Funai


Lucia Rangel
Brasilien

Interview: überdurchschnittlich hohe Suizidrate brasilianischer Indigener

Die Anthropologin Lucia Helena Rangel, die auch als Beraterin des Indigenenmissionsrates CIMI (Conselho Indigenista Missionário) tätig ist, spricht in einem Interview über die weit überdurchschnittliche Selbsttötungsrate brasilianischer Indigener. In den vergangenen 16 Jahren wurden in den indigenen Gemeinden Brasiliens 782 Suizide verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte höher sein. […]


Indigener Protest
Brasilien

Indigenenmissionsrat zieht für 2017 vernichtende Bilanz

Der Indigenenmissionsrat Cimi (Conselho Indigenista Missionário) stellt der Regierung Temer für 2017 ein katastrophales Urteil aus. Die Indigenenpolitik bezeichnet der Verfasser der Bilanz, Roberto Antonio Liebgott, sogar als faschistisch. Die markthörige Regierung Temer vernichte die individuellen und kollektiven Rechte der ärmsten Brasilianer*innen. Die Gebiete der indigenen Völker und der Quilombos seien Angriffen und Verwüstungen ausgesetzt – alles, um die Taschen der Reichsten noch weiter zu füllen. In den vergangenen Jahren drängten vermeintliche „Unternehmer*innen“ den brasilianischen Staat immer stärker dazu, in Gesetzgebung, Wirtschaft und Justiz ein Zugeständnis nach dem anderen zu machen.  […]


Brasilien
Fokus: Menschenrechte 2016

Regierung Temer ist eine Gefahr für die indigenen Rechte

Von Andrea Martínez. (Montevideo, 19. Oktober 2016, la diaria-poonal).- Den Vereinten Nationen zufolge durchleben die indigenen Völker Brasiliens die schlimmste Zeit seit Verabschiedung der demokratischen Verfassung im Jahr 1988. Der Wechsel zur Regierung unter Präsident Michel Temer könnte nach Einschätzung der UN für die Indigenen neue Risiken und Herausforderungen bergen. Victoria Tauli-Corpuz, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Rechte indigener Völker, hatte bereits am Ende ihres Brasilien-Besuches im März darauf hingewiesen, dass ein Angriff auf Indigene im Bundesstaat Mato Grosso do Sul unmittelbar bevorstehe. Etwa drei Monate später trat ihre Vorhersage ein, Brasiliens Regierung hatte keinerlei Vorkehrungen zum Schutz der Indigenen getroffen. […]


Assirati neben Justizminister José Eduardo Cardozo. Die Funai untersteht dem Justizministerium. Sie beschreibt, wie die Einmischung durch die Politik die Facharbeit der Organisation für indigene Völker behindert: „Momentan kann die Funai auf keinem Gebiet eigenverantwortlich arbeiten“.Foto Agencia Brasil
Brasilien

[Interview] Indigenenbehörde Funai wird kontinuierlich abgewertet

von Ana Aranha, AP (Fortaleza, 30. Januar 2015, adital).- María Augusta Assirati war ein Jahr und vier Monate lang Interimspräsidentin der Staatlichen Behörde für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen mit Bezug zu indigenen Völkern FUNAI (Fundación Nacional del Indio). Auf diese Zeit schaut sie mit „großem Verdruss und Besorgnis“ zurück. Unter ihrer Leitung wurde die geringste Anzahl von Vermessungen für Landtitel vorgenommen, seit José Sarney von 1985 bis 1990 der Präsident Brasiliens war. […]


Logo der Spiele / Bildquelle: Servindi
Brasilien

XII. Spiele der Indigenen Völker

(Lima, 12. November 2013, servindi-poonal).- In der Region Sucuri, im Bundesstaat Mato Grosso, gehen am heutigen 16. November die XII. Spiele der Indigenen Völker (XII Jogos dos Povos Indígenas) zu Ende. An den Spielen haben 1.500 Vertreter*innen von 49 brasilianischen indigenen Völkern teilgenommen. Diese sind zudem mit Sportler*innen aus 13 lateinamerikanischen Ländern, sowie aus den USA, Kanada und Norwegen in den Wettbewerb getreten. Von 20 Disziplinen, in denen sich die Teilnehmer*innen seit dem 8. November messen, sind zehn traditionell indigene. […]


Polizei gegen Indigene im Konflikt um den Belo-Monte-Staudamm im Bundesstaat Pará. Foto: Amerika21/Ruy Sposati http://www.flickr.com/photos/55449636@N07/
Brasilien

Konflikt um indigene Territorien – FUNAI unter Druck

von Christian Russau (Brasília, 10. Juni 2013, amerika21.de).- Der Konflikt um die demarkierten indigenen Territorien in Brasilien nimmt an Schärfe zu. Im Bundesstaat Mato Grosso do Sul wurden innerhalb weniger Tage zwei Indigene der Gemeinschaft der Terena Opfer von Polizeikugeln, als besetzte Ländereien geräumt wurden, die sich zuvor Großgrundbesitzer angeeignet hatten. Wie erste Nachforschungen zu den Vorfällen ergaben, hat die Bundespolizei sich bei den Einsätzen „nicht an die Vorschriften gehalten“. […]


brasilien figueiredo-report. Foto: Adital
Brasilien

„Verschwundener“ Bericht beschreibt Gräueltaten an Indigenen

(Fortaleza, 30. Mai 2013, adital).- 45 Jahre nach seiner scheinbaren Vernichtung ist ein Dokument aufgetaucht, das von den Verbrechen an der indigenen Bevölkerung während der brasilianischen Militärdiktatur berichtet. Der Bericht umfasst rund 7.000 Seiten und beschreibt ausführlich die Folterungen, Landenteignungen, Vergiftungen, Vergewaltigungen und den Genozid an der indigenen Bevölkerung im Zeitraum der 1940er bis 1960er Jahre. Einige indigene Gruppen wurden dabei komplett ausgelöscht. Der Bericht nennt Großgrundbesitzer und die Indigenenschutzbehörde SPI (Servicio de Protección Indígena, Vorgängerin der FUNAI, Anm.d.R.) als Urheber der Straftaten.   […]


Indigene protestieren in Brasilia. Foto: Servindi
Brasilien

Indigene werfen Rousseff Feindseligkeit vor

(Lima, 23. April 2013, servindi).- Scharfe Kritik an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff haben Vertreter*innen von 121 indigenen brasilianischen Völkern geübt. Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung am 19. April im Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Brasilia wurde der seit Anfang 2011 regierenden Rousseff eine anti-indigene Politik vorgeworfen. Die indigenen Delegierten verlasen ein Kommuniqué, in dem die Präsidentin eines Bündnisses mit dem mächtigen brasilianischen Agrarsektor bezichtigt wird, mit dem Brasiliens indigene Völker permanent Landkonflikte austragen. […]


Fluss im Amazonasgebiet / marc-isler, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Brasilien

„Amazonien ist in den Händen des Drogenhandels“

von Paolo Moiola (Lima, 26. Juni 2011, noticias aliadas).- Interview mit dem Anthropologen Roberto Jaramillo – Der kolumbianische Jesuitenpriester Roberto Jaramillo lebt seit 15 Jahren im brasilianischen Amazonasgebiet. Seit 2005 ist er regionales Oberhaupt der Ordensgemeinschaft Gesellschaft Jesu im Bundesstaat Amazonas. Als Anthropologe forscht er an Problemen im Zusammenhang mit den „städtischen Indígenas“. […]


Guaraní / Roosewelt-Pinheiro-ABr, wikipedia
Brasilien

Zwei Guaraní in Mato Grosso do Sul nach Angriff vermisst

(Fortaleza, 04. November 2009, adital).- Wie Indígenas der Guaraní-Kaiowá mitteilten, werden die beiden Lehrer Olindo Verá und Genivaldo Verá seit dem 30. Oktober vermisst, nachdem sie von einer bewaffneten Bande in der Nähe der Stadt Paranhos im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul attackiert worden waren. Am 4. November hieß es, dass die beiden Lehrer tot aufgefunden worden seien. Diese Meldung wurde jedoch später vom Missionarischen Rat der Indigenen CIMI (Conselho Indigenista Missionário) dementiert. […]


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onda-info 185

Hollywoodfilm über Feminizid in Ciudad Juarez startet in Mexico. Vertreterinnen von Opfergruppen erhalten Morddrohungen und können nicht zur Premiere kommen. Kommentar zum Tod von FARC-Chef Manuel Marulanda und den Aussichten für Kolumbien. Noch ein Kommentar zur Entdeckung von "Steinzeitmenschen" im Amazonas-Regenwald und dem Umgang in der deuschen Presse. Ausserdem berichten wir über die geplante Privatisierung des  […]