Abholzung


Brasilien

Dem Amazonasgebiet droht die teilweise Versteppung

Einer Studie zufolge könnten Teile des Amazonasgebietes infolge der Abholzung versteppen. In einigen Regionen sei der Prozess schon fast unumkehrbar. Wer einen konkreten Brand gelegt hat, lässt sich kaum ermitteln, wann und wo der Brand endet, weiß niemand. Der beißende Rauch kann eine Fernstraße so einhüllen, dass ein Motorradfahrer seine Fahrt abbrechen muss. Ist es dann einmal gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, bleibt nur graue Asche zurück. Für viele Bewohner*innen des Amazonasgebietes ist dies Alltag, das ganze Jahr über. Ein mit ständiger Angst verbundener Alltag. […]


Peru

200.000 Fußballfelder Wald sind weg

Nach Schätzungen des Monitoring-Projekts für das andine Amazonasgebiet MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonía Andina) sind im Jahr 2017 143.425 Hektar Wald in Peru verschwunden, was in etwa der Größe von 200.000 Fußballfeldern entspricht. Trotz dieser Größenordnung ist die Abholzung im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gesunken. Die am stärksten betroffenen Regionen befinden sich im zentralen Amazonas (Ucayali/Huánuco) und im südlichen Amazonas (Madre de Dios). […]


Die Bevölkerung aus dem Ejido Boca Chajul lebt mit der Ölpalme / Foto: Moysés Zúñiga Santiago, Mongabay/desinformemonos
Mexiko
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Ölpalmen im mexikanischen Urwald auf dem Vormarsch (Teil 1) 1

Von Rodrigo Soberanes. (Mexiko-Stadt, 09. Dezember 2017, desinformemonos).- Der Palmanbau schreitet langsam aber stetig in dieser tropischen Region voran, die den größten Teil Südmexikos umfasst. Laut Zeugenaussagen, die Mongabay Latam gesammelt hat, haben sich die Palmplantagen auf diese Weise in den Bundesstaaten Veracruz, Quintana Roo, Tabasco, Oaxaca, Guerrero und Chiapas auf Ländereien ausgedehnt, auf denen Viewirtschaft betrieben wurde, auf Weidelang, Grasland oder heimlich abgeholzten Urwald und sie werden sich noch mehr ausdehnen, denn der Boden ist in diesen Bundesstaaten gut für den Palmambau geeignet. […]


COP23
Brasilien Deutschland Ecuador International Kolumbien Peru Südamerika

Indigene aus dem Amazonasgebiet auf dem COP 23

Vom 6. bis zum 17. November werden Repräsentant*innen zweier wichtiger Indigenen-Organisationen auf der 23. UN-Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn vertreten sein. Vertreter*innen des Dachverbandes der Indigenen Organisationen des Amazonasgebietes COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) und der Interethnischen Vereinigung zur Entwicklung des Peruanischen Regenwaldes AIDESEP (Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana) wollen die Aktivitäten des COP 23 nutzen, um Pressekonferenzen und Gespräche über den Klimawandel, die Gebiete der Indigenen und die Abholzung anzubieten. […]


Fleisch oder Gammelfleisch?
Brasilien
Fokus: Gesundheit / Salud

Brasilien würgt am Skandal um Gammelfleisch

Von Andreas Behn, Rio de Janeiro. (Rio de Janeiro, 28. März 2017, npl).- In Brasilien wird ähnlich viel Fleisch verzehrt wie in westlichen Industrieländern: 80 Kilogramm pro Kopf jährlich. Besonders beliebt ist Rindfleisch. Das gemeinsame Grillen mit der Familie am Wochenende ebenso wie riesige Viehherden auf saftigen Wiesen sind für viele Menschen in Brasilien Teil der Kultur ihres Landes. […]


Peru

Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört

(Lima, 01. Dezember 2016, noticias aliadas).- Allein in den letzten vier Jahren sind 12.503 Hektar Regenwald dem illegalen Bergbau im Süden Perus zum Opfer gefallen. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht des Monitoring-Projekts MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonia Andina) und der Vereinigung zum Erhalt des Amazonas-Flussgebiets ACCA (Asociación para la Conservación de la Cuenca Amazónica) hervor, der am 15. November veröffentlicht wurde. […]


Abholzung im Amazonasgebiet. Foto: adital
Brasilien

„Gefährliche Trendwende“ – Rasante Abholzung in Brasilien

Von Andreas Behn. (Rio de Janeiro/Berlin, 11. Dezember 2016, npl).- Brasilien sieht sich gerne als Vorreiter im Klimaschutz. Es werden ehrgeizige Emissionsreduzierungen verkündet und mit Stolz auf den seit 2009 erfolgreichen Kampf gegen die Rodung des Amazonas-Urwaldes hingewiesen. Die jüngste Hiobsbotschaft in Sachen Abholzung passt daher so gar nicht in dieses Szenario: Der Waldverlust ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen und erreichte mit fast 8.000 gerodeten Quadratkilometern – was dreimal der Fläche des Saarlands entspricht – fast den Negativrekord von 2008. […]


Brasilien

Keine Vermarktung von illegalem Soja

Von Andreas Behn. (Rio de Janeiro, 21. Juni 2016, taz).- Ein kleiner Lichtblick inmitten des Rollbacks in der brasilianischen Landwirtschaft: Soja, das auf illegal abgeholzten Gebieten in der Amazonas-Region angebaut wurde, darf weiterhin nicht kommerzialisiert werden. Das Soja-Moratorium, auf das sich Umweltorganisationen, Agrarverbände und die Bundesregierung 2006 einigten, ist im Mai auf unbestimmte Zeit verlängert worden. […]