Kupfer


Ecuador
Fokus: Menschenrechte 2015

Ecuador: Fortschritt für wen?

Indigene Gemeinden und Umweltschützer hatten große Hoffnungen, als Rafael Correa 2007 zum Präsidenten Ecuadors gewählt wurde. Schließlich hatte er sich für eine vorsichtigen Umgang mit der Natur und gegen die rückhaltlose Ausbeutung der Rohstoffe stark gemacht. Doch davon will der linke Politiker längst nichts mehr wissen.Er hat grünes Licht für die umstrittene Förderung des Erdöls im Yasuní-Nationalpark gegeben und unterstützt den Abbau von Mineralien in  […]


Katastrophe von Mariana / Foto: Douglas Resende und Rafael Lage, Bildquelle: Adital
Brasilien

Bergbaukatastrophe: Schlammlawine aus Rückhaltebecken verwüstet Minas Gerais

von onda (Berlin, 24. November 2015, onda).- Am 5. November ist es in Brasilen zur bisher größten Umweltkatastrophe des Landes gekommen. Die Dämme von zwei Rückhaltebecken der Eisenerzmine Samarco sind gebrochen; eine riesige Schlammlawine wälzte sich ins Tal und begrub den Stadtteil Bento Rodrigues nahe der Stadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Bis zu zehn Menschen starben, etwa 20 weitere werden noch vermisst. Von enormer Tragweite sind die ökologischen Folgen: Der giftige Schlamm transportierte große Mengen an Arsen, Aluminium, Blei, Kupfer und Quecksilber. […]


Mexiko

Goldrausch im vergangenen Jahrzehnt

(Berlin, 07. November 2015, poonal).- In drei Jahrhunderten unter der spanischen Kolonialzeit wurden auf dem heutigen mexikanischen Territorium schätzungsweise insgesamt 190 Tonnen Gold gefördert. In den vergangenen zehn Jahren holten ausländische und nationale Bergbauunternehmen in Mexiko knapp 775 Tonnen Gold aus dem Boden. Diese Zahlen ergeben sich aus den Statistiken des mexikanischen Wirtschaftsministeriums und den Jahrbüchern zur Bergbauindustrie des Landes. Ein entsprechender Artikel  […]


Bergbau in Sonora / Foto: Alberto Quiñones, CC BY-NC-ND 2.0, flickr
Mexiko

Bergbau: Mehr durchwühlte Erde

(Berlin, 23. September 2014, poonal).- Der Bergbauboom in Mexiko hält weiter an. Im Durchschnitt erteilt das mexikanische Wirtschaftsministerium jeden Monat 64 neue Konzessionen. Offiziell gibt es derzeit 25.566 gültige Genehmigungen für Bergbauprojekte. Glaubt man den Zahlen, so bedeutet dies aufgrund auslaufender Konzessionen und weniger genehmigten bzw. gestellten Neuanträgen im Vergleich zur Regierungszeit von Felipe Calderón (2006 – 2012) allerdings einen leichten Rückgang gegenüber den gut 26.000 Konzessionen Ende 2012. […]


Foto: Servindi
Peru

Ein Schritt vor, zehn zurück… Politisches Tauziehen um das Recht auf vorherige Befragung

von Andreas Wolf, Lima (Berlin, 24. Juni 2013, npl).- Im September 2011 hat Peru als erstes Land Lateinamerikas ein Gesetz zur vorherigen Konsultation indigener Völker verabschiedet. Trotz einiger Schwächen des Gesetzestextes bestand die Hoffnung, dass damit die Umwelt- und Sozialkonflikte vermindert und die indigenen Völker in sie betreffende Entscheidungen einbezogen würden. Doch die Regierung schien das Gesetz bald zu bereuen. War schon die Durchführungsverordnung heftig umstritten, so dreht sich die aktuelle Debatte um zwei Hauptthemen: Wer wird konsultiert und was überhaupt ist Konsultation. […]


Auf der Versammlung in Junin Anfang April /Foto: www.decoin.org
Ecuador

Intag: Erneuter Konflikt um Kupferabbau bahnt sich an

(Berlin, 16. April 2013, poonal).- Rund 190 Vertreter*innen aus 16 Dörfern haben am vergangenen 6. April bei einer Versammlung in der Gemeinde Junín (Provinz Imbabura) ihren Widerstand gegen den geplanten Kupferabbau in der Region bekräftigt. In einer Erklärung kritisieren sie, „verantwortungsvollen Bergbau“ gebe es nicht, unterstrichen jedoch ihre Dialogbereitschaft. Das staatliche Minenunternehmen ENAMI plant nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr Explorationsarbeiten für die 4.839 Hektar große Konzession „Llurimagua“ nahe Junín. […]


Chile

Schwermetalle im Pazifik

(Lima, 04. Mai 2012, noticias aliadas).- Eine Untersuchung hat ergeben, dass die Meereslebewesen nahe eines großen Industriekomplexes an der zentralchilenischen Küste mit Schwermetallen wie Kupfer, Arsen und Kadmium verseucht sind. Das teilte Oceana mit, eine Organisation zum Schutz der Meere mit Sitz in der US-Hauptstadt Washington. Weiter hieß es, die Verseuchung stamme aus dem Industriekomplex Las Ventanas nahe der Ortschaft Puchuncaví. […]


Salomón Lerner. Foto: TeleSur
Peru

Kabi­nett stürzt über Bergbaukonflikt

von Ger­hard Dilger (Porto Alegre, 12. Dezember 2011, taz).- Nicht einmal fünf Monate nach Amts­an­tritt hat Perus Prä­si­dent Ollanta Humala mehr als die Hälfte seines Kabi­netts aus­ge­wech­selt. Am Samstag waren Pre­mier­mi­nister Salomón Lerner Ghitis und mit ihm, wie in Peru üblich, sämt­liche Minis­te­r*innen zurückgetreten. […]


Foto: Stephanie Boyd
Lateinamerika Peru

Den Bergbau fest im Blick

von Stephanie Boyd, Cuzco (Berlin, 26. November 2011, lateinamerikanachrichten).- Nach den Wahlen in Peru, aus denen der linksnationalistische Ollanta Humala als Sieger hervorgegangen ist, sind die Erwartungen auf dem Land hoch. Von dort bekam er den Großteil seiner Stimmen und die Bewohner*innen erwarten, dass er sich wie im Wahlkampf versprochen für ihre Rechte einsetzt und diese gegen Großkonzerne verteidigt. In Asacasi, einem kleinen Dorf, dessen Lebensgrundlage durch ein Kupferbergbauprojekt bedroht ist, treffen die Anwohner*innen die ersten präventiven Maßnahmen um sich gegen den schweizerischen Konzern Xstrata zu wehren. […]


Feuerland / Dudua, flickr
Argentinien

Tagebau in Feuerland verboten

(Lima, 05. Oktober 2011, noticias aliadas).- Die Regierung der südlichsten Provinz Argentiniens hat mit ihrem Gesetz vom vergangenen 21. September dem Tagebau weitestgehend einen Riegel vorgeschoben. Das Gesetz 833 verbietet den Abbau von metallischen Mineralien im großen Stil im Tagebau. Unter das Verbot fallen Gold, Silber, Merkur, Platin, Kupfer, Eisen, Blei, Aluminium, Steinkohle und weitere Kohlenstoffe sowie seltene Erden, Quarz, Glimmer und Kalk. […]


Lateinamerika

Wem gehören und wem nützen Lateinamerikas Bodenschätze?

Bodenschätze, Schätze unter der Erde: Nicht ein Schatz, den irgendjemand mal vergraben hat, mit Golddublonen und Juwelen drin – dafür aber noch viel mehr Wert. Keine lustigen Schatzsucher*innen, die mit Metalldetektoren durch die Landschaft streifen, sondern aufwändige Unterfangen, die grosse Firmen und Institute beschäftigen. Aber: Wem gehören die Bödenschätze? Warum sind die Menschen in Ländern mit vielen Bodenschätzen oft so arm? Und was kann man  […]


Chile

Regierung lässt durch Bergbau betroffene Gletscher untersuchen

(Buenos Aires, 22. Oktober 2009, púlsar).- Die Chilenische Wasserdirektion des Ministeriums für Öffentliche Arbeiten (dirección de Aguas del Ministerio de Obras Públicas) wird eine Serie von Untersuchungen an den in unmittelbarer Nähe des Bergbauprojektes Pascua Lama anliegenden Gletschern durchführen. Die Gemeinden der Region beklagen die Umweltverschmutzung durch die Methoden des Abbaus von Edelmetallen. […]


Lateinamerika Peru

Wirtschaftswissenschaftler kritisieren offizielle Daten zur Wirtschaftsleistung

von Lateinamerikanachrichten(Berlin, 26. Mai 2009, npl).- In Peru gibt es Kritik an den offiziellen Daten zum Wirtschaftswachstum. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstitutes INEI wuchs die Wirtschaft des Andenlandes trotz der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise sowohl im Januar als auch im März dieses Jahres weiter mit mehr als drei Prozent, während sie im Februar stagnierte. Perus Wirtschaftsleistung hängt stark vom Export und von den Weltmarktpreisen für Metallerze ab: Und die sind seit dem letzten Jahr massiv eingebrochen. Zugleich wurden allein im Bergbausektor mehr als 10.000 Arbeiter*innen entlassen, Projekte und Investitionen verzögern sich. Nicht anders ist die Situation beim wirtschaftlich leistungsfähigeren südlichen Nachbarn Chile, dessen Ökonomie sich im wesentlichen auf die Förderung und den Export von Kupfer stützt. Doch Chile verzeichnet nun erstmalig seit 1999 im ersten Quartal eines Jahres mit einem Minus von knapp zwei Prozent eine schrumpfende Wirtschaftsleistung. […]


Argentinien

Streit um Gletscherschutz und -nutzung geht weiter

(Rio de Janeiro, 10. April 2009, púlsar).- In Argentinien gehen die Auseinandersetzungen um den Schutz der Gletscher des Landes weiter. Nachdem Argentiniens Präsidentin am 13. November ein Veto gegen ein von beiden Kammern des Kongresses genehmigtes Gesetz zum Schutz der Gletscher eingelegt hatte (siehe Poonal Nr. 823), forderte die ehemalige Abgeordnete Martha Maffei auf einer öffentlichen Anhörung am 30. März, alle Argentinier*innen sollten die Gletscher mit allem, was sie hätten, verteidigen, denn in ihnen seien 70 Prozent des Süßwassers, das Argentinien besäße, gelagert. […]