Wirtschaft


Argentinien International

Sicherheitskonzept für den G20-Gipfel

Am 30. November und am 1. Dezember findet der G20-Gipfel zum ersten Mal in Argentinien statt.Die Regierung Macri hat das Sicherheitskonzept für das Wirtschafts- und Finanztreffen zu einer ihrer Hauptaufgaben gemacht. Die Kosten für den Einsatz werden auf etwa vier Millionen Dollar geschätzt. […]


Bolivien

Bolivien: Zwölf Jahre mit Evo Morales

Am 22. Januar 2018 war Evo Morales genau zwölf Jahren an der Macht. Sein jährlicher Bericht ähnelte dem der Vorjahre: Ein Vergleich zwischen der aktuellen sozialen und wirtschaftlichen Lage, mit der Situation im Land vor seinem Amtsantritt. Mehr Einkommen und weniger Ungleichheit charakterisieren die Sozialstruktur. Nur nebenbei kam er auf die aufkeimenden Probleme des „Sozial-Produktiven Modells“ zu sprechen, welches von seiner Regierung eingeführt und durch den Exportboom von Erdgas und Erz ermöglicht wurde. […]


Nafta-Protest
Kanada Mexiko USA

Mexiko und die sechste Nafta-Verhandlungsrunde in Montreal: auf dünnem Eis

Am Dienstag, 23. Januar beginnt im kanadischen Montreal offiziell die sechste und dem Zeitplan nach vorletzte Verhandlungsrunde über das Freihandelsabkommen Nafta zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Bereits seit Sonntag gibt es in Montreal jedoch schon direkte Kontakte zwischen den drei Verhandlungsdelegationen, die voraussichtlich bis zum 29. Januar zusammensitzen werden. Die Voraussagen könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete einerseits, die kanadische Regierung rechne damit, US-Präsident Donald Trump werde noch während der Verhandlungsrunde den Rückzug seines Landes aus dem Vertrag verkünden. Andererseits befragte Reuters 45 Wirtschaftswissenschaftler*innen nach ihrer Einschätzung: Nur vier der Ökonom*innen glauben demnach an dieses Szenarium. Die Mehrheit geht davon aus, dass am Ende ein neu verhandelter Vertrag stehen könnte, der relativ geringe Veränderungen gegenüber der aktuellen Version aufweist. […]


Amapala: Geht es nach der honduranischen Regierung, soll hier ein Tiefseehafen errichtet werden
Honduras
Fokus: Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Die geheime Revolution der Sonderwirtschaftszonen

Von Martin Reischke, Tegucigalpa. (Tegucigalpa/Berlin, 21. Dezember 2017, npl).- Honduras plant ein neoliberales Wirtschaftswunder. Mit der Errichtung halbautonomer „Mini-Staaten“ für Großinvestoren sollen in dem zentralamerikanischen Land zehntausende neue Jobs entstehen. Doch in diesen „Zonen für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung”, kurz ZEDE, wären die Gesetze und Rechtsprechung des Landes außer Kraft gesetzt. Kritiker*innen befürchten Vertreibungen der Bevölkerung. Wer Details zum geplanten Deal wissen will, stößt bei der Regierung auf eine Mauer des Schweigens. […]


Brasilien
Fokus: Würdige Arbeit / Trabajo digno

Gewerkschafter: Arbeitsmarktreformen haben negative Auswirkungen auf das Bildungsniveau

Von Andreas Martínez. (Montevideo, 22. November 2017, la diaria).- Nach Ansicht von Rafael Freire, Sekretär für Wirtschaftspolitik und Fragen nachhaltiger Entwicklung des Arbeitergewerkschaftbunds der Amerikas CSA (Confederación Sindical de Trabajadores de las Américas) ist die Regierung Michel Temer Teil einer neoliberalen konservativen Welle, die derzeit nicht nur das Arbeitsrecht, sondern alle Bereiche der Sozialpolitik erfasst hat. Bei seinem Besuch in Montevideo anlässlich der Konferenz für Demokratie und gegen den Neoliberalismus erklärte Freire das uruguayische Modell für verteidigungswürdig und bezeichnete die Entwicklung des Landes als „Vorbild für die gesamte Region“. […]


Fotografiert in Buenos Aires, Argentinien / Foto: Fede Salvo, cc-by-nc-sa-2-0
Lateinamerika
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Das unsichtbare Lateinamerika

Von Alfredo Serrano Mancilla. (Mexiko-Stadt, 12. August, la jornada-poonal).- Die konservative Achse scheint davon befreit, Erklärungen abzugeben angesichts fehlender Wahlen, politischer Verfolgung, Korruptionsskandalen, fehlender Pressefreiheit oder der Verletzung der Gewaltenteilung. Sie können tun, was sie wollen, weil nichts an das Licht der Öffentlichkeit gelangt. Alles wird komplett von den großen Medien unter der Oberfläche gehalten und auch von vielen internationalen Organisationen, die sich selbst zu „Hütern der Anderen“ ernennen. Und sie können auch handeln, ohne irgendeinem internationalen finanziellen Druck unterworfen zu sein – ganz im Gegenteil. […]


onda logo
Argentinien Brasilien Deutschland Europa Guatemala International Kolumbien Mexiko

onda-info 414

Auch wir Ondistas sind im Juli zum G20-Gipfel nach Hamburg gefahren. Und trafen uns mit Aktivist*innen aus Lateinamerika. Was diese über die Auswirkungen von Globalisierung und Freihandel zu berichten hatten, erfahrt ihr in einem ausführliche Bericht über den Gipfel der Globalen Solidarität. Interessantes bekommt ihr aus Brasilien zu hören. In dem erzkatholischen Land gibt es eine Kirche, in der sowohl hetero- als auch homosexuelle Gottgläubige eine spirituelle Heimat finden können. […]


Firmenschild von Odebrecht
Brasilien Ecuador
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Ecuador: Weitere Verhaftungen und ein Prozess im Fall Odebrecht

(São Leopoldo, 03. Juli 2017, ihu).- Im Kontext der Ermittlungen wegen vermuteter Bestechungszahlungen von Seiten des brasilianischen Unternehmens Odebrecht wurden nach Angaben der ecuadorianischen Staatsanwaltschaft in Ecuador am vergangenen 30. Juni zwei Funktionäre eines staatlichen Erdölunternehmens verhaftet. Bereits zuvor hatte die ecuadorianische Polizei fünf weitere Personen im Rahmen des Odebrecht-Schmiergeldskandals verhaftet. […]


Wandbild Freihandel
Kanada Mexiko USA

Nafta: Neuverhandeln oder verlassen? Ein Kommentar

Während seiner Wahlkampagne hatte Trump vielfach die Notwendigkeit betont, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln oder sogar zu verlassen. Einmal im Weißen Haus installiert, hat die Rhetorik Anpassungen und kleine Änderungen erlitten, aber die Botschaft blieb im Wesentlichen gleich. Der US-Präsident benutzte die Rhetorik gegen NAFTA und andere Handelsabkommen als demagogische Wahlstrategie, die auf dem Thema des Verlustes von US-Arbeitsplätzen beruhte. Trump schaffte es, mit einer stark rassistischen Zutat Sündenböcke zu kreieren. […]


Trümmer
Mexiko
Fokus: Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Vorfahrt für Transnationale Unternehmen

Die Higa-Gruppe, Monsanto und der Energieerzeuger Energía Eólica del Sur gehören zu den Unternehmen, die die Rechte von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Mexiko verletzt haben, aufgrund der Vorrechte, die ihnen die Regierung von Enrique Peña Nieto eingeräumt habe. Das erklärte Elena Villafuerte Mata von der Menschenrechtsorganisation ProDESC (Projekt für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte), zuständig für den Bereich transnationale Gerechtigkeit, bei der Vorstellung des „Berichtes der UN-Arbeitsgruppe über Menschenrechte und transnationale Firmen und andere Betriebe.“ […]


Zu solchen Zahlen sagte Gabriel öffentlich wohl nix. Nach 2 Jahren Movimiento por la Paz con Justicia y Dignidad (Bewegung für den Frieden, Gerechtigkeit und Würde) mahnt ein Plakat: 90.000 Tote und mehr als 27.000 Verschwundene / Foto: Eneas de Troya, CC BY 2.0
Deutschland Mexiko

Seichter Siggi in Mexiko – Gabriel vermeidet Kritik an Regierung

Von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt. (Mexiko-Stadt, 22. Mai 2017, npl).- Ein Besuch mit diplomatischer Zurückhaltung. Kurz vor Ende des sogenannten Deutsch-Mexikanischen Jahres und wenige Wochen vor einem Mexikobesuch von Kanzlerin Angela Merkel vermied Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Stippvisite am 18. und 19. Mai deutliche Worte zur Menschenrechtslage in Mexiko. Gabriel traf unter anderem mit Präsident Enrique Peña Nieto sowie seinem Amtskollegen Luis Videgaray zusammen. […]


Wirtschaftswisschenschaftlerin Sanhueza fordert eine Reform der Sozialversicherung
Chile
Fokus: Würdige Arbeit / Trabajo digno

Interview: Wirtschaftswissenschaftlerin Sanhueza fordert Reform der Sozialversicherung

Von Andrea Martínez. (Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Sanhueza hat in Cambridge promoviert und forscht an der Universität Diego Portales in Santiago de Chile. Sie unterstützt die Gruppen, die eine Reform der Sozialversicherung in Chile fordern, da sie der Ansicht ist, dass das aktuelle System nur für eine Minderheit funktioniert. Außerdem ist sie einer der führenden Köpfe des Bündnisses Breite Front (Frente Amplio), einem Zusammenschluss von Parteien und Bewegungen der Linken, das beabsichtigt, an den Wahlen 2017 teilzunehmen und Reformen in verschiedenen Bereichen voranzutreiben. […]


Wegen Korruption verurteilt: Eduardo Cunha
Brasilien

Cunha wegen Korruption zu mehr als 15 Jahren Haft verurteilt

(Montevideo, 31. März 2017, la diaria).- Der ehemalige Präsident der brasilianischen Abgeordnetenkammer, Eduardo Cunha, wurde am 30. März 2017 wegen Korruption, Geldwäsche und Devisenvergehen zu 15 Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Es handelt sich um das erste Urteil, welches von Richter Sergio Moro gegen den brasilianischen Politiker verhängt wurde. Cunha befindet sich seit Oktober letzten Jahres in Haft wegen seiner Beteiligung im Korruptionsfall um das Unternehmen Petrobras. […]


Protest gegen Mega-Staudämme am Rio Beni
Bolivien
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Der Widerstand gegen Mega-Staudämme in Bolivien wächst

Von Ecoticias. (Lima, 21. März 2017, servindi).- Im November vergangenen Jahres hielten Vertreter*innen von 17 indigenen Gemeinschaften eine Mahnwache in El Chepete und El Bala, im Amazonastiefland Boliviens ab. Sie protestierten damit gegen den Plan von Präsident Evo Morales, in El Chepete und El Bala Staudämme zu errichten. Der italienischen Firma Geodata, die von der Regierung zu einer Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt wurde, wurde der Zugang zum Ort blockiert. Zwölf Tage später zogen die Ingenieur*innen der Firma ihr Team mit der folgenden Begründung zurück: „Ohne Zustimmung der Gemeinschaft sind keine geeigneten Arbeitsbedingungen gegeben“.

Dieses Ereignis stellt einen kleinen aber wichtigen Sieg für indigene Gruppen, Umweltaktivist*innen und Nichtregierungsorganisationen dar, die jahrelang gegen den Bau der Staudämme Widerstand geleistet hatten. Doch ihr Kampf dauert bis heute an. […]


Protestplakat gegen Freihandel
Mexiko USA

Die NAFTA-Waisen

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 25. Februar 2017, La Jornada). US-Präsident Donald Trump lässt ihnen keine andere Wahl: Die mexikanische Regierung und der mexikanische Kongress warten auf die für Juni angekündigte Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsvertrages (NAFTA). Für den Republikaner ist NAFTA das schlimmste in der Geschichte abgeschlossene Handelsabkommen. Schon in seiner Wahlkampagne kündigte er an, es zu ändern, “damit es zum Nutzen der Interessen aller US-Amerikaner arbeitet”. Unterdessen scheint die mexikanische Regierung, gelähmt und im Schockzustand, darauf absolut keine Antwort parat zu haben. […]


Weltbank
Lateinamerika
Fokus: Gesundheit / Salud

Gewalt bleibt trotz Wirtschaftswachstums hoch

Alle 15 Minuten gibt es mindestens vier Mordopfer in Lateinamerika und der Karibik. Zwischen 2003 und 2011 galt diese Region als die gewaltsamste der Welt, mit 23,9 Ermordungen pro 100.000 Einwohner*innen. Während desselben Jahrzehnts erlebte die Region eine nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Sozialentwicklung; die extreme Armut sank um Durchschnitt auf 11, 5 Prozent, also auf weniger als die Hälfte.  […]


mann
China Lateinamerika Mexiko USA

NAFTA: „Für Mexiko gibt es nichts zu gewinnen“

Der Ökonom Enrique Dussel Peters lehrt und forscht an der Autonomen Nationaluniversität Mexikos (UNAM). Im Interview berichtet er über die Chancen Mexikos bei eventuellen NAFTA-Nachverhandlungen und ob es möglich ist, den Handelspartner USA durch China oder die EU zu ersetzen. Dussel Peters ist Direktor des von ihm 2006 mitbegründeten Studienzentrums China-Mexiko an der UNAM. Das Interview führte Gerold Schmidt. […]