Feministinnen fordern Ende der Gewalt

„Wir haben beschlossen, hierher zu kommen um eine Trauerfeier zu veranzustalten und die Bevölkerung daran zu erinnern, dass man wieder für Überraschungen sorgen muss. Wir wollen dieser Brücke einen Namen geben: Las Margaritas, im Gedenken an die Morde an Frauen“, erklärte eine der Demonstrantinnen vom Frauenrechtszentrum CDM (Centro de Derecho de las Mujeres). Der Name erinnert an die bekannte Bauernführerin Margarita Murillo, die am 27. August 2014 erschossen worden war.

Keine Sicherheit, zu wenig Gerechtigkeit

Mit ihren Plakaten und Parolen, so die Aktivistin, sollen die Behörden daran erinnert werden, dass sie für Sicherheit und Gerechtigkeit in Honduras zuständig seien; sie seien der Bevölkerung etwas schuldig, da es kaum Sicherheit gebe und die Justiz so schwerfällig arbeite, dass man kaum von Gerechtigkeit sprechen könne.

„2014 sind 531 Frauen umgebracht worden, die Namen auf den Schildern sind nur repräsentative Fälle, weil wir nicht genug Papier für die ganzen Fotos von den Toten haben (…) 2015 sind bereits 61 Frauen ermordet worden, das ist schlimm“, beklagte die Aktivistin.

Die Opfer dieses dreifachen Verbrechens waren Alma Mariela Ordóñez Vargas (27), Madeline Ramírez Zambrano (21) und Blanca Alejandra Velásquez Mejía (20). Sie waren offensichtlich schon seit Tagen verfolgt worden, weshalb sie zwischenzeitlich um Polizeischutz ersucht hatten. Am Vormittag des 15. März wurden sie auf der Brücke aus ihrem Kleinbus gezwungen und gezielt erschossen. Die anderen Fahrgäste überlebten. Die Polizei sieht einen Zusammenhang zwischen diesen Morden und einer Mordserie in San Pedro Sula, bei der auch der Kolumbianer Álvaro Andrés Bolívar und seine Frau Doris Benicel Barahona Vallecillo umgebracht wurden.

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