Studierende


Chile
Fokus: SDGs

2019 werden 70 Prozent der Studierendenvereinigungen von Frauen angeführt

Das sprunghafte Anwachsen der feministischen Bewegung, die das Jahr 2018 mit ihren Aktivitäten prägte, hat viele Konsequenzen nach sich gezogen. Eine davon ist, dass sich 70 Prozent der akademischen Gemeinschaften der Vereinigung Chilenischer Student*innen CONFECh (Confederación de Estudiantes de Chile), die ihre Vorsitzenden neu wählten, für Frauen entschieden haben. […]


Kolumbien

Kolumbien: Haushaltsetat für 2019

Während die Studierenden auf den Straßen für mehr staatliche Investitionen in die Bildung demonstrieren, verabschiedet die Regierung unter dem neuen Präsidenten Iván Duque den Haushalt für 2019. […]


Mexiko

Massaker von Tlatelolco: 50 Jahre Straflosigkeit

50 Jahre nach dem Massaker an Studierenden auf dem Platz der drei Kulturen im Stadtteil Tlatelolco von Mexiko-Stadt, hat das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen fehlende Ermittlungen beklagt: „Im Zusammenhang mit der Studierendenbewegung von 1968 wurden schwere Grundrechtsverletzungen begangen. Aber weder gab es wirkliche Ermittlungen, noch wurden die Verantwortlichen bestraft.“ […]


Mexiko

Streik der Studierenden an der UNAM

Nach gewalttätigen Angriffen von Schlägertrupps an der Nationalen Autonomen Universität Mexikos treten Studierende in den Streik und fordern eine Ende der Gewalt und die Auflösung der sogenannten Porros. […]


Chile

Sexueller Missbrauch: Feministische Studentinnen erkämpfen Vereinbarung

Nach anderthalb Monaten des Protestes, der auch Besetzungen einschloss, haben die selbstorganisierten Studentinnen der Universität Bío Bío in Concepción am Mittwoch, den 27. Juni, wichtige Verbesserungen unterschrieben. Diese beziehen sich auf die Verfahrensweise bei Fällen von sexueller Belästigung und Missbrauch an der Universität. Außerdem sollen spezielle Schulungskurse für alle Studierenden der Universität angeboten werden, die ein besonderes Augenmerk auf die Gender-Perspektive richten.  […]


Fotografin Yánua Vargas portraitiert die Teilnehmenden des Panamerikanischen Sozialforums in Peru. Foto: Jessica Zeller
Ecuador Peru
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Mit Kamera und Mikrofon unterwegs: Medienmacherinnen aus dem Amazonas-Gebiet

Frauen machen Medien – das gilt auch für Lateinamerika. Manche Medienmacherinnen sind mit der Kamera unterwegs, so wie Yánua Vargas. Die junge Shuar-Indígena studiert in Ecuadors Hauptstadt Quito Fotografie. Die Peruanerin Gabriela Bardales dagegen ist mit ihrem Mikrofon nah an den Menschen. Schon nach der Schule fing sie an, als Radioreporterin zu arbeiten. Beide Frauen sind heute Mitte Zwanzig und Teil des Kollektivs La Nave Radio, ein Zusammenschluss von Medienmachenden aus dem Amazonas-Gebiet. Wir haben Yánua und Gabriela Ende April beim Panamazonischen Sozialforum in Peru getroffen, sie bei Ihrer Arbeit begleitet und mit ihnen über ihr Leben und ihre Träume gesprochen. […]


Mexiko

Polizeichef von Iguala verhaftet

Von Wolf-Dieter Vogel. (Berlin, 31. Oktober 2016, npl).- Die Angehörigen der im mexikanischen Iguala verschwundenen Studenten können wieder etwas mehr Hoffnung hegen, dass der Verbleib ihrer Söhne oder Brüder aufgeklärt wird. Am vergangenen 21. Oktober verhafteten Sicherheitskräfte den ehemaligen Polizeichef der Stadt, Felipe Flores Velázquez. Der 58-Jährige gilt als einer der Hauptverantwortlichen des Massakers vom 26. und 27. September 2014, bei dem sechs Menschen getötet und 43 junge Männer verschleppt wurden. […]


Chile
Fokus: Bildung / Educación Menschenrechte 2016

Im Schatten der Pinguine. 10 Jahre chilenische Studiproteste

Chile – das Land war lange Zeit kein Ort für soziale Proteste. Auch nach dem Ende der militärisch-zivilen Diktatur 1989 gelang es nie den neoliberalen Konsens im Land aufzubrechen. Doch dann, vor zehn Jahren, kamen die Pinguine. So ganz ernst nahm das Establishment die Teenager anfangs nicht, als sie mit ihren schwarzen Schuluniformen zu Kundgebungen watschelten. Niemand hätte gedacht, dass die Rufe nach kostenloser Bildung ein so breites Echo in der Bevölkerung finden würde. […]


Mexiko

„Iguala ist ein Friedhof“

(Lima, 27. Mai 2016, noticias aliadas).- Xitlali Miranda Mayo ist Psychologin in Iguala, im Bundesstaat Guerrero im Südwesten Mexikos. Sie koordiniert das „Suchkomitee für die anderen gewaltsam Verschwundenen von Iguala“, das nach dem gewaltsamen Verschwindenlassen der 43 Studenten des Lehramtseminars Ayotzinapa am 26. September 2014 gegründet wurde. Durch die Suche nach den lebenden Studenten wurde eine dramatische Situation aufgedeckt: die Gegend ist übersät mit geheimen Gräbern und sterblichen Überresten von gewaltsam verschwundenen Personen, es herrscht ein interner Konflikt, ausgelöst durch die Militarisierung der Region; der Staatsapparat ist vom organisierten Verbrechen unterwandert und es gibt den sogenannten „Drogenkrieg“. […]


Kolumbien

UNO fordert Aufklärung der Morde an Indigenen

(Caracas, 9. Juni 2016, telesur).- Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die kolumbianische Regierung aufgefordert, den Tod von drei Indigenen aufzuklären, die seit dem Beginn der landesweiten Streikaktion Minga Agraria am 30. Mai ums Leben gekommen sind. “Diese Vorfälle müssen von den Justizbehörden vollständig aufgeklärt werden; wir bieten dabei unsere volle Unterstützung an. Es müssen alle Vorkehrungen getroffen werden, um zu vermeiden, dass sich solche Situationen wiederholen”, teilte die Organisation auf ihrer Webseite mit. […]


Europa Lateinamerika

Ausgeblutet: Ausbleibende Finanzierung von Mitgliedsstaaten und internationalen Geldgebern gefährdet Arbeit der CIDH 1

Von Markus Plate. (San José, 26. Mai 2016, voces nuestras-poonal).- Die Pressemitteilung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission CIDH vom 23. Mai 2016 ist alarmierend: “Die CIDH durchschreitet eine extreme Finanzkrise und diese wird schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Fähigkeit haben, ihr Mandat und ihre Kernfunktionen zu erfüllen. Die Kommission bedauert zutiefst berichten zu müssen, dass zum 31. Juli 2016 die Verträge von 40 Prozent der Mitarbeiter auslaufen und dass die Kommission derzeit weder über die Mittel verfügt, noch den Erhalt von Mitteln erwarten kann, um die Verträge zu erneuern.“ […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Die Nacht von Iguala und der mexikanische Staat

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 26. April 2016, la Jornada-poonal).- Die Form wahrend, ist der letzte Bericht der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) dennoch inhaltlich demolierend. Er hinterfragt nicht nur die armselige gerichtliche Arbeit der Funktionär*innen, die mit den Ermittlungen zu den Ereignissen der Nacht von Iguala beauftragt waren. Er stellt die ureigene Glaubwürdigkeit des mexikanischen Staates in Frage.  […]


Mexiko

Bitterer Abschied der GIEI: Expert*innengruppe präsentierte zweiten Bericht zu verschwunden Studenten von Ayotzinapa

(Mexiko-Stadt, 25. April 2016, npl).- Zuletzt noch einmal ein Affront. Am Sonntag stellte die fünfköpfige internationale unabhängige Expert*innengruppe (GIEI) der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) in Mexiko-Stadt ihren zweiten Bericht zum Verschwindenlassen der 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa in der Nacht vom 26. auf den 27. September 2014 vor. Nicht ein einziger Repräsentant der mexikanischen Regierung war in den großen Innenhof der Universität Claustro de Sor Juana im Stadtzentrum gekommen. Präsident Enrique Peña Nieto dankte der GIEI Stunden später lapidar per Twitter für ihre Arbeit und sagte zu, der Bericht werde „analysiert“. […]


Mexiko

Schmutzkampagne gegen die GIEI

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 15. März 2016, La Jornada).- Die Schmutzkampagne gegen die Interdisziplinäre Gruppe Unabhängiger Expert*innen (GIEI) ist wie ein Kriminalroman, nur verkehrt herum. In den klassischen Werken des Genres findet ein Detektiv ein Verbrechen vor und muss den Täter ermitteln. Im „schmutzigen Krieg“ gegen die GIEI dagegen ist es umgekehrt.  […]


Mexiko

Bruch zwischen CIDH-Expert*innenkommission und mexikanischer Regierung

Die Form wird noch halbwegs gewahrt. Doch knapp zwei Wochen, bevor die fünfköpfige Interdisziplinäre Gruppe Unabhängiger Expert*innen (GIEI) der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) am 24. April ihren mit Spannung erwarteten zweiten Bericht über die 43 verschwundenen Lehramtsstudenten von der Landuniversität Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero vorstellen wird, ist ihr Verhältnis zur mexikanischen Regierung am Tiefpunkt angekommen. […]