Nafta


Wandbild Freihandel
Kanada Mexiko USA

Nafta: Neuverhandeln oder verlassen? Ein Kommentar

Während seiner Wahlkampagne hatte Trump vielfach die Notwendigkeit betont, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln oder sogar zu verlassen. Einmal im Weißen Haus installiert, hat die Rhetorik Anpassungen und kleine Änderungen erlitten, aber die Botschaft blieb im Wesentlichen gleich. Der US-Präsident benutzte die Rhetorik gegen NAFTA und andere Handelsabkommen als demagogische Wahlstrategie, die auf dem Thema des Verlustes von US-Arbeitsplätzen beruhte. Trump schaffte es, mit einer stark rassistischen Zutat Sündenböcke zu kreieren. […]


Protest Nafta
Kanada Mexiko USA

US-Regierung will NAFTA neu verhandeln

„Wir werden so schnell wie möglich ein gutes Abkommen haben, aber ohne künstliche Frist“. Das erklärte der Handelsbeauftragte des Weißen Hauses, Robert Lighthizer, am 21. Juni vor dem Finanzausschuss des US-Senates zu den von der Trump-Administration anvisierten Neuverhandlungen des Freihandelsvertrages NAFTA mit Kanada und Mexiko. Startschuss ist demnach der 16. August. Nach wie vor ist unklar, ob die Neuverhandlungen sich vor allem auf Handelsaspekte beschränken oder beispielsweise die Arbeits- und Umweltgesetzgebung der Mitgliedsstaaten einbeziehen werden, also die von Trump geforderte umfassende Neuhandlung bedeuten. Gleichzeitig bleibt die Drohung des US-Präsidenten im Raum stehen, den Vertrag notfalls einseitig aufzukündigen.  […]


Protestplakat gegen Freihandel
Mexiko USA

Die NAFTA-Waisen

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 25. Februar 2017, La Jornada). US-Präsident Donald Trump lässt ihnen keine andere Wahl: Die mexikanische Regierung und der mexikanische Kongress warten auf die für Juni angekündigte Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsvertrages (NAFTA). Für den Republikaner ist NAFTA das schlimmste in der Geschichte abgeschlossene Handelsabkommen. Schon in seiner Wahlkampagne kündigte er an, es zu ändern, “damit es zum Nutzen der Interessen aller US-Amerikaner arbeitet”. Unterdessen scheint die mexikanische Regierung, gelähmt und im Schockzustand, darauf absolut keine Antwort parat zu haben. […]


Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2016

Capulálpam de Méndez – Ökotourismus und nachhaltige lokale Wirtschaft statt Bergbau

Von Knut Hildebrandt. (Capulalpam de Méndez-Berlin, 03. Juni 2016, npl).- Seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA im Januar 1994 geraten Mexikos indigene Kommunen immer mehr unter Druck. Transnationale Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern. Begünstigt werden sie dabei durch die neoliberale Politik der mexikanischen Regierung. Großzügig vergibt diese Konzessionen zum Abbau von Gold, Silber und anderen Mineralien. Steuern müssen die ausländischen Konzerne kaum zahlen. Und die Menschen vor Ort gehen meist leer aus. Oftmals verlieren sie sogar ihre Heimat. […]


Mexiko

22 Jahre Kampf: Botschaft der EZLN

(Lima, 01. Januar 2016, servindi).- Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) hat am 1. Januar 2016 eine Erklärung veröffentlicht, mit der sie an den 22. Jahrestag des Aufstandes erinnerte, der am 1. Januar 1994 im mexikanischen Bundesstaat Chiapas begann. Dieses Datum wird von der EZLN als Beginn des Krieges gegen das Vergessen angesehen. Die Erklärung  […]


genmais. Foto: Archiv
Mexiko

Allianz für Genmais ist Allianz für Multis

von Ana de Ita* (Mexico-Stadt, 11. Oktober 2015, la jornada).- Ein Bündnis von Gentech-Multis trat am 29. September an die mexikanische Öffentlichkeit, um auf die Genehmigung der kommerziellen Aussaat von Genmais und Gensoja zu drängen. Mit ihrem Zusammenschluss bestätigen sie, dass die gentechnisch veränderten Saaten ein Schlüsselelement für die konzernbasierte Kontrolle der Nahrungsmittel sind. Die Mitglieder erklären, Mexiko hinke gegenüber dem Rest der Welt um 20 Jahre hinterher, weil es die kommerzielle Aussaat von Genmais nicht freigegeben habe. […]


Costa Rica Deutschland Dominikanische Republik El Salvador Europa Guatemala Honduras Lateinamerika Mexiko Nicaragua Panama USA

onda-info 361

Hallo und willkommen zum onda-info 361. Sommerloch – gibts bei uns nicht. Denn obwohl viele von uns an irgendeinem Gewässer rumliegen, sind unsere Stimmen in einem Beitrag über Freihandelsabkommen zu hören, den Markus Plate freundlicherweise vorbereitet hat. Während Europa über das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mit den USA streitet, haben andere Regionen bereits seit längerem Erfahrungen mit solchen Abkommen gesammelt. Mexiko hat bereits seit  […]


Der venezolanische konservative Strahlemann Henri Capriles hatte die Wahlen 2013 nur knapp verloren. Foto: en.wikipedia
Lateinamerika

Die neue Rechte in Lateinamerika

von José Natanson (Le Monde Diplomatique) (Montevideo, 24. November 2014, comcosur).- Die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Brasilien, das Musterbeispiel Henrique Capriles in Venezuela und die Umfragen in Argentinien – all das stellt eine stärker umkämpfte Wahllandschaft dar, als dies früher der Fall war, wobei es die fortschrittlichen Regierungen schwieriger haben, ihre Macht zu behalten. Besonders sticht die Bildung einer neuen politischen Rechten hervor, die demokratisch, post-neoliberal und sogar bereit ist, ein neuartiges soziales Gesicht zu zeigen (fast würden wir sagen, populistisch, wären wir dem Begriff nicht so überdrüssig, in seinem abwertenden Sinne aber auch seiner – zu anderem Zeitpunkt wertvollen, heute eher ermüdenden – epistemologischen Aufwertung). Aber lassen wir uns nicht ablenken und versuchen wir die neue Rechte zu beschreiben: […]