Jährliche Archive: 2016


Deutschland Lateinamerika

In eigener Sache

Liebe Leser*innen, mit diesem Newsletter und ein paar spannenden Artikeln legen wir nun eine kleine Pause über den Jahreswechsel ein. Ab dem 9. Januar 2017 sind wir wieder mit Hintergrundartikeln, Kommentaren, Meldungen, Reportagen und Interviews aus Lateinamerika am Start.  […]


Peru
Fokus: Sprache und Kultur / Idioma y cultura

Erstes Fernsehprogramm auf Quechua in Peru

Von Anita Starosta. (24. Dezember 2016, amerika21).- Im peruanischen staatlichen Fernsehen ist das erste Nachrichtenprogramm in der indigenen Sprache Quechua auf Sendung gegangen. Ziel sei es, die soziale Inklusion und die Quechua sprechende Bevölkerung Perus zu erreichen. Die Sendung trägt den Titel „Ñuqanchik“ (Wir) und wird von Marisol Mena und Clodomiro Landeo moderiert.  […]


Chile Ecuador
Fokus: Menschenrechte 2016

Die Natur ist nicht stumm

Von Nils Brock. (Santiago de Chile, 25. Dezember 2016, npl).- „5. Juni. Die Natur ist nicht stumm. Die Wirklichkeit malt naturalezas muertas, Stillleben. Katastrophen werden Naturkatastrophen genannt, ganz so als ob die Natur der Henker und nicht das Opfer wäre.“ So beginnt eine Kalendergeschichte, die der uruguayische Autor Eduardo Galeano dem Weltumwelttag widmete. Dieser sei zugleich „ein guter Tag, die neue Verfassung eines Landes namens Ecuador zu feiern, das im Jahr 2008 zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Natur als Quell und Träger besonderer Rechte anerkannte.“ […]


Mexiko

Mehr als 8.400 Entführungen seit Amtsantritt von Enrique Peña Nieto

(Lima, 01. Dezember 2016, noticia aliadas).- Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto im Dezember 2012 sind in Mexiko mehr als 8.400 Menschen entführt worden. Dies gab die Menschenrechtsorganisation „Alto al Secuestro” (Deutsch etwa „Stoppt die Entführungen“) am vergangenen 16. November bekannt. […]


Kuba
Fokus: Menschenrechte 2016

Die würdige Tänzerin

Von Wolf-Dieter Vogel. (Berlin, 20. Dezember 2016, npl).- In ihrer Kindheit wurde die spastisch gelähmte Kubanerin Yanel Barbeito in der DDR behandelt, heute tritt sie im Tanztheater auf. Doch die Situation von Menschen mit Behinderungen ist auf der Insel weiterhin schwierig. […]


Deutschland El Salvador Guatemala Kuba Lateinamerika Mittelamerika

onda-info 397

Hallo und willkommen zum onda-info 397! Wir haben drei Beiträge für Euch: Das Friedensabkommen in Guatemala wird zum Jahresende 20 Jahre alt. Doch als „Frieden“ kann man die Realität in dem mittelamerikanischen Land kaum bezeichnen – Guatemala hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Der Rassismus ist allgegenwärtig. Trotzdem gibt es Entwicklungen und gesellschaftliche Akteur*innen, die Hoffnung machen. Unser nächster Beitrag  […]


Peru

Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört

(Lima, 01. Dezember 2016, noticias aliadas).- Allein in den letzten vier Jahren sind 12.503 Hektar Regenwald dem illegalen Bergbau im Süden Perus zum Opfer gefallen. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht des Monitoring-Projekts MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonia Andina) und der Vereinigung zum Erhalt des Amazonas-Flussgebiets ACCA (Asociación para la Conservación de la Cuenca Amazónica) hervor, der am 15. November veröffentlicht wurde. […]


Brasilien

Nach Olympia: Rio ist pleite, die Stimmung schlecht – und die Gewalt zurück

Von Andreas Behn. (Rio de Janeiro, 04. Dezember 2016, npl).- Rio – also die Stadt und der gleichnamige Bundesstaat – ist pleite. So pleite, dass der Bund letztens jegliche Finanzhilfen aussetzte, bis der Bundesstaat Rechenschaft über seine Ausgaben ablegt. Lehrer*innen und viele weitere Staatsangestellte bekommen ihre Gehälter erst mit wochenlanger Verspätung ausgezahlt. Es wird gestreikt und protestiert. Die Stimmung ist miserabel. Nicht nur wegen der schweren Wirtschaftskrise, die Brasilien seit fast eineinhalb Jahren fest im Griff hat und die Jahre des Booms, mit erheblichen Einkommenszuwächsen, vergessen macht. Arbeitslosigkeit und Einsparen wo es nur geht, steht jetzt auf der Tagesordnung.  […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Verstrickungen: Die Aneignung der fremden Luft

Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2016, la jornada-poonal).- Die Skandale wegen der Plünderung indigener und bäuerlicher Territorien als Ergebnis von Energie- und Extraktivismus-Vorhaben, Megaprojekten, Gewalt, organisiertem Verbrechen oder ungezügelter Urbanisierung überdecken den lautlosen grünen Raub, der diese Territorien und ihre Besitzer*innen ebenfalls bedroht. […]


Brasilien Deutschland
Fokus: Gesundheit / Salud Menschenrechte 2016

David gegen Goliath: Vom Kampf brasilianischer Chemiearbeiter*innen

Von Jessica Zeller. (Berlin, 18. Dezember 2016, npl). Eine kleine brasilianische Chemiegewerkschaft hat es geschafft, zwei transnationale Konzerne – Shell und BASF – zu einer beispiellosen Vereinbarung zu verpflichten: Individuelle Entschädigung für rund 500 Betroffene und ihre Kinder sowie ein Fonds für Projekte zur Behandlung von Berufskrankheiten. Wie dieser Erfolg gelang, darüber berichteten eine brasilianische Gewerkschafterin und ein ehemaliger Arbeiter, die im November 2016 in Berlin und anderen deutschen Städten zu Gast waren. […]


Brasilien

Gericht in Brasilien: Indigene müssen Staudamm Teles Pires zustimmen

Von Christian Russau. (5. Dezember, amerika21).- Ein brasilianisches Bundesgericht, zuständig für die Großregion Amazonien, hat Anfang Dezember in einem von der Bundesstaatsanwaltschaft angestrengten Prozess in zweiter Instanz entschieden, dass das seit Ende 2015 in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Teles Pires am gleichnamigen Fluss die Rechte der vom Staudamm betroffenen Indigenen Kayabi, Munduruku und Apiaká verletzt. Das Gericht ordnete an, dass die Indigenen gemäß der freien, vorherigen und informierten Zustimmung nach der Definition der ILO Konvention Nr.169 befragt und um Zustimmung gebeten werden müssen.  […]


Brasilien

Senatspräsident Renan Calheiros darf nun doch trotz Korruptionsprozess weitermachen

Von Andreas Behn. (Rio de Janeiro, 11. Dezember 2016, npl).- Präsident Michel Temer kann aufatmen. Mit 6 zu 3 Stimmen entschied das Oberste Gericht am vergangenen 7. Dezember, dass sein Vertrauter Renan Calheiros den einflussreichen Posten des Senatspräsidenten behalten darf. Zwei Tage zuvor hatte ein einzelner oberster Richter in einer vorläufigen Entscheidung Calheiros seines Amtes enthoben. Die neue Regierung geriet dadurch ernsthaft ins Straucheln. Zudem eröffnete die überraschende Entscheidung eine neues Kapitel in der endlosen Polit-Soap Brasiliens: Den Beginn des offenen Schlagabtauschs zwischen den Staatsgewalten Kongress und Justiz. […]


Argentinien Lateinamerika Mexiko

Femizide in Lateinamerika – Ni una menos! vivas las queremos! 1

Von Nina Aretz. (Berlin, 11. Dezember 2016, npl).- In Lateinamerika werden täglich mehr als 17 Frauen getötet, weil sie Frauen sind. Meistens durch ihre Partner oder Ex-Partner. Seit 2004 hat sich – zunächst in Mexiko – der Begriff feminicidos verbreitet, um die Problematik dieser geschlechtsspezifischen Morde benennen zu können. Die Einführung des Begriffs hat in vielen lateinamerikanischen Ländern auch dazu geführt, ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und den Protest auf die Straße zu tragen. […]


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2016

Worin bestehen die Änderungen im neuen Friedensvertrag von Kolumbien?

(Caracas/Bogotá, 14. November 2016, telesur-poonal).- Die Delegationen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Organisation FARC-EP (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterzeichneten einen neuen Friedensvertrag, nachdem die erste Fassung beim Plebiszit am 2. Oktober nicht angenommen worden war. Das neue Dokument wurde von beiden Seiten als „Vertrag der Hoffnung“ bezeichnet, da dieser nach den Widerständen gegen die erste Version nun Vorschläge von verschiedenen Sektoren des Landes enthält.  […]


Bolivien

Wahrheitskommission zu Verbrechen der Militärdikatur in Bolivien

Von Andreas Hetzer. (11. Dezember 2016, amerika21).- Am 7. Dezember 2016 hat das bolivianische Parlament ein Gesetz über die Einrichtung einer Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der Diktatur zwischen November 1964 und Oktober 1982 verabschiedet. Ihre Aufgabe ist es, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen wie Morde, Verschwindenlassen, Folter, willkürliche Verhaftungen und sexuelle Gewalt aus politischen und ideologischen Motiven zu untersuchen und aufzuklären.  […]