Menschenhandel


Protest gegen machistische Gewalt
Mexiko
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Gewalt gegen Escort-Arbeiterinnen 1

Ende Dezember wurde die Argentinierin Karen Ailen ermordet in einem Hotel in Mexiko-Stadt aufgefunden. Vergangenen November fand man die Leiche von Génesis Ullyannis Gibson aus Venezuela. „Wir fordern Gerechtigkeit für die Compañeras, es gibt viele Hinweise, die untersucht werden müssen. Die Verbrechen dürfen nicht ad acta gelegt werden und die Schuld darf nicht den Frauen gegeben werden“, sagte Elvira Madrid Romero, Vorsitzende der Straßenbrigade zur Unterstützung der Frau “Elisa Martínez” (Brigada Callejera de Apoyo a la Mujer). „Escort-Frauen“ seien in Mexiko mindestens ebenso heftiger Gewalt ausgesetzt wie Sexarbeiterinnen, was vor allem an der Art der Kundschaft liege, versicherte Madrid Romero. […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Wir wollen leben – Vom Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Mexiko

Von Katja Fritsche. (Mexiko-Stadt , 09. Januar 2017, npl).- Am 25. November 2016 wurde weltweit der Internationale Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen begangen. So auch in Mexiko. Alle dreieinhalb Stunden wird dort eine Frau ermordet. 2.000 sind es jedes Jahr – Tendenz steigend. Die Täter sind in der überwiegenden Mehrheit nahe Bekannte oder Familienangehörige. In den allerwenigsten Fällen werden sie für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen. […]


Immerhin, wurde mal drüber geredet: Foto von einer zu MigrantInnen und Menschenhandel im Bundesstaat Baja-California (2010) / Foto: Gobierno de Baja California, CC BY 2.0, flickr
Mexiko

CNDH: Justizversagen bei Untersuchung von Menschenhandel

(Mexiko-Stadt, 07. Januar 2014, cimac).- Bei weniger als zehn Prozent der vorgerichtlichen Untersuchungen zum Menschenhandel kommt es am Ende zu einem Urteil. Dies gab die mexikanische Nationale Kommission für Menschenrechte CNDH (Comisión Nacional de Derechos Humanos) in einer Erklärung bekannt. Darin beklagte diese Kommission, dass in den meisten Fällen die Straflosigkeit der Täter*innen ein Hindernis im Kampf gegen den Menschenhandel darstelle. […]


Grafik: Voces Nuestras
Guatemala

Neue Radionovela über Menschenhandel

(Guatemala-Stadt, 24. Juli 2013, cerigua).- Das Kommunikationszentrum „Voces Nuestras“ aus Costa Rica hat in Guatemala die Radioserie „das Schweigen schmerzt“ („El Silencio Duele“) gestartet. In dieser Serie werden Erlebnisse von Männern und Frauen nacherzählt, die in Mexiko und Zentralamerika zu Opfern des Menschenhandels wurden. „El Silencio Duele“ besteht aus neun Folgen mit jeweils abgeschlossenen Geschichten und wird von Radio Universidad übertragen. Dort wird es vor allem bei „Voces de Mujeres“ und anderen Sendungen zu hören sein; die Mitarbeiterin Noelia Alfaro hofft jedoch, dass die Novela auch von Radio Qawinaqel gesendet wird. […]


Chile Dominikanische Republik El Salvador Guyana Kuba Lateinamerika Mexiko Nicaragua Peru Uruguay

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LATEINAMERIKA: Update der Abtreibungsrechte /// MEXIKO: Theologische Gemeinschaft in Mexiko-Stadt /// RADIO-SEIFENOPER: El silencio duele! Mit dem Radio gegen Menschenhandel   Eine ausführliche und sehr informative Karte zu den Abtreibungsgesetzen weltweit (Stand 2011) findet ihr unter:https://www.womenonweb.org/es/page/6923/abortion-laws-worldwide


Mexiko

Neues Gesetz gegen Menschenhandel nichts als „leere Versprechungen“

(Fortaleza, 22. März 2012, adital).- Nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen warnen davor, dass das „allgemeine Gesetz zur Verhinderung, Sanktionierung und Bekämpfung des Menschenhandels“ – über welches gerade im mexikanischen Abgeordnetenhaus diskutiert wird – nur ein “leeres Versprechen” bleibe, ohne jemals praktische Anwendung zu finden. Der Grund für diese Annahme ist, dass bereits in der Vergangenheit ähnliche Rechtsnormen gegen diese Straftat aus „Mangel an finanziellen Mitteln und politischem Willen“ nicht befolgt wurden. […]


Straßenszene in Iquitos (2011) / LauraGaceo, Flickr
Peru

„Die Stadt Iquitos selbst liegt auf einem Ölfeld“

von Paolo Moiola (Lima, 02. Oktober 2011, noticias aliadas).- „Es ist unmöglich, diese Stadt zu beschreiben, wenn man sie noch nie gesehen hat. Iquitos ist wie eine Insel, die vom Rest der Welt abgeschnitten ist. Hierhin gelangt man nur auf dem Luftweg. Oder über den Fluss, aber das dauert sehr lange. Es gibt keine Straßen, die hierher führen. Deswegen ist Iquitos sehr teuer, verglichen mit dem restlichen Peru. Deswegen gibt es keine Industrien und es ist auch sehr schwer, Produkte zu exportieren. All das führt zu einer wichtigen Konsequenz: Es gibt nicht genug Arbeit für alle. Und deswegen gibt es einen sehr großen informellen Markt: Ein und dasselbe Produkt wird drei oder viermal gekauft und wieder verkauft, bis es beim Endverbraucher anlangt.“ […]


Argentinien Chile Dominikanische Republik Honduras Kuba Mexiko

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Das argentinische Medienkollektiv lavaca berichtet in ihrer Radiosendung Decí mu über dominikanische Immigrantinnen, die als Sexarbeiterinnen in Argentinien leben. Wir haben diese Sendung für euch übersetzt und adaptiert. Außerdem hat sich unsere Kollegin den Film ,,a letter to the future“ des Regisseurs Renato Martins angeschaut. Über sieben Jahre filmte das Team des brasilianischen Regisseurs das Leben der Familie Torres sowie der Familien Monier und  […]


Argentinien

Erste Verurteilung wegen Menschenhandels

(Fortaleza, 30. November 2009, adital).- Am Donnerstag dem 26. November wurde die Argentinierin Julia Núñez zu zehn Jahren Haft wegen Menschenhandels verurteilt. Damit fand das im April 2008 implementierte „Gesetz zur Verhinderung und Bestrafung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer“ (Ley de Prevención y Sanción de la Trata de Personas y Asistencia a sus Víctimas) zum ersten Mal Anwendung. […]