Cepal


Demonstration
Chile
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Das Leid der Migrant*innen

1992 lebten in Chile 100.000 Migrant*innen. Im Jahr 2013 zählte man schon gute 400.000; heute sind es fast eine halbe Million. Die meisten leben in der Hauptstadtregion, in Valparaíso und im Norden des Landes. Der größte Teil ist im Dienstleistungssektor, im Bergbau, in der Industrie, in der Landwirtschaft sowie im Bildungs- und im Gesundheitssektor tätig. […]


Dominikanische Republik Haiti
Fokus: Menschenrechte 2016

Vor ungelösten Problemen: Präsident Danilo Medina wiedergewählt

(Lima, 25. Mai 2016, noticias aliadas-poonal).- “Das Volk hat gesprochen. Was sich hier ereignet hat, ist ein Sieg des Volkes”, so der Präsident Danilo Medina nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom 15. Mai, bei denen er laut offiziellen Zahlen der Zentralen Wahlkommission (Junta Central Electoral) mehr als 60 Prozent der Stimmen erreichte. […]


Lateinamerika Mexiko

Armut in Lateinamerika laut Cepal verringert – Mexiko unter den negativen Ausnahmen

Laut einem am 22. März von der UNO-Regionalorganisation Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) vorgestellten Bericht hat sich die Armut in Lateinamerika im Zeitraum 2010 bis 2014 durchschnittlich leicht von 31,2 auf 28,2 Prozent verringert. Allerdings lagen der Cepal nur für elf Länder des Subkontinentes aktualisierte Daten vor. Für 2105 wird eine Umkehr der Tendenz erwartet. Die Armutsrate ist im vergangenen Jahr wahrscheinlich wieder auf 29,2 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen gab es mit 168 Millionen armen Menschen in Lateinamerika zwei Millionen mehr Arme als noch 2010. […]


alt
Argentinien Brasilien

Keine Konjunkturwende in Sicht

(Montevideo, 31. Dezember 2015, la diaria).- Die zwei stärksten Wirtschaftskräfte der Region werden weiterhin Schwierigkeiten haben, das verlorene Wirtschaftswachstum wieder aufzunehmen. Brasilien, das von politischer Ungewissheit und makroökonomischen Problemen betroffen ist, die auch durch Ausgabenkürzungen nicht gelöst werden konnten, wird das zweite Jahr in Folge einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen. Argentinien wird sich im Zuge seiner Rückkehr zu wirtschaftsliberalen Ideen binnen kurzer Zeit sozialen und politischen Spannungen gegenübersehen. […]


mexiko konferenz aguascalientes. Foto: Semmexico.org
Lateinamerika Mexiko
Fokus: Menschenrechte 2015

Geschlechtergleichstellung erst in 80 Jahren?

von Gabriela Ramirez (Aguascalientes, 15. September 2015, Comunicar Igualdad/SEMlac).- Vom 9.–11. September fand in Aguascalientes, Mexiko, die 16. Internationale Konferenz zu geschlechtsspezifischen Statistiken statt. Dabei haben Vertreter*innen aus Lateinamerika ihr Bündnis für den Fortschritt von Frauen und Mädchen erneuert und sich verpflichtet, statistische Erhebungen zu verbessern, mit deren Hilfe ein Blick in die Zukunft geworfen werden kann. Die Konferenz wurde von der Nationalen Frauenbehörde Inmujeres, von UN Women, der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe), der Nationalen Statistikbehörde Mexikos INEGI (Instituto Nacional de Estadística y Geografía) und der Unterorganisation für Statistik der CEPAL organisiert. […]


Gewalt gegen Frauen /Foto: Tomas R Vigo,CC BY-NC-SA 2.0 flickr
Dominikanische Republik
Fokus: Menschenrechte 2015

Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu – Justiz bearbeitet Fälle nur schleppend

von Mercedes Alonso (Lima, 17. Februar 2015, semlac).- Die Nachricht erschien auf den Titelseiten der wichtigsten Printmedien und in allen digitalen Informationsdiensten: „Frau erstattete 20 Strafanzeigen und überlebte wie durch ein Wunder den Angriff ihres Verfolgers“. In ihrer Ausgabe vom 11. Februar nannte die ältesten Tageszeitung des Landes Listín Diario den Vorfall einen Skandal und beschrieb, wie es Albaneris Silverio gelang, ihr Leben zu retten, nachdem ihr Expartner Juan Carlos Martínez sie in einem Zimmer eingesperrt und das Haus angezündet hatte. […]


Wohl eher ohne Sozialversicherung und Altersrente: Gemüsehändlerin auf dem Markt in Chichicastenango, Guatemala / Foto: GuillenPerez, CC BY-ND 2.0, flickr
Lateinamerika

CEPAL: Fast 50 Prozent der weiblichen Arbeitskräfte in Lateinamerika arbeiten ohne soziale Absicherung

(Lima, 03. Dezember 2014, noticias aliadas-poonal).- Fast 50 Prozent der arbeitenden Frauen in Lateinamerika haben Jobs in denen die Produktivität gering ist und die nur eine unzureichende sozialrechtliche Absicherung bieten, wie etwa die Arbeit als Hausangestellte, Selbständige oder in Kleinbetrieben, die weniger als fünf Mitarbeitende haben. Dies geht aus einem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) hervor, die von der Kommission am 18. November veröffentlicht wurde. […]


Foto: Razi Marysol Machay / CC BY-SA 2.0, flickr
Mexiko

Viel Arbeit, wenig Lohn

(Berlin, 06. September 2014, poonal).- Die UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika Cepal (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) kommt in einer jüngst veröffentlichten Studie über die Jahre 1995 bis 2009 zu wenig erfreulichen Ergebnisse für die mexikanischen Arbeiter*innen. Während in Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien die wöchentliche Arbeitszeit in dieser Periode unterschiedlich stark sank, stieg sie in Mexiko von durchschnittlich 40,7 Stunden auf 43,3 Stunden an. „Wahrscheinlich aufgrund der Modernisierung der Gesetzgebung“, zitiert die Tageszeitung La Jornada die Cepal. […]


Kuba emigracion. Foto: Semlac
Kuba

Kubanische Frauen wandern aus

von Helen Hernández Hormilla (Lima, 14. Juli 2014, semlac).- Immer mehr Frauen haben vor, ihr Leben außerhalb Kubas zu führen: aus wirtschaftlichen Gründen, um bei ihrer Familie zu sein, über ihren Schatten zu springen oder um andere Kulturen kennenzulernen. Kubanische Frauen machen mehr aus die Hälfte der jährlichen Emigration seit 1995 aus. Eine Tendenz, die die neue Selbstständigkeit der Kubanerinnen zeigt, mit der sie von bloßen Begleiterinnen zu Hauptpersonen der territorialen Freizügigkeit geworden sind. Aber dies ist auch ein Alarmsignal für eine veraltete Gesellschaft mit niedrigen Geburtsraten. […]


Luiz Inácio Lula da Silva / Foto: Blog do Planalto, CC BY-NC 2.0, flickr
Brasilien Lateinamerika

Lulas Vision von Lateinamerika

von Niko Schvartz (Fortaleza, 11. April 2013, adital-poonal).- Das Treffen im Mercosur-Gebäude in Montevideo vom 4. April hat ein breites Echo gefunden. Die von dem uruguayischen Politologen und Historiker Gerardo Caetano moderierte Debatte gestattete es, sich ein Bild des zeitgenössischen Lateinamerika, sowie jenes der nahen Zukunft, zu machen. Dafür sorgten Akteure, die zumindest im vergangenen Jahrzehnt in der ersten Reihe der Politik standen, zum Teil auch schon davor. […]


pobreza. Foto: Adital
Lateinamerika

Niedrigste Armut seit 30 Jahren

von RT TV-Novosti (Fortaleza, 28. November 2012, adital).- 168 Millionen Menschen in Lateinamerika sind von Armut betroffen, das sind ca. 30 Prozent der Bevölkerung. Trotz dieser hohen Zahl ist dies der niedrigste Stand seit drei Jahrzehnten, erklärte die Lateinamerikanische Wirtschaftskommission CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe). […]


Lateinamerika

Gewalt gegen Frauen bleibt straffrei

(Guatemala-Stadt, 11. April 2012, cerigua).- 90 Prozent aller Vorfälle von Gewalt gegen Frauen bleiben in Lateinamerika straffrei. Dies geht aus einer Statistik der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und der Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) hervor. Hauptgrund für diese hohe Zahl sei die Angst der Frauen vor einem erneuten Übergriff durch den oder die Täter. Wirtschaftliche Abhängigkeit, Misstrauen gegenüber den Strafverfolgungsbehörden sowie die unzureichenden Möglichkeiten, sich in öffentlichen Einrichtungen in einer Indígena-Sprache zu verständigen seien weitere Gründe für den hohen Prozentsatz der Straflosigkeit. […]


Lateinamerika

Die Schäden durch transnationale Konzerne

von Hedelberto López Blanch (Lima, 19. April 2012, servindi).- Seit Jahrzehnten haben die transnationalen Konzerne mit Unterstützung der Regierungen der Länder, in denen ihre Hauptsitze liegen (Vereinigte Staaten, Europa, Asien und ebenso Weltbank und der Internationale Währungsfond IWF), die Zerstörung der Umwelt, die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die Verletzung der Menschenrechte der Völker Lateinamerikas vorangetrieben mit ihrer Gier nach großen Profiten. Diese Verhältnisse sind ermöglicht worden durch die Kontrolle, die die Vereinigten Staaten durch das 20. Jahrhundert hindurch über die Regierungen der Region ausübten, die riesige Ländereien abtraten (einige tun dies noch heute), Steuerbefreiungen genehmigten, Bergbau und die Ausbeutung von Wasser und der biologischer Vielfalt gewährten. Gleichzeitig verschlimmerten sich die Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung und den Arbeitskräften in der Region wurde kein Schutz gewährt. […]


agrarreform
Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2011

Ungelöstes Problem Großgrundbesitz

von Aldo Marchesi (Montevideo, 03. Oktober 2011, la diaria).- „Der Großgrundbesitz ist der größte Feind des sozialen Fortschritts.“ Diesen Satz sagte der uruguayische Präsident José Batlle y Ordóñez im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise 1929, seinem Todesjahr. Interimsmäßig regierte er drei Mal: 1899 sowie 1903–1907 und 1911–1915. Die damalige Krise hatte Batlles Diskurs radikalisiert, angesichts eines der für ihn wichtigsten Probleme des modernen Uruguay. […]


Chile

CEPAL und ILO äußerten sich zu Mapuche-Protesten

(Lima, 29. September 2010, noticias aliadas).- Am 23. September 2010 wurden die Büros der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sowie der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik CEPAL (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) – zwei Organisationen der UNO – in Santiago de Chile von Mapuche-Indígenas besetzt. In einem Brief an den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon betonten sie, dass die Besetzung ihre Sorge über die Indígenas, die sich seit dem 12. Juli im Hungerstreik befinden, ausdrücken solle (siehe Poonal-Nr. 904). […]


Suche nach Opfern nach dem Sturm in El Salvador / Comando del Salvamento El Salvador, flickr
El Salvador

Tropensturm „Ida“ verursacht nationalen Notstand

von Carmen Esquivel Sarría(Havanna, 09. November 2009, prensa latina).- Präsident Mauricio Funes rief am Sonntagabend, den 8.November 2009 den nationalen Notstand aus. Am selben Wochenende war der Tropensturm „Ida“ über das Land gezogen. 152 Menschen starben bisher durch den Tropensturm. 60 Personen werden vermisst, über 12.000 Menschen sind von den Folgen des Tropensturms betroffen. Die intensiven Niederschläge von bis zu 255 Millimetern in 24 Stunden verursachten Überschwemmungen und Erdrutsche. Durch die Wasser- und Erdmassen wurden Häuser verschüttet, Brücken weggerissen und Tausende Personen von der Außenwelt abgeschnitten. San Salvador, San Vicente, La Libertad, La Paz und Cuscatlán zählen zu den am härtesten betroffenen Provinzen des Landes. […]


Lateinamerika

FAO: Extreme Armut in Lateinamerika nimmt zu

(Havanna, 15. Oktober 2009, prensa latina).- Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) der Vereinten Nationen wird die Zahl dern Lateinamerika und der Karibik in extremer Armut lebenden Menschen auf drei Millionen ansteigen. Grund hierfür seien die steigenden Lebensmittelpreise. […]