Verschwundene


Data Civica
Mexiko

Die 32.000 Verschwundenen haben Namen   vor kurzem aktualisiert!

In Mexiko sind in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Menschen verschwunden; „eine nicht dagewesene Steigerung, die es in anderen Ländern Lateinamerikas nicht gibt“, so Santiago Aguirre Espinosa. Der stellvertretende Direktor des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez hat jetzt eine neue Datenbank vorgestellt, die den 32.000 Verschwundenen in Mexiko einen Namen und ein Gesicht gibt. […]


Die Großmütter der Plaza de Mayo suchen nach den Enkeln ihrer Verhaftet-Verschwundenen Kinder. Jetzt haben sie Enkel Nr. 122 gefunden
Argentinien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden

(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sich mit seiner neuen Identität auseinandersetzt. So schilderte in einer Pressekonferenz am 25. April die Vorsitzende der Gruppe Abuelas de Plaza de Mayo (Großmütter der Plaza de Mayo), Estela de Carlotto die Situation um den Sohn von Enrique Bustamante und Iris Nélida García Soler. Die beiden gehörten der Gruppe Montoneros an und gelten seit 1977 als Verschwundene. […]


Jetzt gibt es einen Sonderbericht der staatlichen Menschenrechtskommission zu geheimen Massengräbern
Mexiko

Sonderbericht zu Verschwundenen und geheimen Gräbern

(Mexiko-Stadt, 08. April 2017, poonal).- Die staatlich finanzierte Nationale Menschenrechtsrechtskommission (CNDH) hat einen Sonderbericht über das Verschwinden von Personen und geheime Gräber in Mexiko veröffentlicht. Der Bericht bietet keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse, sondern einen Überblick der entsprechenden offiziellen Zahlen nach Bundesstaaten aufgeschlüsselt für die vergangenen zehn Jahre. Bei der Präsentation prangerte der 1. Berichterstatter der Kommission, Ismael Eslava, die teilweise Auskunftsverweigerung der staatlichen Behörden sowie die Ungenauigkeit gelieferter Informationen an. […]


Jugendliche
Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Regierung muss Opfer der „falsos positivos“ entschädigen

(Caracas, 14. Februar 2017, telesur).- Am 14. Februar gab das kolumbianische Verfassungsgericht bekannt, dass die Regierung sich nicht ihrer Verantwortung gegenüber den außergerichtlichen Hinrichtungen, den sogenannten „falsos positivos“ entziehen kann. Das Gericht wies darauf hin, dass die „falsos positivos“ einen Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge darstellen. Die Regierung sei den Angehörigen der Opfer verpflichtet, einen wirksamen Rechtsbehelf zu garantieren, um die verursachten moralischen und materiellen Schäden wiedergutzumachen. […]


Guatemala Mexiko Mittelamerika
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Karawane der Mütter ist Brücke der Hoffnung: Wiedersehen zweier Schwestern nach 37 Jahren

(Mexiko-Stadt, 21. November 2016, desinformemonos).- Aida Amalia wartet in einer Taquería, einem Imbiss, am Busbahnhof in Córdoba. Ihre Tochter Viviana Guadalupe Rodríguez Chang aus Puebla hat die 53-Jährige zu einem Treffen mit dem Koordinator der Mesoamerikanischen Migrantenbewegung (Movimiento Migrante Mesoamericano), Rubén Figueroa, hier her gebracht. Von ihm erhofft Ada Amalia sich Neuigkeiten über ihre guatemaltekische Familie, die sie seit 13 Jahren nicht gesehen hat. Dass sie ihre jüngere Schwester Norma und ihre Nichte Reyna, die Tochter ihrer in Mexiko verschwundenen Schwester, sehen wird, ahnt sie noch nicht. […]


Mexiko

Behörden im Bundesstaat Sinaloa: „Abwesenheiten“ statt erzwungenes Verschwindenlassen

Wie inzwischen in vielen mexikanischen Bundesstaaten haben sich auch im Bundesstaat Sinaloa – vor allem weibliche – Familienangehörige organisiert, um ihre unter gewaltsamen Umständen verschwundenen Verwandten zu suchen. „Las Rastreadoras“ (Die Fährtensucherinnen) sind bei ihren Nachforschungen bisher auf zahlreiche geheime Gräber gestoßen. Die gefundenen Knochenreste werden 75 Skeletten zugeordnet. Die Aktivistinnen beklagen sich über die „Kälte“, die Behörden und Gesellschaft angesichts des Problems zeigten. Zudem würden die Verschwundenen ein zweites Mal zu Opfern gemacht, indem die Regierung des Bundesstaates sich weigere, bei ihnen von „erzungenem Verschwindenlassen“ zu sprechen, sondern stattdessen den Ausdruck „Abwesenheiten“ benutze.  […]


Jetzt gibt es einen Sonderbericht der staatlichen Menschenrechtskommission zu geheimen Massengräbern
Mexiko

Fährtensuche: Funde geheimer Gräber gehen weiter

Im nördlichen Bundesstaat Sinaloa stieß die Gruppe „Las Rastreadoras” (Die Fährtensucherinnen) nach anonymen Hinweisen Mitte September auf sechs Leichen in einem geheimen Grab im Landkreis Ahome. Die Opfer wurden offenbar erschossen. Die Rastreadoras haben zwei Jahre nach ihrer Gründung inzwischen laut Zeitungsberichten fast 300 Mitglieder, darunter auch einige Männer. Fast alle suchen nach direkten Familienangehörigen. An deren Verschwinden waren nach ihren Angaben in der großen Mehrheit der Fälle die örtliche Polizei und die Landespolizei unmittelbar beteiligt. Die Polizei verrichte die Schmutzarbeit, so Las Rastreadoras. Sinaloa ist einer der Bundesstaaten, in denen die Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen besonders heftig sind.  […]


Mexiko

Geheime Gräber in Veracruz und kein Ende

Von Gerd Goertz. (Mexiko-Stadt-Berlin, 22. August 2016, npl).- Im Zusammenhang mit der Suche nach den 43 gewaltsam entführten Lehramtsstudenten von Ayotzinapa vor knapp zwei Jahren wurde im Bundesstaat Guerrero von Bürgerinitiativen ein geheimes Grab nach dem anderen offen gelegt. Eine ähnliche Situation bietet sich in den vergangenen Monaten im Bundesstaat Veracruz.  […]


Peru

Gesetz zur Suche von Verschwundenen verabschiedet

(Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Am 22. Juni verabschiedete die peruanische Regierung das Gesetz über die Suche nach verschwundenen Personen (Ley de Búsqueda de Personas Desaparecidas). Damit ist die Suche und Identifikation mittels Datenabgleich von Personen, die während der „Periode der Gewalt 1980-2000“ unter gewaltsamen Umständen verschwanden, auf eine rechtliche Grundlage gestellt. Der Kongress genehmigte die von der Menschenrechtsbehörde gestartete Initiative am  […]