ELN


Kolumbien

Rechtsberater der ELN: Friedensprozess droht zu scheitern

In Anbetracht der Krise, in der sich die Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) befinden, hat der Rechtsberater der Guerilla Carlos Alberto Ruiz Socha in einem Interview mit dem kolumbianischen Nachrichtenportal Zona Cero für eine Wiederaufnahme des Dialogs stark gemacht: „Nimmt man die Friedensverhandlungen nicht sofort wieder auf, sind sie verloren und die Situation in Kolumbien verschärft sich.“ […]


Kolumbien

ELN bekennt sich zu Anschlag – Delegation weiß von nichts

Die kolumbianische Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) hat sich am 21. Januar zu dem Anschlag auf eine Polizeischule in Bogotá bekannt, bei dem am 17. Januar 20 Polizisten und der Attentäter ums Leben kamen, 68 Polizisten wurden verletzt. In der Kadettenschule der Nationalpolizei werden Polizeioffiziere ausgebildet. […]


Kolumbien

ELN ernennt Rodríguez Bautista zu Unterhändler für Friedensgespräche

Die kolumbianische Guerrillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional) hat ihren obersten Kommandanten Nicolás Rodríguez Bautista zum Repräsentanten ihrer Friedensdelegation für die zur Zeit abgebrochenen Friedensgespräche auf Kuba ernannt. In einem Brief informierten sie den Beauftragten der kolumbianischen Regierung für die Friedensgespräche, Miguel Ceballos. Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hatte Anfang Oktober gegen Rodríguez Bautista einen internationalen Haftbefehl erwirkt.  […]


Argentinien Chile Deutschland Kolumbien Lateinamerika Nicaragua

onda-info 436

in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Wir versuchen trotzdem, euch einen Überblick zu verschaffen. Und in Kolumbien hat es wieder nicht gereicht: 42 Prozent für den linken Präsidentschaftskandidaten Petro waren nicht genug. Iván Duque, Vertreter des konservativen Establishments und Ziehsohn von Hardliner Uribe, wird der nächste Präsident. Das bedeutet für den Friedensprozess nichts Gutes; allerdings war vom Frieden in vielen Provinzen eh nicht viel zu spüren. Bereits vor den Wahlen haben wir darüber mit zwei Aktivist*innen aus der kolumbianischen Provinz Bolívar gesprochen. […]


Kolumbien

Wahlanalyse Kolumbien: Der Uribismus kommt zurück

Der Wahlsieg von Iván Duque zeigt, dass die traditionellen Eliten in Kolumbien nach 218 Jahren immer noch fest im Sattel der Macht sitzen; dass sie die Institutionen weiterhin in Beschlag nehmen und ihre Beziehungen weit in die Kreise der Wirtschaftsgrößen und Lokalmächte hineinreichen. Mit Iván Duque hat Álvaro Uribe es geschafft in Form eines jüngeren, noch nicht so verbrauchten und wie es aussieht fügsamen Kandidaten, wieder an die Macht zu gelangen. […]


Kolumbien Kuba

ELN und kolumbianische Regierung in Havanna

Kuba scheint der ideale Ort zu sein, um den seit 2017 staffindenden Dialog zwischen der Rebellenarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional) und der kolumbianischen Regierung wieder aufzunehmen. Nachdem Ecuador sich als neutraler Ort für die Friedensgespräche zurückgezogen hatte, entschieden sich beide Parteien für Havanna, um in die fünfte Gesprächsrunde zu gehen. […]


ELN
Kolumbien

„Alle sprechen vom Frieden, aber wir fragen uns wo er bleibt”

Eine Offensive der Nationalen Befreiungsarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional) hat den bewaffneten Konflikt in Kolumbien wieder neu entfacht. Misstrauen prägt nun den Dialog in Quito. Besonders beunruhigt über diese Entwicklung sind die abgelegenen ELN-dominierten Gemeinden, in denen der Krieg wieder aufzuflackern droht. Daher wurden große Hoffnungen in den Besuch des neuen UNO-Generalsekretärs gesetzt. Er sollte dazu beitragen, den Dialog wieder in Gang zu bringen und das Misstrauen bezüglich des Friedenswillens der ELN zu bereinigen. Diese hatte nach Auskunft des Verteidigungsministeriums in der zweiten Januarwoche zwölf bewaffnete Angriffe verübt, eine Soldaten getötet und zwei Marinesoldaten verletzt. […]


Kolumbien

Sechs indigene Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen getötet

Von Ariana Pérez. (14. Dezember 2017, amerika 21).- Laut der indigenen Organisation ACIN sind in der Autonomieregion Cerro Tijeras am Wochenende sechs Menschenrechtsaktivist*innen erschossen worden. Die traditionellen Autoritäten informieren über eine dramatische Sicherheitslage und vermehrte Angriffe gegen Mitglieder der indigenen Gemeinschaften. […]


Radios als Peacemaker? Im Friedensprozess in Kolumbien kommt ihnen eine wichtige Rolle zu /Foto: altaír, cc-by-nc-2-0
Kolumbien
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Vom Guerilla-Funk zum Community-Radio – Radios als Peacemaker

Von Nils Brock. Berlin, 25. Oktober 2017, npl).- Als die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation FARC im Dezember vergangenen Jahres einen Friedensvertrag vorlegten, kam auf gut 300 Seiten so einiges zusammen. Schließlich soll der Text helfen, einen seit über 50 Jahren andauernden bewaffneten Konflikt zu beenden. Doch ein nachhaltiger Frieden ist noch längst nicht in Sicht: Menschenrechtsverletzungen aufklären, strittige Landfragen lösen, Tausenden Ex-Guerilleros und Ex-Guerilleras die Waffen abnehmen und die Rückkehr in ein ziviles Leben ermöglichen. Keine leichte Aufgabe, die schon dabei anfängt, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Zum Beispiel in den Medien. […]


Kolumbien

Chocó: Paramilitärs dringen in Dorf ein

200 Paramilitärs der Autodefensas Gaitanistas de Colombia sollen am Morgen des 3. März in die afrokolumbianische Gemeinde Peña Azul eingedrungen sein. Das berichtet die Menschenrechtskommission des “Congreso de los Pueblos”, ein Zusammenschluss von Basisbewegungen in Kolumbien. Peña Azul liegt in Alto Baudí im nordwestlichen Department Chocó. Nach Angaben des Congreso de los Pueblos hätten die Paramilitärs um sich geschossen und sich Gefechte mit Aufständischen der ELN (Ejército de Liberación Nacional) geliefert. […]


Kolumbien

Soziale Aktivist*innen werden wieder zum Schweigen gebracht

In den 18 Tagen nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellen der FARC-EP am 26. August sind in Kolumbien bereits 13 soziale Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet worden. Néstor Iván Martínez und Maria Fabiola Jiménez de Cifuentes sind die letzten beiden Ermordeten, die bis zum 13. September aufgelistet werden. […]


Kolumbien

ELN verhängt Ausgangssperre

Die zweitgrößte Rebellenarmee Kolumbiens ELN (Ejército de Liberación Nacional de Colombia) hat am Samstag, 10. September eine Ausgangssperre von 72 Stunden angekündigt. Der sogenannte „paro armado“ soll am 12. September in denjenigen östlichen Departments Kolumbiens stattfinden, in denen die ELN operiert. Die „Östliche Front“ der ELN teilte mit, die Ausgangssperre solle am 12. September um sechs Uhr morgens beginnen und am 15. September ebenfalls um sechs Uhr enden.  […]


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2016

Ex-Chef der ELN rief nach seiner Freilassung zur Unterstützung des Friedensprozesses auf

(Caracas, 02. August 2016, telesur).- Der ehemalige Kommandant der Nationalen Befreiungsarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional), Carlos Velandia, bekannt als Felipe Torres, forderte die Kolumbianer*innen nach seiner Freilassung am vergangenen 1. August mittels einer in Umlauf gebrachten Audio-Aufnahme auf, weiterhin für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Land zu kämpfen.  […]


Kolumbien

Kolumbien feiert Waffenstillstand

Das Abkommen zwischen Farc-Guerilla und der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos über einen bilateralen Waffenstillstand ist in Kolumbien mit großer Freude aufgenommen worden. Zugleich betonten Vertreter*innen sozialer Organisationen und politischer Bewegungen, dass es sich nur um einen ersten Schritt hin zu einem „umfassenden Frieden mit sozialer Gerechtigkeit“ handle. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) und die Regierung haben sich nach fast dreijährigen Verhandlungen vergangene Woche auf die Niederlegung der Waffen und Sicherheitsgarantien für oppositionelle Kräfte geeinigt. […]