Gewalt


Mexiko
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

PEN-Mexiko: Das düstere Gesicht der mexikanischen Wirklichkeit

PEN-Mexiko begeht den 7. Juni als Gedenktag für die Meinungsfreiheit und fordert die Regierung auf, Journalist*innen, zu schützen, damit sie ihre Arbeit frei und sicher ausüben können. Allein in den sechs Jahren der Präsidentschaft von Enrique Peña Nieto wurden 42 Journalist*innen ermordet. Zahlreiche wurden zudem entführt, bedroht oder man hat sie verschwinden lassen. […]


Mexiko

Die meisten Gewalttaten seit 1997 in Amtszeit von Peña Nieto

Nun ist es offiziell: Die sechsjährige Amtszeit des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto war die gewalttätigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997. Erst 1997 begannen die Aufzeichnungen durch die Nationale Behörde für Öffentliche Sicherheit SESNSP (Secretariado Ejecutivo del Sistema Nacional de Seguridad Pública). Allein im März 2018 wurden 2.346 vorsätzlichen Tötungen gemeldet. In den letzten sechs Jahren hat man etwas mehr als 104.000 Morde gezählt. […]


El Salvador

UNO zeigt sich alarmiert über Indizien auf außergerichtliche Hinrichtungen in El Salvador

Nach dem Besuch der UNO-Sonderberichterstatterin Agnes Callamard in El Salvador, zeigt sich die UNO alarmiert über Indizien, die auf außergerichtliche Hinrichtungen deuten und mit der staatlichen Kampagne, die ein hartes Durchgreifen gegen Gang-Mitglieder verfolgt, in Verbindung gebracht wird. Die UNO verlangt eine Beilegung dieser Praxis, um den Teufelskreis der Straflosigkeit zu durchbrechen. […]


Protest gegen machistische Gewalt
Mexiko
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Gewalt gegen Escort-Arbeiterinnen 1

Ende Dezember wurde die Argentinierin Karen Ailen ermordet in einem Hotel in Mexiko-Stadt aufgefunden. Vergangenen November fand man die Leiche von Génesis Ullyannis Gibson aus Venezuela. „Wir fordern Gerechtigkeit für die Compañeras, es gibt viele Hinweise, die untersucht werden müssen. Die Verbrechen dürfen nicht ad acta gelegt werden und die Schuld darf nicht den Frauen gegeben werden“, sagte Elvira Madrid Romero, Vorsitzende der Straßenbrigade zur Unterstützung der Frau “Elisa Martínez” (Brigada Callejera de Apoyo a la Mujer). „Escort-Frauen“ seien in Mexiko mindestens ebenso heftiger Gewalt ausgesetzt wie Sexarbeiterinnen, was vor allem an der Art der Kundschaft liege, versicherte Madrid Romero. […]


Lateinamerika Mexiko
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Alarmierender Anstieg bei Festnahmen von Migrantinnen

Von Redaktion Cimac. (Mexiko-Stadt, 24. November 2017, cimacnoticias).- In nur sechs Jahren hat sich in Mexiko die Zahl der festgenommenen Migrantinnen verfünffacht, die aus dem nördlichen Dreieck Zentralamerikas kommen: ihre Zahl stieg von 9.160 auf 47.383 Personen. 17 Prozent davon waren Mädchen unter elf Jahren. Mit diesen Zahlen schlug die mexikanische Nichtregierungsorganisation für die Rechte von Migrantinnen (Instituto para las Mujeres en la Migración – Imumi) Alarm. Laut dem Bericht wurden 94 Prozent der Festgenommenen sehr schnell in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Dies bedeute, dass die mexikanische Migrationsbehörde den Migrant*innen und ihren Familien keinen Schutz ihrer Rechte und keine Möglichkeit gewährt, Asyl zu beantragen. […]


Kerzen für die in Haft verstorbene Haitianerin Joane Florivil / Foto: twitter piensa prensa/@panbecerra
Chile Haiti
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Kerzen für Joane Florivil – junge Haitianerin in Polizeigewalt verstorben

(Caracas, 03. Oktober 2017, telesur).- Am 30. August hatte man Joane Florivil beschuldigt, ihre Tochter ausgesetzt zu haben. Obwohl Frau Florivil und ihr Ehemann die Anschuldigung zurückwiesen, wurde die junge Frau verhaftet und starb kurze Zeit später unter bislang ungeklärten Umständen durch Schläge auf den Kopf. Zahlreiche Kerzen wurden am zweiten Oktober im Rahmen einer Trauerfeier zum Gedenken an die Haitianerin Joane Florivil auf der Plaza de Armas in der chilenischen Hauptstadt Santiago entzündet. Die 29-Jährige starb unter bisher ungeklärten Umständen, nachdem sie von der Polizei verhaftet worden war. […]


Bewaffnete (Sicherheits)leute gibt es in Guatemala jede Menge / Foto: hueso2009, cc-by-nc-sa-2.0
Guatemala

Todesstrafe als Schutz vor „Terrorakten“ ?

(Lima, 28. August 2017, noticias aliadas).- Guatemalas Regierung ließ am vergangenen 23. August verlauten, derzeit werde geprüft, ob die Todesstrafe wieder ausgeführt werde. Diese ist seit dem Jahr 2000, als zwei zum Tode verurteilte Geiselnehmer durch eine Injektion getötet wurden, sie nicht mehr ausgeführt worden. Die Verfassung lässt die Anwendung der Todesstrafe jedoch zu. […]


Waffe
Mexiko

Immer mehr Morde

Seit Beginn der systematischen Erfassung der landesweiten Mordzahlen im Januar 1997 war kein Monat so gewalttätig in Mexiko wie der vergangene Mai. Die offiziellen Statistiken verzeichnen die Rekordzahl von 2.186 „vorsätzlichen Morden“. Nach anderen Erfassungen, die die Toten bei „gewalttätigen Ereignissen“ registrieren, lautet die Ziffer auf 2.452 Tote im Mai. Selbst in den gewalttätigsten Monaten der Vorgängerregierung von Felipe Calderón (2006 – 2012), unter dem der sogenannte Drogenkrieg begann, wurden die genannten Zahlen nicht erreicht.  […]


Opposition Venezuela
Venezuela

Wir dokumentieren: Internationaler Aufruf für ein Ende der Gewaltspirale in Venezuela

Als Akademiker*innen, Intellektuelle und soziale Aktivist*innen möchten wir unsere tiefe Besorgnis über die unkontrollierte Eskalation politischer und sozialer Gewalt in Venezuela zum Ausdruck bringen. Sie hat bereits mehr als fünfzig Tote gefordert hat sowie Hunderte von Verletzten und Verhafteten, die an Militärgerichte überstellt werden. Wir sind überzeugt, dass die gewaltvolle Situation, in der Venezuela verfangen ist, verschiedene, komplexe Ursachen hat. Sie ereignet sich im Kontext einer immer schärferen politischen Polarisierung und des Zerfalls des sozialen Gefüges. Der venezolanische Konflikt hat verschiedene Gesichter. […]