Vertreibung


Paraguay

Soja-Anbaufläche wird deutlich ausgeweitet

Der Soja-Anbau ist in Lateinamerika weiter auf dem Vormarsch. In Paraguay soll die Fläche in den kommenden Jahren um 5.000 Quadratkilometer wachsen. Dies ist dem Bericht „Perspectivas Agrícolas 2018 – 2027“ zu entnehmen, der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) sowie der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, erstellt wurde. […]


Vertriebene Chiapas
Mexiko

Vertriebene in Chiapas kehren in die Ungewissheit zurück

Etwa 4.000 aus der Gemeinde Chalchihuitán im südmexikanischen Chiapas vertriebene Indigene sind am 2. Januar in ihre Häuser zurück gekehrt, obwohl dort weiterhin bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Indigenen machen daher die Regierung Bundesstaates Chiapas und die mexikanische Bundesregierung verantwortlich, sollte es zu einem Angriff auf die Familien kommen. Wie die Gemeindepfarrer Marcelo Pérez Pérez, aus Simojovel und Sebastián López López aus Chalchihuitán erklärten, erfolge die Rückkehr nicht, weil die Sicherheit wieder hergestellt worden sei. Vielmehr seien die Vertriebenen nicht mehr in der Lage, unter prekären Bedingungen und weit entfernt von ihren Feldern zu leben. […]


Guatemala Mexiko
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Vertriebene hängen an der Grenze fest

Am 2. Juni sind etwa 500 Menschen aus der Gemeinde San Andrés in der guatemaltekischen Provinz Petén durch ein massives Polizeiaufgebot vertrieben worden. Nachdem sie mehrere Kilometer durch den Regenwald gelaufen sind, hängen sie nun in der Gemeinde Candelaria im mexikanischen Bundesstaat Campeche fest. Nach Angaben von Hilfsorganisationen droht eine humanitäre Krise, da sich die Vertriebenen in schlechtem Zustand und ohne ausreichend Lebensmittel und Medizin befänden. Sie hausen in einem improvisierten Camp in 35 Zelten und leiden bereits unter Magen-Darm-Krankheiten, heißt es. […]


AGC-Circa 250 neue Paramilitärs sind im Norden von Chocó eingesickert
Kolumbien

Hunderte Paramilitärs in den Nordwesten Kolumbiens eingedrungen

Von Hans Weber. (02. April, amerika21).- In Jiguamiandó im Norden des Departamento Chocó in Kolumbien sind diese Woche rund 250 Männer der paramilitärischen Gruppe „Gaitán-Selbstverteidigungsgruppen“ (AGC) angekommen. Dies berichtet die ökumenische Organisation Justicia y Paz (CIJP). Sie seien in kleinen Gruppen von Landarbeitern, Sägewerkarbeitern und Goldwäschern in die Region eingesickert. Ihre Waffen und Uniformen ließen sie parallel in Säcken auf Geländewagen oder Maultieren transportieren. Den Einwohner*innen gegenüber hätten sie gesagt, sie seien „gekommen, um zu bleiben und Fortschritt zu bringen“. […]


Garífuna Indigene
Honduras

Umkämpftes Tropenparadies: Garífuna in Honduras

Die Situation für Menschenrechtsaktivist*innen in Honduras ist beängstigend. 2016 wurde das zentralamerikanische Land von der NGO „Global Witness“ zum weltweit gefährlichsten Land für Umweltaktivist*innen erklärt. Besonders für indigene Gemeinden ist der Einsatz für ihre Rechte lebensgefährlich. Ende 2016 war eine Delegation europäischer und honduranischer Aktivist*innen in Honduras unterwegs, um sich die Situation vor Ort anzusehen. Die Gruppe besuchte unter anderem die afro-indigenen Garífuna, die an der Karibikküste ihr Land verteidigen. […]


Menschen auf der Flucht
Kolumbien

Trotz Friedensprozess: Vertreibungen in Kolumbien gehen weiter

Obwohl der Friedensprozess in Kolumbien weiter voranschreitet, gehen die Vertreibungen weiter. Das teilte das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR am 10. März mit. Tausende Menschen mussten aufgrund des internen Konflikts fliehen; die häufigsten Opfer sind afrokolumbianische und indigene Gemeinschaften. […]


Mexiko

Guerrero: Das organisierte Verbrechen als bewaffneter Arm der Bergbauunternehmen

Im Gebirge von Guerrero, zwischen den Regionen Costa Grande und Tierra Caliente sind Dutzende von Dörfern und Ejido-Siedlungen verlassen oder befinden sich in der Gewalt des organisierten Verbrechens. Sie sind praktisch menschenleer, abgesehen von den Bewohner*innen, die akzeptierten oder gezwungen wurden, für die Kriminellen zu arbeiten. Manuel Olivares, Leiter des Regionalen Menschenrechtszentrums José María Morelos y Pavón (Centro Morelos) mit Sitz in der guerrensischen Stadt Chilapa beschreibt die Situation eindrücklich. Er weist die Verantwortung für diese Situation den Interessen sowohl der multinationalen als auch mexikanischen Bergbauunternehmen zu. Das organisierte Verbrechen agiert wie ihr paramilitärischer Arm. […]


Deutschland Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kolumbien/ Deutschland: Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte

Rund um den Globus nimmt der Protest gegen den Kohleabbau zu. Denn Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte! Selbst die Wirtschaftsmächte denken über den Kohleausstieg nach. Doch die großen Energiekonzerne wie Vattenfall haben den Umstieg auf erneuerbare Energien verpasst. Deutschland im Sommer 2015: Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortige Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler.  In der Lausitz, im  […]


Die Menschenkette gegen den Kohleabbau in Garzweiler. Foto: Flickr
Deutschland Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte

von Antje Vieth (Berlin, 27. Oktober 2015, npl).- Deutschland im Sommer 2015. Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortigen Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler. In der Lausitz, im Nordosten der Republik, protestieren seit Jahren die Anwohner*innen gegen die Vertreibung aus ihren Dörfern. Aber auch fast zehntausend Kilometer davon entfernt, in Kolumbien setzen sich Gewerkschaften und indigene Gruppen seit Jahren gegen Kohleminen, gegen Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen zur Wehr. In Venezuela konnte ein geplantes Megaprojekt im August 2015 aufgrund der starken Proteste der indigenen Gruppe der Wayúu zunächst abgewendet werden. […]


Bolivien Deutschland Kolumbien Mexiko

onda-info 366

Hallo und Willkommen zum Onda info 366! Bei herbstlichem Wetter und mit viel Schokolade sitzen wir in unserem Studio mit Zentralheizung und haben gleich drei Beiträge für Euch zusammen geschnitten. Im onda-info 364 haben wir bereits über Teatro Trono berichtet, ein Theater-Ensemble aus El Alto in Bolivien. Gerade tourt die Gruppe mit ihrem neusten Stück ,,Arriba El Alto“ durch Deutschland und Dänemark. In Berlin fanden  […]


Guatemala Lateinamerika
Fokus: Menschenrechte 2015

Guatemala: Klimaschutz nach ökonomischer Vorgabe?

In Paris soll Ende dieses Jahres ein neues Klimaabkommen beschlossen werden. Skeptisch sind vor allem Menschen in den von Katastrophen am meisten betroffenen Länder. Beispiel Guatemala: Dort führt fragwürdige Klimapolitik wie der CO2-Handel zur Vertreibung indigener Gemeinden. Statt die Emission von Treibhausgasen zu verhindern, setzen Basisprojekte zunehmen auf Anpassung an den Klimawandel. Dabei geht es um Vorsorge gegen Unwetterschäden und um nachhaltige Landwirtschaft. Henry Yowani  […]


Argentinien Guatemala Mexiko

onda-info 350

Hallo und willkommen zum onda-info 350! Zu Mexiko halten wir Euch weiterhin auf dem Laufenden: Mit der Menschenrechtssituation beschäftigen sich nun auch Abgeordnete des Europaparlamentes. Auch literarisch widmen wir uns in diesem Onda-Info  Mexiko: Ihr hört eine Rezension des Buches „Stigma Indio“. In Paris soll Ende dieses Jahres ein neues Klimaabkommen beschlossen werden. Skeptisch sind vor allem Menschen in den von Katastrophen  […]


Kolumbien.Cauca-Militarisierung-www.nasaacin.org
Kolumbien

[Interview]: Der illegale Landraub ist Konsequenz des kolumbianischen Entwicklungsmodells

(Montevideo, 03. September 2014, la diaria).- Danilo Urrea ist Mitglied des Zentrums für Gesundheit, Umwelt und Arbeit Lebendiges Wasser – Freunde der Erde CenSAT (Centro Nacional Salud, Ambiente y Trabajo) Agua Viva – Amigos de la Tierra, eine Organisation, die seit 1989 direkt mit afrokolumbianischen, bäuerlichen und Indígena-Gemeinden im Landesinneren Kolumbiens zusammenarbeitet. In einem Interview mit der uruguayischen Zeitung La Diaria sprach Urrea über die Aufklärungsarbeit seiner Organisation. Dabei wies er auf eine auffällige Übereinstimmung zwischen den Gebieten hin, in denen es zur Vertreibung durch bewaffnete Auseinandersetzungen kam, und jenen, die unter rohstoffabbauenden Firmen begehrt sind. […]


Barro Blanco: Mahnwache zum Schutz vor möglichem Polizeiangriff. Foto: Otramerica
Panama

Regierung und Unternehmen rechtfertigen Vertreibung

von Equipo Otramérica (Panamá, 18. März 2014, Otramérica).- Die indigenen Völker der Ngäbe und Buglé leisten seit Wochen in der Region des Tabasará-Flusses Widerstand, wo das Unternehmen GENISA die Arbeiten an dem umstrittenen Staudammprojekt Barro Blanco wieder aufnehmen will. Sowohl der Präsident Panamas, Ricardo Martinelli, als auch das Unternehmen selbst tragen zu der angespannten Lage bei: Die Polizei hat das Gebiet bereits umstellt. […]


Honduras

Stimmen gegen Landraub – Community Radios in Honduras

Ob an der tropischen Karibik-Küste, im grünen Hochland oder auf einer Insel im Pazifik – Community Radios haben in Honduras Konjunktur. Es gibt sie nicht erst seit dem Putsch im Jahr 2009, als das Meinungskartell eine Nachrichtensperre verhängte. Doch seither haben die lokalen Radios bei der Bevölkerung sehr an Glaubwürdigkeit gewonnen. Die meisten von ihnen sind während einem der zahlreichen Konflikte um Landraub und  […]