militärdiktatur


Argentinien

Todesflüge: 4.000 Menschen ins Meer geworfen

Der ehemalige Militärangehörige Nelson Ramón González hat als Zeuge im sogenannten Fall Contraofensiva ausgesagt. In dem Fall werden Menschenrechtsverbrechen der Jahre 1979 und 1980 aufgearbeitet, die während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) begangen wurden. Mit seiner Aussage hat González grundlegende Kenntnisse über die „Todesflüge“ beigesteuert und wie das Militär bei Entführungen, Folter und Verschwindenlassen vorgegangen ist. […]


Uruguay

Uruguay: Krise zwischen Regierung und Militär

Am 1. April hat der uruguayische Präsident Tabaré Vázquez drei Generäle, den Verteidigungsminister Jorge Menéndez und seinen Stellvertreter entlassen. Durch diesen einmaligen Vorgang wurde ein Drittel des Generalstabs der uruguayischen Armee des Amtes enthoben. Die Absetzung ist der bisherige Höhepunkt einer Krise zwischen Regierung und Militär, die sich an der Reform der Militärrente entzündet hat.  […]


Brasilien

Bolsonaro ordnet Gedenken an Militärputsch in den Kasernen an

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat seinen Verteidigungsminister beauftragt, „das Gedenken an den 31. März 1964“ in die Wege zu leiten. An diesem Tag kam es in Brasilien zum Militärputsch, der den Beginn der Diktatur markierte, die bis 1985 andauerte. Bolsonaro hat bisher geleugnet, dass es sich bei der Absetzung des damaligen Präsidenten João Goulart um einen Staatsstreich gehandelt hat. […]


Argentinien

Staatsanwalt fordert Haft für Unternehmer wegen Menschenrechtsverbrechen während der Diktatur

Der Staatsanwalt der argentinischen Provinz Tucumán, Pablo Camuña, hat die Festnahme von sechs Personen beantragt, die die Zuckerplantage La Fronterita während der argentinischen Militärdiktatur in den 1970er Jahren führten. Camuña legte sein Schreiben dem Bundesrichter Daniel Bejas vor. In diesem beschuldigte er sechs Unternehmer und Geschäftsführer von La Fronterita der Mittäterschaft bei 68 Entführungen von Arbeiter*innen bzw. deren Verwandten und Nachbar*innen, sowie bei der Folter und dem Verschwindenlassen von elf weiteren Menschen. […]


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Chile Uruguay

onda-info 426

Wir präsentieren Euch ein rappelvolles onda-info und bleiben diesmal in Südamerika beim Thema Erinnerungspolitik. Dazu haben wir zwei Beiträge: Im ersten Beitrag geht es mal wieder um die Colonia Dignidad, der berüchtigten deutschen Sektensiedlung im Süden Chiles. Wie haben eigentlich die Frauen dort gelebt und was erzählen sie heute darüber? Weiter geht es in Uruguay: Wir hören einen Beitrag von Valentin der Negri. Er wagt einen Rückblick auf die Militärdiktatur der siebziger und achtziger Jahre und geht der Frage nach, wie es heute mit dem Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit aussieht.  […]


Chile Deutschland

Wir dokumentieren: Colonia Dignidad – Urteil wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung

(Santiago de Chile 30. Dezember 2016, fdcl).- Siebzehn Jahre nach dem Einreichen einer Strafanzeige wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung hat der chilenische Oberste Gerichtshof am 29.12. das letztinstanzliche Urteil verkündet: Drei ehemalige Führungsmitglieder der Colonia Dignidad und zwei Mitglieder des chilenischen Geheimdienstes DINA wurden zu jeweils fünf Jahren und einem Tag Haft verurteilt. Vier weitere Mitglieder der deutschen Sekte wurden  […]


Brasilien Deutschland Europa USA

onda-info 394

Hallo und willkommen zum onda-info 394! Habt Ihr überhaupt noch Lust auf Nachrichten? Unser erster Beitrag bekommt durch den Wahlsieg Donald Trumps noch mal eine ganz neue Dimension. Kaum ein Tag vergeht ohne Meldungen über Flüchtlinge, denen auf ihrem Weg nach Europa Schreckliches passiert ist. Ähnlich sieht es in Mexiko aus. Dort werden Migrantinnen und Migranten abgeschoben, überfallen, verschleppt. Sie alle sind Opfer einer Politik,  […]


Argentinien Bolivien Brasilien El Salvador
Fokus: Menschenrechte 2016

onda-info 390

Menschen mit Behinderung aus ganz Bolivien demonstriertenam Regierungssitz in La Paz für bessere Lebensbedingungen. Sie wollten auf ihre Situation aufmerksam machen und forderten mehr staatliche Unterstützung. Und in Argentinien ging mit der sogenannten „Megacausa“ einer der größten Menschenrechtsprozesse in der Geschichte des Landes zu Ende. Nach 350 Verhandlungstagen wurde in Córdoba das Urteil gesprochen und damit ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der Gräuel der Militärdiktatur geleistet. […]


Chile

Fall Victor Jara: US-Prozess gegen chilenischen Militärangehörigen

(Montevideo, 14. Juni 2016, la diaria).- “Wie Sie sich vorstellen können, ruft dieser Moment, dieser Prozess viele Erinnerungen und Gedanken wieder wach”, erklärte die 89-jährige Joan Jara gegenüber der Presseagentur EFE. Die Witwe des chilenischen Musikers Victor Jara ist eine von über 20 Zeug*innen im Zivilprozess, der am 13. Juni von einem US-Gericht gegen Pedro Pablo Barrientos Núñez eröffnet wurde. Der chilenische Militärangehörige war einer der Oberstleutnants, die während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet für die im Estadio Chile Inhaftierten verantwortlich war. In diesem Internierungslager, das heute Victor-Jara-Stadion heißt, wurde der Musiker gefoltert und ermordet. […]