FSLN


Nicaragua

Ernesto Cardenal im Krankenhaus 1

Der 94-jährige Priester und Poet aus Nicaragua, Ernesto Cardenal, befindet sich seit Montag, 4. Februar, aufgrund einer Infektion im Krankenhaus. Sein Gesundheitszustand sei jedoch stabil, berichtete die Poetin Luz Marina Acosta, Cardenals langjährige Assistentin, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Die Ärzte diagnstozierten Gallenblasensteine. Da eine Operation in Cardenals hohem Alter zu risikoreich sei, werde Cardenal mit Antibiotika behandelt. Die Schriftstellerin und politische Aktivistin Gioconda Belli zeigte sich über den Zustand Cardenals auf ihrem Twitteraccount besorgt. […]


Kreuze
Nicaragua

Das Regime schlägt zu 1

Ende Juli haben Polizisten und paramilitärische Gruppen die letzten Barrikaden geräumt und damit einen vier Monate dauernden Protest von den Straßen Nicaraguas zurückgedrängt. Die offensiven Aktionen, mit denen Student*innen, Bauernorganisationen, Feministinnen und andere Kritiker*innen der sandinistischen Regierung den Rücktritt Ortegas durchsetzen wollten, waren damit vorerst beendet. Doch seither vergeht kein Tag, an dem nicht Oppositionelle verhaftet und terrorisiert werden. Ständig verlassen Menschen das Land, weil sie des Lebens bedroht werden: Kirchenvertreter und Politiker*innen ebenso wie studentische Aktivist*innen oder deren Angehörige. Mehrere zehntausend Menschen sind auf der Flucht. […]


Proteste Nicaragua
Nicaragua

Repression gegen die Proteste in Nicaragua geht weiter

Wie geht es weiter mit den Machtverhältnissen in Nicaragua? Seit dem 18. April reagiert die Regierung von Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo mit scharfen Waffen auf die weiter anschwellende Protestwelle. Diese wird von Student*innen und der Zivilgesellschaft getragen und hat die Unterstützung der Unternehmer*innen. […]


Nicaragua

Ay Nicaragua, Nicaragüita 1

Wie ist es möglich, dass eine revolutionäre politische Kraft und Führungspersönlichkeiten, die die Sandinistische Nationale Befreiungsfront FSLN (Frente Sandinista de Liberación Nacional) mit aufgebaut haben, zu Mördern ihrer eigenen Bevölkerung werden? Die Krise beleuchtet die folgenden vier Aspekte: […]


Nicaragua

Wie weiter in Nicaragua?

Seit dem 18. April erlebt Nicaragua die schwersten Unruhen seit Dauerpräsident Daniel Ortega und seine Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo 2007 die Regierungsgeschäfte übernahmen. Auslöser der Proteste war eine von Ortega überraschend angekündigte Reform der Sozialversicherung. Diese hätte sowohl höhere Versicherungsbeiträge als auch geringere Renten zur Folge. Die anfangs friedlichen Proteste eskalierten, nachdem Polizei und regierungstreue Schlägertrupps brutal gegen Demonstranten vorgingen. In den Tagen seit dem 18. April kamen dabei mindestens 43 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen junge Demonstranten. Trotz – oder wegen – der Repression weiteten sich die Proteste im ganzen Land aus. Sie richteten sich bald nicht mehr nur gegen die Reform der Sozialversicherung, sondern auch gegen die staatliche Gewalt und das autoritäre System unter Ortega. Nun soll eine Wahrheitskommission eingesetzt und ein nationaler Dialog begonnen werden. Doch Ortega ist politisch angeschlagen und kaum jemand traut ihm die Fähigkeit zum Dialog zu. Wie geht es weiter in Nicaragua? […]


Nicaragua

Nicaragua: Der unerwartete Ausbruch

Niemand hat es vorhergesehen. Es ist in diesen neun Tagen viel zu viel passiert, und doch genug um zu wissen, dass in Nicaragua nichts mehr so sein wird wie vorher. Das Land trauert um die 39 bestätigten Todesopfer (von 28 weiteren gibt es noch keine Bestätigung) – vor allem junge Leute, die in den ersten vier Tagen einer Protestwelle gestorben sind, die die ganze Gesellschaft aufgeweckt hat. 500 junge Leute haben sich in einem Universitätsgebäude verschanzt und damit dem Regime des Präsidentenpaares Daniel Ortega und Rosario Murillo die Stirn geboten; sie haben enorm viel Unterstützung mobilisiert und einen nationalen Dialog mit verschiedenen Akteur*innen erzwungen. […]


Nicaragua

Proteste um Sozialabgaben: Nicaragua zwischen Gewalt und Dialog

Seit Mittwoch erlebt Nicaragua die bisher gewalttätigsten Auseinandersetzungen unter der Regierung Ortega, der seit 2007 wieder regiert. Landesweit gingen Tausende auf die Straßen, um nicht nur gegen die Reform der Sozialversicherung zu protestieren, sondern vor allem auch um ihre Unzufriedenheit über die Regierung zum Ausdruck zu bringen. Dabei gab es gewalttätige Konfrontationen zwischen Demonstrant*innen und Spezialeinheiten der Polizei. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben. Die Polizisten sollen neben Tränengas und Gummigeschossen auch scharfe Munition eingesetzt haben. Seitens der Protestierenden wird der Einsatz von „Störtrupps“ beklagt, die vor allem von der Sandinistischen Jugend ausgehen sollen. […]


Revolutionsdenkmal
Nicaragua
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Entwicklung? Geht auch ohne Demokratie?! 1

Daniel Ortega, ehemals Revolutionsführer und seit 2007 Präsident Nicaraguas, hat sich erst im November seine dritte Amtszeit gesichert – und wird das zentralamerikanische Land fünf weitere Jahre regieren. Warum auch nicht? Die Wirtschaftsentwicklung ist positiv, Sozialprogramme helfen den Ärmsten, Wohlhabende zahlen wenig Steuern, die Kriminalität ist gering. Richtig faire und freie Wahlen wollte Ortega dennoch nicht riskieren. Denn die Achtung der Menschenrechte und demokratischer Institutionen spielen im System Ortega eine untergeordnete Rolle. […]


Mirna und Nelson
Nicaragua
Fokus: Kommunikation und Meinungsfreiheit / Comunicación y Libertad de Expresión

Nicaragua: System Ortega statt Demokratie

Daniel Ortega, ehemals Revolutionsführer und seit 2007 Präsident Nicaraguas, hat sich erst im November seine dritte Amtszeit gesichert – und wird das zentralamerikanische Land fünf weitere Jahre regieren. Warum auch nicht? Die Wirtschaftsentwicklung ist positiv, Sozialprogramme helfen den Ärmsten, Wohlhabende zahlen wenig Steuern, die Kriminalität ist gering. Richtig faire und freie Wahlen wollte Ortega dennoch nicht riskieren. Denn die Achtung der Menschenrechte und demokratischer Institutionen spielen im System Ortega eine untergeordnete Rolle. […]


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onda-info 403

Hallo und willkommen zum onda-info 403! Nach Nachrichten aus Mexiko und Guatemala steht in den Beiträgen vor allem Zentralamerika auf dem Zettel. Zunächst geht’s nach Nicaragua. Die Wirtschaftsentwicklung unter dem neuen Dauerpräsidenten Ortega ist positiv, die Kriminalität gering. Dafür spielen Pressefreiheit und die Achtung der Menschenrechte im System Ortega eine untergeordnete Rolle. Für den zweiten Beitrag haben wir die afro-indigenen Garífuna in  […]


Nicaragua

„Die derzeitige FSLN ist nicht sandinistisch” – Interview mit María López Vigil 2

Von Paolo Moiola. (Lima, 24. November 2016, noticias aliadas).- Die aus Kuba stammende Theologin, Autorin und Journalistin María López Vigil kam vor 35 Jahren nach Nicaragua. Sie ist Redaktionsleiterin der monatlich erscheinenden Zeitschrift Envío. Paolo Moiola, Mitarbeiter der Zeitschrift Noticias Aliadas, sprach mit López Vigil über die gegenwärtige Situation und die zukünftige Entwicklung Nicaraguas vor dem Hintergrund der jüngsten Wahlergebnisse vom Herbst 2016. […]


Nicaragua

Präsident Ortega will seiner Familie die Macht dauerhaft sichern

Nicaraguas Opposition spricht angesichts der Wiederwahl von Präsident Daniel Ortega mit rund 72 Prozent von einer Wahl-Farce. Am 6. November wurde Ortega zum vierten Mal gewählt und schon zum dritten Mal in Folge im Amt bestätigt. Ehefrau Rosario Murillo wird Vize-Präsidentin und somit erste Anwärterin auf die Nachfolge von Daniel Ortega. Der Weg für die Machtkonzentration in den Händen der Familie ist geöffnet. […]


Nicaragua

Cardenal: Daniel Ortega hat eine Familiendiktatur errichtet

Ernesto Cardenals politische Gedichte, wie „La hora Cero“ („Die Stunde Null“), das er dem Kampf des sandinistischen und antiimperialistischen Helden Augusto César Sandino widmete, dienten als Inspiration für die Komposition von Liedern, die den damaligen revolutionären Kampf in Nicaragua befeuerten. Heute bedauert Cardenal, der von 1979 bis 1987 Kultusminister Nicaraguas war, mit Wehmut, dass die sandinistische Revolution von Präsident Daniel Ortega verraten worden sei. Dieser habe sich an der Macht unvorstellbar bereichert. […]


Nicaragua

Abschied von Fernando Cardenal

(Caracas, 23. Februar 2016, telesur).- Die Bevölkerung Nicaraguas hat Abschied von Fernando Cardenal genommen. Der Pfarrer starb am 20. Februar 2016 im Alter von 84 Jahren aufgrund gesundheitlicher Probleme in Managua. Unvergessen bleiben wird der Priester wegen seines Einsatzes für die Armen und der Verteidigung der Befreiungstheologie. Neben Gläubigen, Freund*innen und Regierungsvertreter*innen fanden sich am Sonntag, dem  […]


Lateinamerika Mexiko Nicaragua

onda-info 373 – Nicaragua-Special

Nicaragua ist für viele durch die Revolution von 1979 bekannt. Der Somoza-Clan wurde von der linke Befreiungsbewegung FSLN entmachtet. Dies brachte große Hoffnung für eine Bevölkerung, die 50 Jahre lang unter einer Diktatur gelebt hatte. Doch schon wenige Jahre später gab es einen blutigen Bürgerkrieg, Die USA wollten keine linke Revolution und finanzierten und rekrutierten eine Rebellenarmee, die sogenannten Contras. Diese hatten den Auftrag, die  […]


nicaragua erdbeben. Foto: Otramerica/Carlos Herrera/Confidencial.
Nicaragua

Alarmstufe rot nach Erdbeben

von El Confidencial (Managua, 11. April 2014, otramérica).- Die Bilanz des Erdbebens der Stärke 6.2 auf der Richterskala, welches am Nachmittag des 10. April 2014 Nicaragua erschütterte, ist ein Toter, 33 Verletzte und 822 zerstörte Häuser. Das berichtet die Regierung und die First Lady des Landes, Rosario Murillo. Präsident Daniel Ortega zeigte sich erst sechs Stunden nach dem Beben, ohne jedoch zu erklären, wie der Staat den durch das Erdbeben verursachten Schäden gegenübertreten werde. Eine Frau der Gemeinde Nagarote brachte ihre Sorge vor Nachbeben zum Ausdruck. Nagarote im Departement León war die am meisten betroffene Gemeinde, mit 700 ganz oder teilweise zerstörten Häusern und mehr als 17 Verletzten. So die letzte Zählung der Kommunalregierung, welche der Zeitung ‚Confidencial‘ vorliegt. […]


Repression gegen Demonstration am Frauentag /nelsonrodriguez, Foto: Aura Lacayo, RMCV
Nicaragua

Polizei stoppte Demonstration zum Internationalen Frauentag

von Nelson Rodríguez (Mexiko-Stadt, 12. März 2014, cimac).- Zivile Organisationen üben heftige Kritik am Vorgehen der nationalen Polizei, die während der Kundgebung anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März mehrere Aktivist*innen angriff und daran hinderte, ihren Protest fortzuführen. Etwa 2.000 Frauen waren auf der Straße nach Masaya, einer Hauptverkehrszone der nicaraguanischen Hauptstadt Managua, zusammengekommen. […]