Mexiko-Stadt


Mexiko
Fokus: SDGs

Mexiko-Stadt: Flughafenbau weder in Atenco noch Texcoco!

In der landesweiten Befragung über den Neuen Internationalen Flughafen Mexiko sprach sich eine Mehrheit für die „Instandsetzung des aktuellen Flughafens von Mexiko-Stadt und dem in Toluca aus sowie einem Neubau von zwei Flugpisten auf dem Luftstützpunkt Santa Lucía“. […]


Mexiko

Junger Anarchist nach viereinhalb Jahren freigelassen

Der junge Anarchist Fernando Bárcenas aus Mexiko-Stadt wurde am 12. Juni nach viereinhalb Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er war am 13. Dezember 2013 im Zusammenhang mit Protesten gegen die Preiserhöhung der Metro in Mexiko-Stadt festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, einen von Coca-Cola gesponserten Weihnachtsbaum angezündet zu haben. Dazu wurde er zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Dagegen wehrte sich Bárcenas aus der Haft heraus mit Protestaktionen und Hungerstreiks. […]


Mexiko

Radio Zapote aus Mexiko-Stadt verurteilt Repression gegen Freie Medien

Von Nils Brock ( Rio de Janeiro, 16. März 2016, npl).- Radio Zapote, ein Freies Radio, ein Community-Radio, das seit 15 Jahren aus der Staatlichen Hochschule für Antropologie und Geschichte (ENAH) im Süden von Mexiko-Stadt sendet, verurteilt in einem Kommunique die “anhaltende Schikanierung durch die lokale Polizei” und fordert “ein Ende der Kriminalisierung seiner Räumlichkeiten”. Zugleich fordert das  […]


Mexiko

Lehrer*innen demonstrieren gegen Bildungsreform

MEXIKO

mexiko cnte. Foto: Telesur(Venezuela, 12. Juni 2015, telesur).- Vertreter*innen des mexikanischen Dachverbands der Bildungsarbeiter*innen CNTE (Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación) haben am Donnerstag, 11. Juni in der Hauptstadt Mexiko-Stadt demonstriert, weil sie die von der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto geplante Bildungsreform ablehnen. Die Demonstration führte unter starker Polizeibegleitung vom Revolutionsmuseum bis zum Unabhängigkeitsdenkmal, wo mehrere Demonstrationen aufeinander trafen.

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Mexiko

Die Kollektivklage der Maismenschen

von Silvia Ribeiro, Mexiko-Stadt

MEXIKO

Foto: Ceccam(Mexiko-Stadt, 18. April 2015, la jornada-poonal).- „Der zum Essen ausgesäte Mais ist heilige Grundlage des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde. Zum Geschäftemachen ausgesät ist er der Hunger des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde.“ Dieser einfache und tiefgründige Satz von Miguel Ángel Asturias gewinnt Tag für Tag mehr Bedeutungen. Das Geschäft, den Hunger zu säen, befindet sich heute in der Hand von vier Multis.

 

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Argentinien Brasilien Kanada Mexiko

Monsanto y Dow: Gift auf der Speisekarte!

von Silvia Ribeiro

MEXIKO-WELTWEIT

Maissorten / Foto: Eneas De Troya, CC BY 2.0, flickr(Mexiko-Stadt, 24. Januar 2015, la jornada).- Am 15. Januar 2015 genehmigte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) Gensaatgut für Baumwolle und Soja von Monsanto, das gegen das hochgiftige Herbizid Dicamba resistent ist. Einige Wochen zuvor hatten die Agrarbehörden des Landes bereits die Aussaat von Gensoja und Genmais aus dem Hause Dow Agrosciences bewilligt.

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Solidaritaetskundgebung in Cherán (Dezember2014)/Foto: kinoluiggi CC BY 2.0 flickr
Mexiko

Kein Vertrauen in die Strafverfolger

von Wolf-Dieter Vogel, Mexiko-Stadt (Berlin, 28. Januar 2015, taz).- Vier Monate nach dem Angriff von Polizisten und Kriminellen auf Studenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero sind am Montag erneut Tausende auf die Straße gegangen. In einem Sternmarsch forderten Demonstranten in Mexiko-Stadt die Aufklärung des Verbrechens, bei dem im vergangenen September sechs Menschen starben und 43 Lehramtsanwärter entführt wurden. […]


Deutschland Mexiko

Deutsche Waffen, deutsches Geld

von Wolf-Dieter Vogel

DEUTSCHLAND-MEXIKO

alt(Berlin/Mexiko-Stadt, 16. Januar 2015, taz).- Mexikanische Behörden haben mit falschen Angaben in Exportpapieren den illegalen Verbleib deutscher Waffen verschleiert. Das geht aus einem Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) an den grünen Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele hervor. Die Käufer gaben an, dass importierte Sturmgewehre der Rüstungsschmiede Heckler&Koch (H&K) in Bundesstaaten gegangen seien, für die eine Ausfuhrgenehmigung vorlag. De facto landeten die Gewehre vom Typ G36 aber in Guerrero.

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Mexiko

Die Höllenstadt Iguala

von Luis Hernández Navarro, Mexiko-Stadt (Mexiko-Stadt, 13. Januar 2015, la jornada).- Am Stadtrand von Iguala gaben die Auftragsmörder dem Ingenieur Arturo Hernández Cardona weitere Schläge mit Holzlatten, Peitschen und den Kanten von Macheten. Sie hatten ihn und drei weitere seiner Mitstreiter in ihrer Gewalt. Es war fast Mitternacht am 31. Mai 2013. Regen zog auf. Zum Ort des Geschehens kam Bürgermeister José Luis Abarca in Begleitung seines Polizeichefs Felipe Flores Velázquez. Nicht, um den Ingenieur zu retten, sondern um ihn hinzurichten. Abarca trug enge schwarze Hosen, einen dunklen und hautengen Pullover und eine Kappe. Cholerisch befahl er den gedungenen Mördern, Hernández Cardona erneut zu foltern. […]


Abel Barrera / Foto: Ricardo Ramirez Arriola
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Mexikanischer Geheimdienst spioniert Menschenrechtler von Tlachinollan aus

von Von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt (Berlin, 21. Dezember 2014, npl).- Das Menschenrechtszentrum Tlachinollan im mexikanischen Bundesstaat Guerrero gehört zu den angesehensten Einrichtungen dieser Art in Mexiko. Es verteidigt die Grundrechte der Menschen in der Region und unterstützt sie häufig mit juristischer Beratung. Unter anderem, wenn es um die Beeinträchtigung durch Bergbaukonzerne in den Dörfern geht oder Übergriffe durch Polizei und Militär gegen die Zivilbevölkerung. […]


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Im Schatten von Ayotzinapa – Permanentes Völkertribunal Kapitel Mexiko fällt sein Urteil über mexikanischen Staat und internationale Mittäter

von Gerold Schmidt, Mexiko-Stadt (Berlin, 14. Dezember 2014, npl).- Die Jury des Permanenten Völkertribunals (TPP), Kapitel Mexiko, hat ihr Urteil getroffen. Sie stellte am 15. November die Fehlleitung und den Machtmissbrauch der vorrangigen Funktionen des mexikanischen Staates fest. Dieser habe sich zum Organisator und Vollstrecker von Raub und Enteignungen, der Zerstörung der mexikanischen Produktionsstruktur sowie der Anwendung von Massakern und zahlreichen Menschenrechtsverletzungen gemacht.   […]


Argentinien Bolivien Costa Rica Deutschland Lateinamerika Mexiko Peru Uruguay

onda-info 344

Hallo und willkommen zum onda-info 344! Nach einer Nota über das neue Gesetz zum Schutz der Frauen in Bolivien berichten wir über den Aufruf gegen das geplante Polizeiabkommen zwischen Deutschland und Mexiko, und warum dieses Abkommen niemals abgeschlossen werden darf! Die mexikanische Bundesregierung, die Bezirksregierungen, die Behörden, Polizei und Armee – sämtliche Institutionen Mexikos sind von korrupten Verbrechern durchsetzt. Ein Ergebnis dieser schlimmen Entwicklung ist  […]


Mexiko

Mexiko Stadt: Mehr als 100.000 Menschen protestieren am Jahrestag der Revolution wegen der verschwundenen Studenten

von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt (Berlin, 21. November 2014, npl).- Es ist inzwischen acht Wochen her: Kommunale Polizisten und Mitglieder des Drogenkartells Guerreros Unidos (Vereinigte Krieger) verschleppten am Abend des 26. September in der mexikanischen Stadt Iguala 43 Studenten und ließen sie verschwinden. Wahrscheinlich sind diese Studenten tot, ermordet. Doch Sicherheit darüber gibt es immer noch nicht. Am 20. November, dem 104. Jahrestag der mexikanischen Revolution, demonstrierten wohl weit mehr als 100.000 Menschen in Mexiko-Stadt und forderten ein weiteres Mal wirkliche Aufklärung. […]


Mexiko

Schlussanhörung des Permanenten Völkertribunals, Kapitel Mexiko

von Gerold Schmidt, Mexiko-Stadt (Berlin, 13. November 2014, npl).- Es war eine dreijährige Reise durch die dunkle Menschenrechtsgegenwart Mexikos. Stationen des Horrors, aber auch Stationen des Aufbruchs. Nach hunderten von Anhörungen, Foren, Seminaren, Workshops und anderen Veranstaltungen begann am Mittwoch (12. November), die Schlussaudienz des Permanenten Völkertribunals (TPP), Kapitel Mexiko. Mehr als 500 Fälle von Menschenrechtsverletzungen aufgeteilt nach sieben Themenbereichen sind seit Ende 2011 im Rahmen des TPP ausführlich dokumentiert worden. […]


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Mögliche Hinrichtung und Verbrennung der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa: Statt endgültiger Aufklärung noch mehr Zweifel und noch mehr Wut

von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt (Berlin, 09. November 2014, npl).- Die Glaubwürdigkeitskrise der mexikanischen Regierung könnte kaum größer sein. Am vergangenen Freitag präsentierte der mexikanische Generalbundesstaatsanwalt Jesús Murillo Karam die Zeugenaussagen dreier mutmaßlicher Mitglieder des Drogenkartells Guerreros Unidos (Vereinigte Krieger). Diese Aussagen legen nahe, dass die seit der Nacht vom 26. auf den 27. September verschwundenen 43 Studenten der pädagogischen Landhochschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero wenige Stunden, nachdem die kommunale Polizei der Städte Iguala und Cocula sie an das Drogenkartell übergeben hatte, hingerichtet wurden. […]


Sieht friedlicher aus, als es ist: Acapulco Beach. Foto: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Mexiko

Deutscher Student von der Polizei angeschossen

von Gerd Goertz (Mexiko-Stadt, 14. Oktober 2014, poonal).- Die mehr als angespannte Situation im Bundesstaat Guerrero erlebte am vergangenen Sonntagabend (12.10.) auch ein deutscher Austauschstudent, dessen Name mit Kim Fritz Kaiser angegeben wird. Der 25-jährige wurde durch einen von Polizisten abgegeben Schuss am Gesäß verletzt. Nach offizieller Darstellung beschossen die Polizisten bei Guerreros Hauptstadt einen mit zehn Studenten der privaten Technologischen Universität von Monterrey, Campus Mexiko-Stadt, besetzten Kleinbus. Die Behörden führen eine zu spät aufgeklärte Verwechslung an, da es zuvor ein Feuergefecht mit einer Entführerbande gegeben habe. Zudem habe das Auto an einer Straßenkontrolle nicht gehalten. Etwa 20 Polizisten wurden nach der Attacke festgenommen und befragt. […]


Mexiko-Soldat-patroulliert in-San-Cristobal / Foto: subcomandanta, flickr
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Der Fall Tlatlaya: Mexikanisches Militär soll 21 Personen hingerichtet haben

von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt (Berlin, 24. September 2014, npl).- Es war für die mexikanische Öffentlichkeit nicht unbedingt überraschend: Vor drei Wochen erhob Amnesty International im Rahmen seiner internationalen Anti-Folterkampagne im Länderbericht Mexiko schwere Vorwürfe. Folter und Misshandlung durch Polizisten und Soldaten seien in Mexiko nichts Ungewöhnliches und in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Nun sieht sich das mexikanische Militär einer noch viel schwerwiegenderen Anschuldigung ausgesetzt: Es soll am 30. Juni dieses Jahres in dem relativ abgelegenen Landkreis Tlatlaya im Bundesstaat Mexiko 21 bereits wehrlose Personen hingerichtet haben, die möglicherweise einem Drogenkartell angehörten. […]


Für den mexikanischen Präsidenten gab es wohl eher keine stehenden Ovationenen: UN-Konferenz Indigene Völker Sept 2014 / Foto: Servindi
Mexiko

Mexiko: Die Befragung der Indigenen Völker zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit

von Von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt (Berlin, 23. September 2014, npl).- Auf der heutigen (22. September) Eröffnungsfeier der ersten UNO-Weltkonferenz über Indigene Völker sprach auch Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto. Er mahnte an, dass Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Diskriminierung immer noch eine „schmerzliche Realität“ der indigenen Völker seien. Unter anderem mit Hinweis auf die mexikanische Verfassung führte er aus, dass in seinem Land das Recht der indigenen Gemeinden auf Selbstbestimmung garantiert sei. Seine Regierung habe in Erfüllung internationaler Verpflichtungen einen respektvollen und direkten Dialog mit unterschiedlichen Gemeinschaften geführt, um die öffentliche Politik und Infrastrukturprojekte in ihren Gebieten zu orientieren. […]