, CC BY 2.0, Flickr
Chile

Der Streit um das weiße Gold

von Eva Völpel, Santiago de Chile (Berlin, 13. Juli 2012, taz).- Chiles Regierung hat den Startschuss für eine im Land umstrittene Initiative gegeben: Der private Abbau der reichhaltigen Lithiumvorräte soll ausgeweitet werden. Bis zum 12. September können sich Unternehmen um eine Lizenz zur Förderung des auch „weißes Gold“ genannten Metalls bewerben. Mitglieder der Opposition prüfen, ob sie das Vorhaben noch über das Verfassungsgericht stoppen können. […]


Wandbild-Radio-Lorenzo-Arenas Foto-Hoyer-Ausschnitt

Wir sind auf Sendung!

(Community)Medien und soziale Bewegungen in Chile. Gespräch mit den Journalisten und Radioaktivisten Juan Schilling & Gabriel Rojas (Agencia Medio a Medio/Radio Lorenzo Arenas, Concepción). Moderation: Eva Völpel (taz) 24. Juli 2012 | Beginn: 19.30 Uhr | taz-Cafe Rudi-Dutschke-Straße 23 10969 Berlin Veranstaltungssprache: Spanisch/Deutsch mit Verdolmetschung In Chile bewegt sich was. Studierende gehen für eine bessere Bildung auf die Straße – und nicht nur Gewerkschaften und Lehrende gehen mit. Hunderttausende protestieren. Wie berichten chilenische Medien über soziale Bewegungen und welche Rolle nehmen Community-Medien dabei ein? Unsere beiden Gäste aus Concepción sind Journalisten, leidenschaftliche Community-Radio-Aktivisten, seit Jahren politisch aktiv und wirken beim Radio Lorenzo Arenas 104,5 FM mit. Eine Veranstaltung von Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. und taz. Mit freundlicher Unterstützung von EED und BMZ. […]


Am 10. Juni in Santiago de Chile / chilefotojp, CC BY-NC-SA 2., Flickr
Chile

Pinochet spaltet auch noch als Toter

von Eva Völpel, Santiago de Chile (Berlin, 12. Juni 2012, taz).- Ein Dokumentarfilm huldigt dem vor sechs Jahren verstorbenen ehemaligen Militärdiktator Augusto Pinochet. Aus Protest gehen in Chile tausende seiner Gegner*innen auf die Straße. […]


Joaquín Pérez Becerra. Foto: Telesur
Kolumbien Venezuela

Linker Journalist in Venezuela verhaftet

von Eva Haule(27. April 2011, amerika21.de).- Caracas. Der Mitarbeiter des kolumbianischen Nachrichtenportals ANNCOL, Joaquín Pérez Becerra, ist am Wochenende auf dem internationalen Flughafen “ Simón Bolívar“ bei Caracas festgenommen worden. Dies gab das venezolanische Innen- und Justizministerium am Samstag, 23. April in einem Kommuniqué bekannt. Die Festnahme erfolgte bei seiner Einreise mit einem Linienflug aus Frankfurt. […]


Lateinamerika Peru

Der Reichtum geht, die Zerstörung bleibt. Ein peruanischer Priester im Kampf gegen die größte Goldmine Lateinamerikas

von Eva Völpel(Berlin, 11. Dezember 2009, npl).- Cajamarca im Nordwesten Perus: Seit 1994 fördert das US-amerikanische Unternehmen Newmont Mining Corporation, an dem auch die Weltbank Anteile hält, in der Region Gold. Die offene Tagebaumine Yanacocha hat das Gesicht Cajamarcas verändert: Dort, wo früher grüne Hügel waren, starren heute riesige Erdkrater in den Himmel. Für den Goldabbau gräbt Newmont ganze Berge und Täler um, denn um ein Gramm des Edelmetalls zu gewinnen, müssen rund zwei Tonnen Gestein bewegt werden. Mit hochgiftigem Zyanid wird das Gold aus den Steinen gewaschen. Übrig bleiben das Gold – und eine Chemiesuppe. Denn durch die Behandlung mit dem Zyanid lösen sich auch andere Metalle aus den Steinen, unter anderem Arsen und Quecksilber, die zum großen Teil ungefiltert in die Umwelt gelangen. […]


alt
Südamerika

Größenwahn auf südamerikanisch – die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas (IIRSA)

von Eva Völpel(Berlin, 19. November 2009, npl).- Im August 2000 einigten sich in Brasília die Staatschefs der 12 südamerikanischen Länder auf ein neues Infrastrukturvorhaben zur regionalen Integration Südamerikas, kurz: IIRSA (Iniciativa para la Integración de la Infraestructura Regional Suramericana). IIRSA ist, man kann es nicht anders sagen, ein Megaprojekt gigantischen Ausmaßes: Von Nord nach Süd und Ost nach West sollen zwölf sogenannte Infrastruktur– und Entwicklungsachsen den gesamten südamerikanischen Kontinent durchschneiden. […]


Mexiko

Mexiko macht USA für Drogengewalt verantwortlich

von Eva Völpel(Berlin, 05. März 2009, npl).- Nachdem mehrere US-amerikanische Regierungsstellen und das US-Joint Forces Command im Januar und Februar davor gewarnt hatten, die mexikanische Regierung könne den Kampf gegen die Drogen im Land verlieren und Mexiko zu einem _failed state_ werden, haben nun mehrere hohe Funktionäre der mexikanischen Regierung die USA beschuldigt, am _Narcotráfico_ im Land eine Mitschuld zu tragen. […]


Bolivien

Erneut Mitarbeiter der NGO CEJIS angegriffen

von Eva Völpel(Berlin, 02. März 2009, npl).- In der Stadt Trinidad im bolivianischen Departement Beni ist erneut ein Mitarbeiter der NGO Zentrum für Juristische Studien und soziale Untersuchungen CEJIS (Centro de Estudios Jurídicos e Investigación Social) angegriffen worden. Miguel González, bei CEJIS für die Region Beni verantwortlich, wurde am Freitag, den 27. Februar, beschossen, als er in einem Auto von CEJIS in Trinidad unterwegs war. Die Kugel, abgegeben von zwei Personen, die das Auto von González verfolgt hatten, durchschlug eines der Autofenster und verfehlte den CEJIS-Mitarbeiter nur knapp. Schon in den Tagen zuvor war González verfolgt worden. […]


Guatemala

Gerichtliches Komplott gegen LGBT-Aktivist

von Eva Koeppl(Berlin, 24. Februar 2009, npl).- Am 23. Januar 2009 fand eine brisante Anhörung statt: Jorge López Sologaistoa, Vorsitzender der Organisation OASIS, die sich für Rechte von Schwulen, Lesben, Transgender und Bisexuellen (LGBT) einsetzt sowie in der AIDS-Arbeit aktiv ist, war vor das neunte Strafgericht in Guatemala-Stadt geladen. Er wird des versuchten Mordes angeklagt. Gerade Jorge López soll, so die absurd anmutende These des Gerichts, am 4. Juli 2008 die Transgender-Sexarbeiterin Áxel Leonel Donis González alias Laila versucht haben umzubringen. Laila wurde mit einer Stoßwaffe attackiert, sie wurde von mehreren Schlägen getroffen und beinahe hätte man ihr die Hände abgetrennt. […]


Brasilien

Das Weltsozialforum geht mit zahlreichen Aufrufen zu Aktionen und globalen Mobilisierungen zu Ende

von Eva Völpel(Berlin, 08. Februar 2009, npl).- Das Weltsozialforum (WSF) in Belém do Pará ist am Sonntag, den 2. Februar, mit einer großen Abschlußversammlung auf dem Gelände der Universidad Rural zu Ende gegangen. Im Zentrum der großen Asamblea standen Forderungen und Aufrufe der Vertreter der thematischen Gruppen, so u.a. zu den Themen Arbeit, Wirtschaftskrise, Wasser und Migration. Allgegenwärtig waren der Bezug auf die ökonomische, ökologische und soziale Krise und zahlreich die Appelle, an unterschiedlichen kontinentalen oder globalen Aktionstagen und Mobilisierungen teilzunehmen. So übten Vertreter der Versammlung zu Militarisierung und Krieg u. a. an der NATO Kritik, forderten ein Ende der Militarisierungspolitiken. Stellvertretend wurde dafür z. B. die Reaktivierung der 4. US-Flotte in südamerikanischen Gewässern sowie die Einrichtung des Kommandos Africom genannt, und forderten dazu auf, im April gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg zu mobilisieren. […]


Brasilien

Panamazonischer Tag: Das WSF widmet sich der Amazonasregion

von Eva Völpel und Nils Brock, Belém(Berlin, 28. Januar 2009, npl).- Zunächst war wieder einmal stundenlang der Strom weg, dann konnte es schließlich doch losgehen: Auf mehreren Bühnen wurde am 28. Januar auf dem Weltsozialforum (WSF) der Panamazonische Tag begangen. Vertreter*innen von indigenen Gruppen, Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Aktivist*innen aus den neun Staaten des Amazonas–Bioms (Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Französisch Guayana, Surinam) informierten aus ihrer Sicht über die Probleme der Region. Das Ganze begleiteten sie mit kulturellen Darstellungen: Tänzen, Theaterstücken und Zeremonien. […]


Brasilien

Große Demonstration eröffnet Weltsozialforum

von Eva Völpel und Nils Brock, Belém(Berlin, 28. Januar 2009, npl).- Am 27. Januar wurde in der brasilianischen Stadt Belém das Weltsozialforum mit einer farbenfrohen Demonstration eröffnet. Rund 80.000 Menschen zogen mehrere Stunden durch Belém. Auf der Abschlusskundgebung hielten Vertreter*innen sozialer Bewegungen aus verschiedenen Ländern kurze Ansprachen und Indígenas aus der gesamten Amazonasregion leiteten mit ihren Tänzen und Gesängen das Forum ein. Im Fokus standen auch hierbei der Blick auf die Amazonasregion und die Sorge um Natur– und Lebensräume. […]


Brasilien

Die Eröffnung des Weltsozialforums rückt näher

von Eva Völpel, Belém(Berlin, 23. Januar 2009, npl).- Mit dem V. Weltforum der Rechtsanwält*innen, das am 23. Januar in der Amazonasstadt Belém im brasilianischen Bundesstaat Pará eröffnet wurde, rückt auch der Beginn des Weltsozialforums (WSF) immer näher. Zwischen 50.000 und 80.000 Personen werden laut Angaben der örtlichen Presse zu diesem Ereignis erwartet. Ob tatsächlich so viele Aktivist*innen sozialer Organisationen nach Belém finden werden und ob die Stadt den Ansturm verkraften wird, bleibt abzuwarten. […]


Bolivien

Countdown für das Verfassungsreferendum

von Eva Völpel(Berlin, 08. Januar 2009, npl).- Bolivien bereitet sich auf sein Verfassungsreferendum vor. Am 25. Januar sind die Bolivianer*innen dazu aufgerufen, über die Annahme oder Ablehnung des unter der Regierung von Evo Morales erarbeiteten Verfassungstextes abzustimmen. Während Umfragen voraussehen, dass 65 Prozent der Wähler*innen der neuen Verfassung ihre Stimme geben werden, gibt es sowohl aus dem rechten als auch dem linken Lager Kritik am Verfassungstext. […]


Mexiko

Gedenken an das Massaker von Tlatelolco

von Eva Völpel(Berlin, 03. Oktober 2008, npl).- In Mexiko-Stadt haben zahlreiche Menschen am 2. Oktober dem 40. Jahrestag des Massakers von Tlatelolco gedacht. 1968 hatte sich auf dem Platz der drei Kulturen in Mexiko-Stadt Tausende von Student*innen versammelt, um gegen die mexikanische Regierung zu demonstrieren. Zuvor war es zu wochenlangen Besetzungen von Universitätsgeländen und Schulen sowie Massendemonstrationen gekommen, Mexikos Student*innen und Schüler*innen protestierten für mehr Freiheiten und gegen den autoritären und repressiven Staatsapparat. Eigentlich hatte die Regierung von Gustavo Díaz Ordaz eine sogenannte Olympische Waffenruhe signalisiert, denn nur ein paar Tage später, am 12. Oktober, begannen in Mexiko-Stadt die olympischen Sommerspiele. […]


Bolivien

Putschversuche und eskalierende Gewalt der Opposition

von Eva Völpel(Berlin, 15. September 2008, npl).- In Bolivien ist die rechte Opposition in den wohlhabenden Tieflanddepartements Santa Cruz, Beni, Pando und Tarija großflächig zur Anwendung offener Gewalt übergegangen. Schon am 4. September hatte Boliviens Präsident Evo Morales von der Partei MAS gewarnt, die oppositionell regierten Departements betrieben einen „zivilen Putsch“. […]