Tegucigalpa


Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016

Mutmaßliche Verwicklungen von Militärs und Politiker*innen in den Mordfall Berta Cáceres

Von Jutta Blume (Berlin, 16. Mai 2016, npl).- Fast genau zwei Monate nach dem Mord an der bekannten Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurden am 2. Mai vier Tatverdächtige verhaftet, kurz darauf ein weiterer. Drei der Männer sind oder waren Militärangehörige, einer ist Angestellter des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (DESA). Mitglieder des Zivilen Rats der Basis- und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH), deren Koordinatorin Cáceres war, glauben, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber*innen des Mordes handelt. […]


Honduras

Weiterer Aktivist von COPINH ermordet

(Tegucigalpa, 16. März 2016, servindi/prensa latina/poonal).- Ein weiterer Aktivist des Komitees der indigenen Völker Honduras COPINH ist am Dienstag, 15. März ermordet worden. García war aktiv an Landbesetzungen im Gebiet Río Lindo beteiligt. Just am selben Tag waren 150 Familien von der Militärpolizei und der Spezialeinheit Cobras geräumt worden, berichtete das Portal Notiindigena.  […]


Screen Shot der Wahlprognose 2013-11-24-at-8.55.22-PM.www.hondurassolidarity.org
Honduras

Honduras: Polizeiaktionen gegen internationale WahlbeobachterInnen

von Jutta Blume,Tegucigalpa (Tegucigalpa, 24. November 2013, amerika21.de).- Kurz vor den Wahlen in Honduras sind Beamt*innen der Ausländerbehörde sowie der Militärpolizei massiv gegen Wahl- und Menschenrechtsbeobachter*innen vorgegangen. Am Samstagvormittag drangen bewaffnete und maskierte Angehörige der Generaldirektion für Migration und Ausländerangelegenheiten in das Hotel Suite Aurora in der Hauptstadt Tegucigalpa ein, wo sich Mitglieder einer Wahlbeobachtungsdelegation aus verschiedenen amerikanischen Ländern aufhielt. […]


Straßenblockade in Rio Blanco. Foto: Amerika21/Johannes Schwäbl (CC by-nc-sa 3.0)
Honduras

Demonstration gegen Staudammprojekt Agua Zarca 1

(Lima, 22. April 2013, servindi).- Vertreter*innen der Lenca-Gemeinden aus der Region Río Blanco demonstrierten am 17. April in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa, während andere Gruppen eine Straße in dem Gebiet blockiert halten. Gemeinsam fordern sie einen Stopp des Staudammprojekts Agua Zarca. […]


Honduras

Drei Jahre nach dem Putsch in Honduras – Pressefreiheit und Menschenrechte

Zur Zeit befindet sich eine Delegation von Journalist_nnen in Honduras, um die Arbeit alternativer Medien zu unterstützen. Bei einem Seminar in Tegucigalpa traf die Delegation mit honduranischen Kolleg*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen zusammen. Wie es um Pressefreiheit und Menschenrechte in Honduras bestellt ist, darüber berichtet Jutta Blume.


Guatemala Honduras Lateinamerika Uruguay

onda-info 289

Pressefreiheit und Menschenrechte in Honduras / Serie alternative Medien in Lateinamerika: Radio Vilardevoz aus der Psychatrie Vilardebó in Montevideo / gescheiterter Mordversuch an linkem Aktivisten in Guatemala   Zur Zeit befindet sich eine Delegation von Journalist*innen in Honduras, um die Arbeit alternativer Medien zu unterstützen. Bei einem Seminar in Tegucigalpa traf die Delegation mit honduranischen Kolleginnen und Kollegen und Menschenrechtsverteidigerinnen zusammen. Wie es  […]


LGBT-Kundgebung in Tegucigalpa im Gedenken an Walter Tróchez / hondurasblog, flickr
Honduras
Fokus: Menschenrechte 2011

Der Kampf gegen die Homophobie

von Alejandro F. Ludeña (Lima, 22. Juli 2011, noticias aliadas).- Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden fast 40 LGBT-Personen ermordet. Während an vielen Orten der Welt Gay-Pride-Paraden stattfinden, ist der 28. Juni in der Geschichte von Honduras ein unheilvoller Tag: 40 Jahre nachdem eine Gruppe Homosexueller sich gegen eine gewalttätige Polizeirazzia in einer New Yorker Schwulenbar zur Wehr gesetzt hatte und damit wesentlich zur Verteidigung der Bürgerrechte Homosexueller beitrug, ereignete sich an jenem Tag in Honduras der erste Staatsstreich des 21. Jahrhunderts auf dem amerikanischen Kontinent. […]


Bajo Aguán 2010: Bauer nach der Räumung in Aldea Panamá vor den Überresten seiner Hütte / Sandra Cuffe, flickr
Honduras

Bajo Aguán – Militarisierung, Angst und Tod

von Carlos Iaquinandi* (La Paz, 23. August 2011, bolpress).- Die Regierung von Porfirio Lobo unterstützt die Interessen des agroindustriellen Sektors, den ein paar honduranische Familien kontrollieren. Dies ist gewissermaßen als Fortsetzung des Militärputsches vom Juni 2009 zu sehen, bei dem der gewählte Präsident Manuel Zelaya aus dem Amt gejagt wurde. Unter dem Vorwand, das Gebiet “befrieden” zu wollen, wurden Polizeikräfte und Militär in die Region Bajo Aguán entsendet. […]


alt
Honduras

Heftige Proteste gegen neues Bildungsgesetz

von Laura Zierke(San José, 27. März 2011, voces nuestras/amerika21).- Tegucigalpa. In den Straßen honduranischer Städte werden derzeit heftige Straßenkämpfe zwischen Polizei und Zivilgesellschaft ausgefochten. Lehrer*innen, Eltern und Professor*innen protestieren seit rund einem Monat gegen die Bestrebungen der Regierung, ein neues Bildungsgesetz zu erlassen. Die Regierung verteidigt den Vorschlag mit dem Argument, das Gesetz würde zur Verbesserung der Lernbedingungen beitragen. Kritiker*innen sehen darin jedoch eine Privatisierung des Bildungssektors und die Abgabe der Verantwortung des Staates an die Bevölkerung. […]


Foto: agencia púlsar
Honduras

Gewerkschaftschef Pedro Elvir überlebt weiteres Attentat

(Rio de Janeiro, 24. Februar 2011, púlsar).- Pedro Vicente Elvir, Vorsitzender der Gewerkschaft der Angestellten beim Landesweiten Institut für Kinderrechte SITRAPANI (Sindicato de Trabajadores del Patronato Nacional de la Infancia), hat am 17. Februar einen Mordversuch unverletzt überlebt. […]


alt
Honduras

Drei brutale Morde an Travestis in zwei Wochen

(Berlin, 13. Januar 2011, poonal).- in den letzten eineinhalb Jahren sind in Honduras 31 Morde an Lesben, Schwulen, Trans- und Intersex-Personen (LGBTI) begangen worden. Allein seit Ende Dezember 2010 wurden drei Travestis umgebracht. Zwei der Opfer sind vor oder nach ihrem Tod angezündet worden. […]


Honduras

Abgesetzte Richter im Hungerstreik

(Rio de Janeiro, 18. Mai 2010, púlsar).- Die ehemaligen Richter Guillermo López und Luis Alonso Chévez haben am 17. Mai einen Hungerstreik aus Protest gegen ihre Absetzung begonnen. Ihnen war zur Last gelegt worden, dass sie sich gegen den Staatsstreich in Honduras vom 28. Juni 2009 ausgesprochen hatten. Beide sprechen sich für ein Ende der Straffreiheit für die Putschisten aus. […]


Honduras

Todesschwadronen sollen 30 Menschen ermordet haben

(Rio de Janeiro, 14. Dezember 2009, púlsar).- Nach Angaben des Komitees zur Verteidigung der Menschenrechte in Honduras CODEH wurden in Honduras am ersten Dezemberwochenende etwa 30 Personen durch so genannte „Todesschwadronen“ ermordet. Das CODEH geht davon aus, dass die De-facto-Regierung die Gewaltverbrechen in Auftrag gab. CODEH-Sprecher Andrés Pavón erklärte gegenüber Radio Globo, bei den Opfern handele es sich um „Menschen, die der Widerstandsbewegung gegen den Staatsstreich nahe stehen“. Allein in Tegucigalpa seien 15 Menschen ermordet worden, die übrigen 15 Morde wurden an verschiedenen Orten in Honduras verübt. Die Leichen der Opfer wurden von Kugeln durchsiebt aufgefunden. Die Täter seien mit Fahrzeugen ohne Nummernschild unterwegs und gäben sich als Polizisten aus, um sich leichter Zugang zum Aufenthaltsort ihrer Opfer zu verschaffen. […]