Natur


Der Rio Marañon im peruanischen Cenepa ist einer der Quellflüsse des Amazonas. Bild: Nils Brock.
Ecuador Peru
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Indigene kämpfen für den Schutz der Amazonas-Quellflüsse

Der Amazonas und seine Quellflüsse werden oft als die „grüne Lunge“ unseres Planeten bezeichnet. Doch der Lunge geht es schlecht: Wie eine nimmersatte Raupe arbeiten sich von allen Seiten profitorientierte Industrien durch den Regenwald: Ölbohrungen, Bergbau, Wasserkraftwerke, Flussbegradigungen und Soja-Monokulturen. Jede einzelne Industrie ist ein Baustein für die drohende Klimakatastrophe. Wie soll man diesen Wahnsinn stoppen? Indigene Gruppen aus dem Amazonasgebiet  […]


Break Free Ecuador: YASunidos besetzen eine Straße, um für die Nicht-Ausbeutung der Ölreserven zu demonstrieren. Quelle: YASunidos
Bolivien Deutschland Ecuador
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Gutes Leben für alle – oder was wir vom Buen Vivir lernen können

Was verbirgt sich hinter dem Konzept des Buen Vivir? Einigen kann man sich wohl darauf, dass alle ein Recht auf ein gutes Leben haben sollten. Wir wollten es genauer wissen und hörten uns auf der Woche zum Buen Vivir um, die Ende April diesen Jahres in Berlin stattfand. […]


Mexiko

Neun Jahre Haft für drei tote Kaninchen? Absurdes Vorgehen gegen zapotekischen Bauern und Kommunalpolitiker

Von Gerd Goertz. (Mexiko-Stadt, 30. August 2016), npl).- Der Fall mag absurd erscheinen, steht jedoch nicht alleine da. Immer wieder gibt es in der mexikanischen Presse Berichte, dass vor allem indigene Kleinbauern aufgrund von Delikten wie „illegaler Jagd“ oder „illegalem Holzschlag“ verhaftet oder mit Geldstrafen belegt werden, die sie nur schwerlich aufbringen können. Oft gehen sie dabei Jahrhunderte alten Gepflogenheiten auf ihren eigenen Territorien nach, die erst in den vergangenen Jahrzehnten teilweise zu Naturschutzgebieten erklärt wurden und seitdem strengen Nutzungsbeschränkungen unterliegen.  […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Capulálpam de Méndez – Ökotourismus und nachhaltige lokale Wirtschaft statt Bergbau

Von Knut Hildebrandt. (Capulalpam de Méndez-Berlin, 03. Juni 2016, npl).- Seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA im Januar 1994 geraten Mexikos indigene Kommunen immer mehr unter Druck. Transnationale Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern. Begünstigt werden sie dabei durch die neoliberale Politik der mexikanischen Regierung. Großzügig vergibt diese Konzessionen zum Abbau von Gold, Silber und anderen Mineralien. Steuern müssen die ausländischen Konzerne kaum zahlen. Und die Menschen vor Ort gehen meist leer aus. Oftmals verlieren sie sogar ihre Heimat. […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2016

Minenunglück: Nach einem halben Jahr kämpfen Betroffene weiter um Entschädigung

Von Andreas Behn, (Rio de Janeiro, 01. Juni 2016, npl).- Vor einem halben Jahr begrub eine gewaltige Schlammlawine in Brasilien mehrere Dörfer unter sich. Das Klärbecken einer Eisenmine im Bundesstaat Minas Gerais war gebrochen. 19 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Für die Betroffenen und die Umwelt ist es eine endlose Katastrophe. Bis heute ist der Fluss Rio Doce auf Hunderten Kilometern verseucht. Diejenigen, die ihre Dörfer verlassen mussten, hoffen auf angemessene Entschädigung. Und darauf, dass sie irgendwann wieder ein normales Leben führen können. […]


Ecuador

Lektionen eines Erdbebens

(Quito, 18. April 2016, alai-poonal).- Die Küsten Ecuadors wurden am 16. April 2016 das Epizentrum eines Erdbebens der Stärke 7,8 auf der Richterskala. Die Folgen für das Land sind verheerend, es zeigt sich ein Bild der Zerstörung, 557 Menschen kamen ums Leben und Tausende sind verletzt oder obdachlos geworden. Ein trauriger Umstand, auf den die einzige Antwort Solidarität und Hilfe für ein befreundetes Land sein kann, das leidet. […]


Mexiko

Mazunte: Schildkröten-Schutzzentrum vernachlässigt

(Oaxaca, 23. Februar, Educa Oaxaca).- Das Mexikanische Zentrum zum Schutz der Schildkröten (Centro Mexicano de la Tortuga) liegt in Mazunte an der mexikanischen Pazifikküste Oaxacas und befinde sich in einem “vollkommen vernachlässigten” und heruntergekommenen Zustand, da sich die Verantwortlichen weder um die Anlage noch um die Schildkröten kümmerten, so die Klage der Angestellten des Zentrums. Zwischen 2014  […]


Ecuador
Fokus: Menschenrechte 2015

Ecuador: Fortschritt für wen?

Indigene Gemeinden und Umweltschützer hatten große Hoffnungen, als Rafael Correa 2007 zum Präsidenten Ecuadors gewählt wurde. Schließlich hatte er sich für eine vorsichtigen Umgang mit der Natur und gegen die rückhaltlose Ausbeutung der Rohstoffe stark gemacht. Doch davon will der linke Politiker längst nichts mehr wissen.Er hat grünes Licht für die umstrittene Förderung des Erdöls im Yasuní-Nationalpark gegeben und unterstützt den Abbau von Mineralien in  […]


genmais. Foto: Archiv
Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2015

Transgene oder Wissenschaft?

von Silvia Ribeiro (Mexiko-Stadt, 05. September 2015, la jornada).- Jonathan Latham ist Biologe und Botaniker. Er hat einen Master in Pflanzengenetik abgeschlossen sowie eine Doktorarbeit in Virologie. Vor kurzem veröffentlichte er den Text „Growing Doubt: a Scientist’s Experience of GMOs“. Darin bringt er wichtige Zweifel an den Wirkungen der Transgene und neuen Techniken der genetischen Manipulation zum Ausdruck. Er stützt sich dabei auf seine Erfahrung als Wissenschaftler, der seit den 1990er Jahren als Teil seiner akademischen Aktivitäten transgene Pflanzen geschaffen hat. […]


BaiaGuanabara6. Foto: Agencia Brasil
Brasilien

„Kein Gewässer, nur fließendes Abwasser“

von Andreas Behn (Berlin, 31. Mai 2015, npl).- Klagen der Segler*innen und Ruderer über die Wasserqualität in Rio de Janeiro machen im Vorfeld der Olympischen Spiele Schlagzeilen. Für die Bewohner*innen der Stadt ist verschmutztes Wasser schon lange Alltag. Je ärmer desto weniger Abwasserversorgung lautet die Regel, die auch nach WM und Olympia gelten wird. […]


Hier ist der Mais eines Kleinbauern aus Oaxaca zu sehen. Keine Genmaisausschüttung, sondern lokale Sorten / Foto: Archivo-de-Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, Flickr
Mexiko

Großzügige Ausschüttung

von Ceccam (Berlin, 23. Januar 2015, poonal).- Nach Recherchen der mexikanischen Zeitschrift Contralínea setzten Multis bei Transportunfällen in Mexiko binnen weniger Jahre 800 Tonnen genveränderten Mais und Reis frei. So habe es von 2010 bis 2013 mindestens sieben Transportunfälle in Mexiko gegeben, bei denen signifikante Mengen von genverändertem Mais und Reis mit der freien Natur in Berührung kamen. Contralínea beruft sich auf Angaben und Berichte der Interministeriellen Kommission für die Biosicherheit der gentechnisch veränderter Organismen CIBIOGEM (Comisión Intersecretarial de Bioseguridad de los Organismos Genéticamente Modificados). […]


Uruguay Kinderarbeit /Foto: Fernando Morán, la diaria (Archiv, April 2014)
Uruguay

Kleine Hände in Bewegung – Kinderarbeit in Uruguay (Teil I)

von Rafaela Lahore (Montevideo, 16. September 2014, la diaria).- Es gibt sie überall: Zwei kleine Hände, die von den Vorteilen eines Paar Socken zu überzeugen suchen. Zwei kleine Hände, die im Hof des Nachbarn Ziegel herstellen oder das Heu fürs Vieh noch einmal wenden. Und ganz sicher andere, die Brennholz tragen oder Mehlsäcke oder Möbel. Auch gibt es Kinderhände, die andere Kinder beaufsichtigen. […]


Kongress der arbeitenden Kinder (Lateinamerika und Karibik) / Foto: molacnats.corg
Uruguay

Kleine Hände in Bewegung – Kinderarbeit in Uruguay (Teil II)

von Rafaela Lahore (Montevideo, 16. September 2014, la diaria).- Es gibt sie überall: Zwei kleine Hände, die von den Vorteilen eines Paar Socken zu überzeugen suchen. Zwei kleine Hände, die im Hof eines Nachbarn Ziegel herstellen oder das Heu fürs Vieh noch einmal wenden. Und ganz sicher andere, die Brennholz tragen oder Mehlsäcke oder Möbel. Auch gibt es Kinderhände, die andere Kinder beaufsichtigen. Es gibt die kleinen verschmutzten Hände, die nach verschiedenen Materialien suchen: nach Plastik, Papier und Karton. Andere bewegen sich in der Natur: Kleine Hände mit Schwielen, die Zuckerrohr schneiden, kleine Hände die grob den Boden bearbeiten oder nach Trauben, Kartoffeln und Tomaten greifen. […]


Selbst Bestimmen? Kongress arbeitender Kinder (2011) // foto: molacnats.org
Uruguay

Kleine Hände in Bewegung – Kinderarbeit in Uruguay (Teil III)

von Rafaela Lahore (Montevideo, 16. September 2014, la diaria).- Es gibt sie überall: Zwei kleine Hände, die von den Vorteilen eines Paar Socken zu überzeugen suchen. Zwei kleine Hände, die im Hof eines Nachbarn Ziegel herstellen oder das Heu fürs Vieh noch einmal wenden. Und ganz sicher andere, die Brennholz tragen oder Mehlsäcke oder Möbel. Auch gibt es Kinderhände, die andere Kinder beaufsichtigen. Es gibt die kleinen verschmutzten Hände, die nach verschiedenen Materialien suchen: nach Plastik, Papier und Karton. Andere bewegen sich in der Natur: Kleine Hände mit Schwielen, die Zuckerrohr schneiden, kleine Hände die grob den Boden bearbeiten oder nach Trauben, Kartoffeln und Tomaten greifen. […]


Das zuständige Ministerium veröffentlichte ganze zwei Fotos zu den Überschwemmungen, die zeigen sollen, dass man alles unter Kontrolle hat. Foto: Flickr/minseg (CC BY-NC-ND 2.0)
Argentinien

Überschwemmungen, Produktionsmodell und die Verwendung öffentlicher Gelder

von Julio C. Gambina (Quito, 05. April 2013, alai).- Noch immer wird überall von den Unwettern gesprochen, die die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, deren Ballungsraum und vor allem die Stadt La Plata am 2. April heimsuchten. In La Plata forderten die Regenfälle mehr als 50 vermeidbare Tote, Tausende von Betroffenen und bisher unkalkulierbare Folgen nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch menschlicher Art. Letztere schließen gesundheitliche und sogar kulturelle Folgen ein. […]


kolumbien-tayrona. Foto: Noticias Aliadas/Orsetta Bellani
Kolumbien

Nationalpark durch Tourismusunternehmen gefährdet

von Orsetta Bellani (Lima, 16. Januar 2013, noticias aliadas).- Das Naturschutzgebiet Tayrona an der kolumbianischen Karibikküste ist ein perfekt erhalten gebliebenes Areal. Jedes Jahr besuchen rund 240.000 Tourist*innen den Nationalpark, um sich an den langen Stränden, dem kristallklaren Wasser und den verschlungenen Pfaden durch den Regenwald zu erfreuen. […]


Bolivien Tipnis-Proteste-Dani Gu CC BY-NC 2.0 Flickr
Bolivien

Konflikt um Straße durch TIPNIS-Nationalpark geht in neue Runde

(La Paz, 07. Januar 2013, bolpress-poonal).- Die Präsidentin der Obersten Wahlbehörde TSE (Tribunal Supremo Electoral), Vilma Velasco, stellte am 8. Januar einen Bericht über eine Befragung zum umstrittenen Straßenbauprojekt vor, die zwischen dem 29. Juli und dem 7. Dezember 2012 unter den Bewohner*innen der Region des TIPNIS (Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro Sécure) durchgeführt worden war. […]


Protest gegen Bergbauvorhaben im Intag / cordinadorazonalintag.blogspot.de
Ecuador

Reform am Bergbaugesetz zugunsten transnationaler Unternehmen

von Luis Ángel Saavedra (Lima, 16. August 2012, noticias aliadas).- Regierung setzt sich für verfassungswidrige Veränderungen am Bergbaugesetz ein, um ausländische Investitionen sicherzustellen. Da sich die ecuadorianische Regierung der Förderung des großflächigen Bergbaus verschrieben hat, muss sie nun eine interne Gesetzgebung schaffen, die, auch wenn sie den Verfassungsprinzipien widerspricht, den wirtschaftlichen Interessen der transnationalen Bergbauunternehmen gerecht werden soll. Die Unternehmen weigern sich in dem Land zu investieren, solange ihnen nicht die völlige Kontrolle über die Erträge garantiert ist, die dieser Industriezweig erbringen wird. […]


Foto: Asier Solana Bermejo, CC BY-NC 2.0, Flickr
Brasilien

Die Vermarktung der Natur

von Frei Betto* (Quito, 30. April 2012, alai-poonal).- Angesichts der UN-Konferenz Rio+20 zur nachhaltigen Entwicklung ist es unerlässlich, die jüngste Offensive des neoliberalen Kapitalismus an den Pranger zu stellen: Die Vermarktung der Natur. Den Kohlenstoffmarkt gibt es bereits. Er wurde durch das Kyoto-Protokoll von 1997 geschaffen, das den entwickelten Ländern und somit den größten Schadstoffverursachern vorschreibt, ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 5,2 Prozent zu verringern. […]