Glyphosat


Argentinien Lateinamerika Mexiko Nicaragua

onda-info 440

Hallo und willkommen zum onda-info 440! In Argentinien haben sich die Konservativen und Erzkatholiken im Senat noch einmal durchgesetzt: Am 9. August haben die Senatorinnen und Senatoren knapp gegen eine Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes gestimmt. Doch für viele Argentinierinnen und Argentinier, die in den letzten Wochen für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auf die Straße gingen, ist klar:  […]


Paraguay

Soja-Anbaufläche wird deutlich ausgeweitet

Der Soja-Anbau ist in Lateinamerika weiter auf dem Vormarsch. In Paraguay soll die Fläche in den kommenden Jahren um 5.000 Quadratkilometer wachsen. Dies ist dem Bericht „Perspectivas Agrícolas 2018 – 2027“ zu entnehmen, der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) sowie der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, erstellt wurde. […]


Mexiko
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Der mexikanische Mais: Multinationaler Privatbesitz?

In Kürze wird ein Bundeskammergericht über die Beibehaltung der Präventivmaßnahme entscheiden, die es dem mexikanischen Landwirtschaftsministerium Sagarpa und dem Umweltministerium Semarnat untersagt, neue Genehmigungen für den kommerziellen Anbau von Genmais auf freiem Feld zu erteilen sowie entsprechende Anträge während des Hauptverfahrens entgegenzunehmen. Das Verfahren ist Ergebnis einer vor vier Jahren zugelassenen breit gefassten sogenannten Kollektivklage, mit der beabsichtigt wird, die biologische Vielfalt des einheimischen mexikanischen Mais zu schützen. […]


Argentinien Mexiko

Argentinische Wissenschaftler*innen berichten zu Gesundheits- und Umweltfolgen von Gensoja

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 21. November 2016, poonal).- Die argentinische Wissenschaftlerin Alicia Massarini von der Universität von Buenos Aires zeichnete in Mexiko ein verheerendes Bild von 20 Jahren Gensoja in ihrem Land. Auf dem Forum „Wissenschaft, Technologie und Macht“, veranstaltet von der Organisation ETC und der Vereinigung Gesellschaftlich Engagierter Wissenschaftler*innen UCCS (Unión de Científicos Comprometidos con la Sociedad), beschrieb sie die Folgen für Umwelt, Ernährungsproduktion und Beschäftigung. Der Anbau von Gensoja, der auf einer Fläche von 1 Million Hektar begann, beanspruche inzwischen 22 Millionen Hektar. […]


Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2016

Ist sauberes Trinkwasser bald Vergangenheit?

Von Antje Vieth. (Berlin, 28. Oktober 2016, npl).- Bisher war Uruguay eines der wenigen Länder, in denen man unbekümmert den Hahn aufdrehen und selbst in der Hauptstadt Montevideo Wasser direkt aus der Leitung trinken konnte. Dieses für die meisten Europäer*innen ganz selbstverständliche Privileg, ist in den meisten lateinamerikanischen Ländern undenkbar – und nun auch in Uruguay wohl bald Geschichte. Denn seit 2013 machen in dem kleinen Land am Rio de la Plata regelmäßig Katastrophenmeldungen die Runde. […]


genmais. Foto: Archiv
Mexiko

Allianz für Genmais ist Allianz für Multis

von Ana de Ita* (Mexico-Stadt, 11. Oktober 2015, la jornada).- Ein Bündnis von Gentech-Multis trat am 29. September an die mexikanische Öffentlichkeit, um auf die Genehmigung der kommerziellen Aussaat von Genmais und Gensoja zu drängen. Mit ihrem Zusammenschluss bestätigen sie, dass die gentechnisch veränderten Saaten ein Schlüsselelement für die konzernbasierte Kontrolle der Nahrungsmittel sind. Die Mitglieder erklären, Mexiko hinke gegenüber dem Rest der Welt um 20 Jahre hinterher, weil es die kommerzielle Aussaat von Genmais nicht freigegeben habe. […]


Genmais USA lindsay-Eyink CC BY 2.0 flickr
Mexiko USA

Megaexperiment an US-Bürger*innen mit gentechnisch veränderten Organismen?

von Antonio Turrent Fernández (Mexiko-Stadt, 11. Februar 2015, la jornada).- Im Jahr 2014 wurde auf 93 Prozent der insgesamt 37 Millionen Hektar umfassenden Maisfelder in den USA gentechnisch verändertes Saatgut ausgebracht. Gensoja wurde auf 34 Millionen Hektar angebaut. Dies ist zweifellos ein enormer Erfolg für die transgenes Saatgut produzierenden multinationalen Konzerne. Angeführt von Monsanto kontrollieren sie den Markt für diese Saaten und ebenfalls den Markt für die nicht gentechnisch veränderten Sorten. Sowohl Genmais als auch Gensoja werden in den USA als Futtermittel und industrielle Inputs konsumiert. Sie sind aber auch Grundlage verarbeiteter Lebensmittel und gehören zu den wichtigsten Exportprodukten. […]


Maisverladung / Foto: JohnLillis CC BY-NC-ND 2.0, flickr
Mexiko

Verschüttete GVO: Kriminelle Gleichgültigkeit

von Elena Álvarez-Buylla* (Mexiko-Stadt, 06. Februar 2015, la jornada).- In diesem neuen Jahr ist es entscheidend, unseren Mais und unser Maisfeld, die Milpa, zu verteidigen. Damit setzen wir auf unsere Kultur, unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Zu einem wesentlichen Ausmaß hängen diese von der kleinbäuerlichen Produktion ohne Agrargrifte ab. Ein biologischer Landbau, der gesunde Lebensmittel produziert und weder die Umgebung schädigt noch die biologische Vielfalt in Mexiko zerstört, baut auf Wissen sowie auf die Vielfalt von Anbau, Technologie und gemeindebasierter Organisation. All dies ist von unschätzbarem Wert, um die Ernährungssouveränität zurückzugewinnen. […]


Argentinien Brasilien Kanada Mexiko

Monsanto y Dow: Gift auf der Speisekarte!

von Silvia Ribeiro

MEXIKO-WELTWEIT

Maissorten / Foto: Eneas De Troya, CC BY 2.0, flickr(Mexiko-Stadt, 24. Januar 2015, la jornada).- Am 15. Januar 2015 genehmigte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) Gensaatgut für Baumwolle und Soja von Monsanto, das gegen das hochgiftige Herbizid Dicamba resistent ist. Einige Wochen zuvor hatten die Agrarbehörden des Landes bereits die Aussaat von Gensoja und Genmais aus dem Hause Dow Agrosciences bewilligt.

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Andrés Carrasco / Foto: FM La Tribu
Argentinien

„Wir sehen uns im Kampf“- Darío Aranda über den Wissenschaftler und Aktivisten Andrés Carrasco

von Darío Aranda (Berlin, 10. Mai 2014, lavaca-serpal-poonal).- Andrés Carrasco, jener Wissenschaftler, der die zerstörerischen Auswirkungen von Glyphosat nachwies, ist am 10. Mai dieses Jahres verstorben. Neben seinen Forschungen begleitete er auch die von Glyphosat-Besprühungen betroffene Bevölkerung. Und er warf die Frage auf, inwiefern die Wissenschaft den Großkonzernen zuarbeitet. Dr. Andrés Carrasco arbeitete mehr als 30 Jahre lang als Wissenschaftler. Er war Präsident der Conicet und Chef des Labors für Embryologie der UBA. In den 1980er Jahren machte er viele bedeutende Entdeckungen und hatte auch während der 1990er Jahre ständig Arbeit – bis er mit seinem Kampf gegen das Glyphosat begann, als er dessen chemische Auswirkungen auf Embryonen im Labor untersuchte. […]