Menschenrechte


Kolumbien Lateinamerika Mexiko

2017 bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen ermordet

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) meldet die Ermordung von bereits 14 Menschenrechtsaktivist*innen in Lateinamerika seit Beginn des Jahres 2017. Die Einrichtung formulierte ihre „tiefe Sorge“ um diese Zahl, die sie als sehr hoch einschätzt. […]


Jugendliche
Kolumbien

Regierung muss Opfer der „falsos positivos“ entschädigen

Am 14. Februar gab das kolumbianische Verfassungsgericht bekannt, dass die Regierung sich nicht ihrer Verantwortung gegenüber den außergerichtlichen Hinrichtungen, den sogenannten „falsos positivos“ entziehen kann. Das Gericht wies darauf hin, dass die „falsos positivos“ einen Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge darstellen. Die Regierung sei den Angehörigen der Opfer verpflichtet, einen wirksamen Rechtsbehelf zu garantieren, um die verursachten moralischen und materiellen Schäden wiedergutzumachen. […]


Mexiko

Chihuahua: Preisgekrönter Umweltaktivist ermordet

Der indigene Aktivist Isidro Baldenegro López ist am Sonntag, 15. Januar in der Gemeinde Coloradas de la Virgen im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua erschossen worden. Der 51jährige Aktivist der Tarahumara-Community organisiert seit Jahrzehnten Proteste gegen den illegalen Holzeinschlag in den Bergen der Sierra Madre; daher ist er seit Jahren Todesdrohungen ausgesetzt. Sein Vater, ebenfalls ein Umweltaktivist, wurde vor Jahrzehnten erschossen, vor einem Jahr überlebte einer seiner Brüder einen Mordanschlag. […]


Nicaragua

„Die derzeitige FSLN ist nicht sandinistisch” – Interview mit María López Vigil

Von Paolo Moiola. (Lima, 24. November 2016, noticias aliadas).- Die aus Kuba stammende Theologin, Autorin und Journalistin María López Vigil kam vor 35 Jahren nach Nicaragua. Sie ist Redaktionsleiterin der monatlich erscheinenden Zeitschrift Envío. Paolo Moiola, Mitarbeiter der Zeitschrift Noticias Aliadas, sprach mit López Vigil über die gegenwärtige Situation und die zukünftige Entwicklung Nicaraguas vor dem Hintergrund der jüngsten Wahlergebnisse vom Herbst 2016. […]


Guatemala Mexiko Mittelamerika

Karawane der Mütter ist Brücke der Hoffnung: Wiedersehen zweier Schwestern nach 37 Jahren

(Mexiko-Stadt, 21. November 2016, desinformemonos).- Aida Amalia wartet in einer Taquería, einem Imbiss, am Busbahnhof in Córdoba. Ihre Tochter Viviana Guadalupe Rodríguez Chang aus Puebla hat die 53-Jährige zu einem Treffen mit dem Koordinator der Mesoamerikanischen Migrantenbewegung (Movimiento Migrante Mesoamericano), Rubén Figueroa, hier her gebracht. Von ihm erhofft Ada Amalia sich Neuigkeiten über ihre guatemaltekische Familie, die sie seit 13 Jahren nicht gesehen hat. Dass sie ihre jüngere Schwester Norma und ihre Nichte Reyna, die Tochter ihrer in Mexiko verschwundenen Schwester, sehen wird, ahnt sie noch nicht. […]


Mexiko

Wir wollen leben – Vom Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Mexiko

Von Katja Fritsche. (Mexiko-Stadt , 09. Januar 2017, npl).- Am 25. November 2016 wurde weltweit der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen begangen. So auch in Mexiko. Alle dreieinhalb Stunden wird dort eine Frau ermordet. 2.000 sind es jedes Jahr – Tendenz steigend. Die Täter sind in der überwiegenden Mehrheit nahe Bekannte oder Familienangehörige. In den allerwenigsten Fällen werden sie für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen. […]


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Guatemala

onda-info 398

Hallo und herzlich willkommen zum onda-info 398! Das Thema unserer ersten Sendung in diesem Jahr: Guatemala. Am 29. Dezember 1996 endete mit der Unterzeichnung der Friedensabkommen ein über drei Jahrzehnte lang dauernder blutiger Konflikt zwischen Militärdiktatur und Guerilla. Zwanzig Jahre ist das jetzt her. Doch „Frieden“ herrscht nicht in Guatemala. Das Land hat eine der höchsten Mordraten der Welt, der Rassismus gegen die indigene Bevölkerung […]


Peru

Erstes Fernsehprogramm auf Quechua in Peru

Von Anita Starosta. (24. Dezember 2016, amerika21).- Im peruanischen staatlichen Fernsehen ist das erste Nachrichtenprogramm in der indigenen Sprache Quechua auf Sendung gegangen. Ziel sei es, die soziale Inklusion und die Quechua sprechende Bevölkerung Perus zu erreichen. Die Sendung trägt den Titel „Ñuqanchik“ (Wir) und wird von Marisol Mena und Clodomiro Landeo moderiert.  […]


Chile Ecuador

Die Natur ist nicht stumm

Von Nils Brock. (Santiago de Chile, 25. Dezember 2016, npl).- „5. Juni. Die Natur ist nicht stumm. Die Wirklichkeit malt naturalezas muertas, Stillleben. Katastrophen werden Naturkatastrophen genannt, ganz so als ob die Natur der Henker und nicht das Opfer wäre.“ So beginnt eine Kalendergeschichte, die der uruguayische Autor Eduardo Galeano dem Weltumwelttag widmete. Dieser sei zugleich „ein guter Tag, die neue Verfassung eines Landes namens Ecuador zu feiern, das im Jahr 2008 zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Natur als Quell und Träger besonderer Rechte anerkannte.“ […]


Mexiko

Mehr als 8.400 Entführungen seit Amtsantritt von Enrique Peña Nieto

(Lima, 01. Dezember 2016, noticia aliadas).- Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto im Dezember 2012 sind in Mexiko mehr als 8.400 Menschen entführt worden. Dies gab die Menschenrechtsorganisation „Alto al Secuestro” (Deutsch etwa „Stoppt die Entführungen“) am vergangenen 16. November bekannt. […]


Mexiko

Verstrickungen: Die Aneignung der fremden Luft   vor kurzem aktualisiert!

Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2016, la jornada-poonal).- Die Skandale wegen der Plünderung indigener und bäuerlicher Territorien als Ergebnis von Energie- und Extraktivismus-Vorhaben, Megaprojekten, Gewalt, organisiertem Verbrechen oder ungezügelter Urbanisierung überdecken den lautlosen grünen Raub, der diese Territorien und ihre Besitzer*innen ebenfalls bedroht. […]