Verschwindenlassen


Mexiko
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

PEN-Mexiko: Das düstere Gesicht der mexikanischen Wirklichkeit

PEN-Mexiko begeht den 7. Juni als Gedenktag für die Meinungsfreiheit und fordert die Regierung auf, Journalist*innen, zu schützen, damit sie ihre Arbeit frei und sicher ausüben können. Allein in den sechs Jahren der Präsidentschaft von Enrique Peña Nieto wurden 42 Journalist*innen ermordet. Zahlreiche wurden zudem entführt, bedroht oder man hat sie verschwinden lassen. […]


Argentinien

Staatsanwalt fordert Haft für Unternehmer wegen Menschenrechtsverbrechen während der Diktatur

Der Staatsanwalt der argentinischen Provinz Tucumán, Pablo Camuña, hat die Festnahme von sechs Personen beantragt, die die Zuckerplantage La Fronterita während der argentinischen Militärdiktatur in den 1970er Jahren führten. Camuña legte sein Schreiben dem Bundesrichter Daniel Bejas vor. In diesem beschuldigte er sechs Unternehmer und Geschäftsführer von La Fronterita der Mittäterschaft bei 68 Entführungen von Arbeiter*innen bzw. deren Verwandten und Nachbar*innen, sowie bei der Folter und dem Verschwindenlassen von elf weiteren Menschen. […]


Mexiko

43 Studenten aus Ayotzinapa seit 43 Monaten verschwunden

“Nichts als Lügen” hätten sie von der Regierung zu hören gekriegt, beklagten die Eltern der 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa, die vor 43 Monaten, am 26. September 2014, verschwunden sind. Aus diesem Anlass gab es in diesem Monat die Aktionstage „im Herzen 43 x 43“. Bereits am 23. April fand eine Kundgebung in Mexiko-Stadt vor dem Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft PGR statt. Dort forderten die Angehörigen von den Behörden, den vier Ermittlungslinien zu folgen, die von der Expert*innengruppe GIEI empfohlen wurden. Den Wahlkampf bezeichneten sie als „Farce“, den Staat als „Mörder“, während sie Fotos ihrer vermissten Söhne zeigten. […]


Hernán Larraín
Chile Deutschland

Wir dokumentieren: Piñera beruft ehemaligen Unterstützer der Colonia Dignidad zum Justizminister

Ab dem 11. März soll Hernán Larraín von der Partei UDI das Ressort für Justiz und Menschenrechte leiten. Die UDI wurde nach der chilenischen Militärdiktatur (1973-90) von ehemaligen Getreuen des Diktators gegründet. Ihre Vertreter*innen beziehen sich oftmals bis heute positiv auf das Pinochet-Regime. Larraín war bis in die zweite Hälfte der neunziger Jahre ein vehementer Unterstützer der Colonia Dignidad. Er führte eine Kampagne gegen jene Teile der chilenischen Politik und Justiz an, die um ein Ende der Verbrechen in der deutschen Sektensiedlung und deren Aufklärung bemüht waren. […]


Santiago Maldonado
Argentinien

Santiago Maldonado ist tot: „Dieser Schmerz kennt keine Worte“

Der Körper, der am 17. Oktober im Fluss Chubut in der südargentinischen Provinz Cushamen gefunden wurde, ist die Leiche von Santiago Maldonado. Der Bruder des jungen Aktivisten, Sergio Maldonado, bestätigte am 20. Oktober, dass er seinen Bruder identifizieren konnte. „Wir konnten den Körper anschauen und wir haben seine Tattoos wiedererkannt. Deswegen sind wir sicher, dass es Santiago ist.“ Der 28-jährige galt seit dem 1. August als vermisst, nachdem die Gendarmerie dort gewaltsam gegen eine Protestaktion der Mapuche vorgegangen ist.  […]


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Argentinien Mexiko Uruguay

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Während wir uns mit der Frage beschäftigen, ob der Herbst nun golden oder nasskalt wird, haben andere Menschen richtige Probleme: In Mexiko bebte die Erde, fast hundert Menschen sind dabei um Leben gekommen. In Argentinien hält die Ungewissheit über den Verbleib des Aktivisten Santiago Maldonado an. Am 1. August wurde er bei Protesten der indigenen Mapuche im Süden des Landes von der Gendamerie verhaftet und in  […]


War auch ein Kampf gegen das Schweigen: Die Karawane in den Süden (Caravanaalsur) / Foto: villarermosa tabasco nahual, flickr
Mexiko
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Mexiko: Was man über den „größten Fund“ der Massengräber in Veracruz weiß

Von Juan Paullier, BBC Mundo*. (São Leopoldo, 16. März 2017, IHU-BBC Mundo).- Es ist noch unklar, wie viele Körper in den Massengräbern im Bundesstaat Veracruz begraben liegen, doch es wird davon ausgegangen, dass sie die Zahl noch steigt. Die Entdeckung des wohl größten Massengrabs in Mexiko erschüttert zum wiederholten Mal ein Land, das an solche Funde traurigerweise gewöhnt ist. […]


Mexiko

Mehr als 8.400 Entführungen seit Amtsantritt von Enrique Peña Nieto

(Lima, 01. Dezember 2016, noticia aliadas).- Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto im Dezember 2012 sind in Mexiko mehr als 8.400 Menschen entführt worden. Dies gab die Menschenrechtsorganisation „Alto al Secuestro” (Deutsch etwa „Stoppt die Entführungen“) am vergangenen 16. November bekannt. […]


Chile Deutschland

Hungerstreik und symbolische Schließung der Colonia Dignidad: Angehörige von Verschwundenen protestieren im Vorfeld des Gauck-Besuchs

(Parral, 26. Juni 2016, fdcl).- Angehörige von Verschwundenen und Folterüberlebende haben am gestrigen Sonntag erneut an den Toren der Colonia Dignidad protestiert. Sie forderten Wahrheit und Gerechtigkeit sowie das Ende von touristischen Aktivitäten in der Deutschensiedlung. Etwa sechzig Personen befestigten Transparente in spanischer und deutscher Sprache mit der Aufschrift „Geschlossen wegen Menschenrechtsverletzungen“ am Eingangstor des Ortes, der sich heute „Villa Baviera“ nennt. […]


Mexiko

Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden – Freiwillige Suchbrigade findet geheime Gräber in Veracruz

Von Gert Goertz

(Mexiko-Stadt, 7. Mai 2016, npl).- Zwei Wochen reichten aus, um zu finden, was die Regierung nicht finden will. Am 9. April kamen Mitglieder der „Nationalen Suchbrigade Verschwundener Personen“ in den Bundesstaat Veracruz. Am 22. April präsentierten sie in den Räumlichkeiten des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez in Mexiko-Stadt ihre Ergebnisse: Nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, fanden sie in 15 verschiedenen, nahe beieinander gelegenen klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren.  […]