Wirtschaft


Weltbank
Lateinamerika

Gewalt bleibt trotz Wirtschaftswachstums hoch

Alle 15 Minuten gibt es mindestens vier Mordopfer in Lateinamerika und der Karibik. Zwischen 2003 und 2011 galt diese Region als die gewaltsamste der Welt, mit 23,9 Ermordungen pro 100.000 Einwohner*innen. Während desselben Jahrzehnts erlebte die Region eine nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Sozialentwicklung; die extreme Armut sank um Durchschnitt auf 11, 5 Prozent, also auf weniger als die Hälfte.  […]


Schild in Schaufenster
Mexiko USA

Mexikanische Rücküberweisungen aus den USA erreichten 2016 Rekordstand

Die remesas, die Rücküberweisungen der in den USA lebenden Mexikaner*innen an zurückgebliebene Familienmitglieder, stiegen im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von fast 27 Milliarden Dollar. Damit übertrafen sie erneut und überaus deutlich den mexikanischen Erdölexport (15,5 Milliarden Dollar) und den Besuch ausländischer Tourist*innen (17,5 Milliarden) als wichtige Devisenquellen. Im Vergleich zu 2015 erhöhten sich die remesas um fast neun Prozent. Der Trump-Effekt macht nach Schätzungen der Bank BBVA Bancomer etwa 420 Millionen Dollar aus. Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten fürchten viele der mexikanischen Migrant*innen in den USA, dieser könne seine Drohung wahrmachen und versuchen, die remesas stärker zu regulieren oder eine Steuer auf sie zu erheben. […]


Mexiko

Benzinpreisschock, Proteste, Trump: mexikanischer Peso auf Tiefststand

Angesichts andauernder Drohungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump gegen Mexiko sackte die mexikanische Währung am 11. Januar auf einen historischen Tiefstand im Vergleich zum US-Dollar ab. Zeitweise gab es für einen Dollar 22,50 Pesos. Seit der Wahl Trumps am 20. November hat der Peso über sechs Prozent verloren. Damit setzte sich allerdings eine ausgeprägte Tendenz fort, die b […]


Ecuador

Ecuador und China beschließen strategische Kooperation

Von Kerstin Sack. (24. November 2016, amerika21).- Der Präsident von China, Xi Jinping, hat zum ersten Mal Ecuador besucht. Dabei unterzeichneten die Regierungen beider Länder elf Abkommen. Es handelt sich um Vereinbarungen in den Bereichen Finanzierung, Kommunikation, Kultur, produktive Strategien sowie eine Kooperation zur Bewältigung der Folgen des Erdbebens in Ecuador. China ist der drittgrößte Handelspartner für Ecuador. […]


Brasilien Deutschland Europa USA

onda-info 394

Hallo und willkommen zum onda-info 394! Habt Ihr überhaupt noch Lust auf Nachrichten? Unser erster Beitrag bekommt durch den Wahlsieg Donald Trumps noch mal eine ganz neue Dimension. Kaum ein Tag vergeht ohne Meldungen über Flüchtlinge, denen auf ihrem Weg nach Europa Schreckliches passiert ist. Ähnlich sieht es in Mexiko aus. Dort werden Migrantinnen und Migranten abgeschoben, überfallen, verschleppt. Sie alle sind Opfer einer Politik, […]


Lateinamerika

CEPAL: Rückgang der Auslandsinvestitionen in 2015

(Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Wie die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL in ihrem am 15. Juni erschienenen Bericht mitteilt, sind die direkten Auslandsinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik im Jahr 2015 vom Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent zurückgegangen. Nach CEPAL-Angaben beliefen sich die Direktinvestitionen auf 179,1 Mrd. US-Dollar, das entspricht dem niedrigsten Wert seit 2010. Dies sei auf den Einbruch […]


Peru

Welche Großprojekte bevorzugt der neue Präsident?

Vor kurzem wurde eine Liste mit Großprojekten für die Infrastruktur veröffentlicht, in welche die Regierung von Pedro Pablo Kuczynsky in den kommenden fünf Jahren investieren wird. Es handelt sich insgesamt um 17 Vorhaben – sechs davon sind Direktinvestitionen des Staates; in elf Fällen werden Konzessionen an den Privatsektor vergeben. Das Gesamtvolumen der Projekte liegt bei 79,15 Milliarden US-Dollar. Die staatlichen Investitionen werden auf 47,85 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die des privaten Sektors auf 31,3 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Man erhofft sich durch diese Maßnahmen mehr als 1,5 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze. […]


Venezuela

Schwierige Versorgungssituation

(Montevideo, 29. April 2016, la diaria).- Während die Opposition Unterschriften sammelt, um ein Referendum zur Abwahl des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro einzuberufen, hat sich die Ernährungs- und Energiesituation in Venezuela verschlechtert. Laut Regierung liege das an einem von den USA geplanten Boykott-Versuch. Die Regierung hat jedoch verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Mangel an Lebensmitteln zu beheben.  […]


Mexiko

Banker in Mexiko klopfen sich auf die Schulter: „Bester Zyklus der Geschichte“

(Mexiko-Stadt, 11. März 2016, npl).- Der mexikanische Peso mag an Wert verlieren, fast die Hälfte der Bevölkerung seit Jahrzehnten in Armut verharren. Doch die Geschäfte der Banken in Mexiko laufen prächtig. Auf ihrer 79. Konvention im Badeort Acapulco sprach die Bankenvereinigung Mexikos (ABM) vom bisher besten Zyklus ihrer Geschichte. Im Zeitraum 2000 bis 2015 prosperierte der Bankensektor wie nie zuvor in den vergangenen 100 Jahren […]


alt
Argentinien Brasilien

Keine Konjunkturwende in Sicht

(Montevideo, 31. Dezember 2015, la diaria).- Die zwei stärksten Wirtschaftskräfte der Region werden weiterhin Schwierigkeiten haben, das verlorene Wirtschaftswachstum wieder aufzunehmen. Brasilien, das von politischer Ungewissheit und makroökonomischen Problemen betroffen ist, die auch durch Ausgabenkürzungen nicht gelöst werden konnten, wird das zweite Jahr in Folge einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen. Argentinien wird sich im Zuge seiner Rückkehr zu wirtschaftsliberalen Ideen binnen kurzer Zeit sozialen und politischen Spannungen gegenübersehen. […]


mexiko konferenz aguascalientes. Foto: Semmexico.org
Lateinamerika Mexiko

Geschlechtergleichstellung erst in 80 Jahren?

von Gabriela Ramirez (Aguascalientes, 15. September 2015, Comunicar Igualdad/SEMlac).- Vom 9.–11. September fand in Aguascalientes, Mexiko, die 16. Internationale Konferenz zu geschlechtsspezifischen Statistiken statt. Dabei haben Vertreter*innen aus Lateinamerika ihr Bündnis für den Fortschritt von Frauen und Mädchen erneuert und sich verpflichtet, statistische Erhebungen zu verbessern, mit deren Hilfe ein Blick in die Zukunft geworfen werden kann. Die Konferenz wurde von der Nationalen Frauenbehörde Inmujeres, von UN Women, der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe), der Nationalen Statistikbehörde Mexikos INEGI (Instituto Nacional de Estadística y Geografía) und der Unterorganisation für Statistik der CEPAL organisiert. […]


Brasilien

Marktmacht in Brasilien schützt Siemens vor Strafe

von Christian Russau (20. August 2015, amerika21.de).- Die Siemens-Generalniederlassung in Brasilien ist vor Gericht zum mittlerweile vierten Mal seit 2009 von dem Bann bei Staatsaufträgen temporär befreit worden. Dabei geht es um den Vorwurf der Korruption durch Siemens-Mitarbeiter*innen bei Ausschreibungen der brasilianischen Post und Telekom zwischen 1999 und 2005. Im Jahr 2009 war Siemens verurteilt und für die Dauer von fünf Jahren von Staatsaufträgen jeglicher Art ausgeschlossen worden. Doch 2010 gab ein Richter der Beschwerde des Münchener Konzerns statt und hob den Bannspruch auf. […]


Weniger Steuerhinterziehung brächte mehr Geld für Bildungsprogramme/Foto Lee Shaver CC BY NC SA 2.0 flickr
El Salvador

Skandalöse Zahlen: Steuerumgehung und Steuerhinterziehung in El Salvador

von Arpas (Quito, 20. Juli 2015, alai-poonal).- Die Zahlen sind skandalös, alarmierend und empörend: Laut der neuesten Untersuchung mit dem Namen „Der Umverteilungseffekt der Steuerpolitik in El Salvador“ liegt die Summe aus Steuerumgehung und -hinterziehung im Land jährlich bei etwa 2,5 Milliarden US-Dollar. Aus der von dem namhaften Wirtschaftswissenschaftler Francisco Lazo durchgeführten Studie geht hervor, dass die Steuerhinterziehung etwa zwei Milliarden US-Dollar beträgt: 1,069 Mrd. US-Dollar entfallen hierbei betreffen auf die Umsatz- und 935 Mio. US-Dollar auf die Einkommensteuer. Die letztgenannte Zahl teilt sich auf in 793 Mio. US-Dollar aus von Unternehmen hinterzogenen Steuern – der Rest entfällt auf Privatpersonen. […]