Mehr als 8.400 Entführungen seit Amtsantritt von Enrique Peña Nieto

Grafik der Organisation „Alto al Secuestro“ zur aktuellen Situation / Quelle: altoalsecuestro.com.mx

(Lima, 01. Dezember 2016, noticia aliadas).- Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto im Dezember 2012 sind in Mexiko mehr als 8.400 Menschen entführt worden. Dies gab die Menschenrechtsorganisation „Alto al Secuestro” (Deutsch etwa „Stoppt die Entführungen“) am vergangenen 16. November bekannt.

In diesem Zeitraum wurden demnach jeden Monat 181 Entführungen registriert. Das macht durchschnittlich 42 Entführungen jede Woche und sechs an jedem Tag des Jahres. Zwischen Januar und Oktober 2016 zählte die Vereinigung 1.512 entführte Personen. Besonders viele Fälle gab es in den mexikanischen Bundesstaaten México, Tamaulipas und Veracruz.

Die im Jahr 2005 gegründete Organisation Alto al Secuestro unterstützt Opfer von Entführungen und deren Angehörige. Nach Angaben der Vereinigung stelle der Staat nicht nur zu wenige Rechtsanwälte für die Fallbetreuung zur Verfügung, die „Opfer bleiben schutzlos angesichts eines Rechtssystems, das den Beschuldigten mehr Rechte einräumt und angesichts von Gesetzen, die nichts als leere Worte sind“.

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