FDCL


Protest gegen das
Chile Deutschland

Protest vor ehemaliger deutscher Sektensiedlung in Chile

von Christian Kliver (17. November 2015, fdcl-amerika21.de).- Etwa 40 Angehörige von Personen, die während der Pinochet-Diktatur in der deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad in Südchile ermordet wurden, haben an den Toren der Kolonie für ein sofortiges Ende des Folklore-Tourismus demonstriert. Der Protest fiel zusammen mit dem Beginn des Oktoberfestes, das die heute unter dem Namen “Villa Baviera” bekannte ehemalige Sektengemeinschaft seit einigen Jahren veranstaltet. Am Wochenende kamen dazu erneut hunderte Personen in die Siedlung. […]


Protestaktion anlässlich der Einweihung des Gedenksteins. Foto: Fdcl
Deutschland

Angehörige von Verschwundenen weihen Gedenkstein ein

(Parral-Chile, 16. März 2014, fdcl).- Etwa 100 Angehörige von während der Pinochet-Diktatur Verschwundenen sind gestern erneut zur Deutschensiedlung Colonia Dignidad gezogen, um Straflosigkeit zu beklagen. Drei Wochen nach der Entdeckung von Leichenteilen auf dem Gelände einer Dependance der Colonia Dignidad weihten sie an einer kürzlich fertiggestellten Brücke über den Perquilauquén Fluß einen Gedenkstein ein. Er trägt die Inschrift: […]


Chile Deutschland

Gerechtigkeit lässt auf sich warten

Die Aufarbeitung der Verbrechen der Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile :: Studiogast: Jan Stehle (er erforscht die Verstrickung deutscher Behörden in die Verbrechen der Colonia Dignidad und ist aktiv im Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika, FDCL)   Am 11. September jährt sich der Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende in Chile zum 40. Mal. Ondaviva, die Live-Radiosendung  […]


Antonio Miranda vom MST bei der Pressekonferenz in Chiapas / Foto: BIZILUR (copyright)
Brasilien

Kein Platz für kleinbäuerliche Landwirtschaft und Agrarreform

(Berlin, 07. November 2012, poonal).- Ende September nahm Antonio Miranda von der brasilianischen Landlosenbewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) am Forum „Für die Verteidigung des Lebens und des Territoriums“ (Por la defensa de la vida y territorio) in San Cristóbal de las Casas im mexikanischen Bundesstaat Chiapas teil. Der folgende Beitrag ist kein eigentliches Interview, sondern eine übersetzte Zusammenfassung seiner Beiträge und Antworten auf Fragen auf dem Forum, das die internationale Organisation der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, Via Campesina, organisiert hatte. […]


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Veranstaltung

Montag 10.09. | Die Aachener Friedenspreisträger 2012 Antonio und Alejandro Cerezo (Comité Cerezo/Mexiko) sind zu Gast in Berlin   Der Nachrichtenpool Lateinamerika, Carea, FDCL, LN, Mexico via Berlin, pbi Deutschland und die pbi-Regionalgruppe Berlin freuen sich, Antonio und Alejandro Cerezo vom Comite Cerezo in Berlin begrüßen zu dürfen, die im Rahmen eines Vortrages mit anschließender Gesprächsrunde die Arbeit des Komitees vorstellen werden.   Wann: 10.  […]


Ein ehemaliges Folterhaus der Dina in Santiago. Foto: Flickr/Cosmopolita
Chile

Erstmals Prozess wegen Folterungen in der Colonia Dignidad eröffnet

(Berlin, 14. September 2011, npl/fdcl).- Das Berufungsgericht Santiago hat am Montag, 13. September erstmals einen Strafprozess wegen Folterungen in der Colonia Dignidad in Chile eröffnet. Als Täter angeklagt sind dabei der deutsche Staatsbürger Gerhard Mücke sowie der chilenische Geheimpolizist Fernando Gómez Segovia.   […]


Deutschland Europa Kolumbien Lateinamerika

Von Abhängigkeiten und Ungleichheiten – Gespräch mit zwei kolumbianischen Aktivistinnen

Am 19. Mai 2010 wurde das Freihandelsabkommen zwischen Peru, Kolumbien und der Europäischen Union (EU) auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid unterzeichnet. Damit es in Kraft treten kann, müssen jedoch noch das Europäische Parlament sowie der kolumbianische und der peruanische Kongress zustimmen. Kolumbianische Menschenrechtsorganisationen befürchten, dass die Umsetzung des Freihandelsabkommens die Menschenrechtssituation in ihrem Land weiter verschlechtern wird. Zudem besteht die Gefahr, dass  […]


alt
Brasilien

Anklage gegen ThyssenKrupp-Tochter erhoben

von Christian Russau (Rio de Janeiro, 07. Dezember 2010, amerika21.de).- Die Staatsanwaltschaft von Rio de Janeiro hat gegen das ein Tochterunternehmen des deutschen Industriekonzerns ThyssenKrupp und mehrere Verantwortliche für das Mega-Stahlwerk CSA in der Nähe der brasilianischen Metropole Anklage erhoben. Die Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA), der Projektleiter des Stahlwerks, Friedrich-Wilhelm Schäfer, sowie der Umweltdirektor, Álvaro Francisco Barata Boechat, werden massiver Umweltverstöße bezichtigt. […]


Brasilien Deutschland Lateinamerika

Entwicklung – Aber für wen? Fischer im Kampf gegen ein ThyssenKrupp-Stahlwerk

Als ,,Jahrhundertprojekt“ bezeichnet ThyssenKrupp den Stahlwerkkomplex, den der Konzern seit 2006 in der Bucht von Sepetiba, südlich von Rio de Janeiro errichtet. Arbeitsplätze, Infrastruktur sowie Orientierung an höchsten Umweltstandards wurden versprochen. Doch 40.000 Menschen, die von Fischfang und Tourismus lebten, fürchten um ihre Lebensgrundlage. Die Fischer haben ihre Existenz bereits verloren. Sie beklagen, dass beim Bau Menschenrechte und Umweltschutzgesetze verletzt worden seien.


Lateinamerika

Wien-Berichterstattung: Annäherung zwischen EU und Lateinamerika stottert

Zum vierten Mal fand am zwölften Mai in Wien das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und der Staaten Lateinamerikas und der Karibik statt. Die EU bemüht sich, ihren Einfluss zwischen Mexiko und Argentinien gegen Nordamerika und China zu verteidigen und auszubauen. Doch eine Annäherung der beiden Kontinente sieht Thomas Fritz, Handelsexperte der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung – Blue 21 auch  […]