Teilhabe


Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kolumbien: Frieden? Doch was kommt dann?

Die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC dauern nun schon drei Jahre. Begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit schüren die bisherigen Fortschritte bei den Verhandlungen die Hoffnung, dass bereits im März 2016 ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten unterschrieben werden könnte, der einen formellen Schlussstrich unter diesen mehr als 50 Jahre währenden Konflikt ziehen soll. Doch was kommt dann? Der „Congreso de los  […]


Foto: Servindi
Peru

Ein Schritt vor, zehn zurück… Politisches Tauziehen um das Recht auf vorherige Befragung

von Andreas Wolf, Lima (Berlin, 24. Juni 2013, npl).- Im September 2011 hat Peru als erstes Land Lateinamerikas ein Gesetz zur vorherigen Konsultation indigener Völker verabschiedet. Trotz einiger Schwächen des Gesetzestextes bestand die Hoffnung, dass damit die Umwelt- und Sozialkonflikte vermindert und die indigenen Völker in sie betreffende Entscheidungen einbezogen würden. Doch die Regierung schien das Gesetz bald zu bereuen. War schon die Durchführungsverordnung heftig umstritten, so dreht sich die aktuelle Debatte um zwei Hauptthemen: Wer wird konsultiert und was überhaupt ist Konsultation. […]


Panama Logo-coonapip
Panama

Indígenas steigen aus REDD-Programm der UNO aus

(Lima, 21. März 2013, servindi-púlsar).- Der Dachverband der Indigenen Panamas COONAPIP (Coordinadora Nacional de Pueblos Indígenas de Panamá) ist aus dem Projekt REDD (Reducción de Emisiones por Deforestación y Degradación), einer UN-Initiative zur Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung in Panama (UN-REDD/ANAM), ausgestiegen. Der Indigenenverband begründete seine Entscheidung mit dem Vorwurf, das UN-Projekt setze sich nicht ausreichend für den Respekt der Rechte indigener Völker und für ihre Beteiligung an dem Projekt ein. […]


Reclamo en Panama. Foto: Pulsar/prensa Latina
Panama

Bewohner*innen von Colón fordern ernsthafte Verhandlungen mit Regierung

(Buenos Aires, 12. November 2012, púlsar).- Die Widerstandsfront (Frente Amplio) von Colón bezweifelt die Ernsthaftigkeit der Gespräche mit der panamaischen Regierung. Sie fordert die Regierung Panamas auf, ernste Verhandlungen mit den verschiedenen sozialen Repräsentant*innen der Hafenstadt aufzunehmen. Zweifel kamen auf, nachdem ein hochrangiges Mitglied der Regierung die Treffen als einfache Gespräche definierte. […]


Protestaktion im Sommer 2012 / Nicolás Celaya, la diaria
Uruguay

Gesetzentwurf zur Abtreibung ruft Gegner*innen auf den Plan

von Amanda Muñoz (Montevideo, 06. Oktober 2012, la diaria).- Ein grauer, trüber Tag mit kleinen Hagelschauern. Doch gegen 17 Uhr zeigt sich zum Glück die Sonne. Das dachten sicher auch die Frauen, die eine Aktion vor dem Justizpalast vorbereitet hatten, um das Recht auf freie Entscheidung über Schwangerschaftsabbrüche einzufordern.   […]


Goldsuche im Amazonasgebiet verschmutzt Flüsse / feeb, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Bolivien

Goldrausch sorgt für Verschmutzung der Flüsse im Amazonasgebiet

von Abrahán Cuellar Araujo (Fobomade*) (Fortaleza, 03. Oktober 2012, adital).- Die Goldsucher*innen verschmutzen unsere Flüsse mit Quecksilber, was zahlreiche Risiken für die Gesundheit der Menschen zur Folge hat. Was tun die staatlichen Instanzen angesichts dieser bedrohlichen Situation? Aus offiziellen Statistiken der Behörden geht hervor, dass Bolivien einen Goldrausch erlebt, der bereits für einen Anstieg der Exporte und der Deviseneinnahmen gesorgt hat. […]


guatemala - Totonicapan. Foto mit freundlicher Genehmigung von Marcha indígena, campesina y popular
Guatemala

Repression gegen Indigene: mindestens sieben Tote

(Guatemala-Stadt, 08. Oktober 2012, cerigua/adital/poonal).- Am Donnerstag, 4. Oktober wurden die Maya K’che‘ des guatemaltekischen Departments Totonicapán Opfer eines Angriffs der staatlichen Sicherheitskräfte, der mindestens sieben Tote und über 40 Verletzte forderte. Einheiten der Polizei und des Militärs versuchten, hunderte Bewohner*innen der 48 Gemeinden des Departments zu räumen, welche die wichtige Straße des Landes, die Interamericana, an verschiedenen Punkten blockiert hatten. […]


Chile Titelbild-La-Nacion Tu-Foto-con-el-presidente CC BY 2.0 flickr
Chile

Abgewickelt – Regierung macht „La Nación“ dicht

von Andrea Martínez (Montevideo, 25. September 2012, la diaria-poonal).- Die chilenische Regierung machte auf einer Aktionärsversammlung von ihrer Mehrheit Gebrauch und entschied eine Schließung des staatlichen Mediums „La Nación“. Die Regierung von Sebastián Piñera schloss „La Nación“, die, – nachdem sie zunächst auf Papier herausgekommen war, zuletzt als Online-Medium existierte, – nun endgültig. Sie sprach sich zudem gegen jegliche staatliche Medien aus, da „es ist nicht nötig ist, dass die Regierung ein Kommunikationsmedium besitzt (…), eine Regierungszeitung“, so Regierungssprecher Andrés Chadwick. […]


Schwangere nelo CC BY-NC-SA 2.0 Flickr
Guatemala

Mehr Schwangerschaften bei Mädchen als Folge sexuellen Missbrauchs

(Lima, 31. August 2012, semlac).- Die Zahl der Mädchen und jungen Frauen, die Guatemalas Gebärsäle füllen, ist angestiegen. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist neben fehlender Verhütung auch sexueller Missbrauch. In den letzten drei Jahren wurden, laut einer Untersuchung des Gesundheitsministeriums und des Sozialamtes, 40.000 Schwangerschaftsfälle bei Minderjährigen registriert.   […]


Panatal_AlKBy_CC BY-NC-SA 2.0_Flickr
Brasilien

Pantanal – Nationales Erbe von Abholzung bedroht

von IHU (Instituto Homem Pantaneiro), Corumbá (Fortaleza, 19. September 2012, adital-poonal).- Viviane Fonseca Moreira, Expertin für Ökotourismus, arbeitet für das Institut des Menschen des Pantanal IHU (Instituto Homem Pantaneiro) in Corumbá. Im Interview mit IHU spricht sie über die Folgen des sich ausbreitenden Soja-Anbaus. Das Institut befindet sich im Bundesstaat Mato Grosso do Sul, im zentralen Westen Brasiliens im Dreiländereck Brasilien / Paraguay / Bolivien. […]


Überlebte unverletzt einen Mordanschlag: Sergio Rojas Ortiz / Foto: www.coecoceiba.org, CC BY-NC-ND 3.0
Costa Rica

Mordanschlag auf Indígena-Führer im Süden Costa Ricas

(San José, 18. September 2012, voces nuestras-poonal).- Auf Sergio Rojas Ortiz, einen Bribri-Indígena aus der Gemeinde Salitre in der südlichen Karibikregion Costa Ricas, wurde Mitte September ein Mordanschlag verübt. In den frühen Morgenstunden des 17. September hatten unbekannte Attentäter sechs bis acht Schüsse abgefeuert, die Rojas Ortiz jedoch unversehrt überlebte. Ortiz Rojas ist Führer des Bribri-Volkes in Salitre und einer der landesweiten Koordinator*innen der Organisation Nationale Front der indigenen Völker FRENAPI (Frente Nacional de Pueblos Indígenas).   […]


Antonio Medina, freier Journalist und Dozent an der UNAM in Mexiko-Stadt. Foto: Adital
Lateinamerika

Homophobe Präsidenten

von Antonio Medina (Fortaleza, 17. August 2012, adital).- Rafael Correa hat sich ehrlich gegenüber seinem Volk gezeigt: In der Onlineausgabe der Zeitung El Comercio war der ecuadorianische Präsident von einem Leser als Schwuchtel beschimpft worden, worauf der Inhaber des höchsten Amts im Staate Ende Juli in einem Programm des Radios La Sabatina sinngemäß mit den Worten „Selber Schwuchtel!“ konterte. […]


flagge der Tupamaros. Foto: Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)
Uruguay

„90 Prozent der früheren Tupamaros sind inzwischen ausgestiegen“

von Ana Fumón / Ultimas Noticias (Montevideo, 11. April 2012, comcosur-poonal).- María Elia Topolansky, die Schwester der Senatorin und Präsidentengattin Lucía Topolansky, war eines der Gründungsmitglieder der Movimiento de Liberación Nacional (MLN)-Tupamaros. Heute bezeichnet sie sich als autonom. […]


yanomamis. Foto: http://ceirberea.blogdiario.com/1224085860/
Venezuela

Zwei Minister bestreiten Massaker an Yanomami

von Iván Herrera (Lima, 04. September 2012, servindi).- In Venezuela nimmt die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Indigenen-Organisationen an Schärfe zu bezüglich eines Massakers, das Goldgräber*innen im Grenzgebiet zu Brasilien an bis zu 80 Yanomami verübt haben sollen. Ein Minister und eine Ministerin behaupteten, es ließen sich keine Beweise für ein solches Verbrechen finden. Nachdem die Nachricht bekannt geworden war, hatte Venezuelas Regierung eine Kommission, zu der auch Vertreter*innen des Militärs zählten, vor Ort geschickt, um Aufklärung zu betreiben. […]