Privatisierung


Mexiko

Mexiko: Wasserprivatisierung per Dekret

Per Dekret hat der mexikanische Präsident 300 geschützte Wasserreservoirs zur wirtschaftlichen und städtischen Nutzung freigegeben. Die Erlasse gehen über die Rechte der ländlichen und indigenen Gemeinden auf Trinkwasserversorgung hinweg. […]


Brasilien

Ausverkauf des Erdöls in Brasilien beschlossen

Von Mario Schenk

(13. Oktober 2016, amerika21).- Am Mittwoch vergangener Woche stimmte das brasilianische Abgeordnetenhaus in einer tumultartigen Sitzung mit 292 zu 100 Stimmen für die Beendigung der obligatorischen Beteiligung des staatlichen Erdölkonzerns Petrobras an der Erdölförderung im Pré-Sal-Gebiet. Ab sofort bleibt die Entscheidung über die Beteiligung den fördernden Konzernen überlassen. Die bisherige Regelung sah eine Mindestbeteiligung der Petrobras von 30 Prozent an der Förderung vor. […]


Karibik Lateinamerika
Fokus: Bildung / Educación

Privatisierung von Bildung in Lateinamerika und der Karibik: Tendenz steigend

LATEINAMERIKA

Proteste gegen Bildungsprivatisierung in Mexiko / Foto: oaxacatrespuntocero, Bildquelle: adital(Fortaleza, 06. August 2015, adital).- Lateinamerika und die Karibik haben in den vergangenen Jahrzehnten einen Anstieg politischer Maßnahmen erlebt, die verschiedene Marktstrategien in den Bildungsbereich einführten. Eine kürzlich erstellte Studie der Lateinamerikanischen Kampagne für das Recht auf Bildung CLADE (Campaña Latinoamericana por el Derecho a la Educación) analysiert die Entwicklungstendenzen der Bildungsprivatisierung in der Region.

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Brasilien WM-Protest /Bildquelle: comitepopularsp.wordpress.com
Brasilien

Proteste während Fußball-WM könnten massive Repression auslösen

von Instituto Humanitas Unisinos (IHU) (Berlin, 08. Januar 2014, IHU).- Luana Xavier Pinto Coelho, Rechtsberaterin der brasilianischen Nichtregierungsorganisation Terra de Direitos (Erde der Rechte), rechnet fünf Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft damit, dass der Staat mögliche soziale Unruhen mit einer Härte niederzuschlagen bereit wäre, wie Brasilien sie während der Militärdiktatur erlebte.   […]


Mapuche-Fahne / Carolonline, flickr
Chile

Huilliche leisten Widerstand gegen Privatisierung von Ressourcen

von Radio del Mar (Fortaleza, 22. April 2013, adital).- Auf der rund 1.200 Kilometer südlich von Santiago gelegenen Insel Chiloé hat vom 19. bis 21. April ein Treffen der Huilliche stattgefunden, die zum Volk der Mapuche zählen. An dem „Zweiten Kongress der traditionellen Völker“ nahmen mehr als 100 Vertreter*innen von Gemeinden sowohl des Archipels als auch vom chilenischen Festland teil. Die Indigenen zeigten sich entschlossen, gegen die Plünderung und Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen Widerstand zu leisten. […]


Bergarbeiter in San Luis Potosí / lecaquedapalome, flickr
Bolivien

Bolivien will Bergbau-Konzessionen prüfen

(19. April 2011, amerika21.de/rsur).- Die bolivianische Regierung will die im Bergbaubereich gültigen Konzessionen auf den Prüfstand stellen. Laut dem Minister für Bergbau, José Pimentel, würden Unternehmen in nur 30 Prozent der Fälle auch investieren, während der Rest der Konzessionen ungenutzt sei. […]


Bolivien

Menschenrecht auf Wasser: Kommunalisierung der Wasserversorgung in Cochabamba gescheitert?

In Bolivien erlangte die Stadt Cochabamba vor zehn Jahren Berühmtheit. Die Bewohner*innen wehrten sich damals erfolgreich gegen die Privatisierung des lokalen Wasserversorgungsunternehmens. Die Bewohner*innen der armen Stadtteile im Süden der drittgrößten Stadt Boliviens waren bei den Protesten an vorderster Front mit dabei. Heute, zehn Jahre danach, ist das Wasserunternehmen in öffentlicher Hand. Die Unternehmensaktivitäten werden von sogenannten Bürgerdirektor*innen beaufsichtigt, die  […]


Kolumbien

Die Privatisierung des Krieges

von AnnCol(Montevideo, 11. Januar 2010, comcosur).- Kriegseinsätze werden immer häufiger stellvertretend durch private Akteur*innen geführt. Dieser Eindruck gründet sich auf zwei Beobachtungen: Erstens: Es wird immer schwerer, ein eindeutiges militärisches Ziel auszumachen, beziehungsweise, der Unterschied zwischen militärischen und zivilen Einsätzen verschwimmt immer mehr, wie sich anhand der derzeit stattfindenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Irak, in Afghanistan und in Kolumbien zeigt. Zweitens: Der Staat als politische Instanz, als Inhaber des Gewaltmonopols, als Hüter der Waffengewalt und der Gerichtsbarkeit, kurz: der Staat im Sinne Max Webers, hört nach und nach auf zu existieren. In vielen Ländern sind es eine private Justiz, ein privater Krieg, die an Bedeutung gewinnen, der Staat selbst wird immer mehr an den Rand gedrängt, und oft genug unterstützt der Staat selbst sogar diese Entwicklung, wie zum Beispiel in den USA, in Afghanistan oder in Kolumbien. […]


Brasilien

Zweischneidige Energiespender – Wasserkraftwerke in Brasilien

Brasilien ist ein tropisches Land, bekannt für seine Naturschönheit. In ausgedehnten Bergketten sprießt die Vegetation, Sümpfe und Regenwälder bedecken große Teile des fünftgrößten Staates der Erde. Außer im trockenen Nordosten regnet es viel, an Süßwasser herrscht kein Mangel. Von Norden nach Süden durchziehen Flüsse das weite Land, von unzähligen Gebirgsbächen bis hin zum Amazonas mit all seinen Nebenarmen. Der Überfluss an  […]


Brasilien

Brasilien und das Erdöl

Erdöl und Gas werden – so die Prognose der internationalen Energiebehörde – auch noch in den kommenden 20 Jahren die wichtigsten Energiequellen weltweit sein. Ein Szenario, das in Brasilien Anlass für Euphorie ist. Bereits seit April 2006 ist das größte Land Lateinamerikas Selbstversorger in Sachen Erdöl. Vergangenes Jahr kamen neue gigantische Funde hinzu. Im sogenannten Presal, unter dicken Salzschichten, Kilometer unter dem Meeresboden, wurden  […]


Argentinien

Proteste gegen Privatisierung des Erdölkonzerns YPF in Salta

von Raquel Schrott und Ezequiel Miodownik (Bioversidadla) für Adital(Fortaleza, 30. Januar 2009, adital).- Im Morgengrauen des 26. Januar 2009 beschlossen Hunderte Arbeitslose des Bezirks San Martín in der argentinischen Provinz Salta, die Zufahrtstraßen zum multinationalen Konzern Pan American Energy an fünf verschiedenen Stellen zu blockieren. Ihre Forderung: Arbeitsplätze für die Frauen und Männer der Region. Nach der Privatisierung des argentinsichen Erdölunternehmens YPF ist der Lebensstandard der Menschen in der Provinz aufgrund der zunehmenden Arbeitslosigkeit erschreckend gesunken. Mit einem Monatsbudget von 150 Pesos (etwa 33,50 €) wird das Überleben zum Problem. […]