Chiapas


Mexiko

Schüsse auf Vertriebene in Chiapas

Nach Informationen des mexikanischen Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de las Casas wurde in der Gemeinde Coco des Bezirks Aldama im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas am Morgen des 22. Januar auf drei Personen geschossen. Die Personen befanden sich auf dem Weg von San Pedro Cotzilnam nach Xuxch‘en. Die Schüsse wurden aus dem Ort Santa Martha Manuel Utrilla im Bezirk Chenalhó abgefeuert. Eine Person starb, zwei Personen wurden verletzt. […]


EZLN
Mexiko

Bertolucci im lakandonischen Regenwald

Die Feier des 25. Jahrestages der bewaffneten Erhebung der EZLN ist keine Inszenierung einer sozialen Bewegung. Es ist die Machtdemonstration einer politisch-militärischen Kraft, die über Ordnung, Disziplin, Zusammenhalt, Geschicklichkeit, logistische Kapazität, soziale Basis, Befehlsgewalt und Kontrolle über ein Territorium verfügt. Während die Zapatist*innen in den vergangenen Jahren bei ihren öffentlichen Auftritten ihr ziviles und volksnahes Gesicht gezeigt hatten – durch Seminare, Kolloquien, Kunstfestivals, kleine Kurse (die zapatistischen „escuelitas“), und Filmvorführungen -, so stellten sie an diesem 31. Dezember ihr militärisches Antlitz in den Vordergrund. Eines, das nicht automatisch bedeutet, zur Waffe zu greifen, aber sehr wohl Widerstand zu leisten. Die symbolische Botschaft ihres Aufgebotes hätte nicht deutlicher sein können. […]


Mexiko

Sinar Corzo in Chiapas ermordet

Der Aktivist und Menschenrechtsverteidiger Sinar Corzo Esquinca ist am Abend des 3. Januar 2019 in Arriaga im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas erschossen worden. Der Täter entkam unerkannt auf einem Motorrad. Corzo Esquinca war im Bürgerkomitee aktiv und setzte sich für die indigenen Gemeinden in Chiapas ein.  […]


Mexiko

25 Jahre zapatistischer Aufstand: “Wir sind das Mexiko, das niemand beachtet”

1994 besetzen tausende indigene Rebell*innen der EZLN im südmexikanischen Chiapas mehrere Städte. Heute sind die Regionen mit zapatistischem Einfluss keine Inseln der Glückseligkeit, sondern Bestandteil der harten geopolitischen und ökonomischen Auseinandersetzungen in Südmexiko, in denen sich diese soziale Bewegung hartnäckig und geschickt zu behaupten weiß. […]


Mexiko

EZLN: „Wir machen weiter“ – 25 Jahre Aufstand

Die Zapatistische Nationale Befreiungsarmee EZLN aus dem südmexikanischen Chiapas hat solidarische Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen zu einem Netzwerktreffen und zu einer Feier eingeladen, bei der dem 25. Jubiläum des zapatistischen Aufstands, „des Beginns des Krieges gegen das Vergessen“ gedacht werden soll.  […]


Honduranerin bei Zwischenstop in Huixtla - Foto Wolf-Dieter Vogel
Honduras Mexiko

Mit Flip-Flop unterwegs nach Norden – Interview mit Wolf-Dieter Vogel zur Karawane der Geflüchteten in Mexiko

Um die 7000 aus Honduras geflüchtete Menschen sind zu Fuß auf dem Weg nach Norden. Ihr Ziel: die USA. Momentan sind sie im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Wolf-Dieter Vogel ist dahin gefahren, wo diese Menschen gerade sind. Er hat auch Irineo Mujica getroffen, der mit der Menschenrechtsorganisation Pueblos Sin Fronteras  Migrant*innen in der Region unterstützt.  […]


Mirant*innen
Honduras Mexiko

Mexikanische Bundespolizei setzt Tränengas gegen Migrant*innen ein

Die mexikanische Bundespolizei hat im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas mehr als 2.000 honduranische Migrant*innen mit Tränengas daran gehindert, weiter auf mexikanisches Gebiet vorzudringen. Zuvor hatten die Honduraner*innen eine Polizeikette an der Grenze nach Guatemala und einen Metallzaun auf mexikanischem Gebiet durchbrochen. Als der Metallzaun niedergerissen wurde, riefen hunderte Migrant*innen „und es geht doch“. Mehrere Menschen wurden durch die Hitze und das Gedränge ohnmächtig und wurden von Anwohner*innen mit Wasser versorgt. […]


Mexiko

Vermisste europäische Radler tot aufgefunden

Die Leiche des deutschen Radfahrers Holger Franz Hagenbusch wurde im Bundesstaat Chiapas im Süden Mexikos gefunden, teilten die Behörden mit. Hagenbusch war vor über zwei Wochen von seinem Bruder als vermisst gemeldet worden. Er wurde in derselben Schlucht gefunden, in der zuvor bereits die Leiche des polnischen Radfahrers Crzysztof Chmielewski entdeckt worden war. […]


Aldama
Mexiko

Indigene Gemeinden in Chiapas unter Beschuss

Im Landkreis Aldama im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas, in der Nähe des zapatistischen Regierungszentrums Oventic, schwelt seit Februar ein Konflikt um Einfluss und Land, bei dem vermehrt auch hochkalibrige Schusswaffen eingesetzt werden: Bisher wurden drei Menschen erschossen und hunderte vertrieben. Seit dem 15. April befinden sich mehrere Gemeinden in Aldama praktisch täglich unter Beschuss, wie das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas (Frayba) mitteilt. Der Pressemitteilung zufolge seien bereits mehrere Familien vor den Schüssen in die Berge oder andere Dörfer geflohen.  […]


Mexiko

Bericht vom Zapatistinnentreffen in Chiapas

Politik, Sport und Kultur standen im Mittelpunkt des dreitägigen “Ersten Internationalen Politischen, Sportlichen und Kulturellen Treffens für Frauen, die kämpfen”, das vom 8. bis zum 10. März 2018 im Süden Mexikos stattfand. Die Zapatistas hatten Frauen aus aller Welt zu dem Treffen in dem selbstverwalteten Bezirk Morelia in den Bergen von Chiapas eingeladen. Ihre Motivation: sie wollten der ersten indigenen Präsidentschaftskandidatin  […]


Vertriebene Chiapas
Mexiko

Vertriebene in Chiapas kehren in die Ungewissheit zurück

Etwa 4.000 aus der Gemeinde Chalchihuitán im südmexikanischen Chiapas vertriebene Indigene sind am 2. Januar in ihre Häuser zurück gekehrt, obwohl dort weiterhin bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Indigenen machen daher die Regierung Bundesstaates Chiapas und die mexikanische Bundesregierung verantwortlich, sollte es zu einem Angriff auf die Familien kommen. Wie die Gemeindepfarrer Marcelo Pérez Pérez, aus Simojovel und Sebastián López López aus Chalchihuitán erklärten, erfolge die Rückkehr nicht, weil die Sicherheit wieder hergestellt worden sei. Vielmehr seien die Vertriebenen nicht mehr in der Lage, unter prekären Bedingungen und weit entfernt von ihren Feldern zu leben. […]


Die Bevölkerung aus dem Ejido Boca Chajul lebt mit der Ölpalme / Foto: Moysés Zúñiga Santiago, Mongabay/desinformemonos
Mexiko
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Ölpalmen im mexikanischen Urwald auf dem Vormarsch (Teil 2) 1

(Mexiko-Stadt, 09. Dezember 2017, desinformemonos).- Teil 2 – Der Palmanbau schreitet langsam aber stetig in dieser tropischen Region voran, die den größten Teil Südmexikos umfasst. Laut Zeugenaussagen, die Mongabay Latam gesammelt hat, haben sich die Palmplantagen auf diese Weise in den Bundesstaaten Veracruz, Quintana Roo, Tabasco, Oaxaca, Guerrero und Chiapas auf Ländereien ausgedehnt, auf denen Viewirtschaft betrieben wurde, auf Weidelang, Grasland oder heimlich abgeholzten Urwald und sie werden sich noch mehr ausdehnen, denn der Boden ist in diesen Bundesstaaten gut für den Palmambau geeignet. […]


Demonstration Chicomuselo
Mexiko

Demonstration gegen Bergbau in Chiapas 1

Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas nahmen am 2. Oktober etwa 5.000 Menschen an einem großen „Protestmarsch gegen Bergbau und Landraub“ durch die Gemeinde Chicomuselo teil. Sie protestierten dagegen, dass der Staat, gemeinsam mit Bergbauunternehmen, mit „Repression, Einschüchterungen, Drohungen, Haftstrafen bis hin zu Morden“ gegen Landverteidiger*innen und ihre Netzwerke in den Gemeinden von Chiapas vorgehe. […]


Fischerin
Mexiko

Chiapas: Als die Erde bebte und aus dem Boden Wasser sprudelte

Paredón ist ein Fischerort in der Gemeinde Tonalá und ist einer der Orte, der während des Erdbebens am 7. September am Stärksten beschädigt worden ist. Paredón, der Fischerort mit 6.000 Einwohner*innen, befindet sich nur 88 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt, welches eine Stärke von 8,2 Grad auf der Richterskala erreichte. In Paredón wurden schätzungsweise 300 Häuser beschädigt. Sie verfügen weder über Entwässerungssysteme, noch über Trinkwasser und inzwischen funktioniert selbst der Stromanschluss nicht mehr. […]


Wahlen? Ein kleiner Junge am Rio Tulija in der Selva Lacandonia hat hier auch so einiges durchzugrübeln/ Foto: Carlos Casas, CC BY-NC-ND 2.0
Mexiko
Fokus: Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Chiapas: Die Friedensbemühungen und die Wahlen in der Lacandonen-Gemeinde

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 13. Mai 2017, la jornada).- Wie immer alle drei Jahre, ist die Wahl der Gemeindevertreter*innen in der Lacandonen-Gemeinde (Comunidad Lacandona) am 16. Mai dadurch gekennzeichnet, dass dabei eine Reihe sehr gegensätzlicher und mächtiger Interessen aufeinandertreffen. Meist sind es nicht die Interessen der indigenen Völker, die den Lacandonen-Urwald im Bundesstaat Chiapas bewohnen. Angesichts des bevorstehenden Wechsels der Gemeindevertreter*innen ist die in den vergangenen neun Jahren aus dem Innern der Comunidad Lacandona heraus geleistete Anstrengung, die Mitbestimmung zu demokratisieren, Autonomie zu wahren und in Frieden zu leben, erneut in Gefahr.  […]


Mexiko

Lehrkräfte protestieren weiter

Noch immer protestieren Mexikos Lehrer*innen des Nationalen Dachverbands der Bildungsarbeiter*innen CNTE (Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación) in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca gegen die umstrittene Bildungsreform. […]


Mexiko

Bundespolizei erschießt Protestierende in Oaxaca

Bei einem Großangriff auf Straßenblockaden protestierender Lehrer*innen sind am Sonntag, 19. Juni mindestens acht Menschen erschossen worden. Ab acht Uhr morgens attackierte die Bundespolizei zunächst mit Tränengas und Gummigeschossen die Blockade von hunderten Aktivist*innen, die sich mit angezündeten Trucks, Barrikaden, Steinen und Feuerwerkskörpern wehrten. Später schoss die Polizei auch scharf, mindestens sieben Menschen kamen dabei ums Leben. Fotos belegen, dass Einheiten der mexikanischen Bundespolizei scharf in die Menge geschossen haben; der Generalbevollmächtigte der mexikanischen Bundespolizei, Enrique Galindo, hatte zunächst behauptet, die Bundespolizei sei nicht bewaffnet gewesen, sondern selbst beschossen worden. Nachdem Fotos das Gegenteil bewiesen hieß es, die Polizei sei von Unbekannten beschossen worden und habe dann das Feuer erwidert. […]


Kanada Mexiko Mittelamerika USA
Fokus: Würdige Arbeit / Trabajo digno

Arbeitsmigrantinnen in Mittelamerika genießen keinen rechtlichen Schutz

Von Angélica Jocelyn Soto Espinosa. (Mexiko-Stadt, 29. Februar 2016, cimac).- In Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras oder Nicaragua existieren keinerlei arbeitsrechtliche Regelungen für die Beschäftigung im Ausland, die den Frauen, die temporär zum Arbeiten in die USA oder nach Kanada wollen, irgendwelche Rechte einräumt. Das hat der Bericht „Einstellungsregeln: Herkunftsländer“ deutlich gemacht. Besonders gefährdet sind demnach Indígenas und andere schutzbedürftige Gruppen.  […]


Deutschland Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Von Oberndorf nach Iguala

Sechs Tote und 43 Verschwundene: Der Angriff auf Studenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero im September 2014 machte die kriminelle Verflechtung von Politikern, Polizisten und Verbrechern international sichtbar. Eine ganz eigene Spur führte nach Deutschland: Bei dem Massaker waren G36-Sturmgewehre der Rüstungsschmiede Heckler&Koch im Einsatz, die nie in diese Region hätten gelangen dürfen. Bereits 2010 hatte der Aktivist Jürgen Grässlin wegen der illegalen Exporte Anzeige erstattet. Über fünf Jahre später reagierte die Staatsanwaltschaft: Vergangenen November erhob sie Anklage gegen ehemalige Angestellte der Schwarzwälder Firma. Nun muss das Landgericht Stuttgart darüber entscheiden, ob und wann der Prozess eröffnet wird. Doch geht es nach dem Willen von Aktivistinnen und Anwälten, müssten weitere Verantwortliche auf der Anklagebank sitzen. Und auch die Opfer sollten am Verfahren teilnehmen. […]


Mexiko

EZLN: Staatsbeamte berauben Indigene

(Oaxaca, 23. Februar 2016, educaoaxaca).- In einem neuen Kommuniqué, welches von den EZLN-Subcomandantes Moisés und Galeano unterzeichnet wurde, werden drei Vorkommnisse aus indigenen Gemeinden im Chiapas wiedergegeben. Der erste Bericht bezieht sich auf eine nicht-zapatistische Gemeinde in der Nähe von La Realidad. Demnach drohen die Staatsbeamt*innen damit, die Gemeinde zugunsten eines Tourismus-Projektes zu enteignen. Dem Kommuniqué zufolge sollen die Beamt*innen den Indigenen gesagt  […]