Viehwirtschaft

Viehwirtschaft bezeichnet die Haltung von Nutztieren zur Produktion von Fleisch, Milch, Leder und anderen tierischen Erzeugnissen. In Lateinamerika spielt sie eine zentrale wirtschaftliche Rolle, insbesondere in Ländern wie Brasilien, Argentinien und Mexiko. Großflächige, industrielle Viehwirtschaft trägt jedoch maßgeblich zu Entwaldung, Landkonzentration und Treibhausgasemissionen bei, vor allem durch Methan aus der Rinderhaltung. Zudem belastet sie Böden und Gewässer und steht in Zusammenhang mit dem Einsatz von Antibiotika und Futtermitteln aus Monokulturen. Die ökologische Viehwirtschaft setzt dagegen auf angepasste Tierzahlen, Weidehaltung und Kreislaufwirtschaft. Sie kann Biodiversität fördern, Böden schonen, Emissionen reduzieren und soziale Strukturen im ländlichen Raum stärken.

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