Felipe Calderón


Mexiko Mittelamerika

Zahl inhaftierter Migrantinnen unter Regierung Peña Nieto stark gestiegen

von Anaiz Zamora Márquez (Mexiko-Stadt, 27. März 2015, cimac-poonal).- Nach offiziellen Angaben der mexikanischen Migrationsbehörde INM (Instituto Nacional de Migración) ist die Zahl inhaftierter Migrantinnen unter der Präsidentschaft von Enrique Peña Nieto auf 28.693 Frauen angestiegen. Im letzten Regierungsjahr seines Vorgängers Felipe Calderón (2012) waren lediglich 11.963 Migrantinnen inhaftiert, erklärte Guadalupe Barrena Nájera, Leiterin der rechtsmedizinischen Klinik des Menschenrechtsprogramms PUDH (Programa Universitario de Derechos Humanos) der Universität UNAM während eines Gesprächskreises zu Gendergerechtigkeit beim Zugang zum Rechtssystem, Ende März. […]


pressefreiheit. Foto: cerigua/animalpolitico
Mexiko

Fast täglich ein Journalist angegriffen

(Guatemala-Stadt, 24. März 2015, cerigua).- Irgendwo in Mexiko wird alle 26,7 Stunden ein Journalist oder eine Journalistin angegriffen; 2014 wurden 326 Angriffe auf Medienarbeiter*innen registriert, darunter waren 63 Frauen. Fünf Journalist*innen wurden offensichtlich im Zusammenhang mit ihrer Arbeit ermordet, stellt der jährliche Zensur-Bericht „Estado de Censura“ fest, der von der Organisation Artikel 19 ausgearbeitet wurde. […]


Großes Risiko einem Gewaltverbrechen zum Opfer zu fallen: Junge Männer in Mexiko / Foto: Jesus Villaseca Perez, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Mexiko

Gewalt ist häufigste Todesursache bei jungen Männern

(Berlin, 08. November 2014, poonal).- Die Wissenschaftlerin und frühere Gesundheitssenatorin von Mexiko-Stadt, Asa Cristina Laurell, hat in einem Artikel der Tageszeitung La Jornada die mexikanischen Sterbestatistiken der vergangenen Jahre genauer untersucht. Nach Daten der nationalen Statistikbehörde Inegi ist der gewaltsame Tod inzwischen die häufigste Todesursache bei mexikanischen Jugendlichen und Männern im Alter zwischen 15 und 44 Jahren. […]


Bergbau in Sonora / Foto: Alberto Quiñones, CC BY-NC-ND 2.0, flickr
Mexiko

Bergbau: Mehr durchwühlte Erde

(Berlin, 23. September 2014, poonal).- Der Bergbauboom in Mexiko hält weiter an. Im Durchschnitt erteilt das mexikanische Wirtschaftsministerium jeden Monat 64 neue Konzessionen. Offiziell gibt es derzeit 25.566 gültige Genehmigungen für Bergbauprojekte. Glaubt man den Zahlen, so bedeutet dies aufgrund auslaufender Konzessionen und weniger genehmigten bzw. gestellten Neuanträgen im Vergleich zur Regierungszeit von Felipe Calderón (2006 – 2012) allerdings einen leichten Rückgang gegenüber den gut 26.000 Konzessionen Ende 2012. […]


Demo 2011 gegen den Drogenkrieg. Foto: Flickr/Jesus Villaseca (CC BY-NC-SA 2.0)
Mexiko

Nach wie vor deutlich über 20.000 Morde im Jahr

(Berlin, 01. August 2014, poonal).- Nach vorläufigen Angaben der mexikanischen Statistikbehörde INEGI sind im vergangenen Jahr fast 23.000 Menschen eines gewaltsamen Todes im Land gestorben. Das sind durchschnittlich 62 Morde pro Tag. Gegenüber dem Jahr 2012 bedeutet dies einen Rückgang von 12,45 Prozent, aber immer noch eine äußerst hohe Mordrate von 19 Personen pro 100.000 Einwohner*innen. Dabei ist das Ausmaß der Gewalt in den 31 Bundesstaaten und der Hauptstadt sehr unterschiedlich. Bezogen auf die Einwohnerzahl geschehen die meisten Morde im Bundesstaat Guerrero (63 pro 100.000). Es folgen die nördlichen Bundesstaaten Chihuahua und Sinaloa. Über dem Bundesdurchschnitt liegen ebenfalls Morelos, Colima, Tamaulipas, Durango, Sonora, Baja California, Michoacán und der Bundesstaat Mexiko. […]


mexiko entrevista migrantesmexico reproducao. Foto: Adital
Mexiko

„Ein Migrant ist ein Toter ohne Namen“

von Ilka Oliva Corado (Fortaleza, 22. April 2014, adital).- Interview mit Pedro Pantoja, Pfarrer der Migranten-Anlaufstelle Posada Belén. Ich bekam die Chance, ein Interview mit Padre Pedro Pantoja, Pfarrer der Posada Belén, einer Herberge für Migrant*innen in Saltillo im mexikanischen Bundesstaat Coahuila zu führen. Seit 40 Jahren setzt sich der Geistliche für die Menschenrechte von Migrant*innen ohne Aufenthaltstitel ein. Seit 40 Jahren nimmt er sich der hoffnungslosen Fälle an, die von niemandem Unterstützung erhalten, im Gegenteil: Es geht um Menschen, denen niemand Respekt zollt, die zerstört und vergessen wurden, die man zur Ware gemacht hat, um auf ihrem Rücken ganze Imperien zu errichten, und die weggeworfen wurden, nachdem man das letzte Bisschen aus ihnen herausgequetscht und nur noch eine wertlose Hülle übriggelassen hat, die irgendwo in einer versteckten Grube zu Staub zerfällt. […]


Demonstration gegen das Verschwinden von Maula Moreno (August 2011) /Ciudadana-express.com
Mexiko

Mehr als 26.000 Menschen in den letzten sechs Jahren verschwunden

(Venezuela, 03. März 2013, telesurpúlsar).- Laut offiziellen Zahlen, sind in Mexiko in der Regierungszeit von Felipe Calderón (Dezember 2006 bis November 2012) insgesamt 26.121 Menschen als verschwunden oder vermisst registriert worden. Dies gab die Unterstaatssekretärin für Menschenrechte, Lía Limón am 26. Februar bekannt. Die offizielle Zahl der Verschwundenen basiert auf Vermisstenmeldungen der Staatsanwaltschaften des Landes. […]


Archivo de Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Mexiko

Maisvielfalt – „Farmer’s Privilege“ unter Druck

von Alejandro Espinosa Calderón und Antonio Turrent Fernández* (Mexiko-Stadt, 11. Februar 2013, la jornada-poonal).- Mexiko ist Ursprungszentrum und gleichzeitig Bewahrer des weltweit größten Reichtums genetischer Vielfalt des Mais und seiner wildwachsenden Verwandten. In verschiedenen Saatgutbanken auf dem Planeten werden bei Temperaturen von minus 18°C und darunter eine Billion Maiskörner aufbewahrt, die sich genetisch voneinander unterscheiden und lediglich einen kleinen Bruchteil der biologischen Vielfalt des Mais auf der Erde darstellen. […]


Demonstration gegen das Verschwinden von Maula Moreno (August 2011) /Ciudadana-express.com
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Schlechtes Zeugnis für scheidenden Präsidenten

von Alejandro Pacheco (Buenos Aires, 27. November 2012, púlsar).- Aktivist*innen verschiedener sozialer Organisationen stellten der Amtsführung von Felipe Calderón bei einer Gedenkveranstaltung ein vernichtendes Zeugnis aus. Sie erklärten, dass der mexikanische Staatspräsident, der am 1. Dezember 2012 aus dem Amt scheidet, als „der schlechteste Amtsinhaber der Geschichte Mexikos“ im Gedächtnis bleibe. […]


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Mexiko

„Die Geschichte wird dich verurteilen!“

(Mexiko-Stadt, 27. November 2012, cimac).- „Ganz Mexiko wird dich als den grausamsten, den blutrünstigsten und unfähigsten Präsidenten in Erinnerung behalten, der dieses Land jemals regiert hat. Unsere Söhne und Töchter, unsere Brüder und Schwestern, unsere Väter, unsere Mütter sind keine Kollateralschäden. Sie sind unschuldige Opfer deiner Machtgier, deiner politischen Kurzsichtigkeit, deiner Egomanie und Geltungssucht!“ […]


Brasilien Deutschland Lateinamerika Mexiko Uruguay USA

onda-info 297

Die Folgen des Regierungswechsels in Mexiko und dessen Bedeutung für den Protest / Treffen des Weltverbandes der Community Radios AMARC in Brasilien / Fotoinstallation ,,El Hotel“ der argentinischen Künstler Azul Blaseotto und Eduardo Molinari in Berlin   Am 1. Dezember tritt Enrique Peña Nieto die Nachfolge von Felipe Calderón als mexikanischer Präsident an – der Machtwechsel setzt eine Tradition beeinflusster und geschobener Wahlen  […]


Statt buntem einheimischen Mais könnte es bald nur noch Genmais geben / archivo de proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Mexiko

Das Ratten-Erratum und der Mais

von Ana de Ita* (Mexiko-Stadt, 16. Oktober 2012, la jornada-poonal).- Während die unabhängigen Wissenschaftler*innen des in Frankreich beheimateten Komitees für Unabhängige Forschung und Information über Gentechnik CRIIGEN (Comité de Recherche et d’Information Indépendantes sur le génie Génétique) die Welt über Tumore, Leber- und Nierenschäden, vorzeitiges Altern sowie Störungen des Reproduktionssystems und weitere Anomalien bei mit Genmais gefütterten Ratten informieren (vgl. Silvia Ribeiro, Rattenjagd – Original in La Jornada vom 6. Oktober), beeilt sich Monsanto, den mit Präsident Felipe Calderón geschlossenen Pakt einzufordern, die Aussaat von Genmais in Mexiko noch vor dem Ende seiner Amtszeit freizugeben. […]


amnistia logo. Quelle: púlsar
Mexiko

Menschenrechte in der Krise

von Alejandro Pacheco (Rio de Janeiro, 12. September 2012, púlsar).- Die mexikanische Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hält die Sicherheitspolitik des mexikanischen Staates für gescheitert. Das erklärte der Direktor von Amnesty Mexiko, Alberto Herrera gegenüber der Nachrichtenagentur Púlsar.     […]


Antonio Medina, freier Journalist und Dozent an der UNAM in Mexiko-Stadt. Foto: Adital
Lateinamerika

Homophobe Präsidenten

von Antonio Medina (Fortaleza, 17. August 2012, adital).- Rafael Correa hat sich ehrlich gegenüber seinem Volk gezeigt: In der Onlineausgabe der Zeitung El Comercio war der ecuadorianische Präsident von einem Leser als Schwuchtel beschimpft worden, worauf der Inhaber des höchsten Amts im Staate Ende Juli in einem Programm des Radios La Sabatina sinngemäß mit den Worten „Selber Schwuchtel!“ konterte. […]


Mexiko

Atenco überall: düstere Perspektiven für die Menschenrechte in Mexiko

Am 1. Dezember wird mit Enrique Peña Nieto der Verantwortliche für die gewaltsamen Repressionen von Atenco die Präsidentschaft Mexikos übernehmen. In dem Dorf wurden 2006 bei einem Polizeieinsatz zwei Menschen ermordet und zahlreiche Frauen von Sicherheitskräften vergewaltigt. Schon unter der Regierung seines Vorgängers Felipe Calderón werden die Menschenrechte mit Füßen getreten: im Namen des ,,Krieges gegen die Drogen starben mindestens 60.000 Menschen, zwischen 3000 und 10.000 Personen verschwanden spurlos. Menschenrechtsverteidiger*innen werden bedroht, gefoltert, ermordet, ohne dass die Täter*innen zur Rechenschaft gezogen werden. Während auf der einen Seite die Straflosigkeit eines der größten Probleme der mexikanischen Justiz bleibt, sitzen auf der anderen Seite immer wieder Unschuldige über Jahre ohne ein ordentliches Verfahren im Gefängnis. Ein gutes Beispiel dafür sind die Brüder Cerezo: Héctor, Alejandro und Antonio Cerezo wurden im Jahr 2001 unter dem Vorwurf, sich an einem Sprengstoffanschlag in Mexiko-Stadt beteiligt zu haben, verhaftet und zu hohen Haftstrafen im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Dort waren sie Schikanen und Folter ausgeliefert. Allerdings entbehrte die Anklage jeder Grundlage, weshalb das Berufungsverfahren erfolgreich war und Alejandro im Jahr 2005 freigelassen wurde. Seine Brüder saßen noch weitere vier Jahre im Gefängnis.?   Wir freuen uns, wenn ihr die Ankündigung weiterleitet und/oder das Programm in euren Radios sendet. Euer OndaViva-Team   […]