Medien


Kolumbien

Todesdrohungen gegen Journalist*innen und freie Medien 1

Am 10. September erhielt eine Journalistin der kolumbianischen Onlinezeitung El Macarenazoo ein Flugblatt vom Bloque Capital der paramilitärischen Organisation Águilas Negras. Darin werden Medienschaffende der alternativen Medien El Macarenazoo, El Turbión, Clarín de Colombia, Desde Abajo und Colombia Informa bedroht. Gegen vier namentlich genannte Medienschaffende sowie die Mitarbeiter*innen der fünf Medien wird in dem Flugblatt ein „Todesurteil“ verhängt.  […]


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Argentinien Honduras Mexiko

onda-info 421

Wir beginnen mit einer Meldung aus Mexiko. Dort hat der Oberste Gerichtshof ein historisches Urteil gefällt. Es verpflichtet die Regierung dazu, die Vergabe von staatlichen Werbeaufträgen gesetzlich zu regeln. Zwei unserer drei Beiträge führen uns nach Honduras. Am 26. November finden dort Präsidentschaftswahlen statt. Obwohl das Land zu den korruptesten und gewalttätigsten der Welt gehört, ist kaum mit einem Politikwechsel zu  […]


Der Journalist Mussio-Cardenas aus Veracruz erhielt Morddrohungen - und hat Anzeige erstattet / Foto: desinformemonos
Mexiko

Veracruz: Journalist Mussio Cárdenas erstattet Anzeige nach Morddrohungen

(Mexiko-Stadt, 05. September 2017, desinformémonos).- Nachdem der Journalist Mussio Cárdenas Arellano Morddrohungen erhielt, deren mutmaßlicher Absender das Drogenkartell der Zetas ist, erstattete er Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Veracruz in Coatzacoalcos. Die Anzeige des Journalisten richtet sich gegen die Absender von WhatsApp‑Nachrichten, in denen ihm gedroht wird, man werde ihn aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit bald „in kleine Stücke gehackt“ vorfinden. […]


Kolumbien Venezuela
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Maduro entzieht zwei kolumbianischen Fernsehsendern die Lizenz 1

(Montevideo, 25. August 2017, la diaria).- Der kolumbianische Fernsehsender Caracol gab in der Nacht des 23. August über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt, dass er „aufgrund einer Entscheidung“ der Regierung von Nicolás Maduro nicht länger in Venezuela übertragen werden wird. Später äußerte der Leiter des Kanals in einer Erklärung sein Bedauern über diese Entscheidung: „Caracol hat seine journalistische Arbeit immer gewissenhaft und objektiv betrieben – und auf Grundlage von Prinzipien, die wir als grundlegend erachten: Journalismus mit Kontext und unter Berücksichtigung aller Meinungen.“
Radio Caracol sei der Opposition „zu Diensten“. […]


Mexiko
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Journalist*innen gegen das Schweigen

Mexikos Journalistinnen und Journalisten leben gefährlich: Mindestens 126 Medienschaffende wurden seit dem Jahr 2000 ermordet, etwa 30 gelten als verschwunden. Viele mussten sterben, weil sie im Dunstkreis von Banden der organisierten Kriminalität, korrupten lokalen Politikern und Sicherheitskräften recherchierten. Doch auch auf höchster staatlicher Ebene will man die Reporter im Blick behalten: Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Mitarbeiter von Behörden Pressevertreter, Menschenrechtsverteidiger sowie Oppositionelle ausgespäht  […]


Uruguay

Uruguayer*innen schreiben nur noch halb so viele SMS

(Montevideo, 24. Juli 2017, la diaria).- Obwohl weltweit die Nutzung von Mobiltelefonen ansteigt, nahm in Uruguay die Anzahl der Festnetzanschlüsse im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr zu und stieg von 1.106.400 Anschlüsse auf 1.113.600. Es werden auch weiterhin neue Festnetzleitungen in Privathaushalten angemeldet, die der geschäftlich genutzten Festnetzanschlüsse ist jedoch rückläufig – 2016 verzeichnete man eine niedrigere Anzahl als in 2014. […]


Gabriela Bardales
Ecuador Peru Südamerika
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Medienmacherinnen aus dem Amazonas-Gebiet

Frauen machen Medien. Das gilt auch für das Amazonasgebiet. Yánua Vargas ist mit ihrer Kamera unterwegs: Die junge Shuar-Indígena studiert in Ecuadors Hauptstadt Quito Fotografie. Die Peruanerin Gabriela Bardales ist als Radioreporterin mit ihrem Mikrofon nah am Menschen. Beide Frauen sind Mitte 20 und berichten live vom achten Panamazonischen Sozialforum (FOSPA) in Tarapoto, Peru. Wir haben sie dort bei Ihrer Arbeit begleitet und mit ihnen über ihr Leben und ihre Träume gesprochen. […]


Fotografin Yánua Vargas portraitiert die Teilnehmenden des Panamerikanischen Sozialforums in Peru. Foto: Jessica Zeller
Ecuador Peru
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Mit Kamera und Mikrofon unterwegs: Medienmacherinnen aus dem Amazonas-Gebiet

Frauen machen Medien – das gilt auch für Lateinamerika. Manche Medienmacherinnen sind mit der Kamera unterwegs, so wie Yánua Vargas. Die junge Shuar-Indígena studiert in Ecuadors Hauptstadt Quito Fotografie. Die Peruanerin Gabriela Bardales dagegen ist mit ihrem Mikrofon nah an den Menschen. Schon nach der Schule fing sie an, als Radioreporterin zu arbeiten. Beide Frauen sind heute Mitte Zwanzig und Teil des Kollektivs La Nave Radio, ein Zusammenschluss von Medienmachenden aus dem Amazonas-Gebiet. Wir haben Yánua und Gabriela Ende April beim Panamazonischen Sozialforum in Peru getroffen, sie bei Ihrer Arbeit begleitet und mit ihnen über ihr Leben und ihre Träume gesprochen. […]


Mexiko Mittelamerika
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Nachrichtenagentur indigener Frauen NOTIMIA gegründet

(Mexiko-Stadt/Lima. 01. Mai 2017, cimac-noticias aliadas).-Am vergangenen 5. April wurde von der Vereinigung indigener Frauen Mittelamerikas in Mexiko offiziell die Agentur für Nachrichten zu Indígenas und Afrodescendents (NOTIMIA) gegründet. Die Agentur wird vom spanischen Kulturzentrum unterstützt und soll Themen von indigenen und Afrodescendent- Medienarbeiterinnen aus Lateinamerika sichtbar machen. Sie wird sich vor allem Genderfragen widmen. […]


Peru

Nordamerikanische Filmemacher aus Peru ausgewiesen

Von Serena Pongratz. (27. April 2017, amerika21).- Vergangenen Freitag sind nach der öffentlichen Vorführung einer Dokumentation zu Minenaktivitäten des kanadischen Unternehmens Hudbay der US-amerikanische Journalist John Dougherty und die kanadische Lateinamerika-Koordinatorin der Nichtregierungsorganisation (NGO) Mining Watch Canada festgenommen worden. Wenige Stunden später waren sie wieder frei. Das Innenministerium gab nun bekannt, dass beide wegen Störung der öffentlichen Ordnung des Landes verwiesen werden. […]


Verhaftung von Moore und Dougherty / Foto: Cooperacción
Peru

Anlässlich der Verhaftung von Jennifer Moore und John Dougherty in Cusco 2

Von José De Echave C., cooperacción. (Lima, 24. April 2017, servindi).- Nach und nach verbreitet sich die Nachricht rund um den Globus: Jennifer Moore, Vertreterin von Mining Watch Canada und John Dougherty, Journalist und Dokumentarfilmer aus den USA, wurden am vergangenen Freitag, 22. April, in der Stadt Cusco verhaftet. Es gibt viele ungeklärte Fragen zu beantworten, sowohl auf rechtlichem Gebiet als auch hinsichtlich der Aspekte Sicherheit und freie Ausübung der Meinungsfreiheit.  […]


Mexiko
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Demontage des Mexikanischen Mediengesetzes geht weiter

Von Nils Brock

(Mexiko-Stadt/Berlin, 18. April 2017, npl).- Indigene Gemeinden in Mexiko könnten in ihrem Recht auf Medienmachen bald empfindlich eingeschränkt werden. Auch das allgemeine Radio- und TV-Publikum, dem das reformierte Mediengesetz (LFTR) aus dem Jahr 2014 zumindest auf dem Papier “ein plurales und vielgestaltiges Programm” garantiert, soll diese Ansprüche verlieren. Das befürchten zumindest mehr als 30 mexikanische NGOs und Netzwerke, darunter die Organisationen Article19, Amarc Mexiko, Serapaz und Amedi, in einem offenen Brief. […]


Demonstration
Mexiko

Regierung bekämpft Teile des eigenen Mediengesetzes

Als Teil des „Paktes für Mexiko“ ließ der frisch gebackene Präsident Enrique Peña Nieto 2013 den Artikel 29 der mexikanischen Verfassung überarbeiten. Artikel 29 regelt unter anderem die Bedingungen nach denen Rundfunkanstalten betrieben werden. Viele der neuen Regelungen wurden als fortschrittlich angesehen, da sie die Rechte kommunaler und indigener Medien, sowie die des Publikums stärken. […]



Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Infoblatt Recht auf Kommunikation

Eine Spurensuche in Lateinamerika Wer Zugang zu Medien hat und womit kommuniziert wird, ist das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungen. Klingt gut, heißt in der Praxis aber oft, dass längst nicht alle mitreden können. Zu selten gelingt es der Zivilgesellschaft, ihre Ansprüche gegen Regierungen und Telekommunikationsriesen durchzusetzen. Lateinamerika bildet da keine Ausnahme. Anders als in Deutschland findet dort jedoch eine lebhafte Auseinandersetzung über  […]


Argentinien
Fokus: Menschenrechte 2016

El juicio es de todos! – Dieser Prozess geht uns alle an

In argentinischen Medien wurde er schon als „Nürnberg von Córdoba“ bezeichnet. Mit der sogenannten „Megacausa“ geht einer der größten Menschenrechtsprozesse in der Geschichte des Landes zu Ende. Am 25. August wurde nach 350 Verhandlungstagen das Urteil gesprochen. Verhandelt wurden Verbrechen in den Jahren 1975 bis 1979, also während der argentinischen Diktatur und auch schon davor, in der zentralargentinischen Provinz Córdoba. Allein in „La Perla„,  dem größten Folterlager dieser Region, waren über 2.000 Menschen zu Verschwundenen gemacht worden waren. […]


Argentinien
Fokus: Menschenrechte 2016

Argentinische Radiokollektive trotzen rückschrittlicher Medienpolitik

Von 2009 bis 2015 hatte Argentinien ein neues, fortschrittliches Mediengesetz. Doch bereits kurz nach seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres erklärte der rechtskonservative Präsident Mauricio Macri wesentliche Teile des Gesetzes per Dekret für ungültig. Seitdem liegt das Projekt, das die Medienlandschaft Argentiniens demokratisieren sollte, auf Eis. Ungeachtet dessen streiten Medienaktivistinnen und -aktivisten weiterhin für ihr Recht auf Kommunikation. Sie machen freies, selbstbestimmtes Radio,  […]


Paraguay

Journalismus in Paraguay: Agressionen, Zensur und Medienkonzentration

Von Observación. (Concepción, 30. April 2016, medio a medio).- Die Gewerkschaft der Journalist*innen Paraguays SPP (Sindicato de Periodistas de Paraguay) und weitere Organisationen von Medienarbeiter*innen verurteilten am vergangenen 25. April, anlässlich der Ehrung des vor 25 Jahren ermordeten Journalistien Santiago Leguizamón, die Angriffe gegen Journalist*innen und Community Radios, die Zensur durch Medienunternehmer*innen, sowie die zunehmende berufliche Prekarisierung im Mediensektor Paraguays.  […]


Mexiko

Radio Zapote aus Mexiko-Stadt verurteilt Repression gegen Freie Medien

Von Nils Brock ( Rio de Janeiro, 16. März 2016, npl).- Radio Zapote, ein Freies Radio, ein Community-Radio, das seit 15 Jahren aus der Staatlichen Hochschule für Antropologie und Geschichte (ENAH) im Süden von Mexiko-Stadt sendet, verurteilt in einem Kommunique die “anhaltende Schikanierung durch die lokale Polizei” und fordert “ein Ende der Kriminalisierung seiner Räumlichkeiten”. Zugleich fordert das  […]


Titelfoto Bericht / Bildquelle: voces nuestras
Costa Rica

Medien machen Machos – WACC-Bericht nennt Costa Ricas Medien sexistisch

von Markus Plate (Berlin, 24. November 2015, npl-voces nuestras).- Die Welt aus Sicht der Medien bleibt weitgehend männlich. Mehr noch: Gerade in Lateinamerika sind die Medien nach wie vor sexistisch und tragen aktiv dazu bei, Stereotypen, Ungleichheit und patriarchale Gewalt zu zementieren. Der diesjährige weltweite Monitoringbericht über die Präsenz von Frauen der WACC in den Medien zeigt auf, dass Fernsehen, Radio, Zeitungen und Online-Medien weiterhin männliche Dominanz propagieren. Auch Costa Ricas Medien kritisiert der Bericht als sexistisch. […]