MIR


Argentinien

Im Rampenlicht: Argentiniens Ex-Präsidentin kehrt zurück auf die politische Bühne

(Montevideo, 14. April 2016, la diaria-poonal).- Eine riesige Menschenmenge empfing die argentinische Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner bei ihrer Rückkehr in die Hauptstadt Buenos Aires, wo sie Mitte März vor Gericht erscheinen musste. Die Ex-Präsidentin verneinte, dass es rechtfertigende Gründe dafür gäbe, sie vor Gericht zu laden. “Wie ich bereits öffentlich erklärte und nochmals betone: ich hab keine Angst vor ihnen. Ich stelle mich diesem Prozess und jeder anderen Rechtssache, die sie mir anhängen wollen.” […]


International Peru USA

Bäuerin aus Peru gewinnt Goldman-Preis für die Verteidigung der Umwelt

Máxima Acuña, eine Bäuerin aus der Region Cajamarca im Norden Perus, ist mit dem Goldman-Preis für ihren Kampf gegen einen transnationalen Minenkonzern ausgezeichnet worden. Máxima Acuña kämpft seit 2011 gegen das Yanacocha-Unternehmen, das unter der Führung des zweitgrößten Bergbaukonzerns der Welt, Newmont, auf ihrem Land Goldabbau betreibt und sie nach Darstellung der Aktivistin enteignen will. Sie ist zu einem Symbol des Widerstands gegen die Goldkonzerne in Peru und ihren skrupellosen Methoden geworden. […]


Kuba

Überlebende machistischer Gewalt erzählen ihre Geschichte

Von Lirians Gordillo Piña. (Havanna, 7. März 2016, SEMlac).- Der Dokumentarfilm Estoy viva. Lo voy a contar. (“Ich lebe noch, und ich erzähle meine Geschichte.”) der auf soziale Bewegungen spezialisierten Produktionsfirma Proyecto Palomas erzählt die Geschichte von 14 kubanischen Frauen, die geschlechtlich motivierte Gewalt erlebt und überlebt haben. Die Überwindung der Angst und der Scham und der Entschluss, das Schweigen zu brechen, waren wichtige Schritte in einem Prozess, den die Betroffenen durchlaufen haben, um ihr Leben neu aufzubauen. […]


Lateinamerika Peru

Schwestern von gestern

Von Lucía Alvites (Quito, 15. Februar 2016, alai).- Vor einigen Jahren, genauer gesagt zum 8. März 2010, kamen Frauen aus verschiedenen Zusammenhängen auf die Idee, ein Komitee zu bilden und eine landesweite Frauenorganisation ins Leben zu rufen. Wir waren mehr als 80 Frauen. Voller Begeisterung tauschten wir unsere Ideen aus. Seit Jahrzehnten kämpfen wir Peruanerinnen für unsere  […]


Foto: Paola Reyes
Honduras
Fokus: Menschenrechte 2015

Frauen in Honduras: Zwischen häuslicher und staatlicher Gewalt 1

von Jutta Blume (Berlin, 09. Dezember 2015, npl).- Nach Angaben der UNO ist Honduras das Land mit der höchsten Frauenmordrate der Welt. Damit hat es Mexiko und Guatemala diesen traurigen Rang abgelaufen. Sieben von zehn honduranischen Frauen haben in ihrem Leben schon am eigenen Leib Gewalt erfahren. Frauen erleben Gewalt dabei sowohl im privaten Umfeld wie auch von Seiten des Staats, der ihre Rechte immer weiter einschränkt, wobei sich die Situation seit dem Putsch 2009 fortwährend verschlechtert hat. Hinter einem Teil der Frauenmorde vermuten Feministinnen politische Motive. […]


Ohne indigene Gebiete keine indigenen Völker

von Gustavo González (Montevideo, 16. Juni 2015, comcosur).- Ende Mai und Anfang Juni wurde in verschiedenen Ländern eine Kampagne zur Problematik urbaner Flächen und ländlicher Gebiete veranstaltet. Kürzlich las ich die Ergebnisse, zu denen die Organisationen gekommen sind und hielt besonders bei den Aussagen Miguel Cruzabies inne, dem Anführer der Guaraní im Nordwesten Paraguays, dem Pueblo Guaraní Occidental. Dabei fiel mir ein, dass ich vor längerer Zeit einmal darum gebeten wurde, ein paar abschließende Bemerkungen zu einer Reihe von Artikeln über Land und Eigentum zu machen. Damals schien mir nichts geeigneter, als mich auf einen Brief zu berufen, den Häuptling Seattle im Jahr 1855 an den Präsidenten der USA richtete. […]


Lateinamerika

„Nicht eine Frau weniger, nicht eine Tote mehr!“ (1)

von Ilka Oliva Corado (Concepción, 09. Juni 2015, medio a medio).- Diesen Ausspruch prägte im Jahr 1995 die mexikanische Dichterin und Aktivistin Susana Chávez Castillo. Im Jahr 2011 fiel sie selbst einem Mordanschlag zum Opfer, weil sie Gewaltverbrechen an Frauen öffentlich angeprangert hatte. In den 1990er Jahren formierten sich die Proteste gegen die Frauenmorde in der mexikanischen Stadt Juárez im Bundesstaat Chihuahua unter der von Castillo ausgedrückten Forderung. […]


Uruguay

Unzeitgemäß – diskriminierende Kündigung von transidentifizierter Landarbeiterin

(Montevideo, 23. Januar 2015, la diaria).- Bis Anfang des Jahres lebten Enrique Campos und Bárbara Borges, 30 und 24 Jahre alt, in Parada Herrería, einem kleinen Ort 20 km entfernt von der Stadt Salto. Er war Hilfsarbeiter, und sie arbeitete als Köchin. Beide waren in Zeitarbeitsverhältnissen tätig. Die Nachricht verbreitete sich im Laufe der folgenden Woche in den lokalen Medien, bis sie am Sonntag schließlich Montevideo Portal erreichte: Das Paar hatte Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb gefunden, aufgrund der Transidentität der Frau wurde jedoch beiden gekündigt. […]


Chile Ingrid Olderock. Foto: Medio a Medio
Chile

Buch über mächtigste Frau der DINA wird zum Bestseller

(Concepción, 02. Oktober 2014, medio a medio).- „Ingrid Olderock, la mujer de los perros“ [Ingrid Olderock, die Frau mit den Hunden, Anm. d. Übers.] lautet der Titel der Untersuchung der Journalistin Nancy Guzmán, die nach ihrem Erscheinen die Liste der meistverkauften Sachbücher anführte. Die öffentliche Präsentation fand am 3. Oktober im Rahmen der dritten Buchmesse unabhängiger Verlagshäuser, der „Primavera del Libro“, im Parque Bustamante Ecke Francisco Bilbao (Providencia) statt. Der elfte Titel der Reihe Investigación (Forschung/Recherche) des Verlags Ceibo Ediciones befasst sich mit dem Leben der ehemaligen Majorin des Geheimdienstes der Diktatur DINA. Die öffentliche Präsentation übernahmen der Schriftsteller und Journalist Javier Rebolledo, Autor von „La danza de los cuervos” [Der Tanz der Raben, Anm. d. Übers.] und „El despertar de los cuervos” [Das Erwachen der Raben, Anm. d. Übers.], sowie der Schauspielerin Malucha Pinto. Zwei ihrer Familienmitglieder waren der terroristischen Behörde, für die Olderock gearbeitet hatte, zum Opfer gefallen. […]


Argentinien Mexiko Uruguay

onda-info 337 Sommerloch II

Es ist Sommer – und viele ondistas ausgeflogen: Ins Schwimmbad, ins kalte Bolivien, auf die Datsche. Jedenfalls ist hier, in der Köpenicker Straße 187, weit und breit keine Menschenseele. Außer mir. Und ein Zettel liegt da. Darauf steht geschrieben: Nimm einfach Beiträge der letzten dreizehn Jahre, die es verdient haben, noch einmal gesendet zu werden und mach daraus das onda-info 337! Gesagt getan. Ich  […]