Paramilitarismus


Kolumbien

Chocó: Paramilitärs dringen in Dorf ein

200 Paramilitärs der Autodefensas Gaitanistas de Colombia sollen am Morgen des 3. März in die afrokolumbianische Gemeinde Peña Azul eingedrungen sein. Das berichtet die Menschenrechtskommission des “Congreso de los Pueblos”, ein Zusammenschluss von Basisbewegungen in Kolumbien. Peña Azul liegt in Alto Baudí im nordwestlichen Department Chocó. Nach Angaben des Congreso de los Pueblos hätten die Paramilitärs um sich geschossen und sich Gefechte mit Aufständischen der ELN (Ejército de Liberación Nacional) geliefert. […]


ermordete Aktivistinnen
Kolumbien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Ermordete Aktivistinnen: Frauen als militärische Zielscheibe

(Lima, 14. Februar 2017, servindi).- Fünf Aktivistinnen von sozialen Organisationen sind seit dem Inkrafttreten der Friedensverträge bereits ermordet worden. Die Nachricht von dem Portal ¡Pacifista! weist auf die enormen Herausforderungen hin, die der kolumbianischen Gesellschaft für einen wirklich dauerhaften Frieden für alle noch bevorstehen. Die erste Herausforderung besteht vielleicht darin, dass die Regierung den systematischen Charakter dieser Verbrechen anerkennt, die von paramilitärischen Gruppen ausgeführt werden und Frauen zur militärischen Zielscheibe machen. […]


menschen kerzen
Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

2016 wurden 117 Aktivist*innen ermordet

(Caracas, 26. Januar 2017, telesur/ihu-unisinos).- Alle drei Tage wurde in Kolumbien im Laufe des vergangenen Jahres ein sozialer Anführer oder Anführerin ermordet. Laut einem Bericht des Instituts für Entwicklungs- und Friedensforschung Indepaz (Instituto de Estudios para el Desarrollo y la Paz), wurden 2016 insgesamt 117 Aktivist*innen von sozialen Organisationen sowie Menschenrechtsverteidiger*innen getötet. Zusätzlich zu den 117 Morden wurden 350 Drohungen, 46 Attentate und fünf Fälle von erzwungenem Verschwindenlassen verzeichnet. Über die Hälfte der Fälle ereignete sich im Südwesten Kolumbiens, wo allein 57 soziale Aktivist*innen ermordet wurden: 43 im Cauca, neun in Nariño sowie fünf im Valle. […]


Kolumbien

Soziale Aktivist*innen werden wieder zum Schweigen gebracht

In den 18 Tagen nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellen der FARC-EP am 26. August sind in Kolumbien bereits 13 soziale Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet worden. Néstor Iván Martínez und Maria Fabiola Jiménez de Cifuentes sind die letzten beiden Ermordeten, die bis zum 13. September aufgelistet werden. […]


Deutschland Kolumbien Mexiko Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2016

onda-info 392

Über Kolumbien war in den letzten Tagen viel in den Nachrichten. Der bisherige Friedensvertrag war schon ein wackeliges Konstrukt, jetzt wird alles noch unklarer. Wir haben einen Bericht für euch über die Bergbauregion Cesar. Zahlreiche Zeugenaussagen belegen, dass dort Paramilitärs ermordet und vertrieben haben – Im Auftrag der Bergbauunternehmen Drummond und Glencore. Doch die weisen jede Verantwortung von sich. Organisationen kämpfen auf beiden  […]


Kolumbien

Großunternehmen und Militär der Hilfe für Paramilitärs beschuldigt

Von Hans Weber. (Bogotá, 13. Juli 2016, amerika21).- Die Getränkefirma Postobón soll eine der ehemaligen paramilitärischen „Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens“ (AUC) mitfinanziert haben. Es handelt sich dabei um die AUC-Struktur „Héctor Julio Peinado Becerra“, die Ende der 1990er Jahre im Departamento Cesar aktiv war. Postobón ist im  […]


Kolumbien

Kolumbien feiert Waffenstillstand

Das Abkommen zwischen Farc-Guerilla und der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos über einen bilateralen Waffenstillstand ist in Kolumbien mit großer Freude aufgenommen worden. Zugleich betonten Vertreter*innen sozialer Organisationen und politischer Bewegungen, dass es sich nur um einen ersten Schritt hin zu einem „umfassenden Frieden mit sozialer Gerechtigkeit“ handle. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) und die Regierung haben sich nach fast dreijährigen Verhandlungen vergangene Woche auf die Niederlegung der Waffen und Sicherheitsgarantien für oppositionelle Kräfte geeinigt. […]


Kolumbien

UNO fordert Aufklärung der Morde an Indigenen

(Caracas, 9. Juni 2016, telesur).- Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die kolumbianische Regierung aufgefordert, den Tod von drei Indigenen aufzuklären, die seit dem Beginn der landesweiten Streikaktion Minga Agraria am 30. Mai ums Leben gekommen sind. “Diese Vorfälle müssen von den Justizbehörden vollständig aufgeklärt werden; wir bieten dabei unsere volle Unterstützung an. Es müssen alle Vorkehrungen getroffen werden, um zu vermeiden, dass sich solche Situationen wiederholen”, teilte die Organisation auf ihrer Webseite mit. […]


Kolumbien

Wieder Bauernführer ermordet

(Caracas, 8. März 2016, telesur/prensarural).- Am 7. März wurde der Gemeindesprecher und Menschenrechtsverteidiger William Castillo Chima in der Gemeinde El Bagre in der nordkolumbianischen Provinz Antioquia von einer Gruppe Bewaffneter ermordet. Das teilte die Bauernorganisation Aheramigua ( Asociación de Hermandades Agroecológicas y Mineras de Guamocó) mit.  […]


Zum ersten Jahrestag des Mordes am Aktivisten Carlos Pedraza

Vor einem Jahr, am 21. Januar 2015, wurde Carlos Pedraza ermordet. Der Kolumbianer wurde 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Bogotá erschossen aufgefunden. Der Absolvent der Pädagogischen Universität in Bogotá war Aktivist in mehreren sozialen Organisationen, so wie der Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen und dem Dachverband Congreso de los Pueblos. Carlos Pedraza war ein engagierter Aktivist, und das war wohl auch der Grund  […]


Kolumbien

FARC wollen paramilitärische Strukturen strafbar machen

(Montevideo, 25. Januar 2016, la diaria).- Für die Guerillamitglieder der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) ist das immer noch im Land existierende Phänomen des Paramilitarismus ein Hindernis für den Frieden und einer der Punkte, die in den Dialogen mit der kolumbianischen Regierung in Havanna gelöst werden müssen.  Als am Wochenende des 23. und 24. Januar 2016  […]


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kolumbien: Frieden? Doch was kommt dann?

Die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC dauern nun schon drei Jahre. Begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit schüren die bisherigen Fortschritte bei den Verhandlungen die Hoffnung, dass bereits im März 2016 ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten unterschrieben werden könnte, der einen formellen Schlussstrich unter diesen mehr als 50 Jahre währenden Konflikt ziehen soll. Doch was kommt dann? Der „Congreso de los  […]


mexiko desaparecimento forçado. Foto: Adital/comitecerezo
Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2015

Gesetz gegen gewaltsames Verschwindenlassen gefordert 1

von Cristina Fontenele (Fortaleza, 29. September 2015, adital).- Anfang September wurde dem Senat der Vorschlag für ein Gesetz zum Schutz gegen das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen in Mexiko von einer Komission vorgelegt, die aus Menschenrechtsorganisationen und Angehörigen der Opfer besteht. Das Gesetz, das schon seit 2012 gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen der Nationalen Kampagne zum Schutz gegen das gewaltsame Verschwindenlassen erarbeitet wurde, soll mit der Straflosigkeit Schluss machen und fordert die Schaffung von Sonderstaatsanwaltschaften in allen mexikanischen Bundesstaaten, um gegen das Verschwindenlassen zu kämpfen. […]


Bolivien Deutschland Kolumbien Mexiko

onda-info 366

Hallo und Willkommen zum Onda info 366! Bei herbstlichem Wetter und mit viel Schokolade sitzen wir in unserem Studio mit Zentralheizung und haben gleich drei Beiträge für Euch zusammen geschnitten. Im onda-info 364 haben wir bereits über Teatro Trono berichtet, ein Theater-Ensemble aus El Alto in Bolivien. Gerade tourt die Gruppe mit ihrem neusten Stück ,,Arriba El Alto“ durch Deutschland und Dänemark. In Berlin fanden  […]