Indígenas


Kolumbien

Agrarstreik geht trotz Repression weiter

(Caracas, 8. Juni 2016, telesur).- Die Serie von Streiks, Straßenblockaden und Protestaktionen in Kolumbien geht ungeachtet der verschärften Repression der Regierung weiter. Am 30. Mai hatte die Minga Agraria, ein breites Bündnis aus Bauernverbänden, Gewerkschaften, Indigenen und Afro-Kolumbianer*innen mit dem unbefristeten Streik begonnen. Seitdem hat das Vorgehen der Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei, ESMAD, drei tote Indigene, mindestens 149 Verletzte und viele Festnahmen gefordert. […]


Mittelamerika Lateinamerika Argentinien Deutschland El Salvador Mexiko Südamerika Venezuela

onda-info 378

Hallo und willkommen zum onda-info 378! Zu Beginn dieser Sendung haben wir für euch eine Reihe Nachrichten – aus Argentinien, El Salvador und Mexiko. Beiträge gibt es zu Mexiko und Argentinien. […]


Honduras

Die Familie zum Tod von Berta Cáceres

Von Copinh Dokumentation (La Esperanza, 5. März 2016, copinh).- Am Totenbett unserer Berta – unserer Mutter, unserer Tochter, unserem Leitbild. Wir – ihre Töchter Olivia, Berta und Laura, ihr Sohn Salvador, ihre Mutter Austra Berta, begleitet von unseren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden – möchten der Öffentlichkeit mitteilen, wie wir uns in diesem Moment tiefster  […]


Peru

Indigene leiden unter Ölpest

(Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion  […]


Deutschland Ecuador Guatemala Honduras

onda-info 374

Hallo und Willkommen zum onda-info 374! Wir haben ganze vier Beiträge für Euch, darum fangen wir gleich an: 1. Wir berichten, wie sich indigenen Gemeinden und Umweltschützer*innen in Ecuador gegen die Ausbeutung ihrer Rohstoffe zu Wehr setzen. 2. Auch in Honduras kämpfen indigene Lenca-Gemeinden gegen die Zerstörung ihrer Umwelt, dazu haben wir uns einen Dokumentarfilm im Rahmen des Filmfestivals Globale in Berlin  […]


Guatemala: Das politische Manifest wird bei einer Pressekonferenz vorgestellt/Bildquelle: convergenciawaqibkej.wordpress.com
Guatemala

Indigene in Guatemala für Gründung eines Plurinationalen Staates

von Barbara Klitzke Rozas (03. Dezember 2015, amerika21.de).- Die indigenen Völker Guatemalas haben ein politisches Manifest für die Gründung eines Plurinationalen Staates verfasst. In verschiedenen regionalen und nationalen Treffen kamen die Völker Maya, Garifuna, Xinka, aber auch Mestiz*innen überein, ihre Forderungen und Vorschläge darin zusammenzufassen. […]


Grünes Gold - Kakaopflanzungen der Awajun / Foto: ideele revista
Peru

Grünes Gold in Gefahr: Der Kampf der Awajun-Indigenen gegen den Goldabbau und für ihre Wasserquellen

von Sandy El Berr, Lima (Berlin, 19. November 2015, ideele revista-npl).- Pancho Kantuash verschneidet vorsichtig seine Kakaobäume, die sich unter der Last der vielen roten und gelben Kakaoschoten biegen. Pancho ist ein etwa 60-jähriger Familienvater und Landwirt. Er ist Teil eines technischen Teams, das andere Awajun-Familien im nördlichen Amazonasgebiet Perus im ökologischen Kakaoanbau fortbildet. Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert und vor kurzem haben die Produzent*innen die Ökozertifizierung von Biolatina erhalten. In der Zukunft könnte ihnen das höhere Einnahmen sichern. Schon seit zwei Jahren verkaufen die Awajun ihren Kakao nach Europa. Aufgrund seines exzellenten Aromas wurde er dort bereits ausgezeichnet. […]


kolumbien militares cauca retenidos: Foto: Servindi
Kolumbien

Ermittlungen gegen Militärs nach Tod von indigenem Anführer

(Lima, 22. Oktober 2015, servindi).- Nach dem Tod des 70-jährigen indigenen Anführers Alfredo Bolaños sind Ermittlungen gegen 27 Soldaten der 29. Brigade der kolumbianischen Armee eingeleitet worden. Die Soldaten waren nach dem Tod des Aktivisten am 19. Oktober von der Guardia Indígena, dem indigenen Selbstschutz, 36 Stunden lang festgehalten und wurden dann in die Stadt Popayán gebracht. Nach offiziellen Angaben werden die Soldaten von ihren Aufgaben entbunden, „um die Arbeit der Justiz zu erleichtern; diese besteht darin, rauszukriegen, welche Person für den Tod des Indigenen verantwortlich ist.“ […]


Transparent bei der Demonstration am 12. Oktober:
Chile

Mapuche-Großdemo zum Tag des indigenen Widerstands

von Alina Rodenkirchen (Santiago de Chile, 16. Oktober 2015, amerika21.de).- In Chile sind Vertreter*innen der Volksgruppe der Mapuche und Sympathisant*innen in mehreren Städten gemeinsam auf die Straße gegangen, um gegen Landraub und Megaprojekte und für die Verteidigung der indigenen Gemeinden zu protestieren. In Chiles Hauptstadt Santiago demonstrierten rund 20.000 Personen. […]


Magui Balbuena wurde schon während der paraguayischen Militärdiktatur zur Aktivistin. Foto: Adital

Interview: Paraguay versinkt in der Drogenpolitik 1

von Cristiano Morsolin (Fortaleza, 17. Juli 2015, adital).- Magui Balbuena ist Kandidatin der Partei Kuña Pyrenda für das Amt der Vizepräsidentin von Paraguay und Mitglied sowie Gründerin des landesweiten Dachverbands Indigener Frauen und Landarbeiterinnen CONAMURI (Coordinadora Nacional de Mujeres Trabajadoras Rurales e Indígenas). Ihr Kampf begann 1971 im Alter von 21 Jahren als Mitglied der Katholischen Landjugend im Süden des Landes gelegenen Departamento Misiones – damals gegen die Diktatur und für die Organisation der Landbevölkerung. […]


chile conadi Räumung. Foto: Medio a Medio
Chile

Protestierende Mapuche gewaltsam geräumt

von El Ciudadano (Concepción, 07. September 2015, medio a medio).- Spezialeinheiten der chilenischen Militärpolizei Carabineros haben am Montag, 7. September gegen fünf Uhr morgens eine Gruppe von Mapuche-Aktivist*innen geräumt; diese hatten seit drei Wochen die Büros des Hauptsitzes der staatlichen Nationalen Gesellschaft für indigene Entwicklung CONADI (Corporación de Desarrollo Indígena) in Temuco besetzt gehalten. Die Räumung war am Wochenende vom Direktor der CONADI, Alberto Pizarro Chañilao von der sozialdemokratischen Partei PPD beantragt worden, nachdem die Verhandlungen mit den Aktivist*innen zu keinen Ergebnissen geführt hatten. […]


Bolivien Lateinamerika Mexiko Peru

onda-info 363

Hallo und Willkommen zum onda-info 363! Nach einer Nachricht über Einschüchterungen von Aktivistinnen und Aktivisten in Mexiko hört ihr zwei frischgebackene Beiträge aus unserer aktuellen Serie über Menschenrechte: Millionen von Bewohnern und Bewohnerinnen des Amazonas leiden unter Klimawandel, Abholzung und Artensterben. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann tauchen sie höchstens als Opfer auf; als edle Wilde im Dschungel oder entwurzelte Tagelöhner*innen in den Provinzstädten.  […]


kolumbien efrain jaramillo. Foto: Noticias Aliadas
Kolumbien

Interview: „Ein Friedensabkommen macht Entwaffnete nicht zu Engeln“

von Orsetta Bellani (Lima, 31. August 2015, noticias aliadas).- Der kolumbianische Anthropologe Efraín Jaramillo Jaramillo hat vier Jahrzehnte lang indigene, afrokolumbianische und Kleinbauerngemeinden bei dem Kampf um den Schutz ihrer Territorien und Kulturen begleitet. Er ist Direktor des Arbeitskollektivs Jenzera, einer interdisziplinären und interethnischen Gruppe, die 1998 gegründet wurde. Den Namen Jenzera, der in der Emberá-Sprache „Ameise“ bedeutet, erhielt die Gruppe von Kimy Pernía, einem indigenen Anführer der Emberá Katío, der 2001 von Paramilitärs getötet wurde. […]


Vielfalt der einheimischen Maissorten / Foto: archivo de proyectos, CC BY NC SA 2.0, flickr
Mexiko

Fallbeispiel Gensoja: Menschenrechtskommission bekräftigt Recht der indigenen Völker auf Konsultation

von ceccam (Berlin, 09. August 2015, poonal).- Die staatliche Nationale Menschrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de los Derechos Humanos) hat festgestellt, dass das mexikanische Landwirtschaftsministerium (Sagarpa) das Recht der indigenen Völker auf eine freie, vorherige und informierte Konsultation mehrfach verletzt hat. Hintergrund ist die Sagarpa-Genehmigung für den Anbau von Gensoja auf der Halbinsel Yuacatán. Dagegen hatten mehrere Maya-Gemeinden mit Hinweis auf die fehlende Konsultation und internationale Abkommen erfolgreich geklagt. […]


Montes Azules, auch ein schönes Fleckchen
Mexiko

Der neue Krieg gegen die indigenen Völker

von Francisco López Bárcenas (Mexiko-Stadt, 25. Juli 2015, la jornada).- Auf den Kampf der indigenen Völker Mexikos gegen die Ausplünderung und für ihre Sicherheit hat die Regierung solch eine aggressive Antwort gegeben, dass mehrere Beobachter*innen an einen neuen Vernichtungskrieg gegen sie denken. Eine Reihe von Ereignissen ergibt ein Gesamtbild, das sich zu dieser Vermutung verdichtet. Ein wichtiges Element ist die Existenz einer institutionellen Politik, die die indigenen Völker ihrer Territorien berauben will, um sie den multinationalen Unternehmen zu übergeben oder öffentliche Infrastruktur zu bauen, die ihnen danach zur Nutzung konzessioniert wird. […]


El Salvador / Wandbild Familie onourownpath.com, CC BY NC SA 2.0, flickr
El Salvador Mittelamerika

„Die indigenen Völker stehen nicht auf der Agenda der Regierungen Mittelamerikas“

von Tomás Andréu (Lima, 24. Juni 2015, noticias aliadas).- Interview mit dem indigenen Aktivisten Jesús Amadeo Martínez vom Volk der Lenca. Der salvadorianische Anwalt ist Präsident des Indigenen Rates für Mittelamerika CICA (Consejo Indígena de Centroamérica) und Vertreter des salvadorianischen Indigenenrates CCNIS (Consejo Coordinador Nacional Indígena Salvadoreño). Der 54-Jährige erfuhr erst 1992 von seinen indigenen Wurzeln, nach Abschluss der Friedensverträge, die den seit 1980 tobenden Bürgerkrieg in El Salvador beendeten. […]


Ohne indigene Gebiete keine indigenen Völker

von Gustavo González (Montevideo, 16. Juni 2015, comcosur).- Ende Mai und Anfang Juni wurde in verschiedenen Ländern eine Kampagne zur Problematik urbaner Flächen und ländlicher Gebiete veranstaltet. Kürzlich las ich die Ergebnisse, zu denen die Organisationen gekommen sind und hielt besonders bei den Aussagen Miguel Cruzabies inne, dem Anführer der Guaraní im Nordwesten Paraguays, dem Pueblo Guaraní Occidental. Dabei fiel mir ein, dass ich vor längerer Zeit einmal darum gebeten wurde, ein paar abschließende Bemerkungen zu einer Reihe von Artikeln über Land und Eigentum zu machen. Damals schien mir nichts geeigneter, als mich auf einen Brief zu berufen, den Häuptling Seattle im Jahr 1855 an den Präsidenten der USA richtete. […]