Schwarzer Oktober

„Schwarzer Oktober“ („Octubre Negro“) bezeichnet die Auseinandersetzungen und die Massaker an Protestierenden im Jahr 2003 in Bolivien, bei denen Militärs 60 Menschen töteten und mehr als 400 weitere verletzten. Auslöser der massiven Demonstrationen war ein Abkommen zwischen der Regierung von Präsident Gonzalez Sánchez de Lozada und internationalen Konzernen, um in Bolivien Erdgas auszubeuten und unter Weltmarktpreis zu exportieren. Protestbewegungen blockierten daraufhin von September 2003 an landesweit Straßen, was zu Engpässen in der Versorgung führte. Die Armee löste die Blockaden auf Befehl des Präsidenten unter Einsatz von Panzern und Helikoptern gewaltsam auf. Als Reaktion auf die Massaker und die anhaltenden Proteste trat Lozada am 17. Oktober 2003 zurück und flüchtete in die USA.

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