Entführungen


Protest von MigrantInnen gegen Entführung und Gewalt im April 2011 / Brenmorado, Flickr
Mexiko Mittelamerika

Karawane von Müttern verschwundener MigrantInnen

(Buenos Aires, 14. November 2011, púlsar/poonal).- Eine Gruppe von 33 Müttern aus den zentralamerikanischen Staaten Honduras, Nicaragua und El Salvador hat eine zweiwöchige Karawane durchgeführt, um nach ihren in Mexiko verschwundenen Söhnen und Töchtern zu suchen. Die Karawane begann am 30. Oktober und endete am 16. November. Die Frauen folgten der Route, die von zentralamerikanischen MigrantInnen genutzt wird, um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. […]


Demonstration gegen das Verschwinden von Maula Moreno (August 2011) /Ciudadana-express.com
Mexiko

Oaxaca: Schweigemarsch für entführte Anwältin Paula Moreno Gómez

von Patricia Briseño (Mexiko-Stadt, 08. August 2011, cimac/poonal).- Sechs Monate nach dem Verschwinden von Paula Moreno Gómez haben am vergangenen 21. August Hunderte Menschen mit einem Schweigemarsch in die Hauptstadt Oaxaca gegen die Untätigkeit der Behörden bei Entführungsfällen demonstriert. Die 42-jährige Anwältin Paula Moreno Gómez hatte sich am 4. Februar dieses Jahres auf dem Weg zur Arbeit befunden, als sie spurlos verschwand. Die Demonstrant*innen forderten von den Bundesbehörden und den Behörden des Staates Oaxaca die gründliche Untersuchung und Aufklärung derartiger Fälle. […]


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Argentinien

Ledesma – berühmte Zuckerfabrik mit bitterem Hintergrund

(Buenos Aires, 01. August 2011, ecupres).- Im ersten Jahr der Militärdiktatur, in der Nacht des 26. Juli 1976, wurde im gesamten Departament Ledesma der Strom abgestellt. Im Schutz der Dunkelheit begannen Polizisten, Gendarmen, Soldaten und Vorarbeiter der Zuckerfabrik Ledesma, in der Provinzhauptstadt Libertador General San Martín und in Calilegua Wohnungen zu plündern und niederzureißen. In Fahrzeugen der Firma Ledesma wurden mehr als 400 Arbeiter*innen, Student*innen und Akademiker*innen verschleppt und in Wartungsschuppen der Zuckerfabrik gesperrt. Dort wurden sie tage- und monatelang festgehalten und gefoltert, ihre Köpfe verhüllt, so dass sie die Folterer niemals zu Gesicht bekamen. Nach Folter und Verhören wurden einige von ihnen freigelassen, andere in Kommissariate, Kasernen und Gefängnisse in anderen Provinzen verbracht. Dreißig Menschen werden noch heute vermisst. […]


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Mexiko

16 Bundesstaaten für Migrant*innen besonders gefährlich

(Venezuela, 18. April 2011, telesur).- Die halbstaatliche mexikanische Menschenrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de Derechos Humanos) gab am 18. April bekannt, dass Migrant*innen ohne Papiere, die Mexiko auf ihrem Weg in die USA durchqueren, in 16 von 32 mexikanischen Bundesstaaten verstärkt damit rechnen müssen, Opfer von Übergriffen zu werden. Aus dem „Sonderbericht zu Fällen von Entführung von Migranten in Mexiko“ der Kommission geht hervor, dass die Mehrzahl der betroffenen Orte „direkt an der Route des Zuges liegt, den diese bei ihrer Durchreise in Richtung der Vereinigten Staaten nehmen“. […]


Ciudad Juarez. Foto: Archiv
Mexiko

Angehörige einer ermordeten Menschenrechtsktivistin entführt

von Alejandro Pacheco(Buenos Aires, 11. Februar 2011, púlsar).- Am 7. Februar sind drei Familienangehörige der ermordeten Menschenrechtlerin Josefina Reyes im Bundesstaat Chihuahua entführt worden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) forderte die mexikanischen Behörden auf, den Aufenthaltsort der drei Entführten herauszufinden. […]


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Guatemala Mexiko

Ahndung von Verbrechen an Migrant*innen gefordert

(Buenos Aires, 30. Dezember 2010, púlsar).- Soziale Organisationen aus Guatemala fordern in einer Ende Erklärung vom mexikanischen Staat, dass Verbrechen an Migrant*innen strafrechtlich verfolgt werden. „Entführungen, Erpressungen, Drohungen und Morde von mittelamerikanischen Migrant*innen, die sich auf dem Weg in die USA befinden, müssen untersucht werden“, heißt es in dem Papier, dass der Regierung Ende des vergangenen Jahres übersandt worden war. […]


migrantes. Foto: Archiv
Mexiko

Oaxaca – Zentrum von Gewalt und Entführungen von MigrantInnen

von Nubia Piqueras Grosso (Havanna, 07. Januar 2011, prensa latina).- Alejandro Solalinde Guerra, katholischer Priester und Leiter der Herberge für Migrant*innen “Hermanos en el Camino” in Ixtepec im Südosten von Oaxaca, bezeichnet diesen Bundesstaat als Zentrum der organisierten Entführung von Migrant*innen. Ihm zufolge wird dieses kriminelle Geschäft von Mitgliedern der Maras von M-13, der Zetas und der lokalen organisierten Kriminalität kontrolliert. […]


Migrant innen / Foto: Archiv
Mexiko

J’accuse – Menschenrechtsverletzungen an MigrantInnen

von Angela Isphording, Mexiko-Stadt (Berlin, 21. Oktober 2010, npl).- Vom 8. bis zum 11. November findet in Puerto Vallarta, Mexiko das Global Forum on Migration and Development (GFMD) statt. Zum vierten Mal treffen sich Mitgliedsstaaten der UNO, um gemeinsam über Migrationsfragen zu diskutieren. Unter dem Motto „Partnerschaft für Migration und menschliche Entwicklung – gemeinsamer Wohlstand, gemeinsame Verantwortung“ wird die Diskussion des letzten Jahres über den Nutzen und die Nutzung von Migration weitergeführt. Auf dem von der spanisch-mexikanischen Bank BBVA Bancomer gesponsertem Parallelforum der Zivilgesellschaft werden handverlesene Organisationen und Akteure zu ähnlichen Themen wie z.B. „Aufbau von Partnerschaften mit dem Privatsektor“ diskutieren. Viele MigrantInnenorganisationen verurteilen beide Initiativen und sprechen dem mexikanischem Staat das Recht ab, eine Prestige-Veranstaltung zu dem Thema zu organisieren. Stattdessen rufen sie zum „Alternativen Weltforum der Menschen in Bewegung“ und dem ersten „Internationalen Tribunal des Gewissens“ auf.   […]


Mexiko

Oberster Gerichtshof spricht 12 Gefangene von Atenco frei

von Alejandro Pacheco(Buenos Aires, 30. Juni 2010, púlsar).- Mit einer Mehrheit von vier zu eins Stimmen beschlossen die Richter der Ersten Kammer des Mexikanischen Gerichtshofs am 30. Juni die Freilassung von neun Bauern. Sie beschlossen außerdem die Entlassung von Felipe Álvarez Medina, Héctor Galindo und Ignacio del Valle. Die drei sind Angehörige Organisation Vereinigung der Völker zur Verteidigung des Landes FPDT (Frente de Pueblos en Defensa de la Tierra de Atenco). Valle war wegen Entführung und Anschlägen auf Transportwege zu 112 Jahren Gefängnis verurteilt worden (vgl. u. a. poonal 811). Die Freilassung sollte wenige Stunden darauf erfolgen. […]


Honduras

Selektive Repression

von Tobias Lambert(Darmstadt, 19. Februar 2010, amerika21.de).- Tegucigalpa. Menschenrechtsorganisationen und die Widerstandsbewegung in Honduras verzeichnen weiterhin eine hohe Anzahl selektiver politischer Verbrechen in dem mittelamerikanischen Land. So kamen dieses Jahr bereits mindestens zehn Mitglieder*innen des Widerstandes gewaltsam ums Leben. Seit der Amtsübergabe an Porfirio Lobo am 27. Januar wurden mit Vanessa Zepeda und Julio Fúnez Benítez zwei Gewerkschaftsmitglieder*innen gezielt getötet. Ein weiterer Gewerkschafter, Porfirio Ponce, wurde Mitte Februar in seinem Haus überfallen. Dabei entwendeten die Eindringlinge seinen Computer und beschmierten das Innere des Wohnhauses mit Blut. […]


Honduras

Mordfälle, Entführungen und Folter erschweren Bildung der Wahrheitskommission

(Fortaleza, 17. Februar 2010, adital).- Inmitten der Diskussionen um die Bildung der vom „Abkommen von Tegucigalpa/San José“ vorgesehenen Wahrheitskommission gehören Menschenrechtsverletzungen auch nach dem Amtsantritt von Präsident Porfirio Lobo weiterhin zum Alltag der Honduraner*innen. Jüngstes Beispiel ist die Ermordung von Julio Funes Benítez. Er gehörte der Gewerkschaft der Angestellten der Staatlichen Wasserversorgungsbetriebe (Sindicato de Trabajadores del Servicio Autónomo Nacional de Acueductos, Alcantarillados y Similares) sowie der Widerstandsfront gegen den Staatsstreich (Frente de Resistencia Contra el Golpe de Estado) an und wurde am 15. Februar von zwei unbekannten Personen, die auf Motorrädern unterwegs waren, erschossen. […]


Peru

Oberster Gerichtshof bestätigt Urteil gegen Fujimori

(Rio de Janeiro, 04. Januar 2010, púlsar).- Im April des vergangenen Jahres war der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori von einer Sonderkammer des Obersten Gerichtshofes zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Dieses Urteil wurde nun in der Nacht zum 3. Januar 2010 von der Ersten Übergangsstrafkammer des Obersten Peruanischen Gerichtshofes bestätigt. […]


Kolumbien

Erdöl um jeden Preis

von Carola Caggiano(Berlin, 30. November 2009, npl).- Eines der wenigen lateinamerikanischen Länder, über die auch hierzulande immer wieder berichtet wird, ist Kolumbien. Gegenstand der medialen Aufmerksamkeit sind vor allem die Aktivitäten der Paramilitärs, der Drogenhandel, der Plan Colombia, Entführungen, Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe und die Erdölvorkommen des Landes. Trotz der gesellschaftspolitisch eher bedenklichen Zustände konnte Kolumbien im Jahr 2005 den stärksten Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in ganz Lateinamerika verzeichnen. Ein großer Teil dieser Investitionen floss in die Erdölindustrie. Wie hat sich die Entwicklung dieses Sektors auf die Kolumbianer*innen ausgewirkt? Der Erdölabbau erfolgt zum großen Teil in Indígena-Territorien, die von bewaffneten Gruppen wie der Armee der Nationalen Befreiung ELN (Ejército de Liberación Nacional) oder der Bewaffneten Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) als Rückzugsgebiete genutzt werden. Welchen Preis haben die Sicherheitsgarantien der kolumbianischen Regierung gegenüber transnationalen Unternehmen? Davon wiederum ist in den Medien eher selten die Rede. […]