Patriarchat

Das Patriarchat (span. Patriarcado) ist eine Gesellschaftsordnung oder eine Herrschaftsstruktur, in der Normen und Regeln von und für Männer bestimmt und erhalten werden. Das Patriarchat beinhaltet die historisch verankerte Bevorteilung von Männern gegenüber Frauen in allen Bereichen des Lebens (Bildung, Eigentum, Freizeit etc.). „Mann“ und „Frau“ wird dabei stets eine bestimmte Rolle in der Gesellschaft zugewiesen, die für Frauen vor allem bedeutet, Ehefrau und Mutter zu sein, während es als normal angesehen wird, dass Männer sich um die finanzielle Absicherung der Familie kümmern. Die patriarchalische Kultur ist mit zahlreichen Vorurteilen verbunden, z.B. dass Frauen das schwächere oder einfühlsamere Geschlecht seien – weshalb ihnen bestimmte Tätigkeiten zugeschrieben und andere verwehrt werden. Gegen die Wirkungsweisen des Patriarchats stellen sich feministische, queere und antipatriarchalische Bewegungen, die seit langem besonders stark in Ländern Lateinamerikas aktiv sind. Häufig wird dort das Patriarchat auch als „Mitbringsel“ der Christianisierung und des Kolonialismus kritisiert und die enge Verknüpfung von Patriarchat mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem hervorgehoben.

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