Verschwundene


Mexiko

Suchtrupp findet mehr als 200 Knochensplitter in Sinaloa

Die Frauengruppe ‚Sabuesos Guerreras‘ (etwa: kämpferische Spürhunde) hat den Fund von mehr als 200 Knochensplittern in der Umgebung der mexikanischen Gemeinde La Presita im Norden der Hauptstadt Culiacán des Bundesstaates Sinaloa gemeldet. Die Frauen hatten sich auf die Suche gemacht, nachdem einen anonymen Anruf erhalten hatten. […]


Mexiko

Mexikos geheime Gräber

Mitte November 2018 veröffentlichte die Organisation Quinto Elemento Lab eine Übersicht der geheimen Gräber Mexikos. Die Veröffentlichung trägt den vielsagenden Namen „Das Land der 2.000 Gräber.“ Denn auf fast 2.000 beläuft sich die Zahl der geheimen Gräber, die während der Amtszeiten der Präsidenten Felipe Calderon und Enrique Peña Nieto entdeckt wurden. Allein die Anzahl der Gräber in denen Kriminelle ihre Opfer verscharrt haben veranschaulicht die tiefe humanitäre Krise, die Mexiko seit Beginn des Krieges gegen die Drogen im Jahr 2006 durchlebt. […]


Mexiko

Karawane der „Mütter verschwundener Migrant*innen“ zieht wieder los

Die „14. Karawane der Mütter Verschwundener Migrant*innen 2018“ läuft wieder einen Teil der mexikanischen Migrationsroute ab, um Hinweise auf das Verschwinden ihrer Kinder zu finden. Vom 23. Oktober bis 7. November wird es in zwölf mexikanischen Bundesstaaten Such- und Protestaktionen geben. In diesem Jahr wird die Karawane auch am Weltgipfel der Mütter verschwundener Migrant*innen teilnehmen, der vom 2. bis zum 4. November -parallel zum Weltsozialforum der Migration- in Mexiko-Stadt stattfinden wird. […]


Argentinien

Hasta siempre Sara Peretti

Sara Peretti, eine der Mütter der Plaza de Mayo im Verwaltungsbezirk Lomas de Zamora, ist von uns gegangen. Voller Stolz sprach sie von ihrem Sohn. Sie erklärte, die politisch aktiven Jugendlichen wüssten genau, was sie wollten, sie seien sich der Gefahr bewusst gewesen und hätten ihr Leben für ihre Überzeugung gegeben. Sara klapperte Polizeiwachen und Kasernen ab; zusammen mit anderen Müttern, deren Kinder ebenfalls verschwunden waren, nahm sie an Protestmärschen und Anfragen an offizielle Stellen teil. Immer wieder lief sie die Straßen ab, die ihr Sohn „Minito“ gegangen war. […]


Mexiko

Yoreme-Dörfer: Indigene Paradiese oder totgeschwiegene Gewalttaten?

Nach Daten der Nationalen Kommission für die Entwicklung der Indigenen Völker (CDI) leben die 28.000 indigenen Mayo-Yoreme in den Landkreisen El Fuerte, Choix, Guasave, Sinaloa de Leyva und Ahoma. Es sind genau die Landkreise, in denen Las Rastreadoras die größte Zahl geheimer Gräber gefunden haben. Doch es gibt bisher kein offiziellen Dokumente über das zwangsweise Verschwindenlassen der indigenen Bevölkerung und seine Auswirkungen. Geschweige denn Sonderprogramme für die Gewaltopfer. Allein im Dorf Capomos, einem zeremoniellem Zentrum der Yoreme mit 677 Einwohner*innen, haben sieben Familien verschwundene Mitglieder zu beklagen.  […]


Mexiko

Mexiko: Historische Lügen im Fall Ayotzinapa

Mexikos Regierung steht wegen des Falls der verschwundenen 43 Studenten erneut unter internationalem Druck. Ein jüngst veröffentlichter Bericht der UN-Menschenrechtskommission kommt zu dem Schluss, dass mindestens 34 der in der Tatnacht festgenommenen Verdächtigen gefoltert wurden. […]


Mexiko

2017: Mehr als 42.000 getötete Personen in Mexiko 1

Der Jahresbericht 2017/18 zu Mexiko von Amnesty International ist vorgestellt worden: Seit dem Amtsantritt des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto steigen die registrierten Tötungsdelikte und die Anzahl der Verschwundenen Jahr um Jahr. Verschleppungen unter der Mittäterschaft von Staatsbediensteten sowie Folter, Bedrohungen und Übergriffe sind laut Amnesty International „gängige Praxis“. […]


Mexiko

Veracruz: In sieben Jahren 346 geheime Gräber gefunden

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Veracruz, Jorge Wincker Ortiz, berichtete vor dem lokalen Parlament über die Funde der Überreste von mutmaßlich ermordeten Personen. Demnach sind in 44 der 212 Landkreise des Bundesstaates insgesamt 346 geheime Gräber entdeckt worden, in denen sich Skelette, Schädel und zehntausende Knochenteile befanden. […]


Uruguay
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Uruguay: Zwischen Straflosigkeit und Aufklärung

Uruguay ist heute eine der fortschrittlichsten Demokratien der Welt. Doch hat es das Land geschafft seine jüngere Geschichte aufzuarbeiten? Wenn die Vergangenheit unter Beteiligung der Zeitzeugen aufgeklärt werden soll, dann ist jetzt die letzte Chance, denn sowohl Täter, als auch Opfer werden nicht mehr lange leben… Wir hören einen Beitrag von Valentin der Negri. Er wagt einen Rückblick auf die  […]


Hinhörer
International
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Hinhörer: Wahrheit, Gerechtigkeit, Erinnerung

Menschenrechte auf den Punkt gebracht. Heute: Wahrheit, Gerechtigkeit und Erinnerung Folter, sexualisierte Gewalt, Mord, Verschwindenlassen von Personen: durch Militärs, bezahlte Auftragskiller, Kartelle oder Banden – das schreit nach Aufklärung, damit die Luft zum Atmen reicht! ¡Nunca más – nie wieder!  


Data Civica
Mexiko
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Die 32.000 Verschwundenen haben Namen

In Mexiko sind in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Menschen verschwunden; „eine nicht dagewesene Steigerung, die es in anderen Ländern Lateinamerikas nicht gibt“, so Santiago Aguirre Espinosa. Der stellvertretende Direktor des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez hat jetzt eine neue Datenbank vorgestellt, die den 32.000 Verschwundenen in Mexiko einen Namen und ein Gesicht gibt. […]


Federico Efrón
Argentinien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Argentinischer Aktivist bleibt verschwunden

In Argentinien herrscht weiterhin Unklarheit über den Verbleib von Santiago Maldonado. Am 1. August war der linke Aktivist bei Protesten der indigenen Mapuche im Süden des Landes von der Gendamerie verhaftet und in einen Mannschaftswagen verfrachtet worden. Das berichten Augenzeugen, die an dem Tag dabei waren. Seitdem fehlt von dem jungen Mann jede Spur. Der Verdacht steht im Raum, dass er von der Polizei umgebracht worden ist. Menschenrechtsorganisationen verlangen vom argentinischen Staat Aufklärung darüber, was an dem Tag passiert ist. Einen Monat nach Maldonados Verschwinden, beziehungsweise mutmaßlichen Verschwindenlassens, fanden in vielen Städten Demonstrationen statt – auch in Berlin. […]


Proteste
Uruguay
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Straflosigkeit in Uruguay: Alles damit niemand redet

Als in Uruguay 2004 das linke Bündnis Frente Amplio zum ersten Mal in die Regierung gewählt wurde, verbanden viele Menschen damit die Hoffnung, dass nun endlich die Verbrechen aus der Diktatur von 1973 bis 1985 aufgeklärt und Schluss sein würde mit der Straflosigkeit für die verantwortlichen Militärs. Sie sollten sich täuschen. Bis heute ist das Amnestiegesetz mit dem zynischen Namen: Gesetz  […]


Argentinien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Wo ist Santiago Maldonado?

In Argentinien herrscht weiterhin Unklarheit über den Verbleib des Aktivisten Santiago Maldonado. Am 1. August war der junge Mann bei Protesten der indigenen Mapuche im Süden des Landes von der Gendamerie verhaftet und in einen Mannschaftswagen verfrachtet worden. Seitdem fehlt von ihm jede Spur […]


onda logo
Argentinien Brasilien Deutschland Europa Guatemala International Kolumbien Mexiko

onda-info 414

Auch wir Ondistas sind im Juli zum G20-Gipfel nach Hamburg gefahren. Und trafen uns mit Aktivist*innen aus Lateinamerika. Was diese über die Auswirkungen von Globalisierung und Freihandel zu berichten hatten, erfahrt ihr in einem ausführliche Bericht über den Gipfel der Globalen Solidarität. Interessantes bekommt ihr aus Brasilien zu hören. In dem erzkatholischen Land gibt es eine Kirche, in der sowohl hetero- als auch homosexuelle Gottgläubige eine spirituelle Heimat finden können. […]


Deutschland Mexiko
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Huellas de la Memoria – Spuren der Erinnerung

Spuren der Erinnerung – das ist eine Ausstellung, die gerade in Berlin zu sehen ist. Im Fokus: Die mexikanischen Verschwundenen und die Suche ihrer Angehörigen. Mindestens 32.000 Menschen gelten seit 2007 als vermisst.  Die einen werden von Kriminellen verschleppt, andere verschwinden, während sie sich in den Händen von Polizisten oder Soldaten befinden. Seit Jahren suchen die Angehörigen nach ihren Söhnen, Töchtern  […]


Protestplakat
Mexiko
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Fall Valeria: Rettungssystem für Vermisste ineffizient

Am 9. Juni wurde die erst elfjährige Valeria die in einem Kleinbus des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt Nezahualcóyotl im Bundesstaat Mexiko entführt, vergewaltigt und ermordet. Der 42-jährige mutmaßliche Täter wurde einen Tag später verhaftet. Die brutale Tat erregte großes Aufsehen. „Der Fall von Valeria zeigt einmal mehr die negativen Auswirkungen des behördlichen Vorgehens auf das Programm Alerta Amber. Es wird dadurch ineffizient und kommt verspätet zum Einsatz“, so der Vorwurf des Netzwerkes für Kinderrechte in Mexiko Redim (Red por los Derechos de la Infancia en Méxiko). Alerta Amber ist ein Rettungssystem mit dem Ziel, die Bevölkerung möglichst schnell zu einem aktuellen, lebensbedrohlichen Vermisstenfall zu unterrichten. […]


Mord an Miriam Rodríguez, einer Aktivistin gegen das Gewaltsame Verschwindenlassen / Logo, Quelle: http://sinlasfamiliasno.org
Mexiko

Mord an Menschenrechtsaktivistin Miriam Rodríguez: Weiteres Beispiel für „Makrokriminalität“

Von Gerd Goertz. (Mexiko-Stadt, 16. Mai 2017, npl).- In der Nacht vom 10. Mai wurde in Ciudad Victoria, Bundesstaat Tamaulipas, die Menschenrechtsaktivistin Miriam Elizabeth Rodríguez Martínez in ihrem Haus erschossen. Sie war durch die Suche nach ihrer 2012 verschwundenen Tochter und die Mitarbeit in Organisationen von Familienangehörigen Verschwundener bekannt geworden. Sie war dort auch weiterhin aktiv, nachdem sie die 2014 die Leiche ihrer Tochter in einem der geheimen Gräber in dem Ort San Fernando aufgespürt hatte. […]


Die Großmütter der Plaza de Mayo suchen nach den Enkeln ihrer Verhaftet-Verschwundenen Kinder. Jetzt haben sie Enkel Nr. 122 gefunden
Argentinien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden

(Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sich mit seiner neuen Identität auseinandersetzt. So schilderte in einer Pressekonferenz am 25. April die Vorsitzende der Gruppe Abuelas de Plaza de Mayo (Großmütter der Plaza de Mayo), Estela de Carlotto die Situation um den Sohn von Enrique Bustamante und Iris Nélida García Soler. Die beiden gehörten der Gruppe Montoneros an und gelten seit 1977 als Verschwundene. […]