Amazonas


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Peru

Panamazonas-Sozialforum wird vorbereitet – auch in Bagua 1

Die Vorbereitungen zum VIII. Panamazonas-Sozialforum FOSPA ( VIII Foro Social Panamazónico), das Ende April im peruanischen Tarapoto stattfindet, laufen auf Hochtouren. Mehrere Aktivitäten finden in der Gegend um Bagua statt, in dem es 2009 Unruhen mit 34 Toten, den sogenannten „Baguazo“, gegeben hat. Wie das örtliche Vorbereitungskomitee des FOSPA nach einem Treffen am 23. Februar mitteilte, sind mehrere Aktivitäten geplant. Dazu gehört eine Vorab-Eröffnung des Forums an der Stelle, an der es 2009 zu den Zusammenstößen zwischen Polizisten und hauptsächlich indigenen Anwohner*innen gekommen war, die für Bestürzung in Peru gesorgt hatten. […]


Indigene Frau protestiert
Peru

„Erdöl ist nicht gleichbedeutend mit Entwicklung“

2016 ist für die peruanische Umweltgeschichte aufgrund des Erdölvorkommens in den Amazonasgebieten ein einschneidendes Jahr gewesen. Die Flussgebiete der Flüsse Marañón (Amazonasregion) und Morona (Region Loreto) mitsamt den von ihrem Wasser abhängigen indigenen Gemeinden wurden einer unmittelbar bevorstehenden Ölverschmutzungsgefahr ausgesetzt. […]


Brasilien Knast
Brasilien

Tragödie mit Ankündigung: Massaker in Gefängnissen 1

Zwischen dem 1. und 2. Januar 2017 sind 56 Gefangene in Brasilien ums Leben gekommen, nachdem es zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden im Gefängniskomplex von Anisio Jobim am Rande von Manaus, der Hauptstadt des nordwestlichen Bundesstaates Amazonas, gekommen war. Vier Tage später wurden 33 Gefängnisinsassen in der Haftanstalt Agricola Monte Cristo in Boa Vista, der Hauptstadt des Bundesstaates Roraima im Norden des Landes, ermordet. […]


Peru

Indigene leiden unter Ölpest

(Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion  […]


peru La Pampa. Foto: Servindi/MAAP
Peru

Satellitenbilder zeigen Entstehung eines illegalen Bergbaugebietes

(Lima, 03. November 2015, servindi).- Eine neue Satellitenaufnahme beweist die Entstehung eines neuen, illegalen Godabbaugebietes im peruanischen Amazonasbecken. Zu sehen ist, dass illegale Bergarbeiter*innen in der Pufferzone zu dem Tambopata-Naturreservat RNTMB (Reserva Nacional Tambopata) in der Region Madre de Dios im Südosten Perus in weniger als zwei Monaten eineinhalb Hektar Wald abgeholzt haben. Die betroffene Fläche von der Größe zweier Fußballfelder befindet sich in dem unter dem Namen „La Pampa“ bekannten Gebiet, welches bereits früher Aufmerksamkeit erlangte durch von verschiedenen Medien veröffentlichte Bilder, die die Zerstörung durch illegalen Goldbergbau zeigten. […]


Peru: Cocoma-Indigenas mit Flussgeistern gegen Schwimmbagger

Millionen von Bewohner*innen des Amazonas leiden unter Klimawandel, Abholzung und Artensterben. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann tauchen sie höchstens als Opfer auf; als edle Wilde im Dschungel oder entwurzelte Tagelöhner*innen in den Provinzstädten. Dabei ist der Alltag im Amazonas äußerst vielschichtig. Und Indigenas sind alles andere als passive Zuschauer*innen, wenn sie ihr Land und ihre Kultur bedroht sehen. Unser Beitrag kommt aus dem  […]


Ecuador

Ecuador: Gutes Leben statt schwarzem Gold

Ecuador war lange Zeit bekannt als die Nachspeisennation. Doch Bananen und Kakao wurden in den 1970er Jahren von einem anderen Exportschlager verdrängt. Erdöl. Diktatoren, Neoliberale, Sozialisten des 21. Jahrhunderts – sie alle feierten und feiern das schmutzige Schmiermittel nationaler Entwicklung. Doch welcher Nation eigentlich? Ecuador hat sich 1996 mit einer Verfassungsreform zum plurinationalen Staat erklärt. Indigenas werden seitdem eine Vielzahl von Kollektivrechten garantiert. Mehr als  […]


Bolivien Lateinamerika Mexiko Peru

onda-info 363

Hallo und Willkommen zum onda-info 363! Nach einer Nachricht über Einschüchterungen von Aktivistinnen und Aktivisten in Mexiko hört ihr zwei frischgebackene Beiträge aus unserer aktuellen Serie über Menschenrechte: Millionen von Bewohnern und Bewohnerinnen des Amazonas leiden unter Klimawandel, Abholzung und Artensterben. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann tauchen sie höchstens als Opfer auf; als edle Wilde im Dschungel oder entwurzelte Tagelöhner*innen in den Provinzstädten.  […]


Die Rechte der Indigenen Brasiliens werden oft weiterhin mit Füßen getreten. Foto: Adital
Brasilien

Amazonasgebiet: Selbstbedienungsladen für die ganze Welt?

von Egydio Schwade* (Fortaleza, 30. April 2015, adital).- Spanier, Portugiesen, Holländer, Engländer – die Invasoren des Amazonasgebietes von 1540 bis zum Ende der Kolonialzeit Brasiliens, ebenso wie die ihnen folgenden Machthaber*innen in der Region hatten, bis zum heutigen Tag, nichts anderes im Sinn als einzufallen, zu verwüsten, die Reichtümer aufzuspüren und zu plündern. Die Menschen, die im Amazonasgebiet leben, sind nur nützlich, wenn sie akzeptieren, dass sie Sklav*innen der Invasor*innen sind, ihnen Nahrungsmittel und ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Die in Brasilien unter dem Namen PEC 215 diskutierte Verfassungsänderung zielt darauf ab, den indigenen Völkern die Herrschaft über ihr angestammtes Land zu entreißen, um sie an die zahlreichen gierigen Interessenten zu übergeben. […]


Argentinien Brasilien Deutschland Lateinamerika

onda-info 348

Unser Radiomagazin beschäftigt sich heute mit den Themen Tanz, Stadt und Mord. Oder war es Selbstmord? Fest steht, Alberto Nisman, argentinischer Generalstaatsanwalt ist tot. Ermittelt hat Nisman in Sachen AMIA, dem schlimmsten antisemitischen Anschlag in der jüngsten argentinischen Geschichte vor rund zwanzig Jahren. Warum Alberto Nisman sterben musste – und ob er den Klarheit in den bislang ungelösten Fall gebracht hätte, das haben wir Christian  […]


Alberto Pizango (Aidesep Peru und Sprecher des CAUCUS Indígena) / Foto: www.servindi.org
Peru

COP20: Indigenenvertreter kann wegen “fehlender Dolmetscher” nicht sprechen

(Lima, 02. Dezember 2014, servindi-poonal).- Der Präsident des Dachverbandes der Indigenen des Amazonas AIDESEP, Alberto Pizango Chota, der als Vertreter indigener Autoritäten (CAUCUS Indígena) während der Eröffnungsveranstaltung des Klimagipfels COP20 in Lima hätte sprechen sollen, habe „wegen fehlender Dolmetscher“ nicht intervenieren können. Dies erklärte der peruanische Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal, der die Veranstaltung leitete. […]


Peru-Bagua powless, cc_by_2.0, flickr
Peru

Der Baguazo und weitere Kurven des Falles (Teil II)

von Roxana Olivera (Berlin, 07. November 2014, revista ideele-poonal).- Mit diesem Prozess wird nicht versucht, der Wahrheit näher zu kommen. Und die Ursachen der Geschehnisse zu finden. Nichts in diesem Prozess wird auch nur im Entferntesten dazu beitragen, den Kontext und die Gründe dafür zu beleuchten, die zur Blockade des Amazonas und dem Konflikt an sich führten. Genauso wenig ist zu erwarten, dass dabei irgendeine Stellungnahme herauskommt, mit der versucht wird, das Recht auf sozialen Protest einzufordern. […]


brasilien cerrado-e-caatinga. Grafik: Adital
Brasilien

Werden Caatinga und Cerrado endlich als Nationalerbe geschützt?

von Marcela Belchior (Fortaleza, 16. Juli 2014, adital).- Brasiliens Abgeordnetenkammer will über einen Vorschlag für einen Verfassungszusatz abstimmen. Caatinga (eine wüstenartige Halbsavanne) und Cerrado (eine tropische Savanne) sollen zum Nationalerbe erklärt und somit unter den Schutz der Verfassung gestellt werden. Die für Brasiliens Nordosten und das Zentrum charakteristischen Landschaften umfassen etwa ein Drittel der Landesfläche – ihnen wird jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie dem Amazonasgebiet zuteil. Der Amazonas-Regenwald zählt ebenso bereits zum Nationalerbe wie beispielsweise das Pantanal, das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Neben dem Naturschutz ist mit dem Status das Bemühen um eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in der Region verbunden. […]


Brasilien Amazonas Totale lubasi CC BY-SA 2.0 flickr
Brasilien

Wie die Militärdiktatur den „Mythos Amazonasgebiet“ schuf

von Eliane Brum* (Berlin, 01. April 2014, cimi).- “Wenn man im Amazonasgebiet irgendetwas tun möchte, dann soll man nicht um Erlaubnis dafür bitten – sondern es einfach machen.“ Das erklärte Carlos Aloysio Weber, ehemaliger Befehlshaber des 5. Bataillons für das Ingenieurs- und Bauwesen der brasilianischen Streitkräfte. Das Bataillon war während der Militärdiktatur (1964-1985) eines der ersten, das sich im Amazonasgebiet niederließ. […]


Brasilien

Brasilien – Community Radios auf dem Land und in traditionellen Gemeinschaften

Sechs von zehn Brasilianern und Brasilianerinnen leben auf dem Land. Es ist ein vielfältiger Alltag, abseits der gängigen Klischees. Doch die Dörfer im Amazonas oder die Felder der Landbevölkerung sind nur selten Thema in den landesweiten oder gar internationale Medien. Und partizipative elektronische Medien sind im ländlichen Brasilien Mangelware. Dabei ist vor allem das Interesse am Radiomachen ungebrochen groß. Um zu verstehen, warum es gerade  […]


Lateinamerika Peru

Schein und Sein – Community Radios in Peru

Es gibt sie (fast) nicht, die Community-Radios in Peru. Jedenfalls auf dem Papier. Obwohl 2004 ein Gesetz verabschiedet wurde, das auch Community-Radios vorsieht, wurde gerade einmal eine einzige Lizenz vergeben. Das Antragsprozedere ist schwierig und langwierig. Doch, wer schaut schon aufs Papier? So senden unter kommerziellen Lizenzen oder der eines Bildungsradios viele Stationen, die sich als Community-Medien verstehen und auch so agieren. Dieser Status  […]