ELN erklärt Bereitschaft, die Friedensgespräche wieder aufzunehmen

Pablo Beltrán
Die Verhandlungsdelegation der ELN wartet in Kuba auf eine Antwort der kolumbianischen Regierung. Foto: Telesur

(Caracas, 6. Februar 2019, telesur/poonal).- Pablo Beltrán, Chef der ELN-Friedensdelegation in der kubanischen Hauptstadt Havanna, hat erneut versichert, dass die kolumbianische Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) gewillt sei, die Friedensverhandlungen weiterzuführen, die mit der vorherigen kolumbianischen Regierung begonnen hatten.

Die Delegation zeigte sich bereit, einige Punkte der bereits erreichten Abkommen neu zu verhandeln. Sollte es notwendig sein, so Beltrán, könnten mit der Regierung die Protokolle neu vereinbart werden, die für den Fall eines Verhandlungsendes die Rückkehrbedingungen der Guerilladelegation aus Havanna festlegen. Dies jedoch nur, sollte Präsident Ivan Duque für die Sicherheit der Delegierten garantieren. „Wenn dem Präsidenten die Protokolle nicht gefallen, verhandeln wir sie eben neu. Was anderes können wir nicht tun. Er ist der einzige, der uns eine Sicherheitsgarantie geben kann“, äußerte Beltrán vor den lokalen Medien.

Die Regierung Duques hat neue Bedingungen an eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gestellt, die unter der Präsidentschaft von Juan Manuel Santos aufgenommen worden waren. Sie fordert die ELN dazu auf, ihre Kampfhandlungen zu beenden und ihre Geiseln freizulassen. Die ELN versicherte hingegen, für neue Verhandlungen ohne vorherige Forderungen bereit zu sein mit dem Ziel, eine politische Lösung zu finden und den Friedensprozess in Kolumbien weiter voranzubringen. Die Friedensdelegation plane, solange in Havanna zu bleiben, bis die kolumbianische Regierung sich äußere.

Seit Iván Duque im August 2018 Präsident geworden ist, liegen die Friedensgespräche mit der ELN auf Eis. Nach einem schweren Autobombenanschlag der ELN in Bogotá hat die kolumbianische Regierung den Friedensprozess für beendet erklärt und Kuba aufgefordert, die zehnköpfige ELN-Verhandlungsdelegation an Kolumbien auszuliefern. Kuba hat diese mit Verweis auf die bestehenden Vereinbarung für eine Rückkehr abgelehnt.

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