Argentinien „Sich zu organisieren ist kein Verbrechen“
Zum ersten Mal nach langer Zeit gab der Lonko Facundo Jones Huala mal wieder ein Interview aus dem Hochsicherheitsgefängnis Rawson in Patagonien.
Zum ersten Mal nach langer Zeit gab der Lonko Facundo Jones Huala mal wieder ein Interview aus dem Hochsicherheitsgefängnis Rawson in Patagonien.
In Brasilien protestierten 7.000 Indigene für mehr Demarkationen (gesetzliche Festlegungen) indigener Gebiete. Sie forderten die Regierung auf, sich stärker für ihre Belange einzusetzen.
Die Lachsindustrie ist aufgebracht: Das Lafkenche-Gesetz übergibt Meeresgebiete in die Verwaltung durch indigene Gemeinschaften.
Im Osten Paraguays konnten etwa 70 indigene Familien mit Hilfe solidarischer gesellschaftlicher Gruppen eine drohende Räumung durch ein Sojaunternehmen verhindern.
In Peru leiden indigene Selbstverwaltungen unter wachsender Gewalt seitens staatlicher Behörden und der organisierten Kriminalität. Doch die Indigenen versuchen, sich zu verteidigen.
Nutznießer der unkontrollierten Konzessionsvergabe sind Holzfäller, Viehzüchter, Drogenhändler und andere private Unternehmer.
Die Regierung Milei macht den Weg frei, damit ausländische Kapitalgesellschaften über Konzessionen noch intensiver nationales Territorium ausbeuten können.
Das „Gesetz des zeitlichen Rahmens“ wird als indigener Völkermord angesehen, da es nur einen bestimmten Teil der indigenen Gebiete anerkennt.
Illegale Bergbauaktivitäten in Brasilien dringen auch 2024 immer weiter in indigene Territorien vor. Indigene Gemeinschaften fordern deren Vertreibung.
Aus Kolumbien, Ecuador und Kanada berichten drei Umweltaktivist*innen über ihren Kampf gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage.
Abel Coicue, einen Vertreter der Nasa aus dem Cauca erzählte wie sie ihr Land zurückzuerobern, ein Prozess, den sie die Befreiung von Mutter Erde nennen.
Die Sendung „Voces de los territorios“ (Stimmen aus den Territorien) stellt sich vor. Stimmen indigener Gruppen aller Länder des Südens kommen hier zu Wort.
Bei einem Vorbereitungstreffen für das Panamazonische Sozialforum (FOSPA) verabschiedeten die teilnehmenden Organisationen zwei Erklärungen zum Schutz des Lebens im Amazonasbecken.
„Mit dem Ministerium der Indigenen Völker haben wir die Möglichkeit, einen gleichberechtigten Dialog mit allen zu führen“, meint Sônia Guajajara.
Die indigene Bevölkerung in Jujuy reagiert mit anhaltenden Protesten auf eine Verfassungsreform, die die Landnahme durch Privatunternehmen begünstigt und soziale Proteste einschränkt.
In Chile wurde eine Kommission für den Frieden mit den Mapuche gegründet. Im Fokus stehen die Klärung des Landanspruchs und Strategien der Wiedergutmachung.
Das Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Rechte der indigenen Bevölkerung einschränkt. Ob Präsident Lula ein Veto einlegt, ist fraglich.
Um sich indigene Territorien anzueignen, entscheidet die Regionalregierung, die Mapuche-Bevölkerung sei keine originäre Gemeinschaft in der Region.
Cherán ist eine Kleinstadt im mexikanischen Bundesstaat Michoacán, die vor zwölf Jahren Politiker*innen, Drogenkartelle und die Polizei rauswarf. Heute leben die Bewohner*innen autonom.
Mutmaßliche illegaler Siedler haben bei einem erneuten Angriff im nicaraguanischen Regenwald fünf Indigene erschossen. Angriffe dieser Art nehmen zu, der Staat bleibt untätig.
Die Regierung der argentinischen Provinz Mendoza will Mapuche-Gemeinschaften ihr Land nicht zugestehen. Dabei geht es auch um Wahlkampf und ökonomische Interessen.
Das umweltfeindliche Dekret, das den Holzschlag auf indigenem Gebiet gestatten sollte, hatte Bolsonaro kurz vor seiner Abreise in die USA unterzeichnet.