friedensprozess


Kolumbien

Rechtsberater der ELN: Friedensprozess droht zu scheitern

In Anbetracht der Krise, in der sich die Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) befinden, hat der Rechtsberater der Guerilla Carlos Alberto Ruiz Socha in einem Interview mit dem kolumbianischen Nachrichtenportal Zona Cero für eine Wiederaufnahme des Dialogs stark gemacht: „Nimmt man die Friedensverhandlungen nicht sofort wieder auf, sind sie verloren und die Situation in Kolumbien verschärft sich.“ […]


Kolumbien

ELN ernennt Rodríguez Bautista zu Unterhändler für Friedensgespräche

Die kolumbianische Guerrillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) hat ihren obersten Kommandanten Nicolás Rodríguez Bautista zum Repräsentanten ihrer Friedensdelegation für die zur Zeit abgebrochenen Friedensgespräche auf Kuba ernannt. In einem Brief informierten sie den Beauftragten der kolumbianischen Regierung für die Friedensgespräche, Miguel Ceballos. Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hatte Anfang Oktober gegen Rodríguez Bautista einen internationalen Haftbefehl erwirkt.  […]


Temístocles Machado
Kolumbien

Mindestens 14 Gemeindeführer*innen seit Dezember ermordet

Am Dienstag, den 30. Januar wurden mit Nixon Mutis und Leidy Amaya zwei weitere Gemeindeführer*innen aus den kolumbianischen Departments Sur de Bolívar und Catacumbo (Region Karibik und Santander) ermordet, weil sie das Recht auf ein Leben in Frieden verteidigten und einforderten. Damit erhöht sich die Anzahl dieser Mordfälle im Dezember und Januar auf mindestens 14. […]


ELN
Kolumbien

„Alle sprechen vom Frieden, aber wir fragen uns wo er bleibt”

Eine Offensive der Nationalen Befreiungsarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional) hat den bewaffneten Konflikt in Kolumbien wieder neu entfacht. Misstrauen prägt nun den Dialog in Quito. Besonders beunruhigt über diese Entwicklung sind die abgelegenen ELN-dominierten Gemeinden, in denen der Krieg wieder aufzuflackern droht. Daher wurden große Hoffnungen in den Besuch des neuen UNO-Generalsekretärs gesetzt. Er sollte dazu beitragen, den Dialog wieder in Gang zu bringen und das Misstrauen bezüglich des Friedenswillens der ELN zu bereinigen. Diese hatte nach Auskunft des Verteidigungsministeriums in der zweiten Januarwoche zwölf bewaffnete Angriffe verübt, eine Soldaten getötet und zwei Marinesoldaten verletzt. […]


Dalaider Ortiz
Kolumbien

Ehemaliger FARC-Kämpfer in Antioquia erschossen

Der ehemalige Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC, Dalaider de Jesús Vásquez, genannt Dalaider Ortiz, wurde in der Stadt Ituango im Depatment Antioquia von zwei Personen angegriffen und getötet. Weitere Personen wurden bei der Schießerei verletzt. Die Täter sind bisher nicht identifiziert. […]


Juan Manuel Santos und Álvaro Uribe
Kolumbien

Die Verhandlungen mit den FARC haben das politische Panorama verändert

2018 wird es in Kolumbien zwei Wahlen geben: die legislativen im März und die Präsidentschaftswahlen im Mai. Nicht nur für die Bildung des Parlaments und der Exekutive, sondern auch für die Umsetzung der mit der Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterschriebenen Friedensvereinbarungen, werden dies entscheidende Momente sein. Diese Verhandlungen sind die neuesten der vielen Ereignisse, die in den letzten Jahren das parteipolitische Panorama Kolumbiens fast vollständig verändert haben. Das erste Ereignis war die Distanzierung des aktuellen Präsidenten Juan Manuel Santos zu seinem Vorgänger Álvaro Uribe. […]


Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Mit dem Ende der Entwaffnung beginnt die Geschichte der FARC-Partei

(Montevideo 16. August 2017, la diaria-poonal).- Der letzte Container mit Waffen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) verließ am 15. August eine der Normalisierungs- und Übergangszonen, in denen bis jetzt etwa 7.000 Guerillakämpfer*innen auf ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft vorbereitet wurden. Damit ist die Entwaffnung der Guerilla beendet. Die Vereinten Nationen, welche die Waffen entgegennahmen, werden diese nun einschmelzen lassen, um daraus drei Statuen anzufertigen (eine wird in Kolumbien bleiben, eine weitere geht nach Kuba und die letzte wird im UNO-Hauptquartier in New York aufgestellt werden). […]


Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Wichtiger Schritt im Friedensprozess: FARC geben Waffen ab

Mit der Übergabe von etwa 7.000 Waffen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) an eine Sonderkommission der Vereinten Nationen ist am 27. Juni eine lange und gewaltsame Ära in Kolumbien zu Ende gegangen. Die Übergabe der [letzten] Waffen ist entscheidend für die Umsetzung des im November 2016 zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC geschlossene Friedensabkommen. Nach einem halben Jahrhundert langen Konflikt beginnt für die FARC-Kämpfer*innen das Ende des Lebens im Untergrund und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Es wird geschätzt, dass sich vor dem 27. Juni noch etwa 40 Prozent der Waffen in Händen der FARC befanden. […]


AGC-Circa 250 neue Paramilitärs sind im Norden von Chocó eingesickert
Kolumbien

Hunderte Paramilitärs in den Nordwesten Kolumbiens eingedrungen

Von Hans Weber. (02. April, amerika21).- In Jiguamiandó im Norden des Departamento Chocó in Kolumbien sind diese Woche rund 250 Männer der paramilitärischen Gruppe „Gaitán-Selbstverteidigungsgruppen“ (AGC) angekommen. Dies berichtet die ökumenische Organisation Justicia y Paz (CIJP). Sie seien in kleinen Gruppen von Landarbeitern, Sägewerkarbeitern und Goldwäschern in die Region eingesickert. Ihre Waffen und Uniformen ließen sie parallel in Säcken auf Geländewagen oder Maultieren transportieren. Den Einwohner*innen gegenüber hätten sie gesagt, sie seien „gekommen, um zu bleiben und Fortschritt zu bringen“. […]


Guerilla am Fluss
Kolumbien

Interview mit Olga Marín, Guerillaführerin der FARC

Sie ist 56 Jahre alt und widmete 35 Jahre ihres Lebens dem bewaffneten Kampf als Guerillakämpferin der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, FARC. Sie ist eher nur durch Zufall dazu gestoßen und es war nicht immer einfach, aber ihrer Erzählung merkt man an, dass sie stolz ist. Von Kolumbien aus, wo sie sich derzeit bis zum Abschluss des Demobilisierungsprozesses aufhält, sprach Olga Marín mit La Diaria in einem Telefon-Interview über ihre Erfahrung im Dschungel, die Herausforderungen der letzten drei Jahrzehnte und die Erwartungen an eine Zukunft ohne Gewehre. […]


Guerilleros
El Salvador Guatemala Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Die Kämpfe nach dem Frieden

(São Leopoldo, 14. März 2017, ihu-unisinos).- Die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Abkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC erinnern an die Probleme, die bei ähnlichen Prozessen, wie etwa in Guatemala und El Salvador, aufgetaucht sind. Dort führte die geringe Handlungsfähigkeit der Behörden dazu, dass die Versprechen nicht umgesetzt wurden und die Ursachen für die bewaffneten Konflikte in beiden Ländern bis heute fortbestehen. […]


ermordete Aktivistinnen
Kolumbien
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Ermordete Aktivistinnen: Frauen als militärische Zielscheibe

(Lima, 14. Februar 2017, servindi).- Fünf Aktivistinnen von sozialen Organisationen sind seit dem Inkrafttreten der Friedensverträge bereits ermordet worden. Die Nachricht von dem Portal ¡Pacifista! weist auf die enormen Herausforderungen hin, die der kolumbianischen Gesellschaft für einen wirklich dauerhaften Frieden für alle noch bevorstehen. Die erste Herausforderung besteht vielleicht darin, dass die Regierung den systematischen Charakter dieser Verbrechen anerkennt, die von paramilitärischen Gruppen ausgeführt werden und Frauen zur militärischen Zielscheibe machen. […]


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2016

Kolumbianer*innen demonstrieren auf den Straßen ihren Wunsch nach Frieden

(Caracas, 13. Oktober 2016, telesur).- Die Straßen haben sich in einen Schauplatz für die Sehnsucht der Kolumbianer*innen nach Frieden verwandelt. Das zeigte sich in den Tagen nach dem Plebiszit, als Indigene, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, soziale Gruppen und Studierende auf die Straßen von Bogotá zogen. In der „Marcha de las Flores“ (Demonstrationszug der Blumen) forderten sie die Einsetzung des Friedensabkommens. […]


Kolumbien

„Wir wollen in Frieden leben“

Tausende junge Kolumbianer*innen haben am Mittwoch, 5. Oktober mit einem Schweigemarsch in Bogotá ihre Unterstützung für den Friedensprozess demonstriert. Sie betonten ihre Unterstützung zu dem in Havanna ausgehandelten Friedensvertrag zwischen der Regierung und der Rebellenarmee FARC-EP. An der Demonstration, die vom Planetarium bis zur zentralen Plaza de Bolívar zog, nahmen auch tausende Nicht-Student*innen mit Kerzen und geballten Fäusten teil.  […]


Kolumbien

Indigene Gemeinschaften demonstrieren für den Frieden

Im südkolumbianischen Bundesstaat Cauca fand am Mittwoch, 7. September, ein gemeinsames Treffen indigener Vertreter*innen mit Delegierten der Regierung und der FARC statt, die das indigene Reservat La María Piendamó besucht hatten. Zu dem Treffen hatten die indigenen Behörden ihre 123 Cabildos (indigene Gemeinschaften) und sozialen Organisationen aufgerufen. La María Piendamó ist der Ort, wo die indigenen Gemeinschaften bereits im Mai 2016 für den Agrarstreik mobilisierten. […]