Regenwald


Brasilien

Dem Amazonasgebiet droht die teilweise Versteppung

Einer Studie zufolge könnten Teile des Amazonasgebietes infolge der Abholzung versteppen. In einigen Regionen sei der Prozess schon fast unumkehrbar. Wer einen konkreten Brand gelegt hat, lässt sich kaum ermitteln, wann und wo der Brand endet, weiß niemand. Der beißende Rauch kann eine Fernstraße so einhüllen, dass ein Motorradfahrer seine Fahrt abbrechen muss. Ist es dann einmal gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, bleibt nur graue Asche zurück. Für viele Bewohner*innen des Amazonasgebietes ist dies Alltag, das ganze Jahr über. Ein mit ständiger Angst verbundener Alltag. […]


Peru

Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört

(Lima, 01. Dezember 2016, noticias aliadas).- Allein in den letzten vier Jahren sind 12.503 Hektar Regenwald dem illegalen Bergbau im Süden Perus zum Opfer gefallen. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht des Monitoring-Projekts MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonia Andina) und der Vereinigung zum Erhalt des Amazonas-Flussgebiets ACCA (Asociación para la Conservación de la Cuenca Amazónica) hervor, der am 15. November veröffentlicht wurde. […]



Fokus: Menschenrechte 2015 Sprache und Kultur / Idioma y cultura

Peru: Cocoma-Indigenas mit Flussgeistern gegen Schwimmbagger

Millionen von Bewohner*innen des Amazonas leiden unter Klimawandel, Abholzung und Artensterben. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann tauchen sie höchstens als Opfer auf; als edle Wilde im Dschungel oder entwurzelte Tagelöhner*innen in den Provinzstädten. Dabei ist der Alltag im Amazonas äußerst vielschichtig. Und Indigenas sind alles andere als passive Zuschauer*innen, wenn sie ihr Land und ihre Kultur bedroht sehen. Unser Beitrag kommt aus dem  […]


Bolivien Lateinamerika Mexiko Peru

onda-info 363

Hallo und Willkommen zum onda-info 363! Nach einer Nachricht über Einschüchterungen von Aktivistinnen und Aktivisten in Mexiko hört ihr zwei frischgebackene Beiträge aus unserer aktuellen Serie über Menschenrechte: Millionen von Bewohnern und Bewohnerinnen des Amazonas leiden unter Klimawandel, Abholzung und Artensterben. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann tauchen sie höchstens als Opfer auf; als edle Wilde im Dschungel oder entwurzelte Tagelöhner*innen in den Provinzstädten.  […]


brasilien cerrado-e-caatinga. Grafik: Adital
Brasilien

Werden Caatinga und Cerrado endlich als Nationalerbe geschützt?

von Marcela Belchior (Fortaleza, 16. Juli 2014, adital).- Brasiliens Abgeordnetenkammer will über einen Vorschlag für einen Verfassungszusatz abstimmen. Caatinga (eine wüstenartige Halbsavanne) und Cerrado (eine tropische Savanne) sollen zum Nationalerbe erklärt und somit unter den Schutz der Verfassung gestellt werden. Die für Brasiliens Nordosten und das Zentrum charakteristischen Landschaften umfassen etwa ein Drittel der Landesfläche – ihnen wird jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie dem Amazonasgebiet zuteil. Der Amazonas-Regenwald zählt ebenso bereits zum Nationalerbe wie beispielsweise das Pantanal, das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Neben dem Naturschutz ist mit dem Status das Bemühen um eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in der Region verbunden. […]


brasilien abholzung regenwald. Grafik: Servindi
Brasilien

Abholzung im Amazonasgebiet steigt wieder an

(Lima, 20. Januar 2014, servindi).- Illegale „Holzplünderer“ behindern die Arbeit der Wächter*innen, die den Regenwald im brasilianischen Amazonasgebiet schützen sollen. Das belegt eine Reportage, die die Nachrichtenagentur Reuters am 19. Januar 2014 veröffentlicht hat. Darin wird beschrieben, wie nicht genehmigte Sägewerke dabei sind, den größten Wald der Erde zu vernichten. Außerdem wird gezeigt, wie Angestellte der staatlichen Umweltbehörde IBAMA versuchen, den illegalen Holzeinschlag einzudämmen. […]


Protestplakat des Kampagnenbündis gegen Belo Monte / www.gegenstroemung.org
Brasilien Deutschland

Kritik an Münchener Rück wegen Belo-Monte-Staudamm

von Christian Russau (München/Berlin, 20. April 2013, amerika21.de).- Ein europäisches Kampagnenbündnis gegen die Beteiligung europäischer Konzerne am umstrittenen Staudamm Belo Monte im brasilianischen Bundesstaat Pará hat in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Kritischen Aktionäre zwei Gegenanträge für die diesjährige Hauptversammlung der Aktionäre der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft eingereicht. […]


goldfluss-guyana-fr. Foto: Servindi/Rhett Buttler

Schürflizenz im Naturschutzgebiet

(Lima, 04. Februar 2013, servindi).- Das französische Industrieministerium hat grünes Licht gegeben, um in einer Region mitten im amazonischen Regenwald von Französisch-Guayana Gold abzubauen. Daraufhin wurde eine internationale Kampagne gestartet um zu erreichen, dass Frankreich seine Entscheidung widerruft.   […]


kolumbien-tayrona. Foto: Noticias Aliadas/Orsetta Bellani
Kolumbien

Nationalpark durch Tourismusunternehmen gefährdet

von Orsetta Bellani (Lima, 16. Januar 2013, noticias aliadas).- Das Naturschutzgebiet Tayrona an der kolumbianischen Karibikküste ist ein perfekt erhalten gebliebenes Areal. Jedes Jahr besuchen rund 240.000 Tourist*innen den Nationalpark, um sich an den langen Stränden, dem kristallklaren Wasser und den verschlungenen Pfaden durch den Regenwald zu erfreuen. […]


Bildquelle: Servindi
Peru

Darf Aidesep Geld von einer Erdölfirma annehmen?

von Informationsstelle Peru* (21. Dezember 2012, Informationsstelle Peruservindi).- Die brasilianische Erdölfirma Petrobras will im peruanischen Regenwald Erdöl fördern. Dabei befürchtet sie – sicher zu Recht – Proteste seitens der betroffenen indigenen Bevölkerung. Die peruanische Dachorganisation indigener Völker AIDESEP (Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana) benötigt andererseits für viele wichtige Vorhaben Geld. […]


Foto: Blog do Planalto, CC BY-NC 2.0, flickr
Brasilien

Erneutes Teilveto von Dilma Rousseff gegen Waldgesetz

(Buenos Aires, 18. Oktober 2012, púlsar-poonal).- Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am 18. Oktober abermals ihr Veto gegen die Umsetzung des neuen Waldgesetzes (Código Florestal Brasileiro) eingelegt. Das erneute Teilveto der Präsidentin betrifft insgesamt neun Punkte des umstrittenen Gesetzes, das bereits das Parlament passiert hatte. Vor allem hat Rousseff mit ihrem Veto eine Flexibilisierung der Schutzzonenregelung an Flussufern verhindert. Die Präsidentin legte gegen insgesamt neun Punkte ihr Veto ein. […]


Foto: Katy Yan/internationalrivers.org
Deutschland Panama

Barro Blanco: Deutschland soll Finanzierung zurückziehen

von Guadalupe Rodríguez* (Fortaleza, 21. Juni 2012, adital).- Mitglieder der am Fluss Tabasará ansässigen indigenen und Umweltbewegung M10 (Movimiento 10 de Abril) haben sich in einem Brief an den deutschen Botschafter in Panama gewendet. Grund für das Schreiben ist das Wasserkraftprojekt Barro Blanco. Der Botschafter solle sich dafür einsetzen, dass die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG die Finanzierung, die sie dem Bau des Kraftwerks zugesagt hat, zurückziehe. Er wird aufgefordert in die Konfliktregion zu reisen, um sich persönlich von den Abweichungen zu überzeugen, die das Bauunternehmen begangen und deren sich die DEG zum Komplizen gemacht hätte. […]


Indigene Kinder in Iquitos / Szymon Kochanski, Flickr
Peru

Die Consulta Previa und die indigenen Völker

von Jorge Zavaleta Alegre (Lima, 19. Februar 2012, servindi).- Belén ist ein Touristenziel im peruanischen Regenwald, das auf beeindruckende Art und Weise hilft, das Amazonasgebiet besser zu verstehen. Auf dem Markt in der Straße Venecia werden neben Getränken und Trödel auch Nahrungsmittel, Obst und Süßwasserfisch angeboten.   […]


informelle Goldsuche. Foto: Hildegard Willer
Peru

Regierung will illegalen Bergbau bekämpfen

von Hildegard Willer (Lima, 31. März 2012, noticias aliadas).- Cecilio Baca baute sein Reich auf einem Berg aus Sand und Steinen, von dem aus der Blick auf eine Mondlandschaft fällt: Wo einst ein Flussbett war, sind heute Krater aus gelblichem Schlamm. Der Regenwald des Amazonas, der vor 15 Jahren noch das ganze Gebiet überspannte, ist kaum mehr zu sehen. Heute fallen teure Kipper und Bagger ins Auge, die zum Abbau der Flusserde dienen. […]