Vertreibung


Mexiko

Schüsse auf Vertriebene in Chiapas

Nach Informationen des mexikanischen Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de las Casas wurde in der Gemeinde Coco des Bezirks Aldama im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas am Morgen des 22. Januar auf drei Personen geschossen. Die Personen befanden sich auf dem Weg von San Pedro Cotzilnam nach Xuxch‘en. Die Schüsse wurden aus dem Ort Santa Martha Manuel Utrilla im Bezirk Chenalhó abgefeuert. Eine Person starb, zwei Personen wurden verletzt. […]


Paraguay

Soja-Anbaufläche wird deutlich ausgeweitet

Der Soja-Anbau ist in Lateinamerika weiter auf dem Vormarsch. In Paraguay soll die Fläche in den kommenden Jahren um 5.000 Quadratkilometer wachsen. Dies ist dem Bericht „Perspectivas Agrícolas 2018 – 2027“ zu entnehmen, der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) sowie der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, erstellt wurde. […]


Vertriebene Chiapas
Mexiko

Vertriebene in Chiapas kehren in die Ungewissheit zurück

Etwa 4.000 aus der Gemeinde Chalchihuitán im südmexikanischen Chiapas vertriebene Indigene sind am 2. Januar in ihre Häuser zurück gekehrt, obwohl dort weiterhin bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Indigenen machen daher die Regierung Bundesstaates Chiapas und die mexikanische Bundesregierung verantwortlich, sollte es zu einem Angriff auf die Familien kommen. Wie die Gemeindepfarrer Marcelo Pérez Pérez, aus Simojovel und Sebastián López López aus Chalchihuitán erklärten, erfolge die Rückkehr nicht, weil die Sicherheit wieder hergestellt worden sei. Vielmehr seien die Vertriebenen nicht mehr in der Lage, unter prekären Bedingungen und weit entfernt von ihren Feldern zu leben. […]


Guatemala Mexiko
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Vertriebene hängen an der Grenze fest

Am 2. Juni sind etwa 500 Menschen aus der Gemeinde San Andrés in der guatemaltekischen Provinz Petén durch ein massives Polizeiaufgebot vertrieben worden. Nachdem sie mehrere Kilometer durch den Regenwald gelaufen sind, hängen sie nun in der Gemeinde Candelaria im mexikanischen Bundesstaat Campeche fest. Nach Angaben von Hilfsorganisationen droht eine humanitäre Krise, da sich die Vertriebenen in schlechtem Zustand und ohne ausreichend Lebensmittel und Medizin befänden. Sie hausen in einem improvisierten Camp in 35 Zelten und leiden bereits unter Magen-Darm-Krankheiten, heißt es. […]


AGC-Circa 250 neue Paramilitärs sind im Norden von Chocó eingesickert
Kolumbien

Hunderte Paramilitärs in den Nordwesten Kolumbiens eingedrungen

Von Hans Weber. (02. April, amerika21).- In Jiguamiandó im Norden des Departamento Chocó in Kolumbien sind diese Woche rund 250 Männer der paramilitärischen Gruppe „Gaitán-Selbstverteidigungsgruppen“ (AGC) angekommen. Dies berichtet die ökumenische Organisation Justicia y Paz (CIJP). Sie seien in kleinen Gruppen von Landarbeitern, Sägewerkarbeitern und Goldwäschern in die Region eingesickert. Ihre Waffen und Uniformen ließen sie parallel in Säcken auf Geländewagen oder Maultieren transportieren. Den Einwohner*innen gegenüber hätten sie gesagt, sie seien „gekommen, um zu bleiben und Fortschritt zu bringen“. […]


Garífuna Indigene
Honduras

Umkämpftes Tropenparadies: Garífuna in Honduras

Die Situation für Menschenrechtsaktivist*innen in Honduras ist beängstigend. 2016 wurde das zentralamerikanische Land von der NGO „Global Witness“ zum weltweit gefährlichsten Land für Umweltaktivist*innen erklärt. Besonders für indigene Gemeinden ist der Einsatz für ihre Rechte lebensgefährlich. Ende 2016 war eine Delegation europäischer und honduranischer Aktivist*innen in Honduras unterwegs, um sich die Situation vor Ort anzusehen. Die Gruppe besuchte unter anderem die afro-indigenen Garífuna, die an der Karibikküste ihr Land verteidigen. […]


Menschen auf der Flucht
Kolumbien

Trotz Friedensprozess: Vertreibungen in Kolumbien gehen weiter

Obwohl der Friedensprozess in Kolumbien weiter voranschreitet, gehen die Vertreibungen weiter. Das teilte das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR am 10. März mit. Tausende Menschen mussten aufgrund des internen Konflikts fliehen; die häufigsten Opfer sind afrokolumbianische und indigene Gemeinschaften. […]


Mexiko

Guerrero: Das organisierte Verbrechen als bewaffneter Arm der Bergbauunternehmen

Im Gebirge von Guerrero, zwischen den Regionen Costa Grande und Tierra Caliente sind Dutzende von Dörfern und Ejido-Siedlungen verlassen oder befinden sich in der Gewalt des organisierten Verbrechens. Sie sind praktisch menschenleer, abgesehen von den Bewohner*innen, die akzeptierten oder gezwungen wurden, für die Kriminellen zu arbeiten. Manuel Olivares, Leiter des Regionalen Menschenrechtszentrums José María Morelos y Pavón (Centro Morelos) mit Sitz in der guerrensischen Stadt Chilapa beschreibt die Situation eindrücklich. Er weist die Verantwortung für diese Situation den Interessen sowohl der multinationalen als auch mexikanischen Bergbauunternehmen zu. Das organisierte Verbrechen agiert wie ihr paramilitärischer Arm. […]


Mexiko

Kriminelle Umweltzerstörung im Nordwesten Mexikos

Von Victor M. Quintana. (Mexiko-Stadt, 6. Mai 2016, la jornada).- Während den Diskussionen und bei der Gruppenarbeit wurde sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen deutlich, welches Thema die Realität in der Sierra Tarahumara am stärksten bestimmt: Die zerstörerische Präsenz des Organisierten Verbrechens, der Drogenkartelle im gesamten Südwesten des Bundesstaates Chihuahua. Man könnte sagen, dass das Sinaloa-Kartell das Gebiet im Westen Richtung Pazifik kontrolliert, die Schluchten und Flüsse, die in den Bundesstaaten Sonora und Sinaloa verlaufen; während „La Línea“ oder das Juárez-Kartell das Gebiet im Osten hin zum Golf von Mexiko beherrscht, das weitläufige Gebiet des Flusses Río Conchos, der in den Río Bravo mündet. Die einen kontrollieren das Flachland, die anderen die Gebirgszüge. In den weiträumigen Gebieten, in denen sie aufeinander treffen, kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen oder „Kleinkriegen“ wie diese von den Menschen hier genannt werden, bei denen unzählige Tote und Verletze zu verzeichnen sind. […]


Deutschland Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016

Internationale Untersuchung des Mordes an Berta Cáceres gefordert

Von Ute Löhning (Berlin, 14. März 2016, npl).- Bewaffnete Killer erschossen die international geschätzte Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres am 2. März in ihrem Haus. Der Mexikaner Gustavo Castro und weitere Aktivist*innen in Honduras sind bedroht. Die Feministin und Umweltaktivistin hatte den Widerstand gegen das Staudammprojekt Agua Zarca auf dem Gebiet der indigenen Lenca organisiert. Forderungen nach Aufklärung durch eine internationale Untersuchungskommission  […]


Deutschland Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kolumbien/ Deutschland: Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte

Rund um den Globus nimmt der Protest gegen den Kohleabbau zu. Denn Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte! Selbst die Wirtschaftsmächte denken über den Kohleausstieg nach. Doch die großen Energiekonzerne wie Vattenfall haben den Umstieg auf erneuerbare Energien verpasst. Deutschland im Sommer 2015: Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortige Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler.  In der Lausitz, im  […]


Die Menschenkette gegen den Kohleabbau in Garzweiler. Foto: Flickr
Deutschland Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte

von Antje Vieth (Berlin, 27. Oktober 2015, npl).- Deutschland im Sommer 2015. Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortigen Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler. In der Lausitz, im Nordosten der Republik, protestieren seit Jahren die Anwohner*innen gegen die Vertreibung aus ihren Dörfern. Aber auch fast zehntausend Kilometer davon entfernt, in Kolumbien setzen sich Gewerkschaften und indigene Gruppen seit Jahren gegen Kohleminen, gegen Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen zur Wehr. In Venezuela konnte ein geplantes Megaprojekt im August 2015 aufgrund der starken Proteste der indigenen Gruppe der Wayúu zunächst abgewendet werden. […]


Bolivien Deutschland Kolumbien Mexiko

onda-info 366

Hallo und Willkommen zum Onda info 366! Bei herbstlichem Wetter und mit viel Schokolade sitzen wir in unserem Studio mit Zentralheizung und haben gleich drei Beiträge für Euch zusammen geschnitten. Im onda-info 364 haben wir bereits über Teatro Trono berichtet, ein Theater-Ensemble aus El Alto in Bolivien. Gerade tourt die Gruppe mit ihrem neusten Stück ,,Arriba El Alto“ durch Deutschland und Dänemark. In Berlin fanden  […]


Guatemala Lateinamerika
Fokus: Menschenrechte 2015

Guatemala: Klimaschutz nach ökonomischer Vorgabe?

In Paris soll Ende dieses Jahres ein neues Klimaabkommen beschlossen werden. Skeptisch sind vor allem Menschen in den von Katastrophen am meisten betroffenen Länder. Beispiel Guatemala: Dort führt fragwürdige Klimapolitik wie der CO2-Handel zur Vertreibung indigener Gemeinden. Statt die Emission von Treibhausgasen zu verhindern, setzen Basisprojekte zunehmen auf Anpassung an den Klimawandel. Dabei geht es um Vorsorge gegen Unwetterschäden und um nachhaltige Landwirtschaft. Henry Yowani  […]


Genmais. Foto: Flickr/GMO Maiz (CC BY-NC-ND 2.0)
Mexiko

Schmutziger Krieg gegen die Maisvölker

von Silvia Ribeiro (Mexico-Stadt, 22. August 2015, la jornada).- Am 19. August 2015 hob der Richter Francisco Peñaloza Heras vom 12. Distriktgericht in Zivilsachen die Vorsorgemaßnahme auf, aufgrund derer seit zwei Jahren die Aussaat von Genmais in Mexiko suspendiert ist. Die Maßnahme war die Antwort auf eine Kollektivklage wegen der Schäden von Genmais für die Biodiversität und die Gesundheit. Die Aussetzung bleibt gültig, weil die Vereinigung Colectivas AC unverzüglich Berufung gegen die jüngste Entscheidung einlegte. Colectivas AC ist gesetzliche Repräsentantin des Klägerkollektivs von 53 Bürger*innen und 20 Organisationen, die die Klage 2013 einreichten. […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2015

“Das Recht auf Stadt” zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Nils Brock und Frank Müller, Rio de Janeiro

BRASILIEN

Von der Abrissbirne zerstörte Häuser in Vila Autódromo / Foto: Andalusia Knoll(Berlin, 14. April 2015, npl).- Die Forderung „Recht auf Stadt!“ hat Hochkonjunktur. Viele soziale Bewegungen haben sich den Slogan zu Eigen gemacht, auch in Lateinamerika. Brasilien ist eigentlich ein Positivbeispiel, da die Verfassung das „Recht auf Stadt“ garantiert. Doch der Kampf der Bewohner*innen von Vila Autódromo, einem Stadtteil Rio de Janeiros, zeigt, wie schwer sich der Staat immer noch tut, die Bevölkerung wirklich mitentscheiden zu lassen.

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Argentinien Guatemala Mexiko

onda-info 350

Hallo und willkommen zum onda-info 350! Zu Mexiko halten wir Euch weiterhin auf dem Laufenden: Mit der Menschenrechtssituation beschäftigen sich nun auch Abgeordnete des Europaparlamentes. Auch literarisch widmen wir uns in diesem Onda-Info  Mexiko: Ihr hört eine Rezension des Buches „Stigma Indio“. In Paris soll Ende dieses Jahres ein neues Klimaabkommen beschlossen werden. Skeptisch sind vor allem Menschen in den von Katastrophen  […]


Kolumbien.Cauca-Militarisierung-www.nasaacin.org
Kolumbien

[Interview]: Der illegale Landraub ist Konsequenz des kolumbianischen Entwicklungsmodells

(Montevideo, 03. September 2014, la diaria).- Danilo Urrea ist Mitglied des Zentrums für Gesundheit, Umwelt und Arbeit Lebendiges Wasser – Freunde der Erde CenSAT (Centro Nacional Salud, Ambiente y Trabajo) Agua Viva – Amigos de la Tierra, eine Organisation, die seit 1989 direkt mit afrokolumbianischen, bäuerlichen und Indígena-Gemeinden im Landesinneren Kolumbiens zusammenarbeitet. In einem Interview mit der uruguayischen Zeitung La Diaria sprach Urrea über die Aufklärungsarbeit seiner Organisation. Dabei wies er auf eine auffällige Übereinstimmung zwischen den Gebieten hin, in denen es zur Vertreibung durch bewaffnete Auseinandersetzungen kam, und jenen, die unter rohstoffabbauenden Firmen begehrt sind. […]


Favela Telerj am 8. April 2014 - noch vor der Räumung / Foto: midianinja, CC BY-NC-SA 2.0 flickr
Brasilien

Rio de Janeiro: Vertriebene Favela-Bewohner*innen campieren vor dem Rathaus

von Andreas Behn, Rio de Janeiro (Berlin, 13. April 2014, npl).- Rund 200 Menschen, darunter viele Kinder, campieren seit dem 11. April auf einem Rasenplatz unweit des Zentrums von Rio de Janeiro. Erst vor zwei Wochen hatten sie ein neues Zuhause gefunden, ein leer stehendes Fabrikgelände im Norden der Stadt, das dem Telefonunternehmen „Oi“ gehört. Etwa 5.000 Personen hatten das Terrain besetzt und dort notdürftige Hütten errichtet. […]