Wirtschaft


Angeklagt wegen Justizbehinderung: Geddel Vieira Lima
Brasilien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Brasilien: Temers Ex-Minister Geddel Vieira Lima wegen Justizbehinderung in Haft

(Caracas, 03. Juli 2017, telesur).- Laut Informationen der brasilianischen Bundesstaatsanwaltschaft wurde Geddel Vieira Lima, ehemaliger Minister für legislative Fragen in der brasilianischen Regierung, am 3. Juli 2017 wegen des Vorwurfs der Justizbehinderung in Bahia verhaftet. […]


Firmenschild von Odebrecht
Brasilien Ecuador
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Ecuador: Weitere Verhaftungen und ein Prozess im Fall Odebrecht

(São Leopoldo, 03. Juli 2017, ihu).- Im Kontext der Ermittlungen wegen vermuteter Bestechungszahlungen von Seiten des brasilianischen Unternehmens Odebrecht wurden nach Angaben der ecuadorianischen Staatsanwaltschaft in Ecuador am vergangenen 30. Juni zwei Funktionäre eines staatlichen Erdölunternehmens verhaftet. Bereits zuvor hatte die ecuadorianische Polizei fünf weitere Personen im Rahmen des Odebrecht-Schmiergeldskandals verhaftet. […]


Wandbild Freihandel
Kanada Mexiko USA

Nafta: Neuverhandeln oder verlassen? Ein Kommentar

Während seiner Wahlkampagne hatte Trump vielfach die Notwendigkeit betont, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln oder sogar zu verlassen. Einmal im Weißen Haus installiert, hat die Rhetorik Anpassungen und kleine Änderungen erlitten, aber die Botschaft blieb im Wesentlichen gleich. Der US-Präsident benutzte die Rhetorik gegen NAFTA und andere Handelsabkommen als demagogische Wahlstrategie, die auf dem Thema des Verlustes von US-Arbeitsplätzen beruhte. Trump schaffte es, mit einer stark rassistischen Zutat Sündenböcke zu kreieren. […]


Trümmer
Mexiko

Vorfahrt für Transnationale Unternehmen

Die Higa-Gruppe, Monsanto und der Energieerzeuger Energía Eólica del Sur gehören zu den Unternehmen, die die Rechte von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Mexiko verletzt haben, aufgrund der Vorrechte, die ihnen die Regierung von Enrique Peña Nieto eingeräumt habe. Das erklärte Elena Villafuerte Mata von der Menschenrechtsorganisation ProDESC (Projekt für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte), zuständig für den Bereich transnationale Gerechtigkeit, bei der Vorstellung des „Berichtes der UN-Arbeitsgruppe über Menschenrechte und transnationale Firmen und andere Betriebe.“ […]


Wegen Korruption verurteilt: Eduardo Cunha
Brasilien

Cunha wegen Korruption zu mehr als 15 Jahren Haft verurteilt

(Montevideo, 31. März 2017, la diaria).- Der ehemalige Präsident der brasilianischen Abgeordnetenkammer, Eduardo Cunha, wurde am 30. März 2017 wegen Korruption, Geldwäsche und Devisenvergehen zu 15 Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Es handelt sich um das erste Urteil, welches von Richter Sergio Moro gegen den brasilianischen Politiker verhängt wurde. Cunha befindet sich seit Oktober letzten Jahres in Haft wegen seiner Beteiligung im Korruptionsfall um das Unternehmen Petrobras. […]


Protest gegen Mega-Staudämme am Rio Beni
Bolivien
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Der Widerstand gegen Mega-Staudämme in Bolivien wächst

Von Ecoticias. (Lima, 21. März 2017, servindi).- Im November vergangenen Jahres hielten Vertreter*innen von 17 indigenen Gemeinschaften eine Mahnwache in El Chepete und El Bala, im Amazonastiefland Boliviens ab. Sie protestierten damit gegen den Plan von Präsident Evo Morales, in El Chepete und El Bala Staudämme zu errichten. Der italienischen Firma Geodata, die von der Regierung zu einer Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt wurde, wurde der Zugang zum Ort blockiert. Zwölf Tage später zogen die Ingenieur*innen der Firma ihr Team mit der folgenden Begründung zurück: „Ohne Zustimmung der Gemeinschaft sind keine geeigneten Arbeitsbedingungen gegeben“.

Dieses Ereignis stellt einen kleinen aber wichtigen Sieg für indigene Gruppen, Umweltaktivist*innen und Nichtregierungsorganisationen dar, die jahrelang gegen den Bau der Staudämme Widerstand geleistet hatten. Doch ihr Kampf dauert bis heute an. […]


Protestplakat gegen Freihandel
Mexiko USA

Die NAFTA-Waisen

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 25. Februar 2017, La Jornada). US-Präsident Donald Trump lässt ihnen keine andere Wahl: Die mexikanische Regierung und der mexikanische Kongress warten auf die für Juni angekündigte Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsvertrages (NAFTA). Für den Republikaner ist NAFTA das schlimmste in der Geschichte abgeschlossene Handelsabkommen. Schon in seiner Wahlkampagne kündigte er an, es zu ändern, “damit es zum Nutzen der Interessen aller US-Amerikaner arbeitet”. Unterdessen scheint die mexikanische Regierung, gelähmt und im Schockzustand, darauf absolut keine Antwort parat zu haben. […]


Weltbank
Lateinamerika
Fokus: Gesundheit / Salud

Gewalt bleibt trotz Wirtschaftswachstums hoch

Alle 15 Minuten gibt es mindestens vier Mordopfer in Lateinamerika und der Karibik. Zwischen 2003 und 2011 galt diese Region als die gewaltsamste der Welt, mit 23,9 Ermordungen pro 100.000 Einwohner*innen. Während desselben Jahrzehnts erlebte die Region eine nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Sozialentwicklung; die extreme Armut sank um Durchschnitt auf 11, 5 Prozent, also auf weniger als die Hälfte.  […]


Schild in Schaufenster
Mexiko USA

Mexikanische Rücküberweisungen aus den USA erreichten 2016 Rekordstand

Die remesas, die Rücküberweisungen der in den USA lebenden Mexikaner*innen an zurückgebliebene Familienmitglieder, stiegen im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von fast 27 Milliarden Dollar. Damit übertrafen sie erneut und überaus deutlich den mexikanischen Erdölexport (15,5 Milliarden Dollar) und den Besuch ausländischer Tourist*innen (17,5 Milliarden) als wichtige Devisenquellen. Im Vergleich zu 2015 erhöhten sich die remesas um fast neun Prozent. Der Trump-Effekt macht nach Schätzungen der Bank BBVA Bancomer etwa 420 Millionen Dollar aus. Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten fürchten viele der mexikanischen Migrant*innen in den USA, dieser könne seine Drohung wahrmachen und versuchen, die remesas stärker zu regulieren oder eine Steuer auf sie zu erheben. […]


Mexiko

Benzinpreisschock, Proteste, Trump: mexikanischer Peso auf Tiefststand

Angesichts andauernder Drohungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump gegen Mexiko sackte die mexikanische Währung am 11. Januar auf einen historischen Tiefstand im Vergleich zum US-Dollar ab. Zeitweise gab es für einen Dollar 22,50 Pesos. Seit der Wahl Trumps am 20. November hat der Peso über sechs Prozent verloren. Damit setzte sich allerdings eine ausgeprägte Tendenz fort, die b […]


Ecuador

Ecuador und China beschließen strategische Kooperation

Von Kerstin Sack. (24. November 2016, amerika21).- Der Präsident von China, Xi Jinping, hat zum ersten Mal Ecuador besucht. Dabei unterzeichneten die Regierungen beider Länder elf Abkommen. Es handelt sich um Vereinbarungen in den Bereichen Finanzierung, Kommunikation, Kultur, produktive Strategien sowie eine Kooperation zur Bewältigung der Folgen des Erdbebens in Ecuador. China ist der drittgrößte Handelspartner für Ecuador. […]