Wald


Mexiko

Waldflächen von Bergbau bedroht

Die Waldgebiete in Mexiko stehen im Zentrum eines Territorialkonflikts angesichts der Expansion der Bergbauindustrie. In dem lateinamerikanischen Land gibt es derzeit 895 Bergbauprojekte und 58 Prozent der mexikanischen Waldflächen (d.h. 64,5 Millionen Hektar) im ganzen Land sind von den Erkundungs- und Abbaulizenzen betroffen. […]


Die Rarámuri kämpfen um ihr Territorium und um ihren Wald / Foto: Contec
Mexiko

Rarámuri kämpfen um ihren Wald und ihr Territorium

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 27. Mai 2017, poonal).- Die Gemeinde Bosques San Elias Repechique in der Sierra Tarahumara im Landkreis Bocoyna, Bundesstaat Chihuahua, wehrt sich gegen das Fällen Tausender Bäume auf ihrem angestammten Territorium. Die Rarámuri-Vertreter*innen klagen die mexikanische Umweltbehörde Profepa an, nur eine oberflächliche Kontrolle des Holzschlags durchzuführen und sich zu weigern, Gemeindemitglieder bei einer gründlichen Begehung des Territoriums zu begleiten. Das Umweltministerium Semarnat hat mehrere Genehmigungen für den Holzschlag im Einzugsgebiet der Gemeinde erteilt. Doch die Rarámuri machen geltend, dass dabei häufig weder vorgesehene Abstände zu Bächen und Quellen noch die vorgeschriebene Distanz zwischen den Bäumen eingehalten werden. […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Verstrickungen: Die Aneignung der fremden Luft

Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 2. Dezember 2016, la jornada-poonal).- Die Skandale wegen der Plünderung indigener und bäuerlicher Territorien als Ergebnis von Energie- und Extraktivismus-Vorhaben, Megaprojekten, Gewalt, organisiertem Verbrechen oder ungezügelter Urbanisierung überdecken den lautlosen grünen Raub, der diese Territorien und ihre Besitzer*innen ebenfalls bedroht. […]


Mexiko

Naturschutzmultis haben es auf die Wälder der Campesinos abgesehen

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 16. Oktober 2016, la jornada).- Die Initiative zur Verminderung von Emissionen durch Entwaldung und Schädigung von Wäldern REDD+ (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) ist eine internationale Strategie, ausgehend vom Waldschutz die Intensität des Klimawandels zu mindern. Viele Regierungen aus den Ländern des Südens sehen in der Existenz internationaler Fonds für die REDD+Strategie eine Gelegenheit, sich mit Geldmitteln zu versorgen. Manche indigenen und kleinbäuerlichen Organisationen und Bewegungen warnen, diese Strategie könne eine Bedrohung für die Bevölkerung der Wälder darstellen – vielfach handelt es sich um indigene Völker – die keine formalen Besitzrechte über ihre Territorien hat. […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Capulálpam de Méndez – Ökotourismus und nachhaltige lokale Wirtschaft statt Bergbau

Von Knut Hildebrandt. (Capulalpam de Méndez-Berlin, 03. Juni 2016, npl).- Seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA im Januar 1994 geraten Mexikos indigene Kommunen immer mehr unter Druck. Transnationale Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern. Begünstigt werden sie dabei durch die neoliberale Politik der mexikanischen Regierung. Großzügig vergibt diese Konzessionen zum Abbau von Gold, Silber und anderen Mineralien. Steuern müssen die ausländischen Konzerne kaum zahlen. Und die Menschen vor Ort gehen meist leer aus. Oftmals verlieren sie sogar ihre Heimat. […]


Paraguay polizeieinsatz. Foto: Pulsar
Paraguay

Repression bei Protesten gegen Rodung

von Coordinación Cono Sur (Buenos Aires, 03. Februar 2014, púlsar/E’a).- Am Samstag, den 1. Februar, kam es im paraguayischen Department San Pedro zu Protesten von Landarbeiter*innen. Diese wollten die Rodung eines Geländes im Distrikt Luz Bella verhindern; sie bezeichneten das Gelände als „gestohlenes Land“. Bei dem darauf folgenden Polizeieinsatz wurden 16 der Protestierenden durch Gummigeschosse verletzt; zudem wurde der Bauer Victoriano Casco festgenommen. Die Polizei sei zum Schutz der Rodungsarbeiten eingesetzt gewesen, teilte Teodolina Villalba vom Nationalen Bauernverband (Federación Nacional Campesina) mit. […]


brasilien abholzung regenwald. Grafik: Servindi
Brasilien

Abholzung im Amazonasgebiet steigt wieder an

(Lima, 20. Januar 2014, servindi).- Illegale „Holzplünderer“ behindern die Arbeit der Wächter*innen, die den Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet schützen sollen. Das belegt eine Reportage, die die Nachrichtenagentur Reuters am 19. Januar 2014 veröffentlicht hat. Darin wird beschrieben, wie nicht genehmigte Sägewerke dabei sind, den größten Wald der Erde zu vernichten. Außerdem wird gezeigt, wie Angestellte der staatlichen Umweltbehörde IBAMA versuchen, den illegalen Holzeinschlag einzudämmen. […]


Brasilien Ecuador El Salvador Lateinamerika Mexiko Paraguay

onda-info 205

Unsere diesjährige Reihe über alles was mit dem Thema Ressourcen in Lateinamerika zu tun hat, startet in diesem info mit einem großen Tusch – und mit dem Beitrag „Billigfleisch und Biosprit. Soja nun nicht“ am Beispiel Paraguay. Des Weiteren haben wir uns mit einer Augenzeugin der Wahl in El Salvador unterhalten. Die FMLN, Mauricio Funes und was passiert nun?  […]